Good Omens Adventskalender

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
Anthony J. Crowley Erziraphael
01.12.2019
09.12.2019
9
10284
5
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Guten Morgen,

vor der Arbeit werde ich euch noch einmal schnell das 3. "Türchen" bereitstellen. Ich sage hier nochmal vielen lieben Dank für die Empfehlungen, die Favoriteneinträge und für die Reviews, ihr seid toll.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

Liebe Grüße vom Werwölfchen ;3

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Nachdem sie gestern den gesamten Buchladen und dann auch noch die darüber liegende Wohnung geschmückt hatten, wollten sie heute mit einer neuen Weihnachtstradition weitermachen.

Früh am Morgen machten sie sich zu einem wahren Einkaufsmarathon auf.
Alle möglichen Dinge flogen in den Einkaufswagen. Crowleys Geduld wurde bis aufs Äußerste strapaziert, doch für seinen Engel tat er wirklich alles. Selbst wenn das hieß, mit einem überfüllten Wagen durch die Gänge zu schieben.

Endlich hatten sie es aus der Kaufhalle geschafft und fuhren zurück zum Buchladen. Eifrig brachten sie die vielen Papiertüten in die Küche.
Zwischen den ganzen Backzutaten und der Dekoration, befand sich auch ein kleiner Karton, der nun mitten auf dem Küchentisch prangte.
Erziraphael schlich um den Tisch und betrachtete die Packung von allen Seiten, bis Crowley schließlich ungeduldig wurde und den Karton einfach öffnete.

Zum Vorschein kamen mehrere braune Platten unterschiedlicher Größe, verschiedene Tüten mit Süßigkeiten und vier kleine Zuckerfiguren.
„Auf der Schachtel sieht es irgendwie größer aus.“ nuschelte Crowley vor sich hin, als er eine der braunen Platte vor sein Gesicht hielt und daran roch.
Sofort strömte ihm ein unglaublicher Lebkuchengeruch in die Nase und er machte verwundert seine Augen weit auf.
„Nun mein Lieber, wir müssen es ja auch erst mal zusammenbauen.“ lachte Erziraphael, der nun ebenfalls an dem Lebkuchen schnupperte. Kurz sah es so aus, als wollte er in die Kante beißen, doch da zog der Dämon das Stück einfach weg.
„Wehe Engel, ich will ein ordentliches Lebkuchenhaus haben. Kein angefressenes.“ verkündete er mit einen breiten Grinsen.
„Ist ja gut, als ob ich mich nicht unter Kontrolle hätte.“
Auf diese Worte zog der Rothaarige eine Augenbraue in die Höhe und bekam als Dank einen Knuff in die Seite.
„Ok, ich mach den Zuckerguss und du übernimmst die Konstruktion.“

Gesagt getan, während Erziraphael den Puderzucker mit dem Wasser vermischte, platzierte Crowley  die Lebkuchenplatten und das Dekor ordentlich vor und neben sich.
Die größte der Platten lag nun auf einer Papierunterlage und würde als Untergrund dienen.
„Engel, jetzt brauche ich auf der Länge eine Spur Zuckerguss.“
Erziraphael füllte die weiße, klebrige Masse in einen Spritzbeutel und zog eine gerade Linie. Die erste Mauer des Hauses wurde darauf gestellt und mit kleinen Zahnstochern befestigt.
„Das ist Schummelei.“ entrüstete sich der Engel, als er die Zahnstocher bemerkte.
„Ach quatsch, die halten nur alles fest, solange bis der Zuckerguss getrocknet ist.“
Erziraphael zog die Nase kraus und lächelte ihm, mit leichten Kopfschütteln, schelmisch entgegen.
„Ich hab dich auch lieb.“ konterte der Dämon und streckte seine Zunge ein Stück raus.

Sie machten weiter, mit jeder weiteren Wand nahm das Gebilde mehr Gestalt an und wurde deutlich stabiler. Endlich folgten die Dachplatten und da stand es nun, ein kleiner brauner Klotz mit Spitzdach.
„Sehr beeindruckend.“ sagte Crowley stolz und bekam sogleich einen sanften Kuss auf die Wange.
„Ich habe auch nichts anderes von dir erwartet.“
„Aber es wird noch besser, wenn wir es erst mal dekoriert haben.“
Am Rand des braunen Unterbodens wurden weitere Linien mit Zuckerguss gezogen und kleine Brezeln standen nun als Zaun um das Häuschen herum.

„Machst du noch neuen Zuckerguss, ich werde mit den Resten schon mal die Dachziegel fest machen.“
Ganz gewissenhaft setzte Crowley einen Klecks nach dem anderen und legte kleine, bunte Schokolinsen als Ziegel darauf. Was er nicht mitbekam war, dass sich sein Engel beim Umrühren des Zuckerguss immer mal wieder an der Tüte mit den Schokolinsen verging.
Es waren noch ein paar Lücken im Dach, doch als er zur Seite griff um diese zu füllen, war die Tüte leer.
„Was zum... Engel?!“ murrte er gefährlich leise, worauf sich Erziraphael sofort zur Küchenzeile umdrehte.
„Wo sind die Schokolinsen hin?“
„Weif if nif.“ murmelte er während seine Schultern leicht zuckten, als er versuchte ein Lachen zu unterdrücken.

Crowley stand auf und ging langsam zu seinem Engel, nahm seine Hand und drehte ihn zu sich.
Der Anblick war aber einfach zu komisch, als dass er weiterhin den Ernsten spielen konnte. Die blauen Augen waren unschuldig an die Decke gerichtet, der Mund war zusammen gekniffen und die Lippen wurden von blauer und grüner Lebensmittelfarbe geziert.
Er schüttelte den Kopf und lehnte sich nach vorne, um seinen Engel auf den Mund zu küssen. Genüsslich leckte er dann über die süßen Lippen und entfernte sich wieder ein Stück.
„Du weißte also nicht wo meine Dachziegel sind.“
„Nein?“ kam es in einem fragenden Ton und zwei Oktaven höher aus dem Engel. Er spürte ein paar Etagen tiefer ein deutliches Kribbeln.
„Dann lass uns einfach so weitermachen.“

Sie setzten sich wieder zusammen an ihr kleines Häuschen, das langsam immer hübscher wurde.
Viele kleine Details, wie Fenster aus Schokoladentafeln, Büsche aus Fruchtgummis und noch mehr wurden hinzugefügt.
Ein kleiner Pflasterweg aus Pfefferminzbonbons führte vom Gartentor zur Eingangstür. Natürlich fehlten auch hier einige Steine, aber wenn das Dach schon nicht komplett war, dachte sich ein unschuldiger Engel, dann konnte der Weg auch ruhig einige Löcher haben.
Vor das Haus wurden zwei Zuckerfiguren platziert, die wie eine alte Hexe und ihre schwarze Katze aussahen. Auf dem Weg zum Haus standen dann zwei kleine Kinder, ein Mädchen und ein Junge, aus Zucker.
Mit dem restlichen Zuckerguss setzten die beiden übernatürlichen Wesen noch Akzente, die wie Schnee und Eizzapfen aussahen und dann waren sie endlich fertig.

Da stand ihr Lebkuchenhaus nun in voller Pracht. Überglücklich und stolz begutachteten sie ihr Werk.
„Das sieht viel schöner aus, als auf der Verpackung.“ bemerkte Crowley fasziniert und auch Erziraphael nickte zustimmend.
„Das hast du sehr gut gemacht mein Lieber.“ lobte der Engel seinen Dämon, umschlang ihn von hinten mit seinen Armen und legte sein Kinn auf dessen Kopf.
„Dann wird das Plätzchenbacken morgen ja ein Kinderspiel.“ verkündete er voller Überzeugung, er hatte ja noch keine Ahnung, worauf er sich da einließ.
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