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Advent im Starlight-Tal

von Anniiii
GeschichteHumor / P12 / Gen
01.12.2019
24.12.2019
25
44.475
1
Alle Kapitel
70 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
15.12.2019 1.909
 
Hier die von einer gewissen Person (die Person weiß, wer sie ist) gewünschte Geschichte, die wieder hauptsächlich und den Gepäckwaggon Lexi und um unseren guten alten Briten Brexit geht.

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Chaos




Das Mittagessen im Gemeinschaftsdepot war jedesmal anders, Mal war es komplett still und niemand redete, Mal war überhaupt niemand da, weil alle Touren hatten, Mal redeten die Hopper und unterhielten alle mit ihren Witzen oder alle redeten miteinander...

Doch dieses Mal waren zwar so gut wie alle vor Ort, doch eigentlich sprach nur einer, der britische Zug Brexit...
Er war jetzt schon komplett im Weihnachtsfieber und fuhr schon seit Wochen nur in seinem heißgeliebten Weihnachtspulli, mit einem Schal und einer Weihnachtsmann Mütze auf dem Kopf herum...
In seinem Depot erklang auch nur durchgehend Weihnachtsmusik...

Seine Mitbewohnerin und Freundin Lexi war davon zwar schon seit längerem etwas genervt, doch das wollte sie ihm nicht zeigen, denn dann wäre er nur wieder beleidigt und würde weggehen und das wollte sie nun wirklich nicht!

So saßen nun die Anwesenden im Gemeinschaftsdepot und aßen, niemand redete, bis auf Brexit...
Dieser redete schon seit gefühlten Stunden über Weihnachten und was er noch alles machen musste, bevor das Weihnachtsfest, das in etwas mehr als einer Woche stattfinden würde.
Er begann nun auch noch davon zu reden, was er in den letzten Jahren an seinem Lieblingstag im Jahr getan hatte und von englischen Sitten und Bräuche hatte er auch schon gesprochen.

Die anderen waren davon jedoch nicht so begeistert wie der Brite... Die meisten waren sogar schon ziemlich genervt bin seinem Gelaber...
Und nicht alle waren so freundlich wie Lexi, die zwar etwas genervt war, jedoch ihre Klappe hielt.
Nun ja, vor allem die Hopper waren immer sehr direkt und so erhob Hopper 3 plötzlich die Stimme:„Brexit, bei aller Liebe, aber du nervst echt...”
„Genau”, Hopper 2 stimmte ihm zu,„Bis Weihnachten ist noch über eine Woche. Und du redest schon seit zwei Monaten von nichts anderem mehr...”
„So langsam reicht es”, ergriff Drei wieder das Wort.

Hilfesuchend schaute Brexit zu den anderen, welche aber entweder nur den Kopf schüttelten oder mit den Schultern zuckten, nur die Hopper schauten ihm noch in die Augen, sie waren aber auch wirklich sehr direkt immer...
„Lexi! Ich nerv doch gar nicht!”
„Mhm, nein tust du nicht, aber irgendwie kann ich die anderen schon verstehen... Nicht jeder ist so ein Weihnachtsfan wie du es bist...”, versuchte sich diese herauszureden.
„Sagt es doch einfach alle!”, nun würde Brexit wütend,„Ihr findet mich doch alle total nervig! Seid doch wenigstens so ehrlich und sagt es!”
Buffy stand auf:„Ich verstehe die Hopper auch, es nervt wirklich... Du übertreibst echt...”

Auch die anderen stimmten ihr zu, nur Lexi sah betroffen zu Boden, sie wusste was jetzt kommen würde...

Brexit keönnte es nicht glauben... Was sollte das?! Er nervte doch nicht, er erzählte nur seine Geschichten! Was war denn daran so schlimm?! Das taten die anderen doch auch! Warum wurde er dafür angemeckert?
„Was ist denn so schlimm daran, dass ich meine Geschichten erzähle?!”, rief er außer sich...
„Weil du uns schon seit zwei Monaten dasselbe erzählst”, gab Hopper 3 zurück.
„Das stimmt gar nicht, das tu ich gar nicht! Lexi?! Das stimmt nicht!”
„Naja, irgendwie schon...”, Lexi sah zu Boden.
„Ihr hasst mich doch alle!”, Brexit reagierte leicht über und gerade war wieder so ein Moment...
„Wir hassen dich doch nicht!”, rief Lexi nun.
„Doch! Und jetzt keine es nicht! Ich geh!”, so stürmte er wütend aus der Tür und verschwand...

Es konnte doch nicht sein, warum wurde er von allen immer nur so gehasst und als nervig empfunden, er tat doch gar nichts!
Wirklich nicht!
Noch nicht einmal mehr Lexi stand noch zu ihm, auch sie hatte gegen ihn ausgesprochen und hatte nicht zu ihm gehalten...
Was sollte er jetzt machen? Wo sollte er hingehen?! Hier hassten ihn ja alle...
Er fuhr einfach durch die Gegend und als er in einen Wald kam ließ er sich zu Boden sinken und vergrub das Gesicht in seinen Händen...
Was war denn nur passiert? Warum? Wieso musste sein Leben nur so sein?!
Es war einfach nur schrecklich...
So blieb er auf dem Boden, an einen Baum gelehnt, sitzen...


Derweil saß Lexi verzweifelt im Gemeinschaftsdepot...
Was sollte sie nun nur tun?
Was konnte sie noch machen?
Die anderen hatten ihn vertrieben, ja gut, sie hatte auch dazu beigetragen, aber...
Nein, sie sollte sich da nicht herausreden!
Sie musste etwas unternehmen, aber was?
Der Gepäckwagen durchkämmte ihr ganzes Gedächtnis nach Ideen und schließlich kam sie auf eine gute Idee...
Doch dafür bräuchte sie Zeit und sie musst sich beeilen, denn abends würde Brexit bestimmt wiederkommen...
So war es bis jetzt immer gewesen, doch sie musste sich jetzt an die Arbeit machen!
Schnell stand sie auf und stürmte aus dem Depot und machte sich auf den Weg zu dem Depot von Brexit und ihr...

Dort angekommen schaute sie sich erstmal um und überlegte, was sie machen konnte...
Alleine würde sie das aber nicht schaffen und so fuhr sie zum Telefon und rief Ashley und Buffy an, welche kurze Zeit später angekommen waren.

„Was gibt's Lexi?”, wollte Ashley wissen.
„Ihr müsst mir hier nur kurz helfen, bitte.”
„Und was sollen wir machen?”
„Ihr braucht nur beim Aufräumen zu helfen... Bitte, danach dürft ihr wieder gehen.”
„Na dann, ich hab sowieso nicht lang Zeit”, sagte Ashley und wollte sich direkt an die Arbeit machen.
„Warte kurz, ich muss was besorgen gehen, ich bin gleich wieder da! Wenn ihr vorher fertig seid, könnt ihr einfach wieder gehen.”
„Na dann, wir zerstören schon nichts!”, lachte Buffy und dann ging Lexi und die beiden machten sich an die Arbeit.

Leider wussten Ashley und Buffy nicht immer, wie etwas hinkam und in dem Chaos dachten sie einfach, dass sie das überschüssige Zeug in Schränke stopfen konnten und mit dieser Methode waren sie nach einer halben Stunde mit dem Aufräumen fertig.
„Ich leg ihr noch nen Zettel hin, dass sie weiß, dass wir weg sind”, sagte Buffy und legte einen Zettel auf den Tisch.
„Also ich find' wir haben's gut gemacht!”, meinte Ashley.
„Ganz meine Meinung”, stimmte auch Buffy zu und dann gingen die beiden wieder.


Währenddessen war Lexi auf den Weihnachtsmarkt gegangen und Brexit ein Geschenk zu machen... Sie wusste, dass sie ihn so wieder besänftigen konnte, doch sie musste sich beeilen, vor allem weil sie ja auch an ihrem Depot noch etwas vorhatte...
Sie fuhr also ziemlich schnell über den Weihnachtsmarkt, sie wusste nämlich schon, was sie kaufen wollte, jetzt musste sie nur noch einen passenden Stand finden...

Plötzlich sah sie einen Stand, der Teddybären verkaufte, das war es, was sie für Brexit holen sollte, nur welchen?
Das fiel ihr ein Teddy mit einem orangenen Herz vor der Brust auf, welcher einfach nur niedlich aussah! Diesen musste sie nehmen!
Nachdem sie den Bären bekommen hatte, fuhr sie schnell zurück zu ihrem Depot, welches Ashley und Buffy gerade verlassen hatten.

Im Inneren war es tatsächlich aufgeräumt und in die Schränke schaute sie zum Glück nicht.
„Wo sind denn jetzt die Kisten wieder hin? Gestern hat er sie weggeschleppt...”, überlegte sie vor sich hin,„Ah, in seinem Zimmer!”, sofort holte sie besagte Kisten und stellte sie erstmal mitten ins Wohnzimmer.
„So, die Lichterketten”, murmelte sie vor sich hin und kramte in den Kisten, auf der Suche nach Lichterketten.

Nachdem sie eine dünne Lichterkette gefunden hatte, fuhr sie vor die Tür und brachte die Leuchterkette an dem Baum neben der Tür an, leider etwas schräg, aber das würde nicht auffallen.

Im Inneren des Depots wollte sie auch noch etwas machen!
Also machte sie sich sofort an die Arbeit und packte als erstes Mal die Kisten aus.
In den fünf Kisten war Weihnachtsschmuck von verschiedenster Sorte: Lichterketten, Weihnachtssterne, Christbaumkugeln, eine Krippe und so weiter.

Sie beschloss die Krippe auf dem Fensterbrett aufzubauen, leider hatte sie vergessen, wie man das machte und so standen die Figuren ziemlich durcheinander...
Aber darüber konnte man hinwegsehen.

Die Weihnachtssterne hängte sie in die Fenster, sodass sie schön von außen zu sehen waren.

Einen Weihnachtsbaum wollte sie auch, aber wie sollte sie diesen hier rein bekommen, alleine?
Sie musste wieder jemanden um Hilfe fragen, nur wer hätte immoment Zeit und war stark genug?
Ah, einen ganz es, fiel ihr ein. Sie hatte jemanden gefunden, den sie jetzt auch anrief:„Turnov, du musst mir helfen!”
„Wieso?”, kam es von anderen Ende der Leitung zurück.
„Ich will einen Weihnachtsbaum aufstellen, kannst du mir einen bringen und ihn hier mit mir aufstellen? Ich schaff das nicht alleine...”
„Na klar, wie hoch?”
„Mach Mal 2.50 Meter bitte.”
„Ich bin gleich da!”

Und tatsächlich stand kurze Zeit später Turnov mit einem Tannenbaum im Arm vor der Tür:„Wo soll er hin?”
„Hier, komm rein”, Lexi zeigte ihm den Platz und gemeinsam stellten sie den Baum auf.
„Sonst noch was?”
„Nein, vielen Dank! Das ist fantastisch!”, so scheuchte sie Turnov wieder vor die Tür, sie musste noch so viel machen.

Erstmal würde jetzt der Baum geschmückt:
Nachdem sie eine passende Lichterkette gefunden hatte, würde diese um den Baum gelegt und dann kam der ganze Schmuck darauf: Nicht nur Kugeln, Brexit hatte auch irgendwelche Tiere angesammelt, die aus dem Material der Kugeln gemacht waren, diese tat sie auch dazu.
Am Ende war der Baum etwas überladen aber in Lexis Augen perfekt!
Nein, irgendetwas fehlte, aber was?
Sie warf nochmals einen Blick in die Kisten und dann fiel es ihr auf: Sie musste noch einen Stern an der Spitze des Baumes anbringen! Nur wie?

Sie musste sich eine Leiter besorgen, diese stand im Nebenraum, also holte sie diese schnell und versuchte dabei nichts von den Regalen zu schmeißen.
Als sie diese Aufgaben erfolgreich abgeschlossen hatte, stellte sie die Leiter auf und kletterte darauf, hoch war der Baum ja schon, doch sie schaffte es den Stern auf dem Baum zu befestigen.

Als sie wieder von der Leiter herunterstieg, betrachtete sie ihr Werk stolz.
Es war etwas chaotisch, aber das ging ja noch.
Doch dann viel ihr etwas auf, die Zeit!
Brexit würde höchstwahrscheinlich gleich zurückkommen, aber es lagen noch Lichterketten auf dem Boden, sie musste etwas unternehmen!


Brexit saß den ganzen Mittag im Wald, doch seitdem es dunkel geworden war, wurde es auch kalt...
Er musste zurück. Er hatte aber beschlossen Lexi dann einfach zu ignorieren...
Doch so machte er sich langsam auf den Weg zurück zu dem Depot...


Lexi schaute nochmals auf die Uhr, so wie sie Brexit kannte, würde er gleich auftauchen.
Sie wollte ihn an der Tür empfangen, da viel ihr ein, dass sie das Geschenk noch einpacken musste, schnell tat sie das, es halt nicht unbedingt sehr ordentlich aus, sie konnte das einfach nicht...


Schön von weitem sah Brexitdie Lichter ihres Depot und schon in diesem Moment konnte er Lexi nicht mehr böse sein.
Aber...
Als er angekommen war klopfte er. Und sofort würde die Tür aufgerissen und Lexi fiel ihm um die Arme:„Ich hab was für dich!”, rief sie und drückte ihm das Geschenk in die Hand.
Brexit stand nur da und starrte sie an, wie in Trance öffnete er sein Geschenk:„Vielen Dank!”, rief er nun und zerqutschte sie fast mit seiner Umarmung. Doch dann fiel ihm das Chaos hinter ihr auf, überall warne Lichterketten gespannt, einfach komplett quer durch, wo halt gerade Dinge zum Aufhängen gewesen war und er lachte:„Ach Lexi...”
„Was? Oh...”, auch ihr fiel nun das Chaos auf, beim Aufbauen hatte sie das gar nicht bemerkt, doch sie begann mit zu lachen.
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