You're Christmas To Me

von bookfia57
GeschichteDrama, Romanze / P18
Anastasia Steele Christian Grey
30.11.2019
10.12.2019
10
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Dieses Kapitel
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Hallo.
Hier ein großes Türchen 3.
Habt viel Spaß.
LG bookfia57
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Womit ich nicht gerechnet habe ist ihr Kichern.
„Tut mir leid, aber das ist selbst mir noch nie passiert.“
Ich drücke akribisch auf den Notfall Knopf, doch es dauert gefühlt Ewigkeiten, bis endlich eine Stimme antwortet.
„Wir stecken mit dem Fahrstuhl fest. Grey House. Könnten Sie es vielleicht schaffen, dass er wieder läuft.“
„Mister Grey?“, fragt sie Stimme am anderen Ende.
„Ja ich bin es. Sorgen Sie dafür, dass das noch heute passiert. Pronto.“
Verdammt.
Ich sehe nach oben, wo man den Aufzug zum Schacht öffnen kann.
Allein bekomme ich ihn nicht auf, jedoch…
„Anastasia. Ich brauche deine Hilfe.“
Erst im Nachhinein fällt mir auf, dass ich sie geduzt habe, sie scheint es aber nicht zu stören.
„Gut, was kann ich tun?“
„Ich hebe dich hoch und du musst die Klappe oben aufdrücken und nachsehen, wo genau wir stecken geblieben sind. Allein bin ich nicht groß genug.“
Sie nickt und ich gehe auf sie zu und schlinge meine Arme um sie und drücke sie nach oben.
Mein Körper reagiert in diesem Moment absolut falsch. Ich habe das Gefühl jeder ihrer Konturen zu spüren.
Wir sind uns verdammt nah und mir gefällt es besser, als das es sollte.
Mit einem Poltern drückt sie die Klappe auf und steckt ihren Kopf hin durch.
„Was siehst du?“
„Ich sehe einen Schacht und Seile. Wir stecken wirklich genau in der Mitte fest. Kein Ausgang weit und breit.“
Ich fluche wieder und bitte sie die Klappe wieder zu schließen, ehe ich sie runter lasse.
Für einen Moment verharrt sie dicht an mir und ich merke, dass wir beide heftig atmen.
Räuspernd trete ich einen Schritt zurück und sie tut das gleiche.
Wir lassen uns auf dem Boden fallen.
„Ich hoffe es dauert nicht so lange, bis uns hier jemand rausholt“, sagt sie und streicht sich eine Haarsträhne hinter das Ohr.
Dann reibt sie sich fröstelnd über die Arme.
„Ist dir kalt?“
Sie nickt. „Sonst heißt es einem wird so warm in einem Fahrstuhl, aber es ist eben Winter.“
Sie lacht leise. Ich rücke näher zu ihr und ziehe mein Jackett aus und lege es um ihre Schultern.
„Mir ist warm genug.“ Ich lächele sie an und sie strahlt förmlich und vergräbt ihren Oberkörper in meinem Jackett.
„Ich hoffe Sie hätten heute nicht noch etwas Wichtiges vorgehabt, Mister Grey.“
„Christian. Es fühlt sich komisch an, wenn du mich siezt, während wir hier beide fest stecken.“
„Christian.“ Wieder folgt ihr schönes Lächeln.  „Dann musst du mich aber Ana nennen. Anastasia sagt so gut wie keiner.“
„Ich glaube ich bleibe bei Anastasia. Und nein ich wollte nur weiterarbeiten.“
„Ganz allein?“
Ich zucke mit den Schultern.
„Ja, darauf läuft es meistens hinaus.“
„Das klingt ganz schön einsam.“
Ist es auch, denke ich, spreche es aber nicht aus.
„Was hättest du noch so geplant ?“
Aufgeregt klatscht sie in die Hände.
„Es hat ein Weihnachtsmarkt in der Stadt aufgemacht. Ich wollte eine Tasse Glühwein trinken und dann einfach ein bisschen bei Weihnachtsmusik tanzen“, schwärmt sie.
Ihre Freude ist ansteckend. Wir sitzen nebeneinander und reden.
Anastasia erzählt von ihrer Freundin, die für mich arbeitet und mit ihr zusammen lebt. Ich erzähle ihr davon, wie meine Tage hier ihm Grey Hause sind.
Wann habe ich es jemals so genossen einfach mit jemandem zu reden?
„Das ist nett“, stellt sie fest.
„Nett?“
„Ich mag es mit dir zu reden.“ Sie stößt mich spielerisch mit ihrer Schulter an und ich spanne mich an, weil ich drauf warte, dass die Panik über mich rollt. Doch ich spüre nicht als Wärme.
Ana gähnt und blinzelt langsam.
„Heute hat mein Boss mir erklärt ich würde es zu nichts taugen“, sagt sie leise.
„Warum sollte er so etwas sagen?“
Ana zuckt mit den Schultern.
„Vielleicht hat er recht. Ich habe das Gefühl gerade einfach nicht zu wissen, was ich tun will, oder wo ich hingehöre.“
„Ich habe das auch noch nie gewusst. Und sieh mich an.“
Ana kichert hinter ihrer Hand und lehnt den Kopf an die Wand.
„Ich bin so müde“, seufzt sie.
„Dann schlaf ein bisschen. Ich wecke dich, wenn uns hier jemand befreit und dann spendiere ich dir einen Glühwein.“
Sie nickt leicht und dann fällt auch schon ihr Kopf zu Seite und ich höre ich gleichmäßigen Atemzüge.
Ich mustere sie. Ihre dunkle Wimpern liegen auf ihren Wangen. Sie hat die Stirn leicht gekräuselt und die vollen Lippen leicht geöffnet.
Meine Finger streichen sanft über ihre Wange und ich bin ihr unglaublich nah.
Ohne viel nachzudenken nehme ich ihren Kopf und lege ihn vorsichtig gegen meine Schulter.
Vermutlich bin ich bequemer als die Wand.
Und als wir beide da so sitzen und sie tief und fest schläft, bemerke ich, dass ich so, auf eine komische Art und Weise, zufrieden bin wie lange nicht mehr.

Ich schrecke aus dem Schlaf hoch und reibe mir über das Gesicht.
Wo bin ich hier?
Ach ja der Aufzug.
Ana.
Ich sehe zu ihr und bemerke, dass ich meine Arme um sie geschlungen habe und sie sich weiter an mich gekuschelt hat.
Mir wird sehr heiß, bis ich bemerke warum ich wach geworden bin.
Der Aufzug bewegt sich wieder.
„Anastasia. Wach auf. Der Aufzug funktioniert.“
Ich rüttele sie leicht.
„Noch fünf Minuten“, mault sie und ich lache.
„In fünf Minuten sind wir hier schon wieder draußen.“
Abrupt öffnet sie die Augen.
„Was echt?“
Ich stehe auf und strecke mich kurz. Meine Muskeln sind ganz verspannt.
In dem Moment öffnen sich die Türen und eine Armada von Menschen begrüßt uns.
Meine Aufmerksamkeit liegt jedoch allein bei Ana.
Ich nehme ihre Hände und ziehe sie auf die Beine.
„Ana“, schreit eine Stimme und eine blonde Frau rennt auf sie zu und wirft sich ihr um den Hals.
„Kate“, keucht Ana und ich realisiere, dass das ihre Freundin aus der Marketing Abteilung ist.
„Du warst für zwei Stunden verschwunden“, sagt diese aufgebracht.
Ich gucke auf meine Armbanduhr. Tatsächlich. Es ist 21 Uhr.
Mir kommt es falsch vor neben den beiden Freundinnen zu stehen, weswegen ich mich umdrehe und auf Taylor zugehe, der wohl doch dageblieben ist.
„Warum sind Sie nicht zuhause?“, begrüße ich ihn.
„Sie waren sehr lange weg. Es ist mein Job auf sie aufzupassen, Sir.“
Meine Mundwinkel zucken.
„Kommen Sie. Ab nach Hause.“
Wir gehen auf die Türe zu, doch ich halte inne.
Es ist besser, wenn ich Ana einfach vergesse. Ich kenne sie nicht einmal richtig und trotzdem spüre ich eine Anziehungskraft zu ihr, wie ich es noch nie erlebt habe.
Ich fühle mich bei ihr wohl.
So etwas ist nicht das, was ich suche oder brauche.
Aber Fuck. Ich will sie. Ich will zumindest noch einmal mit ihr reden.
„Taylor, warten Sie nicht auf mich.“
Er zieht eine Augenbraue nach oben und ich drehe mich erneut mich um und laufe auf Ana zu, die sich noch immerhin Kate unterhält.
„Anastasia?“
Sie sieht mich an.
„Christian. Ich dachte du bist schon weg.“
Ich schlucke hart.
„Ich hatte dir versprochen, dass ich dir einen Glühwein ausgebe, wenn wir rauskommen. Steht das Angebot noch?“
Sie strahlt über das ganze Gesicht.
Was soll's. Dann mag ich diese Frau eben.
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