.*~°~*. Merry Gayamis to All!

von - Leela -
CrossoverAllgemein / P12
Boo Galger OC (Own Character) Zino
30.11.2019
08.12.2019
9
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.~* Dienstag *~.
.~* 3. Dezember 2019 *~.
.~* Adventskalendertürchen 3 *~.

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.*~° Ruhe vor dem Sturm °~*.

Mittertag, 3. Dekember 3743
Gayaventskalendertürchen 3


Den heutigen Tag hatten Eddy und Zino erst einmal in aller Besinnlichkeit für sich. Zino wirkte ein wenig nervös; Eddy vermutete bereits, daß es etwas mit dem nächsten Tag zu tun hatte. Auf dem Gayamis-Kalender stand »Gayamis-Komitée«, das hörte sich nach einem wichtigen Termin an.
      Zino bemerkte, während er Thé für die beiden aufsetzte, wie Eddy den Kalender genau studierte. „Möchtest du auch so einen haben?“
      Eddy reagierte mit Zeitverzögerung. „So einen Gayamis-Kalender? Hast du denn noch einen?“
      Zino nickte. „Wir haben den Kalender in ein paar verschiedenen Designs in Druck gegeben, damit jeder, der so einen haben will, auch einen kaufen kann. Das Geld, das wir daraus als Gewinn rauskriegen, geht direkt in die Kasse vom Gayaventskomitée.“ Er deutete auf den Kalender mit der winterlichen gayanischen Landschaft im Hintergrund. „Wenn du willst, kannst du den gerne haben. Ich hab’ noch ein paar auf Vorrat, für alle Fälle.“
      „Cool, danke!“ Eddy freute sich sichtlich.
      „Die Dinger sind ganz praktisch, weil du da wirklich alle wichtigen Termine von Gayamis auf einen Blick hast.“ Zino setzte die Tassen auf dem Tisch ab und ging weiter zur Anlage, wo er leise Hintergrundmusik anmachte.
      Eddy erkannte die Melodie sofort, und mußte schmunzeln, als er die gayanische Version von »Santa Claus Is Coming To Town« hörte.
      Zino drückte ihm prompt das Cover des Datenträgers in die Hand. „Ich hab’ ein paar Sachen bei einem Studio in Auftrag gegeben, und das ist das, was sie daraus gemacht haben. Ich find’s toll, daß sie gleich Interesse daran hatten. Die Datenblöcke verkaufen sich auch richtig gut.“
      Eddy nickte. Es hatte nur eine Sekunde gebraucht, bis er wieder auf gayanisch umgeschaltet hatte und sich in Erinnerung gerufen hatte, daß das, was bei ihm zu Hause CDs waren, hier Datenblöcke waren. Neugierig las er die Liste der Titel. »Gaya Bells«, »Gaya Claus Is Coming To Town«, »Gayamis Serenade«, »Dalamite Rest Ye Merry, Gayamen«, »Gaya Bell Rock«, »Have Yourself A Merry Little Gayamis«, »All I Want For Gayamis Is You«. Das war bereits eine nette kleine Auswahl.
      „Wenn du so eine haben willst…“ begann Zino.
      „Dann kaufe ich sie mir!“ rief Eddy erschrocken. Zino hatte ihm schon so viel geschenkt, er befürchtete, daß er auch hier nicht Halt machen würde.
      Zino senkte verlegen die Ohren. „Ähm, naja, Dalamit-Abend kommt ja auf jeden Fall…“
      „Dann müssen wir die aber erst in ein Format konvertieren, das ich zu Hause nutzen kann.“ erinnerte Eddy.
      „Das kriegen wir hin. Boo kennt sich damit aus. Er hat es ja auch geschafft, daß wir hier eure DCs hören können.“
      „CDs.“ korrigierte Eddy automatisch amüsiert.
      Endlich setzte sich Zino zu ihm auf das Sofa, und die beiden machten es sich mit ihren Thébechern gemütlich. Während dessen informierte Eddy sich schon ein bißchen weiter. „Also, das Gayamis-Komitée kommt immer am 4. Dezember zusammen, richtig?“
      „Dekember. Richtig!“ korrigierte Zino.
      „Oh, stimmt, sorry…“ bemerkte Eddy verlegen. „Und wie läuft das ab?“
      „Also: Traditionell… Also in diesem Jahr zum ersten Mal…“ proklamierte Zino, und Eddy konnte sich knapp ein Schmunzeln verkneifen. „… beruft Zinolaus, beziehungsweise Gaya Claus, als Vorstand das Komitée ein.“
      „Zinolaus und Gaya Claus sind also ein und dieselbe Person?!“ hakte Eddy noch einmal nach.
      Zino nickte. „Genau. Ich glaube, das ist bei euch anders. Bei Gayamis gibt es nur eine Figur, die eine zentrale Rolle spielt. Und das ist Zinolaus. Er ist offiziell auch unter dem Namen Gaya Claus bekannt, dann allerdings ingo… inkogito… naja, unerkannt eben.“
      Eddy lachte herzlich. „Inkognito!“ half er aus.
      „Genau. Das meinte ich. Er möchte nämlich nicht unbedingt erkannt werden, wenn er am Dalamit-Abend Geschenke verteilt. Aber er hält eigentlich alle Fäden in der Hand, und seine Helfer, das sind die Gayamis-Elfen. Nur am Zinolaustag direkt, da ist er inoffiziell auch selbst unterwegs, um den Gayanern gutes zu tun. Es weiß natürlich keiner, daß es ein- und dieselbe Person ist.“
      „Niemand, der deine Zinolausgeschichte nicht gelesen hat!“ bemerkte Eddy forschend. „Boo sagte doch, du hast das Buch veröffentlicht!“
      Zino schoß etwas die Hitze in die Wangen. „Jaah, das stimmt. Aber im Grunde weiß es keiner. Das muß man… abstrakt sehen.“
      „Also so wie bei uns.“ stellte Eddy fest.
      „Naja, ich mußte das Buch ja rausbringen, die Leute sollten die Geschichte dahinter ja zumindest kennen, damit sie überhaupt wissen, worum es geht! Sonst feiert es ja keiner. Zumindest nicht richtig. Aber selbst wenn. Ich denke, niemand wird ihn verraten.“
      Eddy nickte verheißungsvoll. „So lange, bis er an das erste vorlaute Kind gerät!“
      Damit verunsicherte er Zino zutiefst. Das konnte der blonde Gayaner nicht verhindern, in seinem Blick war latente Panik zu sehen. Wie in einem Reflex nahm er Jadcy von der Sofalehne herunter und drückte sie an sich, als brauchte er gerade jemanden, der ihm Trost zusprach.
      „Jetzt laß dich davon doch nicht verunsichern!“ sagte Eddy schnell, und versuchte, auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen, um Zino abzulenken. „Jetzt erzähl doch noch mal ein bißchen mehr über das Komitée.“
      Zino atmete durch und nahm den Wink dankbar auf. „Also, das Komitée amtiert in der Gayaventszeit. Ich hatte dir ja die Anzeige gezeigt, die am Montag, also am ersten Gayamistag, in der Zeitung stand. Interessierte Gayaner, die mich in der Gayaventszeit unterstützen möchten, können sich morgen beim Komitée auf den Posten der Gayamis-Elfen bewerben. Gaya Claus, also ich, stelle aus den Bewerbungen dann das Gayaventskomitée zusammen. Die Mitglieder des Komitées, also Zinolaus und die Gayamis-Elfen, erledigen über die Gayaventszeit verschiedene Aufgaben als Team. Das haben Boo und ich uns so überlegt, damit Zinolaus nicht so ganz alleine dasteht.“
      „Das ergibt auf jeden Fall Sinn!“ Eddy nickte anerkennend. „Deswegen bist du auch so nervös wegen morgen, stimmt’s? Das erste Komitée!“
      Zino nickte. „Morgen stellen wir das allererste Komitée zusammen. Außerdem werden dort alle Aufgaben besprochen, die während der Gayaventszeit anfallen und sämtliche Aktivitäten für die Gayaventszeit geplant, die dann später gemeinsam durchgeführt werden. Die wichtigsten Vorbereitungen sind die für den Zinolaus-Tag, da ist am meisten los. Aber wir müssen auch viele andere Sachen besprechen, alles, was für Gayamis wichtig ist eben, und was es zu organisieren gilt.“
      „Was passiert den am Zinolaustag?“ wollte Eddy genauer wissen.
      „Also, traditionell wird die Zinolaus-Geschichte vorgelesen, und es werden Gayamis-Kugeln verteilt.“
      Eddy schmunzelte. „Also dieses Jahr zum ersten Mal.“
      Zino seufzte tief. „Ja, ich weiß, das wird dieses Jahr zum Running Gag. Ich hoffe, nächstes Jahr wird das besser!“
      „Sorry, Zino. Es ist nur so niedlich, wie du auf einen Schlag eine komplette neue gayanische Tradition hier einführst. Aber wenn es funktioniert und angenommen wird, dann ist es doch gut!“
      Zino hielt Jadcy noch immer fest an sich gedrückt, und so erinnerte er Eddy beinahe an ein verängstigtes Kind. Wahrscheinlich, so dachte sich der Ghostbuster, war er mit diesem Gedanken noch nicht einmal weit von der Wahrheit entfernt.
      „Zino, wir sind alle bei dir! Boo, ich… Du bist nicht allein. Und du wirst bestimmt eine Menge Leute finden, die Lust haben, dir zu helfen. Da bin ich sicher.“ versuchte er, seinen Freund zu beruhigen.
      „Meinst du?“ fragte Zino unsicher.
      Eddy nickte entschieden. „Schau mal, es hat sich doch schon so viel getan, was Gayamis angeht. Allein die Deko im Gayanischen Dorfkrug – die Leute nehmen die Idee doch schon von alleine an! Warum also sollte es morgen nicht genauso gut klappen? Boo hat erwähnt, daß ihr über das Jahr schon einige Vorarbeit geleistet habt.“
      Zino nickte schnell. „Wir haben mein Buch veröffentlicht, und in der Zeitung immer mal wieder kleinere Berichte veröffentlicht, wo wir ein paar Gayaventstraditionen vorgestellt haben. Das war Boos Idee, weil er meinte, so kriegen die Gayaner, die sich dafür interessieren, schon so einige Informationen mit, und wissen dann, wenn es losgeht schon, worum es geht.“
      „Na, siehst du!“ Eddy lächelte gewinnend. „Das habt ihr doch gut gemacht! Und alles andere wird sich finden. Und wenn es wirklich so käme, daß wir nur zu dritt sind… Weißt du was? Dann rocken wir das zusammen auch!“
      Zino konnte nicht anders als zu lachen. „Danke, Eddy. Irgendwie fühle ich mich jetzt schon viel besser. Auch wenn ich mir nicht sicher bin, daß du mit allem so Recht hast.“
      „Es ist eben etwas anderes, wenn man alleine vor so einer großen Aufgabe steht, oder ob man sich die Verantwortung teilen kann.“ lächelte Eddy. „Die Last halbiert sich dann nicht nur, sondern ist fast nicht mehr vorhanden – weil wir es zusammen machen! Zusammen gewinnen, oder zusammen untergehen, aber eben zusammen!“
      Zino nickte. Anschließend atmete er noch einmal durch. „Okay. Das hat gut getan. Ich werde heute trotzdem nicht ruhig schlafen können, aber es geht mir besser.“
      „Naja, schlafen solltest du heute Nacht schon. Dafür ist der Tag morgen zu wichtig.“ riet Eddy. Dann fragte er: „Wollen wir vielleicht noch ein bißchen rausgehen? Einen Winterspaziergang machen, oder so?“
      Zino nickte. Automatisch sah er Jadcy an. „Dann bleibst du aber besser hier. Das ist viel zu kalt für dich, draußen.“
      Eddy lachte herzlich. „Zino, Jadcy ist ein Eisbär! Eisbären sind Kälte gewohnt!“
      „Oh…“ Zino sah seinen Freund erstaunt an. „Wirklich?“
      Eddy nickte grinsend.
      „Okay!“ Der blonde Gayaner sah wieder den Bären auf seinem Schoß an. „Möchtest du dann mitkommen, Jadcy?“
      Der kleine Eisbär nickte.
      „Gut, dann gehen wir zusammen!“ Zino stand auf und nahm Jadcy mit, um sich fertig zu machen.
      Eddy schmunzelte, als auch er sich wärmere Klamotten anzog. Das, was er über das zusammen gesagt hatte, darüber, nicht allein zu sein, das galt für Jadcy gleichermaßen. Auch sie war Zino eine große Hilfe.
      Wenig später hatte Zino seine Jacke an, in die er auch Jadcy warm eingepackt hatte, und so machten sich die Freunde auf den Weg, um ein wenig die gayanische winterliche Welt zu erkunden.
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