Kisei

von MAC01
GeschichteDrama / P18 Slash
Itachi Uchiha Naruto Uzumaki
01.12.2019
10.12.2019
10
16760
4
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Teil: 03 / 24

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***** ***** ***** ***** *****

Naruto war seit seinem Aufbruch ununterbrochen in Richtung Ta no Kuni - dem Reisfeld-Reich - gelaufen bis Kurama auf eine Pause bestand. Also hatten sie sich einen geeigneten Platz gesucht, an dem Naruto ein kleines Lagerfeuer entzünden und sich etwas Wasser für seinen Ramenbecher aufkochen konnte.
Es überraschte Naruto gar nicht, dass Itachi in der Nähe von Otagakure gewesen war. Wenn es stimmte, dass nichts so war, wie es schien, dann war er vielleicht auf der Suche nach Sasuke. Vielleicht hatte er die letzten vier Jahre nach seinem jüngeren Bruder gesucht, damit dieser endlich Rache an ihm nehmen konnte, und hatte dabei keinen Erfolg gehabt. Möglich das Itachi dachte, dass wenn er wieder nach Konohagakure zurück kehrte, sich das wie ein Lauffeuer herumsprechen und er Sasuke zu sich locken könnte. Dann könnte Sasuke seinen Clan rächen und nach Hause zurück kommen.
"Bei so viel Denken bekomme ich noch Kopfschmerzen, Naruto.", maulte Kurama auf einmal und Naruto blinzelte, als sei er gerade aus einem Schlaf erwacht. Der Blonde blickte zu seinem Begleiter und lächelte sanft.
"Klingt doch auch völlig abstrus, oder?", suchte Naruto eine Bestätigung, dass seine Gedankengänge einfach nur Hirngespinste waren.
"Itachi würde ich so einen wirren Gedankengang durchaus zutrauen.", gestand der Fuchs ein. "Mitgliedern des Uchiha-Clans kann man alles zutrauen."
"Hm... das klingt jetzt aber schon recht zynisch.", konterte Naruto.
"Dann lass du dich doch mal von diesen verfluchten Augen manipulieren und kontrollieren.", maulte der Fuchs mürrisch weiter.
"Wie meinst du das?", hakte Naruto verwundert nach.
"Ach schon gut...", versuchte Kurama Narutos Nachfrage auszuweichen.
"Jetzt hast du schon mal damit angefangen,...", forderte Naruto eine Antwort.
"Als du geboren wurdest, war meine Versiegelung in Kushina sehr geschwächt. Ich wurde von einem Mitglied der Uchiha befreit und gebunden. Dann hetzte er mich auf Konoha. Dein Vater hat mich aus dem Dorf rausgebracht und der Rest ist Geschichte.", meinte der Neunschwänzige mürrisch.
"Heißt das... dass der Angriff damals gar nicht von dir ausging?", wollte Naruto sicher gehen, dass er seinen Begleiter richtig verstanden hatte.
"Ja, das soll es heißen. Mich hat damals ein Madara kontrolliert und gesteuert.", kam es beschämt von Kurama, der nicht gerne zugab, dass er damals so leicht unter Kontrolle gebracht worden war. Doch es waren die gleichen Augen gewesen, die später auch Sasuke in Kuramas Gefängnis in Narutos Innerem zur Schau gestellt hatte und alleine bei dem Gedanken stellten sich dem Fuchs die Nackenhaare. Er wollte schon aufspringen und weglaufen, um die Wut in sich wieder los zu werden, als er plötzlich von Naruto in eine Umarmung gezogen wurde.
"Ich versprech dir, Kurama, solange ich dein Jinchuriki bin wird dich niemand mehr benutzen oder zwingen, etwas zu tun, was du nicht willst.", flüsterte der Blonde ihm ins pelzige Ohr. Etwas Warmes entstand in Kurama, als er die Worte hörte. Dann schmiegte er sich an und seine Wut war verraucht. Dieser Junge war einzig in seiner Art, denn er schaffte das Unmögliche. Nicht nur bei ihm. Auch damals im Kampf gegen Pain, als er ihn allein durch Worte davon abbrachte das Dorf zu zerstören und davon überzeugte, dass dessen Weg nicht der richtige war.

Nach einer guten Stunde machten sich Naruto und Kurama wieder auf den Weg. Es hatte wieder zu schneien begonnen und auf dem Boden wurde es mühselig voran zu kommen. So verlagerten sie ihren Weg in die Bäume und sprangen von Wipfel zu Wipfel und Ast zu Ast.
Sie kamen an einem Dorf vorbei, doch da sie bereits gefrühstückt hatten ließen sie es links liegen. Sie waren noch keine zwei Stunden von dem Dorf entfernt, als Kurama plötzlich inne hielt. Also stoppte auch Naruto prompt.
"Was ist los, Kurama?", fragte Naruto besorgt.
"Ich rieche Feuer.", meinte der Fuchs besorgt. So verließen die beiden ihren Weg durch die Baumwipfel und landeten auf einer Kreuzung. Sie blickten sich um und sahen dann tatsächlich weiter nördlich schwarzen Rauch aufsteigen. Also setzten sie sich in Bewegung und näherten sich der Quelle des Rauchs und alsbald konnte auch Naruto den beißenden Geruch wahrnehmen. Sie sprangen wieder in die Baumwipfel und wagten sich bis an den Dorfrand heran. Doch was sie sahen, konnte Naruto kaum glauben.
Da waren ANBU-Shinobi aus Konoha, die das Dorf abbrannten und die leblosen Körper der Dörfler in der Mitte zu einem Haufen aufschichteten. Wut entstand in Naruto und für einen Moment zog er in Erwägung hinein zu stürmen und die Dorfbewohner zu rächen. Doch Kurama hielt ihn zurück. Gab ihm zu verstehen, dass es hier nichts mehr zu helfen gab. Mit hängendem Kopf gab er Kurama Recht und dann wandten sie sich ab.
Sie umgingen das Dorf großzügig und setzten ihren Weg in den Norden weiter fort. Ließen die ANBU und die Tragödie, die diese angerichtet hatten, hinter sich und eilten ihn wahnsinniger Hast durch den Wald. Als sie nach ein paar Stunden wieder anhielten blickten sie hinter sich. Sie wollten sicher gehen, dass niemand ihnen gefolgt war. Gerade als sie eine Lichtung überqueren wollten hörten sie etwas. War ihnen doch jemand gefolgt?
Sie hielten wieder inne und sahen dann, wie ein schwarzer Panter unter ihnen durch das Gebüsch sprang und die Lichtung in dieselbe Richtung verließ, die auch sie zum Ziel hatten. Fragend blickten sich Naruto und Kurama an. Was war das gewesen? Ein Panter in Hi no Kuni? Und dann kam die Großkatze auch noch aus der Richtung, aus der sie selbst gekommen waren und strebte in jene Richtung, die auch ihr Ziel war? So viele Zufälle gab es gar nicht.
Sehr viel langsamer und vorsichtiger setzten Naruto und Kurama schließlich ihre Reise fort. So erreichten sie zur Abenddämmerung den Waldrand. Nun war die Landesgrenze nicht mehr weit. Trotzdem liefen die beiden weiter, bis Kurama wieder stehen blieb.
"Hier in der Nähe gibt es einige Höhlen, in denen wir die Nacht verbringen könnten.", meinte der Fuchs mit fürsorglichen Unterton.
"Wenn wir die Nacht durchlaufen dann...", setzte Naruto zu einem Konter an, kam aber nicht mehr zum Ende, da Kurama ihm harsch das Wort abschnitt.
"...bist du morgen zu nichts zu gebrauchen, weil du total übermüdet bist. Du hast schon die letzten Nächte nicht besonders gut geschlafen.", machte der Fuchs die Notwendig eines Nachtlagers deutlich. Naruto seufzte und ließ kurz die Schultern hängen. Dann nickte er.
Nach ein wenig Suchen fanden sie tatsächlich eine Höhle, in der die Temperaturen nicht ganz so niedrig waren, wie draußen. Auf ein Feuer verzichteten sie aber, da sie sich durch den Rauch nicht verraten wollten - jetzt wo sie wussten, dass sie sich zwischen den Linien der ANBU befanden.
Noch immer hing Naruto gedanklich bei dem Dorf. Er konnte sich gut vorstellen, wozu die ANBU die Leichen auf einen Haufen aufgetürmt hatten. Sie hatten sich keine Zeit zum Begraben nehmen wollen und da war verbrennen einfach die leichtere Alternative. Aber warum hatten sie ein ganzes Dorf ausgemerzt?
Kurama hatte in der Zwischenzeit eine der Bento-Boxen aus dem Rucksack gekramt und hielt diese Naruto hin. Doch dieser hatte einfach gerade kein Appetit, was nie ein gutes Zeichen war. Normalerweise war Essen etwas, was bei Naruto immer ging... doch das hatte sich in den letzten Monaten gewandelt. Immer wieder - vor allem, wenn er alleine war - hing er seinen Gedanken nach und hatte dann keinen Hunger. Dann dachte er an Jiraiya, der im Kampf gegen Pain gestorben war. Fragte sich, was Kakashi wohl gerade machen würde oder ob es Sakura gut ging. Sie schaute zwar regelmäßig vorbei und brachte ihm hin und wieder etwas zu essen, aber ihre Ausbildung zur Ärztin fraß schon einiges an Zeit. Und dann wanderten seine Gedanken oft zu Sasuke - seinem besten Freund -, den er nicht hatte ins Dorf zurück holen können und an das Versprechen, dass er damals Sakura gegenüber abgegeben hatte und unwillentlich gebrochen hatte.
Kurama legte sich so hin, dass sich Naruto bequem in seine Flanke legen und er ihn dann mit seinen Schwänzen bedecken konnte. So würde Naruto trotz fehlendem Lagerfeuer nicht frieren und es warm haben.

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