Eine neue Ära beginnt

GeschichteRomanze, Sci-Fi / P12 Slash
PL600 Simon RK200 Markus RK800-51-59 Connor
30.11.2019
30.11.2019
9
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Clarissa war für eine geraume Zeit im Ausland gewesen, um die Trennung ihres Freundes David zu verarbeiten. Sie wollten sogar heiraten, aber bevor es dazu gekommen ist, hatte sie ihn mit seiner Arbeitskollegin in seiner Wohnung erwischt. Sie wollte sogar ihre Wohnung verkaufen, um bei ihm einzuziehen. Zum Glück hatte sie es nicht getan. Ihre beste Freundin seit Kindertagen kümmerte sich während sie im Ausland war, um ihre Wohnung, um nach dem Rechten zu sehen. Jetzt holte Jenny sie am Flughafen ab und Clarissa war überrascht wieviel sich verändert hatte seit sie weg war. Ihre Oma hatte Recht behalten, dass die Roboter die Weltherrschaft übernehmen würden und es bald keine Menschen mehr gab. An den Schaltern waren kaum noch Menschen zu sehen, meistens übernahm das Einchecken ein Roboter und sie sahen unglaublich menschlich aus. Aber sie war doch nur drei Jahre weg gewesen und so schnell änderte sich alles? Sie musste es erst einmal verarbeiten. Zum Glück hatte sie David vergessen und trauerte ihm nicht mehr nach.

Jenny stand mit ihrem Wagen auf dem Parkplatz, den sie noch ergattert hatte und lief ihrer Freundin in die Arme. Bei beiden Frauen liefen die Tränen, denn es ist eine lange Zeit vergangen seit sie sich nicht mehr gesehen haben. Clarissa stieg in den Wagen ihrer Freundin und Jenny hatte tausende Fragen wie die Auslandsreise nach Schweden, Island, New Orleans, Jamaika war, jedoch hatte Clarissa die Frage gar nicht wahrgenommen, stattdessen fragte sie sie: "Haben wir eine Roboterinvasion? Was ist geschehen während ich weg war?"
"Clarissa sie waren auch schon da als du verreist bist, nur sie haben sich allmählich vermehrt, weil jeder Hausbesitzer mittlerweile zu Hause einen Roboter hat und er sich um die wichtigsten Angelegenheiten kümmert."
"Aha. Und wie nennt man sie? Wie spricht man sie an?"
"Da gibt es viele Spekulationen, aber aus sicherer Quelle weiß ich, dass sie sich RAs nennen. Mach dir keine Sorgen Clarissa, sie werden uns eine Menge Schwerstarbeit abnehmen. Wie war dein Medizinstudium in den USA? Hast du viel gelernt, um es hier anwenden zu können?"
"Wenn man mich hier noch benötigt. Wahrscheinlich wird man dort auch schon von Robotern operiert und selbst wird man arbeitslos. Auf allen Kontinenten und Ländern, in denen ich war, gibt es so etwas wie hier nicht. Wieso ist Deutschland weiter wie das Ausland? Sonst kommt doch alles aus Amerika, China nach Deutschland und nicht umgekehrt. Ich komme damit nicht klar."
"Clarissa! Ich bringe dich erst einmal nach Hause und du ruhst dich vom langen Flug aus. Später können wir dann gemeinsam zu deinen Großeltern fahren. Ist das okay so?"
"Okay. Entschuldige, aber das überfordert mich vollkommen, was ich hier zu sehen bekomme."
"Auch du wirst dich daran gewöhnen. Bis später."

Aus einem kleinen Schläfchen wurde jedoch nichts, da Jenny sie anrief, dass man ihre Oma ins Krankenhaus brachte mit Verdacht auf einen Herzinfarkt. Ihre Freundin holte sie sofort ab, um gemeinsam ins Krankenhaus zu fahren. Es war auch noch das Krankenhaus, in dem Clarissa kommenden Monat ihr Praktikum machen würde unter der Führung eines strengen Chefarztes, Name jedoch noch unbekannt. Aber sie wollte keineswegs ihre Oma deswegen im Stich lassen und würde jetzt schon respektvoll auftreten und freundlich sein, denn dann bestand auch die Möglichkeit, dass sie eine Ausbildung dort absolvieren könnte. .


"Danke, dass du mich abholst. Wo ist Opa?"
"Zu Hause bei RA1." Da fiel Jenny auf, dass sie sich verplappert hatte, denn Clarissa sollte es noch gar nicht wissen, dass auch ihreGGroßeltern bereits den ersten Prototypen besitzen würden. "Es tut mir leid, aber..."
"Es muss dir nichts leidtun. Ich kenne meine Großeltern gut genug, wenn sie nicht wollen, dass ihre Enkelin es erfährt, was ich nicht gut heiße. Mach dir keinen Kopf. Ich werde Oma nicht böse sein. Ich werde mit ihr reden, wenn es ihr wieder besser geht." Clarissa schaute auf ihre Füße im Wagen ihrer Freundin. Sie hielt nichts davon, dass ein Roboter sich um ihre Großeltern kümmerte. Es gab immerhin auch noch menschliche Pfleger und diese wussten genau wie man mit Demenkranken umgehen musste. Aber was konnte schon ein Roboter ausrichten? Ihrem Opa vielleicht zur richtigen Uhrzeit die Medikamente reichen, aber dieser Roboter hatte doch keine Gefühle wie ein Mensch. Er bräuchte eine professionelle Pflege und nicht RA1 wie er hieß.
"Hast du immer noch Bedenken wegen RA1?", wollte Jenny von ihrer Freundin wissen als sie am Krankenhaus eingetroffen sind.
"Ja."
"Aber nicht doch. Sie übernehmen die Aufgaben, die wir nicht bewältigen oder wo wir uns verletzen können. Ich weiß, früher war alles anders. Aber früher sind auch viel mehr Menschen gestorben, wenn sie von Gerüsten fielen, das war nur ein Beispiel. Wir Menschen sollten die Roboter nicht verfluchen, sondern versuchen, mit ihnen zu leben und es zu schätzen, der die Idee hatte, sie zu erschaffen. Wir leben jetzt nun einmal im Jahr 2040 und wissen nicht genau wie es früher war."
"Okay, ich versuche nicht so negativ zu denken und mir erst einmal ein Bild zu machen. Könntest du trotzdem Opa ins Krankenhaus bringen."
"Natürlich kann ich das machen, aber was ist, wenn er sich hier nicht benehmen kann?"
"Die Ärzte wissen am besten, wie man mit Demenzkranken umgeht und wenn, dann bringe ich ihn nach Hause."
"Gut. Bis gleich." An der Anmeldung fragte Clarissa auf welcher Station ihre Oma, Mary Scholl, liegen würde.
"Frau Scholl wird gerade auf die Operation vorbereitet. Aber Sie können in der Caféteria warten und ich gebe dem Arzt Bescheid, dass Sie hier warten."
"Danke."

Clarissa nahm in der Caféteria Platz und bestellte sich einen Cappuccino. Da es bereits Mittag war, gesellten sich immer mehr Ärzte in die Caféteria, um etwas zu essen oder nur zu trinken. Ein Arzt gefiel ihr besonders gut. Es fiel ihr schwer, keinen Blick auf ihn zu werfen. Er schien es zu vermeiden auch sie ansehen zu wollen, daher schaute er in seine Kaffeetasse. Clarissa musste schmunzeln. Clarissa schaute aus dem Fenster und wartete auf Jenny und ihren Opa. In dieser Straße hatte sie bisher keinen RA entdeckt so wie man die Roboter anscheinend nannte. Sie hoffte, dass die Stadt und der Flughafen die Ausnahme bleiben würden und sie nicht nochmals einigen begegnen musste.
Dieser Arzt erhob sich augenblicklich als Jenny mit ihrem Opa das Krankenhaus betrat. Jenny fand sie sofort und auch sie war diejenige, die als erstes wissen wollte, wie es ihrer Oma ergehen würde, denn ihr Opa war desorientiert und schien es noch gar nicht richtig zu realisieren, wo sie eigentlich waren und weshalb sie hier waren.
"Konntest du ohne Probleme das Haus mit Opa verlassen oder gab es Anlaufschwierigkeiten?", wollte Clarissa wissen.
"Nein. Er ließ mich mit Edward gehen ohne Probleme zu machen. Deine Großeltern geben RA1 einen menschlichen Namen, da er wie ein Mensch aussieht. Er hört auf Steven." Jenny konnte ihrer Freundin noch nicht die Wahrheit sagen, dass auch sie zu Hause einen RA hatte und ihren Großeltern sogar RA1 empfohlen hatte, solange Clarissa noch so negativ eingestellt war. RA1 erkannte sie und natürlich bestand keinerlei Probleme, das Haus mit Edward zu verlassen. Clarissa hatte einen vollkommen falschen Eindruck von Robotern. Jenny hoffte, dass sie ihre Meinung noch umstimmen konnte.
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