Adventskalender 2019

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Albus Dumbledore Credence Barebone Gellert Grindelwald Newt Scamander Percival Graves
27.11.2019
10.12.2019
11
30210
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Prompt: Ein Apfel; ein Pullover; ein Lippenstift, der nicht ist, was er zu sein scheint
Setting: nach dem ersten Film, Percy wurde gefunden, Credence rehabilitiert - Fortsetzung von 2. Dezember
Warnungen: ganz leicht fragwürdige Zustimmung zum Sex
Allgemeine Stimmung: Erotisch

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Percival fand sich am Morgen nach Weihnachten in seinem Bad wieder. Er hatte eben geduscht und nachdem er sich abgetrocknet hatte, kümmerte er sich nun um seine Frisur. Als die Haare mit ein wenig Gel zurückgekämmt waren, nickte er sich zufrieden zu. Man konnte ihm wirklich nicht nachsagen, dass er sich gehen ließ.  
Als er wenig später Hemd und Weste anzog, klingelte es bereits. Eilig schlüpfte Percival in seine Hose, zog sich Socken über und ging durch seine geräumige Wohnung zur Tür. Einen letzten Blick warf er prüfend über die Kissen und die Decke, die ordentlich auf dem Sofa lagen, vor einem prasselnden Kaminfeuer. Im Hintergrund lief leiser Jazz, untermalt vom typischen Klingeln der Weihnachtsglöckchen, die dieser Tage aus keinem Musikstück wegzudenken waren.  
Percival öffnete die Tür und fand sich einem jungen schlanken Mann gegenüber, der sich zu einem schüchternen Lächeln aufraffte.  
„Hallo, Credence“, begrüßte Percival ihn freundlich.  
„Guten Tag, Mr. Graves“, murmelte Credence leise. Seine Wangen waren rosig von der Kälte. Es schneite offensichtlich, denn Schneeflocken lagen auf den Schulterpartien seines Mantels. Und es musste auch windig sein, sein Haar war leicht zerzaust. Credences Augen glänzten einnehmend.  
„Wie schön, dich zu sehen“, sagte Percival und trat zur Seite, um seinen Gast einzulassen, „Bitte, komm rein.“
Credence nickte und wich seinem Blick aus. „Danke, Sir“, sagte er schüchtern und trat ein. Verstohlen schaute er sich in Percivals sauberer, elegant eingerichteter Wohnung um, während er den Mantel öffnete. Percival nahm den Mantel entgegen und hängte ihn neben der Tür an den Kleiderhaken.
„Kann ich dir etwas anbieten? Einen Tee? Kaffee?“, fragte er, während er tiefer in das Wohnzimmer hineinging, von wo aus man einen guten Blick auf die offene Küche hatte.
Credence schüttelte den Kopf. „Nein, bitte, machen Sie sich keine Umstände“, sagte er höflich, während er zögernd folgte.
„Mache ich mir nicht“, widersprach Percival mit einem sanften Lächeln und wandte sich zu Credence herum. „Hast du Hunger? Wir könnten etwas kochen.“  
„Nein, ich…“, wollte Credence ablehnen, doch seine Worte waren untermalt von einem deutlichen Magenknurren. Peinlich berührt brach er seinen Satz ab und blickte zu Boden.
„Haben dir die Goldstein-Schwestern etwa kein Mittagessen gegeben?“, fragte Percival in einem freundlich neckenden Ton. Die beiden bemutterten Credence so sehr, dass ihn das sehr überraschen würde.  
„Das ist es nicht“, erwiderte Credence leise, „Ich… ich war nur zum Mittagessen nicht dort. Ich bin draußen unterwegs gewesen.“  
„Ist das so?“, fragte Percival schmunzelnd, „Also möchtest du jetzt etwas essen?“
„Nein, Sir“, beharrte Credence und schüttelte den Kopf.
Percival seufzte leise. „Credence, es macht mir nichts aus. Ich biete es an, also bitte iss etwas.“
Credence, der sich die Lippe wund biss, hob zögernd den Kopf. Einen Moment flackerten seine Augen zu Percival herüber und mit einem Mal wirkte er noch beschämter als ohnehin schon. Fahrig riss er den Blick fort und ließ ihn über die Anrichte wandern. Der Obstkorb erweckte seine Aufmerksamkeit. Er trat einen Schritt näher auf die Küche zu. „Dann… dann… nehme ich diesen Apfel, Mr. Graves“, sagte er und wies zaghaft darauf.  
Percival hob ebenfalls die Hand und der glänzende rote Apfel schwebte zu ihm herüber. Er gab ihn an Credence weiter. „Das reicht dir?“, fragte er, wenig überzeugt.  
„Ja, vielen Dank, Sir“, antwortete Credence genügsam.  
„Du bist noch immer sehr bescheiden, Credence“, kommentierte Percival schmunzelnd. Er nahm sich vor, ihn diesen Abend das ‚Sir‘ auszureden, schließlich bestand nach allem, was geschehen war, kein Grund, derart distanziert miteinander umzugehen.  
Percival hatte ihn aus einer Laune heraus zu sich eingeladen. Der Kuss, den Credence ihn schüchtern zu Weihnachten geschenkt hatte, hatte diese Laune ausgelöst. Percival hatte sich keine wirklichen Gedanken darüber gemacht, was er von Credence erwartete oder wo das alles hinführen sollte. Im Augenblick war er nur von seiner Neugier getrieben. Sie hatten sich lange nicht gesehen und auch davor hatte ihr Kontakt nur daraus bestanden, dass Credence von seinem Leben bei dieser Frau berichtete und Percival seine Wunden heilte. Percival hatte seit dem Kuss das Gefühl beschlichen, dass er ihn gar nicht wirklich kannte und das wollte er gern ändern. Credence hatte damit die Frage aufgeworfen, womit Percival diesen Kuss vor einigen Tagen verdient hatte und hatte seine Neugier entfacht.  
Jetzt entfachte er noch andere Dinge, als seine roten Lippen sich um den Apfel spannten und er abbiss. Percival starrte ihn an. Er hatte nicht gewusst, dass es ihn aus der Fassung bringen konnte, jemandem beim Essen zuzusehen. Aber die unbedachte und zugleich sinnliche Art, mit der Credence nun dem Apfel seine gesamte Aufmerksamkeit zuteilwerden ließ, hatte etwas Einnehmendes, dem sich Percival nur schwer entziehen konnte. Und das Schlimmste daran war, dass Credence es nicht einmal zu bemerken schien. Oder war das Percivals Glück?
Überfordert von diesen plötzlichen Empfindungen, die in ihm aufstiegen, riss sich Percival von dem Anblick los und räusperte sich, während er in die Küche ging und eine Tasse aus dem Schrank griff. „Du möchtest sicher keinen Tee?“, fragte er, ohne Credence anzusehen, den er essen hören konnte. Dann langte er nach einer kleinen Dose. „Tina hat mir einen weihnachtlichen Tee geschenkt, bei dem jeder Aufguss nach etwas anderem schmecken soll. Ich wollte ihn gern kosten.“
„Okay“, hörte er Credence leise sagen, ehe er weiter aß. Percival fasste dieses Wort als Zustimmung auf, langte nach einer weiteren Tasse und goss Wasser in beide. Mit einem Fingerzeig erhitzte er es. Es kochte kurz auf, dann dampfte es aus den Tassen. Währenddessen hatte sich je ein Teelöffel Tee in kleine Teebeutel gefüllt, die nun in die Tassen sanken und das Wasser bald mit roten Schlieren durchzogen. Aus der einen Tasse stieg Percival ein Duft nach Butterscotch, Schokolade und Kirschen entgegen, die andere roch verdächtig nach Zimtsternen, Orange und Nelken.  
Als er sich, die beiden Tassen in der Hand, zu Credence herumwandte, war dieser glücklicherweise bereits damit fertig, den Apfel zu essen. Er hatte nichts übriggelassen, außer den Stil.  
Percival kam zu ihm herüber. „Wähle einen aus“, forderte er ihn auf.  
Credence, der einen Moment so aussah, als wollte er zurückweichen, senkte dann folgsam den Kopf und schnüffelte an den Tassen. Er griff sich den Kirsch-Schokoladen-Tee, der mittlerweile eine deutlich kräftigere, dunklere Färbung angenommen hatte und dickflüssiger wirkte als der andere.  
„Vielen Dank“, sagte er höflich und legte Percival auf dessen unausgesprochene Aufforderung hin den Apfelstil in die offene Handfläche.  
Percival nickte, warf den Stil in den Mülleimer und setzte sich dann mit einem weiteren auffordernden Blick an den Küchentisch. „Setz dich“, forderte er seinen Gast auf.  
Credence folgte auch diesem Wunsch eilig, wenn auch ein wenig fahrig. Er ließ sich neben Percival nieder und schien sich nicht entscheiden zu können, ob er Percivals Blick erwidern oder in die Tasse vor sich starren sollte.  
„Erzähl mir von dir“, bat Percival leise, „Wie ist es dir in den letzten Wochen ergangen?“
Credence zögerte erst und presste die Lippen aufeinander, sodass Percival schon einlenken und belanglosere Themen ansprechen wollte, doch dann begann er zu reden. Er erzählte von dem Tag, an dem der falsche Mr. Graves mit einem ungewöhnlichen Wunsch zu ihm gekommen war und er mit der Suche nach einem Kind begann. Er erzählte von den Treffen in dunklen Gassen und davon, wie sich Credence nach jeder weiteren Unterhaltung fragte, warum sich Percivals Gegenwart so seltsam fremd anfühlte. Einige Dinge schien er auszulassen, geriet ins Stottern und errötete tiefer. Percival biss sich auf die Innenseite seiner Wange, denn er ahnte, was es war. Er musste kein Hellseher sein, um zu begreifen, dass Grindelwald die sexuellen Vorlieben des Jungen für seine Zwecke ausgenutzt hatte. Percival hatte früh bemerkt, dass Credence dahingehend anders war als andere. Doch er hatte nie einen Finger an ihn gelegt (auch, weil er eine Beziehung zu ihm nie in Betracht gezogen hatte). Ob man von Grindelwald dasselbe sagen konnte, wagte er zu bezweifeln.  
Schließlich endete Credence in seinen Erzählungen mit seinem Ausbruch und der Zerstörung New Yorks, bevor der MACUSA ihn vernichten ließ. Als er sich danach hilfesuchend an Tina und Newt gewandt hatte, halfen diese ihm, seinen Ruf reinzuwaschen und gaben ihm eine Zukunft. Dann, wenige Tage später, hätte er von der Rettung Percivals erfahren und hätte endlich begriffen, warum es sich alles so falsch angefühlt hatte. Und dann verloren sich seine Worte in Schweigen.  
Credence begründete den Kuss von vor einigen Tagen nicht oder was ihm seit Percivals Rettung durch den Kopf ging. Er sagte nicht, dass er Grindelwald in Percival sah oder dass er fürchtete, wieder mit dem Falschen zu sprechen. Seine tiefsten geheimsten Gedanken, die Percival interessierten, eröffnete er ihm nicht.  
Stattdessen entschuldigte sich Credence mit den Worten, das Bad aufsuchen zu müssen.
Percival wies ihm die Richtung und blieb dann allein am Tisch sitzen, während er über das nachdachte, was er gehört hatte und das, was unausgesprochen war. Hatte Credence ihn geküsst, weil Grindelwalds verworrene Handlungen ihm etwas vorgegaukelt hatten, das er nun vermisste?  
Percival kannte den Jungen gut genug, um zu wissen, dass dieser sich nach jeder möglichen Form von Zuneigung verzehrte. Grindelwald schien ihm diese ausreichend gegeben zu haben, um Hoffnung auf mehr zu schüren. Redete Credence sich nun ein, dass er mit Percival dort weitermachen konnte, wo er mit Grindelwald aufgehört hatte?  
Andererseits… gab es außer diesem einen Kuss keinerlei Anhaltspunkte, ob Credence tatsächlich so empfand. Und, wenn Percival ehrlich war, dann war der Kuss so leidenschaftslos gewesen, dass keine Missverständnisse über eventuelle verborgene Sehnsüchte oder ein ungestilltes Verlangen aufkommen konnten. Es schien mehr eine Form des Dankes gewesen zu sein. Vielleicht auch eine bloße Geste, die verdeutlichen sollte, dass Credence ihre Freundschaft schätzte. Sicher, eine ungewöhnliche Geste… Aber bei allem, was er erlebt hatte, konnte Percival es ihm nicht vorwerfen, wenn er die Gesten für Freundschaft und Liebe miteinander verwechselte. Für beides hatte er bisher nicht gerade freundliche Lehrmeister gehabt.
Seine Gedanken verloren sich, bis ihm bewusst wurde, dass Credence nun schon sehr lang auf der Toilette war. Sein Blick wanderte zur Uhr. Eine Viertelstunde war seither vergangen. Ungewöhnlich lang.
Percival leerte seine Tasse mit einem letzten Schluck und erhob sich. Dann ging er zum Bad hinüber und klopfte gegen die Tür. „Credence?“, fragte er, „Ist alles in Ordnung?“
„Ja“, hörte er Credence von der anderen Seite sagen. Seine Stimme schien ein wenig zu beben.
„Was ist los?“, fragte Percival.
„Nichts, ich…“, hörte er Credence atemlos stammeln, gefolgt von einem gequält klingenden, zittrigen: „Ich komme zurecht.“ Es klang, als würde Credence in Schwierigkeiten stecken.
Percival drückte die Klinke hinunter und die Tür schwang einen Spaltbreit auf.  
Er sah Credence am Waschbecken stehen, einen Lippenstift in der Hand, der ihm bekannt vorkam. Credence warf ihm einen Blick aus fiebrigen Augen zu. Sein Mund war rot gemalt und wirkte unverschämt verführerisch. Percival schluckte.  
Queenie hatte Percival diesen Lippenstift zu Weihnachten geschenkt. „Der ist für besondere Momente“, hatte sie gesagt und dabei gezwinkert. Wenn sie geglaubt hatte, dass er eine Frau bei sich haben würde, dann schmeichelte ihm das sicher, war aber fern ab der Realität. Und bei ihrem Zwinkern hatte ihn das Gefühl beschlichen, dass es sich bei dem Geschenk nicht einfach nur um einen Lippenstift handelte. Unschlüssig hatte Percival ihn vorerst im Bad auf dem Waschbecken stehen lassen. Er wusste, dass Queenie zu den Guten gehörte, aber er hatte seit seiner Entführung mehr denn je Vorbehalte, wenn es um Dinge ging, deren Kern er nicht kannte. Er hatte sich vorgenommen, Queenie nach seinem Urlaub nach dem Sinn des Lippenstifts zu fragen.  
Doch wie es schien, würde er den Sinn dahinter nun früher erfahren, als ihm lieb war. Und dass es sich nicht nur um einen einfachen Kosmetikartikel handelte, schien sich nun zu bestätigen:
Credences Blick wanderte langsam Percivals Körper hinunter bis zu seinen Füßen und dann wieder hinauf zu seinen Augen. Percival fühlte, dass ihm ein Schauer über den Rücken lief, als sich ihre Blicke wieder trafen.  
„Mr. Graves“, hauchte Credence verträumt und griff den Lippenstift fester. Seine Wangen hatten deutlich an Farbe gewonnen und sein Atem ging stoßweise.
Percival trat einen Schritt vor und hielt Credence die offene Handfläche hin. „Bitte, gib mir den Lippenstift“, sagte er mit sanfter Strenge und versuchte, das sehnsüchtige Flackern in den Augen des Jüngeren zu ignorieren.  
„Berühren Sie mich“, hauchte Credence verlangend, ohne auf Percivals Worte einzugehen.
Percivals Puls beschleunigte sich bei den Worten. „Gib mir den Stift, Credence“, wiederholte er ruhig.  
Credence schüttelte langsam den Kopf, doch er trat einen Schritt auf Percival zu, sodass sie ungewöhnlich nah beieinanderstanden. Den Lippenstift schützend in den verschlossenen Händen haltend, suchte Credence Percivals Blick. „Für einen Kuss bekommen Sie ihn, Mr. Graves“, flüsterte er.  
Percival stockte der Atem. Credence wirkte verändert. Seine Schüchternheit war verschwunden, er schien verwegen und… berauscht. Was hatte Queenie ihm da nur untergejubelt?
Weil Percival nicht wollte, dass Credence noch länger an diesem mysteriösen Gegenstand festhielt, der offensichtlich irgendeine Form von Einfluss auf ihn hatte, und er ihn nicht verletzen wollte, kam er dem Wunsch zögernd nach. Das war ein vergleichsweise kleiner Preis für die Sicherheit des Jungen. Er schob den Kopf vor. Credences heißer Atem streichelte seine Haut und er nahm einen süßlichen Geruch wahr, der vorhin sicher noch nicht dagewesen war und von dem Lippenstift ausging, der Credences Lippen rot gemalt hatte. Ein Lusttrank. Das war dramatischer als er erwartet hatte. Wenn, dann hätte Percival mit einem leichten Liebestrank gerechnet, aber dass Queenie ihm ein solches Geschenk machen würde, übertraf seine Befürchtungen. Er würde ein ernstes Wort mit ihr reden müssen. Was hatte sie sich nur dabei gedacht?
Wenn er Credence jetzt küsste, würde er ebenfalls unter den Einfluss des Tranks geraten, der darin eingearbeitet war, ahnte Percival. Deshalb hielt er inne, bevor sich ihre Lippen berühren konnten. Er wollte sich zurückziehen, doch Credence hatte eine Hand zu seinem Nacken hinaufgehoben und bevor Percival begriff, was geschah, hatte der Junge ihre Münder aufeinandergepresst. Percival gab einen überraschten Laut von sich, der von Credences Lippen gedämpft wurde. Er fühlte seinen Mund kribbeln und keuchte auf, als Credence fordernd die Zunge zwischen seine Lippen schob. Der Lippenstift fiel mit einem leisen Klackern zu Boden, als der Junge beide Arme um Percivals Nacken schlang und den Kuss vertiefte. Er war überraschend stark, bemächtigt von der erregenden Wirkung des Zaubers.  
Percival bemerkte, wie der Kontakt mit dem Lusttrank ihn selbst bereits schwummrig machte. Er bäumte sich gegen die verlangenden, sehnsüchtigen Gedanken auf, die in ihm schwelen wollten, und legte Credence die Hände auf die Hüften, um ihn von sich zu schieben. „Credence“, keuchte er mit heiserer Stimme, nachdem es ihm gelungen war, den Kuss zu unterbrechen. „Komm zu dir. Du willst das hier nicht. Es ist ein Zauber.“
Credence gab ein wohliges Schnurren von sich, während er sich an Percival schmiegte, vollkommen unbeeindruckt von seinem Widerstand. „Mr. Graves“, säuselte er, drängte Percival gegen die geflieste Wand neben der Tür und saugte sich an seinem Hals fest. Percival taumelte. Er bemerkte, wie seine Wahrnehmung sich mehr und mehr vernebelte. Credences Nähe stellte Dinge mit seinem Körper an, die ihm peinlich sein sollten. Doch obwohl er dagegen ankämpfte, konnte er seinen kühlen Kopf nicht sehr viel länger behalten. Er stöhnte auf, als Credence eine Hand über seine Brust hinunter bis zu seinem Schritt wandern ließ und darüberstrich. Der Trank hatte Percival erregt, er war bereits halb erhärtet. Keuchend legte er den Kopf gegen die Fliesen in seinem Rücken und schloss die Augen, während Credence vor ihm auf die Knie fiel, die Hose öffnete und seinen Schwanz herauszog. Erst, als Percival eine feuchte Wärme spürte, die ihn umschloss, öffnete er die Augen wieder und blickte berauscht zu Credence hinunter. Der Junge schaute mit gierigem Blick zu ihm auf, während er sein Glied tief und tiefer in sich aufnahm. Sein roter Lippenstift bildete einen scharfen Kontrast zu der weißen Haut seines Gesichts. Credences Lippen waren obszön über Percivals Länge gespannt, während er fühlte, dass sein Schwanz unter der Aufmerksamkeit immer größer und härter wurde. Percival wollte etwas sagen, wollte seinen Empfindungen irgendwie Ausdruck verleihen, doch ihm entwich nur ein tiefes, grollendes Stöhnen, bei dem Credence sichtbar erschauderte. Seine Zunge strich über Percivals Spitze und dann in einer Schlängellinie die Länge hinab, während seine Lippen an dem Schaft, den sie umschlossen hatten, tiefer wanderten. Percival fühlte die Hitze, die sein Glied weiter anschwellen ließ. Verfluchter Lusttrank. Er war deutlich von ihm beeinflusst aber nicht so weggetreten, wie Credence es zu sein schien. Ein leiser Widerstand und ein Gefühl davon, Credence vor ähnlichen Erfahrungen wie denen mit Grindelwald bewahren zu wollen, blieb stets im Hintergrund seiner Gedanken und schließlich schaffte er es, eine Hand in Credences seidiges Haar zu legen und ihn von sich zu schieben. „Hör auf“, verlangte er kehlig, „Das… ist nicht richtig.“
Credence kam wieder auf die Füße und seine Lippen waren sofort wieder auf Percivals. Gierig saugte er sich an der Unterlippe fest, ehe er fordernd hineinbiss. Percival lief ein Schauer über den Rücken und er stöhnte auf, als sich Credence gegen ihn drängte und sein hartes, befreites Glied zwischen ihre Körper gedrückt wurde. Bei jeder Bewegung rieb Stoff darüber.  
„Ich will Sie“, keuchte Credence, „Ich will Sex mit Ihnen, Mr. Graves.“
Percival schüttelte schwach den Kopf, was ihn beinahe übermenschliche Kraft kostete. „Nein“, hauchte er, obwohl er im Augenblick nichts lieber täte, als sich in Credence zu versenken. Aber sein berauschter Kopf hatte nicht vergessen, woher die plötzliche Lust kam. „Wir… wir sollten…“
Credence ließ ihn nicht ausreden. Er griff ihn bei der Taille und schob ihn aus dem Bad heraus, ins Wohnzimmer hinein, während er ihre Lippen mit einem weiteren Kuss verschloss, der mehr aus Zunge bestand denn aus allem anderen. Mitten auf dem flauschigen Teppich vor dem Kamin blieb er stehen und gab Percival einen Schubs, der wegen der Hose, die ihm an den Knöcheln hing, stolperte und sich auf dem Boden wiederfand.  
Credence schaute mit dunklen Augen zu ihm hinab. Ein gieriges Funkeln lag in ihnen, während er sich seinen Pullover auszog und dann Hose, Unterhose und Socken von sich warf. Er stellte sich über Percival, der atemlos und mit leerem Kopf zu ihm hinaufgestarrt hatte und dessen Blick über jeden Zentimeter freie Haut wanderte. Dann sank Credence auf die Knie. Sein Hintern strich über Percivals hartes Glied, das sich ihm entgegenreckte. Percival keuchte auf.  
Credence legte ihm eine Hand auf die Brust und schob ihn nach hinten, bis Percival in dem weichen Teppich lag. Dann ließ er keine weitere Zeit verstreichen, beugte sich vor und stützte sich neben Percivals Kopf mit einem Unterarm ab, während seine andere Hand zu seinem Hintern wanderte. Percival ahnte, dass er sich vorbereitete. Das Keuchen und Stöhnen, das Credence bald von sich gab, bestätigte seine Vermutung. Percival hatte keine Zeit, sich mit seiner derzeitigen Situation zurecht zu finden, denn Credence richtete sich wieder auf und dirigierte sein Glied zu seinem Eingang.  
„Warte“, sagte Percival, als ihm klarwurde, dass Credence sich gleich auf ihn sinken lassen würde. Trotz des Tranks war er noch wach genug, um zu wissen, dass es für Credence schmerzhaft werden würde, wenn er nun weitermachte. Er zog Credences Hand fort und befeuchtete mit einem Zauber seine eigene, ehe er mit dem Gel sein Glied einrieb. Credence gab ein sehnsüchtiges Wimmern von sich.  
„Gleich“, versprach Percival schwer atmend und schwitzend. Er ließ von sich ab und Credence, der darauf gewartet hatte, sank bereits hinab. Überwältigt stöhnte Percival auf, als sich die Spitze seines Glieds gegen den Muskelring drückte und dieser nachgab. Credence gab ebenfalls ein Stöhnen von sich und legte den Kopf in den Nacken, während er tiefer sank.  
Percival nahm das Bild von ihm in sich auf, wie er über ihm thronte, nackt und überaus anziehend. Credence, dem er weder die Erfahrung noch diesen Enthusiasmus zugetraut hatte, hob und senkte sich wieder und wieder auf ihn, stöhnte auf, wenn Percivals harter Schwanz seine Prostata traf und hatte Percival bald soweit, dass er schwitzend und keuchend dem Orgasmus entgegenraste. Ihm blieb keine Zeit, Credence davor zu warnen, da rollten die Wogen der Ekstase bereits über ihn hinweg, ließen ihn heftig erschaudern und die Finger in Credences Oberschenkel graben, dass man am nächsten Tag noch die Abdrücke sehen würde. Percival kam hart und lang. Credence ließ ihm keine Pause. Er schien selbst nah an seinem Höhepunkt zu sein, legte eine Hand um sein eigenes Glied und massierte es entschieden, während er fortfuhr, Percival zu reiten. Sein Inneres verkrampfte sich beinahe schmerzhaft um Percival, der vollkommen reizüberflutet auf dem Teppich lag und keinen klaren Gedanken fassen konnte. Hilflos stöhnte er auf, als sich Credence ein letztes Mal heftig um ihn zusammenzog und sich gleichzeitig auf seinen Bauch, die Weste und das Hemd ergoss.  
Dann war es vorbei.  
Heftig atmend sank Credence nach vorn. Seine Haut glänzte vom Schweiß. Er hielt sich mühsam auf den Armen. Percival hätte ihn in den Arm genommen, wenn er dazu selbst noch in der Lage gewesen wäre. Aber der unerwartete Sex hatte ihn angestrengt und der Rausch des Lusttranks war noch nicht vollkommen verflogen. Percival war benebelt und erschöpft. Seine Augenlider zogen sich unbarmherzig zu, nun, da sein Körper zur Ruhe kam. Auf dem weichen Teppich liegend, das warme Kaminfeuer neben sich und Credence über sich, driftete er langsam in einen leichten Halbschlaf ab.  

Die Wirkung des Tranks flaute weiter ab und in dem dösigen Zustand begriff Percivals Bewusstsein allmählich, was sie gerade getan hatten. Er schrak aus dem Halbschlaf auf und stützte sich auf die Unterarme. Sein Blick wanderte durch das Wohnzimmer. Credence war nicht mehr hier.  
Percival bemerkte seinen eigenen Zustand. Er zog seine Hose über die Beine und schloss sie, ehe er sich ganz aufsetzte, während er bemerkte, dass aus dem Bad das Geräusch von rauschendem Wasser zu ihm herüberdrang. Credence duschte.  
Percivals Kopf schwirrte noch ein wenig vom Trank und von dem, was er erlebt hatte. Seine Gedanken waren langsamer als gewöhnlich. Sorge kam in ihm auf, Sorge um Credence. Der Junge hatte bereits genug durchlitten und nun hatte Queenies Geschenk es nur noch schlimmer gemacht. Percival würde es nicht wundern, wenn er nun versuchte, sich das Erlebte von der Haut zu waschen.  
Doch das Wasser wurde abgestellt und wenig später öffnete sich die Tür. Percival wollte sich Worte zurechtlegen, aber ihm fielen keine ein. Und als Credence aus dem Bad trat, in nichts als eine Unterhose und seinen Pullover gekleidet, verschlug es Percival abermals die Sprache. Der Lusttrank musste noch wirken, denn Credences lange schlanke Beine nackt zu sehen, brachten ihn deutlicher aus dem Konzept, als er erwartet hatte.  
Ihre Blicke trafen sich.  
„Credence“, sagte Percival mit trockener Stimme, ehe er sich räusperte. Er wollte irgendetwas sagen, wollte den Jungen besänftigen, falls ihn das, was er erlebt hatte, zu zerbrechen drohte. Doch ihm fielen keine passenden Worte ein und Credence wirkte, zu seiner Überraschung, nicht erschüttert.  
„Mr. Graves“, erwiderte er den Gruß leise und wagte sich ein paar Schritte auf Percival zu. Vor ihm beugte er sich hinunter und langte nach seiner Hose, die noch dort lag. Seine Wangen brannten in leuchtendem Rot.  
„Ich denke, ich muss mich bei dir entschuldigen“, sagte Percival leise.  
Credence schaute auf und für einen Moment trafen sich ihre Blicke. Er wirkte so schuldbewusst, wie Percival sich fühlte. „Wieso?“, fragte er ebenso leise.  
„Der Lippenstift“, erinnerte Percival ihn, „Ohne ihn hätten wir nicht… du hättest nicht… Es tut mir leid, dass es passiert ist.“
Credence hielt in der Bewegung inne, halb aufgerichtet und die Hose in der Hand. Er schaute Percival einen Moment an, dann ließ er die Hose los und kam auf ihn zu. Vor Percival sank er auf die Knie, die Wangen noch immer rot und den Blick abgewandt. „Mir nicht, Mr. Graves“, sagte er leise. „Ich bin froh, dass es passiert ist.“
Percival hielt den Atem an und schluckte. Er wusste nicht, was er darauf sagen sollte. Seine Gedanken von vorhin kamen ihm wieder in den Sinn, dass Credence nach allem, was Grindelwald ihm angetan hatte, die Zuneigung vermisste, die er aus dieser kranken Beziehung gezogen hatte.  
„Credence, es war ein Lusttrank in den Lippenstift eingearbeitet“, sagte Percival in einem Ton, der an Credences Vernunft appellieren sollte, „Das waren nicht deine eigenen Empfindungen. Das ließ dich der Trank nur glauben.“
Credence schüttelte den Kopf. „Es war meine Idee, Mr. Graves“, flüsterte Credence und scheu warf er Percival einen Blick zu, „Ich habe Queenie gebeten, mir zu helfen. Ich wollte eine Chance. Mir war klar, was der Lippenstift tun würde.“
Percivals Augen weiteten sich. Sprachlos starrte er Credence an. „Aber… aber dann“, stammelte er.  
Auf Credences Lippen breitete sich ein zaghaftes Lächeln aus, während er sich vorbeugte und die Arme um Percivals Nacken legte. „Mr. Graves“, hauchte er ihm ins Ohr und Percival lief ein Schauer über den Rücken, „Was halten Sie von einer zweiten Runde?“



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Hallo zusammen,
so, eigentlich hatte ich damit noch ein wenig warten wollen, aber es interessiert mich und deshalb frage ich frei heraus in die Runde:
Ich möchte in nächster Zeit einen Podcast anfangen, in dem ich je 15-20 Minuten über das Schreiben von Fanfiktions und Romane spreche, Tipps zum Schreiben gebe und erzähle, wie ich auf meine Ideen komme, etc..
Da ich ja doch im Fanfiktion-Bereich sehr aktiv bin, wird das natürlich eins der Hauptthemen sein.
Nun fehlt mir allerdings noch ein Titel für meinen Podcast, bzw. ich kann mich nicht entscheiden.
Da Umfragen auf Social-Media-Plattformen nicht alle meine Leser erreichen, einmal hier die Frage, welcher Titel euch am besten gefällt von den vieren:

1.: "Aber es gab nur ein Bett"
2.: "Der Millionär ist ein Bad Boy"
3.: "Eng ist ein dehnbarer Begriff"
4.: "Safeword: Schmetterling"

Ich bin euch sehr dankbar, wenn ihr eure Meinung mit mir teilt!
Liebe Grüße,
eure Jessica