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glaub mir ich tu's

KurzgeschichteDrama, Angst / P16 / Gen
Caboose
28.11.2019
04.12.2019
7
7.668
1
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8 Reviews
Dieses Kapitel
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28.11.2019 1.098
 
Disclaimer:
Alle Charaktere gehören Andrew Lloyd Webber & ich verdiene kein Geld mit dieser Geschichte.
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Die blauen Augen mustern sein gegenüber, welcher ebenfalls so blaue Augen hat und ganz leicht die Mundwinkel hängen lässt, man sieht es ihm deutlich an, dass es ihm nicht gut geht. Unter den Augen sind dunkle Augenringe, welche auf den kaum vorhandenen Schlaf des Mannes andeuten und seine dunkelblonden Haare fallen einfach nur schlaff runter, er hatte es gar nicht versucht diese irgendwie in eine angemessene Form zu bringen.

„Was ist bloss aus dir geworden?", die Stimme ist leise und spöttisch, wurde in den letzten Wochen kaum oder besser gesagt gar nicht mehr benutzt. Wieso sollte er denn auch sprechen, seine Worte richtigen doch eh nur schaden an, genau wie seine Taten. Somit hatte er den Mund gar nicht mehr geöffnet zum sprechen, er hatte damit eigentlich abgeschlossen, aber heute hat ihn seine Vergangenheit eingeholt oder er schafft es einfach nicht mehr diese zu verdrängen.

Wie tief konnte dieser Mann nur sinken, von einem eigentlich guten Freund, hat er sich in den Feind verwandelt, er ist allein. Niemand braucht ihn mehr, beziehungsweise will ihn. Leider sind wenige noch auf seine Hilfe angewiesen, sonst hätten die andern ihn schon längst von der Arbeit vertrieben und danach hätte er sich neue suchen müssen.

„Ganz unten bist du angekommen, tiefer geht es echt nicht mehr. Ein Wunder das dich noch niemand bespuckt hat oder auf dich getreten ist.", mit jedem Wort was er von sich gibt, wird seine Stimme spöttischer und ein Lachen erklingt, es ist ziemlich verzweifelt.

„Du wolltest oben stehen, oder etwa nicht?! Mehr als Dreck bist du nach dieser Zeit nicht mehr, alle hassen dich, hast du verstanden?!", nun wird er lauter, energischer. Die blauen Augen strahlen einen Zorn aus, könnten Blitze aus diesen kommen, wäre dies jetzt grade der Fall.

„Hast dein Mädchen gehen lassen, deine Freunde, du hast so ziemlich alles verloren, aber das erste was du verloren hattest war dein stolz. Schau dich doch mal an, du bist kein Mann, nur ein jämmerlicher Waschlappen!", schadenfrohes Lachen erklingt und endet mit den nächsten Kränkungen, welche der Herr mit der genauso kalten Stimme aufzählt.  

„Ein Idiot, ein simples etwas, also nein eigentlich bist du nichts, denn niemand braucht dich. Könntest du nicht endlich verschwinden?", das letzte Wort löst etwas aus, eine Art Schalter wurde umgelegt und das Gesicht seines Gegenübers verändert sich.    

Ein fieses Grinsen hat sich auf das Gesicht von dem jungen Mann gelegt, eines was man nur von Hollywoodfilmen kennt, wenn der Psycho auf jemanden losgegangen ist, vielleicht liegt es ein wenig daran, dass er ein Psycho ist.

„Verschwinden...", murmelt er und man kann sehen, dass im Kopf des Mannes ein Plan heranwächst, er etwas unternehmen will.

„Einfach verschwinden, ich werde verschwinden.", sagt er nun ein wenig lauter, sodass er mehr oder weniger in Zimmerlautstärke redet, sein grinsen hört dabei nicht auf.

„Jedoch...wenn ich dies tu...", er lacht auf, das Lachen geht durch Mark und Bein, es ist tatsächlich wahnsinnig angsteinflössend.

„...werde ich jeden hier mitnehmen!", das Lachen wird lauter, lauter als es bei dem Vorfall vor einiger Zeit war, wo er dachte er hätte es geschafft an die Spitze zu kommen, bei dem Vorfall wo einer seiner bester Freunde jämmerlich auf dem Boden lag und wenig zuvor auf ihn gebaut hatte.

„Ich will die Leute leiden sehen, Blut sehen, Rache nehmen, nur noch eines, Gerechtigkeit verspüren! Jeder sollte so leiden, wie ich es musste.", damit macht sich eine eisige Kälte in ihm breit, eine Kälte welche er noch nie verspürt hatte, eine Art Hass, auf alles was sich ihm in den Weg stellt.

„Mein Leben ist sowieso vorbei, also warum sollte ich meine geliebten Kollegen nicht alle mitziehen, alle in das tiefe schwarze Loch, jeder einzeln soll dafür büssen.", seine Hände ballen sich zu Fäusten, verkrampfen sich stark, sodass man die Adern perfekt sehen kann.

„Ich weiss auch schon mit wem ich anfange, genau wie ich die Person zum Leiden bringe, indem ich etwas der wichtigsten Dinge für sie zerstöre. Damit werde ich zwei Fliegen auf einer Klatsche haben und mein Racheakt kann beginnen, nie wieder wird mir jemand leid zu tun können...nie wieder", ein eiskalter Schauer jagt ihm den Rücken entlang und er sieht in den Spiegel, er erkennt sich zwar kaum wieder, aber sein Plan steht.

„Mit meinem eigenen Spiegelbild reden...geistesgestört, aber echt. Jedoch sollte ich anfangen den ganzen Plan aufzubauen, denn ich will noch heute Abend mit diesem beginnen, niemand legt sich mit mir an, sie werden es bereuen. Seht nur was ihr durch eure Art angestellt habt, aus dem sonst so hilfsbereiten Freund ist eine Witzfigur geworden, welche jeden von euch ins Verderben stürzen wird, darauf freue ich mich, denn ihr habt es verdient.", während diesen Worten wird sein Grinsen immer breiter, auch wenn einige Tränen in seinen Augen schimmern, welche aber eher von seinen ehemaligen ich stammen und nicht von seinem gegenwärtigen.

Er blinzelt die Tränen weg und öffnet seine Fäuste, ehe er aus dem Badezimmer geht, er muss sich nicht länger ansehen, um zu wissen, dass es nun endgültig feststeht. Sein Weg führt in seinen Keller, welchen er seit einer ganzen Ewigkeit nicht mehr betreten hatte. Zielsicher geht er auf die kleine Tür zu, grinst dabei schrecklich und schliesst sie auf, bald wird es vorbei sein, dieser Abend ist der letzte.

„Geniesst diese Stunden, denn es werden für euch alle die letzten sein. Macht euch aber keine Sorgen, denn in der Hölle habt ihr alle genug Platz!", damit läuft er auf den Schrank zu, welchen er öffnet und grinst, als er den Inhalt erblickt, genug um die ganze Region in eine Geisterstadt zu verwandeln.

In diesem Moment ist er froh, ein so guter Dieb zu sein, denn sonst wäre dieser Schrank leer geblieben. Nur noch wenige Erledigungen müsste er tun und dann steht ihm nichts mehr im Weg, wenn er nun untergehen muss, wird er tatsächlich alle qualvoll mitziehen, darauf freut er sich.

Er ist sich nun ganz sicher, er wird dieses ganze Schauspiel nicht länger auf sich sitzen lassen und stumm beobachten, nun würde er handeln, dieses Mal würde er es wirklich allen beweisen. „Ihr werdet es bereuen mich, The Red Caboose, ignoriert und ausgeschlossen zu haben.", nach diesen Wörtern erklingt sein Markenzeichen, sein Lachen welches durch Mark und Bein geht.
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Na da wollen wir mal sehen wie es weiter geht & was für einen Plan sich Caboose ausdenkt. ;)
Hoffe ich konnte euch ein wenig neugierig auf diese FanFiktion machen ;)
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