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Sound of Christmas

von AdAutor
GeschichteRomanze, Freundschaft / P12
Clarissa "Clary" Adele Fray / Fairchild Isabelle "Izzy" Sophia Lightwood Jonathan Christopher "Jace" Herondale Simon Lewis / Lovelace
01.12.2019
25.12.2019
25
16.083
5
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28 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
05.12.2019 663
 
Sie saßen bereits seit einer halben Stunde an einem Tisch und schwiegen sich an. Zwischendurch versuchte Simon immer wieder ein neues Thema aufzugreifen, doch jedes mal betrachtete Isabelle ihn mit einem Blick, der die Frage aufwerfen schien ob er noch gut im Kopf war.
Simon sah die Gegenüber aus dem Augenwinkel an. Sie sah gelangweilt aus. Zwar hatte er nicht erwartet, dass dieses Mädchen ihn gleich anhimmel würde, schließlich war er nicht gerade der beste Fang der sich eine sexy junge Dame vorstellen möchte. Trotzdem versuchte er es noch einmal. “Warum bist du hier?”, fragte er.
Überrascht sah sie ihn an. Es war das erste Mal dass in ihrem Blick keinerlei Verachtung war. Dafür wäre auch gar nicht Platz gewesen, so sehr war sie über die Frage verwundert. “Wolltest du nicht das ich komme?”, fragte sie.
Simon schenkte ihr ein schüchternes Lächeln. “Das wollte ich, ja. Als Jace mir sagte, dass du eingewilligt hättest, war ich überglücklich. Doch jetzt stelle ich mir die Frage warum? Was hast du von der ganzen Sache? Du kriegst kein Geld, kennst mich nicht und wahrscheinlich auch nicht den Song um den es hier geht gehört-. Was springt also für dich dabei heraus?”
Isabelle warf ihm ein gefährliches Lächeln zu. “Vielleicht möchte ich ja nur helfen.” Sie zuckte mit den Schultern.
Und obwohl Simon wusste, dass er mit dem Feuer spielte und sie lieber bei Laune halten sollte, damit sie ihm nicht absprang, konnte er gar nicht anders, als seine Gedanken zu äußern. “Definitiv nicht. Also nicht das ich dir nicht zutrauen würde, grundlos einem Fremden zu helfen. Doch deine ganze Haltung die du gegenüber mir hast, zeigt mir, dass du nicht hier sein willst. Doch dennoch bist du hier. Könnte also sein, dass Jace dich mit etwas erpresst, doch das glaube ich weniger. Du wirkst eher wie jemand, der einem Erpresser seine High Heels in den Arsch rammt, selbst wenn er dein Bruder ist. Und es geht auch nicht darum jemanden Eifersüchtig zu machen. Denn seien wir mal ehrlich ...” Er zeigte mit einer Hand auf sich. “Auch wenn ich ein wirklich toller Typ bin, ist die Sorte mit denen du dich üblicherweise triffst, sicher nicht auf einen Typen wie mich eifersüchtig. Also muss Jace dir etwas versprochen haben. Etwas dass er tun wird oder er hatte es für mich versprochen. Also was ist es?”
Irgendwann im Laufe von Simons Erörterung wurde Isabelles Blick beeindruckt. Sie sah ihn mit neuem Interesse an, als ob er gerade zum ersten Mal etwas richtiges gesagt hätte. “Ich bin gerade ziemlich wütend, da mein Freund mich fallen gelassen hat. Also nicht dass er mir etwas bedeuten würde, doch normalerweise verlasse ich die Jungs und nicht umgekehrt. Ich breche die Herzen! Also werde ich nun eine echt interessante und begehrenswerte Freundin spielen, damit er mich zurück möchte, und ich ihn dann fallen lassen kann. Für einen Nerd.” Sie zeigte auf ihn. “Danach werde ich auch dich in der Öffentlichkeit sitzen lassen, damit ich mein Ruf wieder zurück kriege.” Nun sah Simon Isabelle völlig verständnislos an. “Was? Wenn du von mir auf brutale Weise sitzen gelassen wirst, gibt das eine enorme Klatschspalte, die deine Band in die Charts bringen wird und mir spaß macht.” Wieder zuckte sie mit den Schultern.
“Nein, das ist es nicht.” Simon überlegte sich, wie er seine Verwirrung am besten beschreiben sollte. “Da hast du sicher recht ... Was ich jedoch nicht verstehe ist, warum du ein interessantes und begehrenswertes Mädchen spielen möchtest? Das bist du doch schon längst.”
Isabelle öffnete leicht den Mund und sah ihn an, als ob er irgendein Alien wäre. Sie wirkte sprachlos und völlig überrascht. Doch jegliche Raubtier ähnliche Haltung fiel von ihr ab und gestattete Simon einen Blick in ihr Inneres.
Dieser Ausdruck schien das schönste Mädchen der Welt noch schöner zu machen. Weil er sich sicher war, diesen Ausdruck nicht oft zu erhaschen, genoss er ihn mit Genugtuung und sog ihn in sich auf.
Dieses Mädchen war mehr als er je gedacht hätte.
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