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Kisei

von MAC01
GeschichteDrama / P18 Slash
Itachi Uchiha Naruto Uzumaki
01.12.2019
26.12.2019
26
42.583
8
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
25.12.2019 1.655
 
Teil: Bonus

Warnings: Happy End

Kommentar: Ho, Ho, Ho... ich habe noch ein Bonus-Kapitel für euch :3 Viel vergnügen

***** ***** ***** ***** *****

"Hast du gesehen?", fragte Naruto mit einem Lächeln auf den Lippen Itachi. "Die ersten Blumen trotzen dem Schnee."
"Wirklich?", kam es kraftlos von dem Älteren, der das Lächeln sanft erwiderte. Naruto setzte sich auf die Kante ihres gemeinsamen Bettes, beugte sich zu Itachi und küsste ihn liebevoll.
"Ja... du wirst sehen, in spätestens einer Woche wird es überall grünen.", kam es enthusiastisch von Naruto, der wieder aufsprang und das Tablett, dass er auf dem Sideboard kurz geparkt hatte, heran holte und über Itachis Schoss stellte, während dieser sich langsam nach oben stemmte, um in eine sitzende Position zu kommen. Itachi ließ seinen Blick über das mit Liebe hergerichtete Tablett schweifen und sich an den vielen, kleinen Leckereien erfreute. Hunger hatte er zwar keinen, aber - wie immer - rang er sich schließlich doch durch etwas davon zu essen.
"Später, wenn du dich angezogen hast, wollte ich mit dir über den Markt schlendern.", meinte Naruto liebevoll, während er die Vorhänge ordentlich zurück band. "Hast du einen Wunsch für das Mittagessen?"
"Ramen?", meinte Itachi sanft lächelnd.
"Jeden Tag sagst du Ramen. Ich möcht mich nicht beschweren, ich liebe Ramen und es gibt ja schließlich hunderte Variationen bei Ramen, langweilig wird es also nie... aber gibt es gar nichts, was du dir für dich wünschen möchtest?", hakte Naruto sanft nach, als er wieder bei Itachi Platz nahm. Wieder blickte Itachi zu ihm und schmunzelte glücklich.
"Ich habe alles, was ich mir jemals gewünscht habe.", erwiderte Itachi sanft.
Naruto blickte ihn mit großen, blauen Augen an, bevor sich seine Wangen etwas röteten und er auch wieder schmunzeln musste.
"Also Ramen?", fragte er prüfend nach und Itachi nickte wieder.

Seit dem Winterfest waren fast drei Monate vergangen. Es waren drei herrliche Monate gewesen, die Naruto nicht mehr missen wollen würde. Sie waren direkt nach Itachis Begnadigung zusammengezogen, in eines der leerstehenden, kleineren Häuser im Uchiha-Viertel. Gegenüber vom Weg hatte sich Sasuke einquartiert. So hatten sie täglich Kontakt, kochten gelegentlich etwas zusammen und verbrachten oft die Abende vor dem Kamin mit Gesprächen oder Gesellschaftsspiele.
Gelegentlich kam Besuch vorbei: Kakashi, der früher Itachis Teamleader gewesen war, als dieser frisch zu den ANBU gehörte. Itachi war der jüngste Shinobi gewesen, der jemals zu den ANBU berufen worden war. Der zweite Uchiha in der fast hundertjährigen Geschichte des Dorfes. Doch allzu oft kamen Kakashis Besuche nicht vor. Er suchte nach wie vor eine Spur von Obito. Doch der Winter war besonders kalt und von Schneestürmen geprägt gewesen und so war es schwer überhaupt aus dem Dorf rauszukommen.
Öfters kamen Sai und Sakura vorbei. Dabei achtete Sai stets darauf, dass er zwischen Sasuke und Sakura saß oder stand. Ob er sich von Sasuke bedroht fühlte? Naruto wusste, dass Sai sich oft nur als Lückenfüller gefühlt hatte, als sie noch Team 7 gewesen waren. Nicht nur durch den Fakt, dass er ins Team nachgerückt war, sondern auch, weil ihm spätestens nach der ersten Begegnung mit Sasuke bewusst geworden war, dass er ihm auch äußerlich sehr ähnlich sah.
Zwei oder drei Mal war auch Tsunade vorbei gekommen. Einerseits fühlte sie sich Naruto schon immer sehr verbunden. Er wusste, dass er einen Sonderplatz in ihrem Herzen einnahm und irgendwie waren sie entfern verwandt. Tsunades Großmutter, die Frau des ersten Hokages und erster Jinchuriki von Kurama, war irgendwie eine Tante von Kushina - Narutos Mutter und zweiter Jinchuriki des Fuchsdämons - gewesen. Das machte sie zu... Naruto wusste es nicht. Es war auch egal. Er nannte sie weiterhin 'Oma Tsunade'.
Bei ihrem letzten Besuch, vor zwei Wochen, war ihr dann aufgefallen, dass Itachi blass wirkte. Das der ältere Uchiha dann auch noch zwei Teller fallen ließ, weil er sie nicht mehr halten konnte, hatte sie erschrocken aufspringen und zu ihm laufen lassen. Itachi hatte sich erschöpft an der Kücheninseltheke festgehalten, damit er nicht auch umkippte und zu Boden fiel. Als sie erkannte, dass Itachi krank war schimpfte sie mit Naruto und Itachi, warum die beiden nicht längst zu ihr gekommen waren. Itachi hatte keuchend von seiner Diagnose berichtet und dass er seine restliche Zeit nicht in einem Krankenhaus mit unzähligen Tests verbringen wollte, sondern mit seinem geliebten Naruto genießen wollte. Doch sie hatte ihn nur noch mehr gescholten und ihm für den nächsten Tag einen Termin verpasst. Unter Androhung schlimmer Dinge hatte sie darauf bestanden, dass er zu diesem Termin kam und sogar Naruto einen offiziellen Auftrag erteilt, dafür zu sorgen, dass Itachi erschien.
Im Krankenhaus hatten sich dann Tsunade und Sakura seiner angenommen und ihn an diesem Tag jeden erdenklichen Test machen lassen und Untersuchung unterzogen, den die beiden kannten. Sie hatten alle Daten gesammelt und auf die Auswertungen diverser Laboruntersuchungen gewartet. Nach drei Tagen bat Tsunade Naruto und Itachi erneut ins Krankenhaus.
Itachi hatte sich dagegen gewehrt. Er wollte nicht, dass Narutos Hoffnungen zersprangen, wie einst seine eigenen, als er sich von vier verschiedenen Ärzten seine Diagnose eingeholt hatte. Jedes Mal war er niedergeschmettert gewesen und in ein tiefes Loch gefallen. Das wollte er seinem Sonnenschein nicht antun. Wollte Naruto nicht seiner ganzen Hoffnung beraubt sehen. Dennoch hatte der Blonde darauf bestanden den Termin wahrzunehmen, vor allem, weil wenn sie ihn nicht wahrnehmen würden Tsunade einfach zu ihnen nach Hause gekommen wäre.
Als sie dann in dem Büro von Tsunade - nicht das der Hokage, sondern das der begabtesten Heilerin der Welt - saßen und warteten erwischte sich der Uchiha, wie er sich selbst Hoffnungen machte. Sofort schalt er sich mental selbst. Nannte sich einen Tor und naiv. Er hatte seine Diagnose und die dazugehörige Prognose schon vier Mal gehört. Daran würde sich auch jetzt nichts ändern.

Itachi und Naruto waren gerade vom Markt nach Hause gekommen. Naruto hatte unzählige Stofftüten, die er vor der Kücheninsel abstellte und nach und nach auspackte.
"Meinst du wirklich, dass so viel Käse wirklich notwendig ist?", fragte Itachi mit Zweifel in der Stimme.
"Ef ift Käfe.", kam es von Naruto, der bereits das nächste Stück Käse im Mund hatte. "Käfe kann man nie genug haben und er wird ja auch nicht flecht."
Itachi musste wieder glücklich schmunzeln, denn Naruto wirkte einfach so süß und goldig, wenn er mit Hamsterbäckchen vor ihm stand und mit großen Augen versuchte seinen Standpunkt zu verteidigen.
"Okay... aber ich schätze, damit sind wir jetzt für die nächsten vier Wochen gut eingedeckt.", meinte der Ältere und zog Naruto sanft zu sich, um ihn zu küssen. Dieser lachte glücklich auf.
"Geh und schlüpf in etwas bequemeres, ich räum derweil den Einkauf weg und fang mit dem Kochen an.", meinte Naruto und hätte nie gedacht, dass er - der Instantnudelsuppenkönig von Konohagakure - wirklich einmal Gefallen am Kochen finden würde. Doch wenn man jemand hatte, den man von ganzem Herzen liebte, dann war das Kochen keine Last. Itachi nickte, küsste ihn noch einmal und verschwand dann aus der Wohnküche.
Naruto hatte alles, außer dem, was er gleich brauchen würde, weggeräumt als es klopfte. Er trocknete sich fix die Hände an einem Tuch ab und eilte zur Tür. Noch bevor er die mit Reispapier bespannte Tür öffnete erkannte er am Umriss und der Haarfarbe Tsunade. Also lachte er sie glücklich an, als er die Tür öffnete. Auch Tsunade lächelte sanft und begrüßte Naruto, bevor dieser sie hereinbat.
"Du scheinst ja heute richtig gut drauf zu sein, Naruto.", merkte die Hokage sanft an.
"Wir kommen gerade vom Markt.", strahlte Naruto.
"Oooh... lass mich raten: Käse?", riet die Ältere. Naruto blickte sie für einen Moment baff an, bevor er wieder grinste.
"Du kennst mich viel zu gut, Oma Tsunade.", meinte er lachend und führte sie dann in die Wohnküche, wo er ihr Platz und einen Tee anbot.
"Ist Itachi auch zuhause?", fragte die Blonde und war eine Spur ernster geworden. Diese leichte Veränderung nahm Naruto sofort wahr und die unbeschwerte Heiterkeit verschwand.
"Ja, er zieht sich um.", meinte er. "Was ist denn?"
"Würdest du ihn bitte holen?", bat sie ihn sanft. Nur zögerlich nickte Naruto und eilte davon. Nach einigen Augenblicken kam Naruto mit Itachi, der in eine Yukata geschlüpft war, zurück in die Wohnküche. Tsunade stand auf. Itachi lächelte Tsunade sanft an und begrüßte sie nach allen Regeln des Respekts.
"Also... du wolltest mit mir sprechen?", kam es unsicher von Itachi.
"Ja, denn das, was ich dir sagen möchte, wollte ich dir persönlich mitteilen.", kam es sanft lächelnd von Tsunade. "Die Behandlung hat gut angeschlagen und auch wenn du dich möglicherweise noch etwas geschwächt fühlst, solltest du dich vollständig erholen."
Itachi blickte Tsunade nur an, als könne er nicht begreifen, was die blonde Frau, die in den letzten Wochen ihr Amt als Hokage sträflich wegen ihm vernachlässigt hatte, sagen wollte. Auch Naruto - verunsichert durch Itachis nicht-Reaktion - schien seiner Interpretation von Tsunades Worte nicht zu trauen.
"Hast du verstanden, was ich sagen wollte?", hakte Tsunade sanft nach.
"Bin mir nicht sicher.", kam es leise von Itachi.
"Itachi... du bist geheilt.", dann blickte Tsunade mit einem Lächeln zu Naruto. "Ihr werdet eine lange und hoffentlich glückliche Zukunft miteinander haben."
Noch immer weigerte sich Itachis Verstand die gute Nachricht zu akzeptieren. Doch Naruto jubelte und fiel Itachi stürmisch um den Hals. Erst nach und nach begann er die Nachricht zu verstehen und Tränen lösten sich aus seinen Augen. Tränen der Erleichterung und unbeschreiblichen Freude. Er schloss Naruto in seine Arme und küsste ihn leidenschaftlich. Nach dem Kuss ergriff er Tsunades Hand und schüttelte sie, während er sich immer wieder bedankte und dann nicht anders konnte, als auch die Hokage zu umarmen. Er drückte sie eng an sich und flüsterte immer wieder 'Danke' in ihr Ohr.

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