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Advent im Starlight-Tal

GeschichteHumor / P12 / Gen
01.12.2019
24.12.2019
25
44.475
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16.12.2019 2.196
 
Kampf der Nationen




Die Internationalen teilten sich schon länger ein Depot, da jedoch keiner von ihnen aufräumen wollte, sah es auch dementsprechend so aus, doch jetzt räumten Turnov und Hashamoto gerade das Wohnzimmer und den Fernseher frei, für den Abend hatten sie nämlich etwas geplant!
Blöd war nur, dass die anderen ihnen nicht helfen konnten, da sie noch Touren hatten. Also müssten der Russe und der Japaner alles alleine aufräumen, während Ruhrgold, Espresso und Bobo Fahrten hatten...

„Hey, Hash, seit wann haben wir eine Pflanze?”, wollte Turnov wissen, der gerade eine Orchidee auf dem Fensterbrett gefunden hatte.
„Hä? Die steht da schon ewig... Ist von Espresso, ich weiß gar nicht wie er das macht, dass die nicht eingeht in dem Saustall hier”, lachte Hashamoto.
„Das kann nicht sein! Ich hätte doch bemerkt, dass wir eine Pflanze haben!”
„Naja, du hast Dienst, dann wirfst du dich mit Wodka auf die Couch, dann bist du zu nichts mehr zu gebrauchen, ich glaub deswegen hast du die noch nicht bemerkt.”
„Naja egal, ich lass sie einfach Mal hier stehen, sonst meckert Espresso wieder.”

„Wo kommen deine Flaschen hin?”, wollte Hashamoto, der gerade ein paar Wodka-Flaschen unter dem Sofa entdeckt  hatte wissen.
„Ist noch was drin?”
„Zwei sind voll, eine halbe voll und die westlichen sechs sind leer.”
„Die leeren ins Altglas, die halbleere zu mir, die anderen in den Kühlschrank.”
„Na dann”, Hashamoto machte sich daran die Flaschen zu entsorgen, als er wieder hektisch von Turnov unterbrochen wurde...
„Das eine ist ein limitierte Auflage! Gib schon die Flasche wieder her!”
„Welche?”
„Die mit den Affen drauf!”, Turnov griff einfach selbst danach und brachte die Flasche schnell in sein Zimmer, dass ihr auch ja nichts passierte.


„Bobo ehrlich! Fahr Mal ruhiger!”, beschwerte sich Buffy, die hinter dem Franzosen hing.
„Was?”
„Fahr ruhiger, wir sind doch schon fast da!”
„Sind wir?”, Bobo beschleunigte erprupt, sodass Buffy mitgerissen wurde...
„Wir sind hier nicht bei der Weltmeisterschaft, was hast du eigentlich?!”
„Ich schau 'eute Abend Fernseh!”
„Und was ist da so spezial daran?”
„Fußball, ein Freundschaftsspiel: Frankreisch gegen Deutschland!”
„Da kannst du doch trotzdem vorsichtig fahren!”
„Isch will aber pünktlich sein!”
„Wann läuft das Spiel?”
„20:45 Uhr!”
„Da hast du ja noch ganze drei Stunden! Aber gut wir sind da!”

Schnell kuppelte Bobo Buffy ab und stützte weg, er rief ihr noch ein 'Ciao' zu, dann war er weg und ließ Buffy einfach am Bahnhof stehen...

„Na Buff, auch stehen gelassen worden?”, fragte plötzlich Joule von der Seite.
„Woohaa, hast du mich erschreckt”, lachte Buffy,„Ja wurde ich auch. Wohin wollte Ruhrgold?”
„Sich für's Fußball fertig machen... Und Bobo?”
„Der auch... Du sag Mal, wer hat morgen eine Fahrt mit den beiden?”
„Wieso? Also ich glaub, wir sind sogar zusammen für Ruhrgold eingeteilt, Dinah, Ashley und Pearl haben mit Bobo, ich weiß zwar nicht warum wir beide zusammen fahren, aber gut, höchstwahrscheinlich muss ich Mal wieder Dynamit ausliefern und das liegt auf der Strecke...”, erklärte Joule.
„Dann müssen ihr unbedingt für Deutschland sein!”
„Hä? Wär ich sowieso.”
„Na, der Zug, dessen Land verliert, wird morgen extremst angepisst sein...”
„Ohu stimmt! Naja, ich muss gehen! Bis Morgen dann!”
„Tschüssi!”


Derweil war Espresso, der mit Pearl und Dinah gefahren war, auch am Bahnhof angekommen, er wollte jetzt noch eine Pizza machen und eilte deswegen schnell zum Depot.


Ruhrgold und Bobo waren Snacks einkaufen gegangen, immoment waren sie noch gut befreundet, wie das dann nach dem Spiel aussehen würde, war die andere Frage.
„Was brauchen wir noch? Ich hab Chips, Säfte und Sprite”, sagte Ruhrgold.
„Mm'm nimm Mal ne Cola mit, oder zwei, Turnov schüttet die doch immer in seinen Wodka.”, schlug Bobo noch vor.
„Na dann auf”, Ruhrgold tat noch die Cola Flaschen in den Einkaufswagen.


Einige Zeit später waren sie wieder im Depot und packten ihre Sachen auf den Wohnzimmertisch.
„Warum seid ihr schon so früh?”, wollte Hashamoto wissen,„Das Spiel fängt immernoch erst in zwei Stunden an, aber gut...”
„Ich mach mich jetzt fertig!”, rief Ruhrgold und führt auf sein Zimmer, doch auf dem Weg lief er direkt in Espresso hinein, der gerade aus der Küchentür getreten war...
„Hey!”, rief er.
„Tut mir leid... Machst du Pizza?”
„Ja! Aber wenn du nicht aus dem Weg gehst, bekommst du keine, ich muss Inge gießen!”
„Wer, bei Starlight, ist Inge?”, rief Bobo aus dem Wohnzimmer.
„Meine Orchidee du Schnößel! Und jetzt weg da Ruhrgold!”
„Ich geh ja schon”, der Deutsche ging weiter in sein Zimmer und sperrte erstmal die Tür ab.

Espresso schrie auf:„Wer! Von! Euch! Hat! Inge! Angefasst?!”, Espresso hatte gemerkt, dass Inge um ganz drei Zentimeter verschoben worden war...
„Hashamoto!”, Turnov versuchte sich rauszureden und zeigte auf Hashamoto, der ihn nur mit offenem Mund anstarrte...
„Es war der nichtsnützige Russe!”
„Nein er! Der komische Blaumann da drüben!”
„Sooo, ich nehme jetzt Mal die Fingerabdrücke von dem Topf, dann wissen wir ja wer's war, derjenige bekommt nun drei Stück Pizza und keins mehr!”

Während Espresso sich an die Arbeit machte, wurde Turnov ganz blass, den Zorn des Italieners wollte er sich nicht zuziehen... Hashamoto feixte ihn nur an.
„So! Hashamoto, Finger her!”, Espresso drückte den Finger des Japaners auf ein Stempelkissen.
„Hey! Frag doch vorher! Jetzt bin ich schmutzig!”, beschwerte sich dieser.
„Okay, du warst es nicht Espresso. Turnov, Finger!”, nachdem Espresso diesen Fingerabdruck auch mit dem von dem Topf verglichen hatte stand es fest,„Turnov! Du warst der Übeltäter!”

Bobo stand nur die ganze Zeit daneben und schaute von einem zum anderen...
„Ich geh dann auch Mal kurz in mein Zimmer...”, schnell entfernte er sich, denn jetzt ging Espresso Donnerwetter erst richtig los...

Tatsächlich machte Espresso Turnov so zur Schnecke, dass man es sich gar nicht vorstellen konnte...
Und selbst der sonst so starke Russe war davon beeindruckt und eingeschüchtert, er hätte nie gedacht, dass Espresso so sein konnte...
Nach einiger Zeit ging der Italiener zum Glück wieder in die Küche, sich um die Pizza kümmern.


In etwa eineinhalb Stunden später waren alle wieder im Wohnzimmer, selbst Espresso hatte sich wieder beruhigt.
Nur Ruhrgold und Bobo fehlten noch...

Diese beiden kamen kurz darauf auch wieder aus ihren Zimmern...
Hashamoto musste sich erstmal setzen... Man hätte sagen können, die beiden hätten übertrieben... Zumindest Ruhrgold...

Bobo hatte sich einfach einen Frankreich-Schal um den Hals gebunden und ein Fußballtrikot angezogen, warum er dafür so lange gebraucht hatte, wussten die anderen nicht...

Ruhrgold hatte sich den Fußballfieber mehr hingegeben, eben wie ein stolzer Deutscher es so tat!
Er hatte auch ein Trikot der Deutschen Nationalmannschaft an und sich einen Schal ungebunden, doch ebenso hatte er eine Art Hut aufgezogen, auch mit der Deutschlandfahne darauf, dann hatte er noch Armbänder in den Deutschlandfarben, eine Tröte in der einen Hand und in der anderen zwei riesige Deutschlandfahnen...
Doch das war ihm noch nicht genug gewesen, er hatte sich auch noch Deutschlandfahnen ins Gesicht gezeichnet... So sah er aus, wie einen wandelnde Deutschlandflagge...

„So! Es kann losgehen!”, rief er, flätzte sich auf die Couch und stellte den Fernseher an.
„Ihr Deutschen übertreibt escht immör!”, machte sich Bobo über Ruhrgold lustig.
„Ich stehe halt zu meinem Land!”, kam es nur zurück.
„Für wen sind wir eigentlich?”, wandte sich Espresso an Turnov und Hashamoto.
„Ich bin nur für Russland! Ich bin ein stolzer vaterlandsliebender Russe, etwas anderes als für Russland zu sein, hat bei mir nichts zu suchen!”
„Haha, die dürfen aber die nächsten vier Jahre an keinen großen Sportevents teilnehmen!”, lachte Espresso ihn aus.
„Sei leise!”
„Ich bin übrigens für Deutschland”, versuchte Hashamoto Turnov von den Thema, der gesperrten russischen Sportlern, abzubringen.
Für diese Aussage wurde ihm von Ruhrgold auf die Schulter geschlagen, doch Bobo guckte böße...
„Ich bin unparteiisch!”, rief Espresso.
„Na dann hol uns doch Mal die Pizza!”
„Hier ist sie schon!”, Espresso stellte die Pizza auf den Tisch.
„Danke! Und jetzt geh vom Fernse'er weg! Das   Spiel fängt an!”, rief Bobo.

Doch zuerst würden noch die Nationalhymnen gesungen, während Bobo bei der französischen einfach nur Tränen in den Augen standen, legte Ruhrgold bei der Deutschen seine Hand auf die Brust und sang kräftig und lauthals mit...
Die anderen drei schüttelten nur die Köpfe.

Und dann wurde das Spiel angepfiffen...
Ruhrgold und Bobo fieberten von der ersten Sekunde an mit, während die anderen einfach die Pizza und die Snacks aufaßen...

In der 24 Minute passierte es: Die deutsche Mannschaft schoss das erste Tor!
„Jaaaaaaaaa! Deutschlaaaaaand! DEUTSCHLAAAAAAND DEUTSCHLAAAAAND!”, sang Ruhrgold durch das gesamte Depot, schwang seine Fahnen und trötete mit seiner Tröte.
Bobo saß einfach nur daneben und sah so aus, als würde er gleich anfangen zu weinen, während Ruhrgold auch noch begann mit Hashamoto durch die Gegend zu hüpfen...
„Jetzt wart Mal ab!”, fasste Bobo sich,„Ihr bekommt das sowieso zurück!”
„Niemals! Wir Deutschen werden gewinnen! Das tun wir immer!”
„Wenn ich dich da kurz Mal an den ersten und zweiten Weltkrieg erinnern dürfte”, unterbrach Turnov ihn.
„Den hätten wir auch gewonnen, das steht ja Mal fest! Und jetzt geht es ums Fußball!”

Das Spiel ging weiter, doch bis zur Halbzeit passierte nichts spannendes mehr. Eigentlich war das Spiel sogar ziemlich ausgeglichen.
Doch während der Halbzeitpause entstand in den Depot eine regelrechte Diskussion, welches denn die beste Nation war...

Angefangen hatte es damit, dass Espresso zu Bobo gesagt hatte, dass die Italiener bestimmt noch ein Tor geschossen hätten.
Darauf reagierte Bobo:„Ihr Italiener könnt doch gar nischts!”
„Sag du Mal nichts! Wir Italiener tragen immerhin VIER Sterne auf der Brust, ihr nur ZWEI!”
„Wir haben auch VIER Sterne!”, mischte sich Ruhrgold ein.
„Ja, aber die Franzosen nicht!”
„Jetzt macht eusch doch lieber über Turnov oder 'ash lustig, die 'aben gar keine!”
„Dafür haben wir wohl die beste Landeshauptstadt!”, gab der schon angetrunkene Turnov zurück und begann zu singen,„Moskau! Moskau! Wirf die Gläser an die Wand, Russland ist ein schönes Land! Hohohoho Ha!”
Ruhrgold, der auch schon zu viel getrunken hatte, nahm das wörtlich und warf sein Glas tatsächlich an die Wand und gab zurück:„Wir haben aber die beste Karnevalsstadt auf der Welt!”, und auch er begann zu singen,„Kölle Alaaf, Alaaf! Kölle Alaaf!”
„Bei Starlight, jetzt hab ich wieder für die nächsten fünf Monate einen Ohrwurm von diesem Lied...”, beschwerte sich Hashamoto
„Hashamoto! Sag du Mal nichts! Japan ist definitiv nicht die beste Nation, allein wegen Fukushima bist du aus dem Rennen!”, rief Espresso.
„Dann sollte Ruhrgold aber auch raus sein! Die Kriege?!”, beschwerte sich Turnov.
„Daran war die ganze Welt beteiligt! Und vor allem waren die Österreicher Schuld! An beiden! ER war Österreicher und den ersten Weltkrieg haben auch die Österreicher angefangen! Wir haben nur geholfen!”, vereidigte Ruhrgold sein Land,„Und vor allem ihr Russen sagt Mal lieber nichts!”
„Aber wir haben die besten Nudeln!”, brachte Espresso das Gespräch in eine ganz andere Richtung.
„Wir 'aben aber Baguette!”
„Und wir Sushi!”
„Und wir überhaupt die beste Wurst der Welt: Bratwurst!”
„Gegen den russischen Wodka kommt definitiv nichts an!”
„Natürlich! Bratwurst!”, skandierte Ruhrgold weiter.

„Leise!”, rief Bobo plötzlich,„Das Spiel geht weiter!”
Und so fieberten alle, sogar die zwei Unparteiischen Internationalen,wieder mit.
In etwa eine halbe Stunde war das Spiel ausgeglichen, doch dann bekamen die Franzosen plötzlich im Deutschen Strafraum den Ball...
„Löw! Du Idiot! Wechsel Jonas Hector ein! Der ist viel besser als die Lusche da!”, regte sich Ruhrgold auf und da passierte es...
Frankreich schoss den Ausgleich, worüber sich Bobo natürlich freute und sich über Ruhrgold lustig machte, der weiterhin den Fernseher anschrie.
Wenigstens wurde nach diesem Tor tatsächlich Jonas Hector noch eingewechselt, doch passieren tat nicht mehr viel...

In der 85 Minute bekamen die Franzosen einen, nach Ruhrgolds Worten unberechtigten und zwar richtig unberechtigten, Handelfmeter, der aber glücklicherweise neben das Tor ging.

Drei Minuten Nachspielzeit gab es...
Und es wurde noch einmal so richtig spannend... Eine Freistoß für die Franzosen und direkt danach eine gelb-rote Karte für die Franzosen, worüber sich Bobo imens aufregte, vor allen da die allerletzte Minute begonnen hatte...
„Auf geht's Jonas!”, feuerte Ruhrgold seinen Lieblingsspieler, der den Freistoß jetzt für die Deutschen ausführen sollte...

Er schoss... Und traf! Mitten ins Netz!

Ruhrgold sprang auf und schrie noch lauter als zuvor:„Wir sind die Besten! Wooooohooooo DEUTSCHLAAAAAND! DEUTSCHLAND! DEUTSCHLAND! GUCK BOBO, WIR HABEN GEWONNEN!”
„Noch ist das Spiel nicht vorbei!”, doch nachdem die Franzosen den Anstoß ausgeführt hatten, pfiff der Schiedsrichter das Spiel ab...
„JAAAAAA! GEWONNEN! SIEG! SIEG! SIEG FÜR DAS DEUTSCH REICH!”, Ruhrgold schmiss noch eine leere Wodka-Flasche auf den Boden, worauf Espresso erwiderte, er solle nicht so übereagieren, es sei ja nur ein Freundschaftsspiel gewesen...
Doch  mit diesem Sieg würde Ruhrgold Bobo das komplette nächste Jahr noch aufziehen, weswegen der Franzose geknickt in sein Zimmer ging...


Ruhrgold hatte derweil beschlossen noch eine Runde zu drehen, so schnappte er sich seien Fahnen und die Tröte und fuhr aus dem Haus... „DEUTSCHLAAAAAND, DEUTSCHLAAAAAND, DEUTSCHLAAAAAAAAAAAAAND!”, schrie er dabei die ganze Zeit.


Buffy, die Joule noch am Aben besucht hatte und nun Ruhrgold bemerkte, wandte sich dem Sprengstoffwagen zu und sagte:„Also unsere Fahrt wir entspannt morgen.”
„Enstpannt? Der freut sich morgen genauso! Lustig wird es auf jeden Fall!”
„Oh ja, das wird es!”, lachte Buffy, während Ruhrgold immer weiter singend durch den Bahnhof fuhr...
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