The time till Christmas oder: Ein (eigentlich nicht wirklich) normaler Dezember im Camp Half- Blood.

GeschichteHumor, Freundschaft / P12
27.11.2019
08.12.2019
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21 days till Christmas Oder: Ich kotze mich beim Anblick meiner Teamgenossin fast an.
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„T, ich bräuchte mal deine Hilfe.“- „Psst! C, du musst leiser sein.“ Ich wollte nichts lieber als meine Augen öffnen, aber nachdem ich aufwache, brauche ich immer eine Weile bis ich meine Augen öffnen kann. „Stoll…“, murmelte ich. Jemand zischte: „C, sie ist wach!“ „ARGHHHHH!“ Ein Eimer Wasser wurde über meinem Kopf geleert, doch als ich meine Augen aufgeschlagen hatte, waren die Übeltäter schon weg. Dafür kamen meine beiden Halbbrüder in mein Zimmer gestürmt „Was ist los?“, fragte Mark. Er und Sherman ließen die Fingerknöchel knacken. Da ich keine Lust mich mit zwei meiner überaus aggressiven Halbbrüder zu streiten erwiderte ich nichts, nahm trockene Kleidung aus meinem Schrank und ging mich duschen.
Als ich wieder trocken war, mied ich meine Hütte und machte mich auf den Weg in den Wald. Dort hatte ich schon jahrelang ein Versteck für meine Waffen und Rüstungen, damit sie von den Stolls nicht „verschönert“ wurden. Nachdem ich mir ein Schwert geholt hatte, ging ich in die Arena. Dort demolierte ich einige Trainingspuppen, um danach wieder weg zu gehen. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich noch eineinhalb Stunden bis zum Frühstück hatte. Ich war am Überlegen wohin ich sonst gehen könnte, da ich immer noch keine Lust hatte, mit meinen Halbbrüdern zu „reden“ (sprich ‚streiten‘). Es war relativ früh am Morgen und konnte ich auch nicht zu Chris, denn der war ja nicht im Camp. Frustriert griff ich in meine Jackentasche, als ich ein zusammengefaltetes Blatt Papier zu fassen bekam. Ich blickte mich um und mein Blick fiel auf meine Fußstapfen im Schnee. Moment… Schnee? Blatt Papier? Plötzlich fiel mir der gestrige Tag wieder ein. Oder eher die gestrige Katastrophe. Wir… nein, die Stolls haben mit der Hilfe des restlichen Camps eine Schneebombe hochgehen lassen und jetzt war das ganze Camp voller Kunstschnee. Kunstschnee, der sich genauso verhielt, wie echter Schnee, bis auf den Unterschied, dass er nicht schmelzen konnte, sondern sich innerhalb einer Woche zersetzte. Das Papier war dann wohl der Plan, den ich gestern von Annabeth in die Hand gedrückt bekommen hatte. Ich faltete das Blatt Papier auseinander und sah mir den Bereich an, in dem meine Hütte den Schnee beseitigen musste. Resigniert seufzte ich auf. Die Areshütte war für den Bereich um die Waffenkammer und die Arena zuständig und momentan war ich nicht wirklich in Aufräumstimmung. Aber je früher ich beginnen würde, desto eher wäre ich fertig. Trotzdem wollte ich Sherman und Mark nicht zur Hilfe holen, obwohl ich so vermutlich schneller wäre.
Ich betrat die Waffenkammer, holte mir einen großen Eimer und eine Schaufel und begann draußen sofort die Sauerei wegzuräumen. Nachdem ich den Eimer zum ersten Mal voll hatte ging ich zum See und schüttete den erstaunlich leichten Kunstschnee hinein. Es war abgesprochen worden, den ganzen Schnee dorthin und ins Meer zu schütten, da er dort nicht im Weg sein würde und er sich im Laufe der nächsten Woche sowieso zersetzen würde. Wieder zurück bei der Waffenkammer merkte ich, dass es hoffnungslos ist. Allein würde ich es nicht in ein paar Äonen geschafft haben. Dann hatte ich einen genialen Einfall. Was wäre, wenn ich mir Hilfe holen würde? Und dabei hatte ich nicht an meine beiden Halbbrüder gedacht, sondern an Lacy Charmer aus Aphrodite. Denn nach Silenas Tod hatten wir uns gegenseitig aufgemuntert und seitdem halfen wir uns immer wieder. Ich würde nicht sagen, dass wir befreundet waren, aber bei solchen Sachen konnte man immer auf die andere zählen. Außerdem fiel mir sonst niemand ein, der mir helfen würde, denn ich war immer der Meinung gewesen, dass ich außer Silena, Chris, einigen meiner normaleren Halbgeschwister, meinem Schwert und vielleicht auch Beckendorf niemanden bräuchte. Jedoch waren unter dem Schuljahr fast alle meine Halbgeschwister und Chris weg und Silena und Beckendorf würde ich wahrscheinlich erst im Elysium wiedersehen. Der Gedanke an Silena versetzte meinem Herzen einen schmerzhaften Stich. Ach ja, und mein Schwert würde mir wohl kaum helfen können, dieses Chaos zu beseitigen. Anscheinend war Lacy schon länger wach, denn sie öffnete direkt nach meinem Klopfen die Tür und kam hinaus. Perfekt gestylt, versteht sich. Auf meine Bitte hin verschwand sie schnell in ihrer Hütte, um Piper zu fragen, ob sie mir vor dem Frühstück helfen könne. Da sie breit grinsend aus der Aphroditehütte trat vermutete ich, dass sie die Erlaubnis bekommen hatte.
Doch bei der Waffenkammer blieben wir überrascht stehen, denn dort beseitigten meine beiden Halbbrüder den Schnee. Ich erhielt keine Erklärung, sondern nur ein „Ihr könnt schon bei der Arena beginnen“ von Sherman. Ohne Widerrede gingen wir zur Arena. Wir arbeiteten sehr schnell, da wir immer abwechselnd den Kunstschnee in die Eimer schaufelten und dann entleerten. Das Muschelhorn, welches zum Frühstück rief, ertönte in dem Moment, als ich den Inhalt meines letzten Eimers in den See schüttete. Lacy und ich klatschten ab und wir gingen zum Frühstück. Es stimmte mich traurig, dass der Schnee beseitigt werden musste, da selbst ich viel Spaß im Schnee hatte und es wirklich lange gedauert den ausgeklügelten Plan der Athenekinder zu entwerfen und auszuführen. Ein Blick auf den Bereich, den Sherman und Mark gereinigt hatten, verriet mir, dass auch sie fertig waren und auch Jason hatte anscheinend den Morgen mit aufräumen verbracht, denn beim Pavillon war kein bisschen Schnee mehr übrig.
Den restlichen Vormittag verbrachte ich damit mich über die Aufräumenden lustig zu machen, welche ab und zu knurrten, ich solle ihnen helfen. Träumt weiter! Irgendwann waren alle fertig außer Paolo. Er beschwerte sich nämlich die ganze Zeit, anstatt aufzuräumen. Doch gegen 11 Uhr lag es nur noch an ihm, den letzten Eimer Kunstschnee ins Meer zu kippen. Alle jubelten als auch das geschafft war, doch plötzlich sah ich eine weiße Flocke in der Luft tanzen. Und dann noch eine und noch eine. „Was zum Hades…?“, fragte ich. Mit meiner warmen Hand berührte ich eine der Schneeflocken und sie schmolz. „Der ist echt“, stellte Chiara verwundert fest. Doch wo sie einen Kommentar abgab, war auch Alea mit ihrem Sarkasmus nicht weit: „Ach nee. Hätte ich jetzt nicht gedacht.“ Sie wurde von der Tychetochter böse angefunkelt. Aber Schnee brachte auch Kälte mit sich. Die meisten von uns hatten nichts wirklich Warmes an, da wir hier im Camp immer mildere Temperaturen haben als außerhalb des Camps. Deshalb musste ich mich wohl oder übel in meine Hütte verkriechen. Ich ging in mein Zimmer, schloss die Tür ab und schmiss mich auf mein Bett. Selbst nach langem Nachdenken fiel mir beim besten Willen nicht ein was ich machen sollte. Irgendwann, vielleicht waren es 5 Minuten, vielleicht eine Stunde, hatte ich endlich einen Einfall was ich machen könnte. Ich kam mir dezent blöd vor, da ich mir einfach gleich am Anfang etwas Wärmeres hätte anziehen können, um die Zeit bis zum Mittagessen draußen totzuschlagen. Doch als ich meinen Kleiderschrank nach passender Kleidung durchwühlte, sah ich Kleidung, die mir gar nicht gehörte. Ein Anorak in einem aggressiven Rotton und weitere Winterkleidungsstücke in Kontrastfarben. Ein Gefühl sagte mir, dass diese Kleidung ein Geschenk an mich war. Nur von wem?
Ich zog das Gewand an und ging hinaus. Anscheinend hatten alle Camper neue Winterkleidung bekommen, denn alle waren in Gewand gehüllt, das ich noch nie zuvor gesehen hatte. Außerdem sahen alle Kleidungsstücke gleich aus, mit dem kleinen Unterschied, dass jeder, oder besser gesagt jede Hütte, eine andere Farbe hatte. Ares, zum Beispiel, hatte ein eben genanntes aggressives Rot, Athene ein Sturmgrau, Demeter ein sattes Grün, Hades Schwarz und Aphrodite ein sehr knalliges Pink. Kaum war ich jedoch draußen, ertönte das Muschelhorn. Ich hatte kein gutes Gefühl, wusste aber nicht warum. Beim Pavillon angekommen mussten wir noch auf Mr. D und Chiron warten. Sie kamen 5 Minuten zu spät. 5 Minuten, in denen wir die wildesten Theorien aufstellten, warum sie zu spät kamen. Nach dem Mittagessen stand Chiron auf und räusperte sich. „Heroen!“, begann er.
Unser Unterrichtskoordinator erklärte, dass wir anlässlich des Schnees im Camp einen Wettbewerb veranstalten würden. Natürlich war das Mr. Ds Idee gewesen. An dieser Stelle sprang ihm eben jener ins Wort und verkündete: „Hier, in Camp Halfblood, werden die ersten OLYMPISCHEN SCHNEESPIELE die die Welt je gesehen hat stattfinden!“ Ich wusste nicht was die ‚Olympischen Schneespiele‘ waren, aber es hörte sich wie eine Folter an. Chiron erklärte noch ziemlich lange die Regeln, aber ich hörte nur mit halbem Ohr zu. Wir würden uns in Zweierteams in einer Gruppe (5 Teams) behaupten müssen. Man muss in 3 verschiedenen Bewerben, welche mit Schnee und Eis zu tun haben, möglichst viele Siege erringen. Die 2 Teams mit den meisten Siegen aus jeder Gruppe, rücken vor ins Viertelfinale, die Sieger dann ins Halbfinale und die Sieger des Halbfinales ins Finale. Zum Schluss sagte Chiron noch, dass das Flaggenerobern am Nachmittag entfallen würde, damit wir für die Schneespiele trainieren konnten. Dann wurden endlich die Listen der Zweierteams ausgehängt. Ich stürzte nach vorne, um zu sehen mit wem ich ein Team bilden würde, doch ich musste warten, da sich vor dem Aushang eine Menschenmasse gebildet hatte. Plötzlich wurde ich am Rücken angetippt. Ich drehte mich um und blickte in ein Gesicht, das so sehr von Make-up verdeckt war, dass man das natürliche daran nur erahnen konnte. „Was ist?“, fragte ich. Sie antwortete: „Wir sind in der Gruppe 4.“ Meine Frage daraufhin war: „Weißt du mit wem ich im Team bin?“ „Na mit mir“, erklärte die Aphroditetochter mir gegenüber. Mir wurde richtig schlecht und ich verfluchte die Götter. Wieso ausgerechnet mit Drew??? Sie zerrte mich in die Aphroditehütte uns setzte mich vor einen Schreibtisch. Drew selbst nahm gegenüber von mir Platz. „Also ich würde sagen wir schreiben eine Liste auf, gegen wen wir antreten müssen, schätzen ihre Stärke und dann entwerfen wir einen Plan, wie wir das ganze angehen werden“, sie plapperte drauf los und kramte einen Notizblock hervor. Unsere Liste zum Schluss sah ungefähr so aus:
Gruppe 4:
•     Piper + Jason (sehr stark)
•     Mitchell + Holly (mittelmäßig, Mitchell~ sehr schwach, Holly~ sehr stark)
•     Maddie + Lacy (mittelmäßig, beide nicht die Besten)
•     Jake + Silea (stark)

Unser Masterplan lautete, dass wir alle möglichen Wintersportarten ausprobieren und nebenbei das gewöhnliche Training absolvieren würden. Ich musste zugeben: Drew war gar nicht soo schlimm. Naja, zumindest bei diesem Wettbewerb, was wahrscheinlich daran lag, dass wir beide gewinnen wollten. Nach dem Entwurf unseres Planes veranstalteten wir eine Schneeballschlacht, die bis zum Abendessen andauerte. Zur Übung versteht sich. Beim Abendessen setzte ich mich neben Drew und ich hatte das Gefühl, eine ‚Freundin‘ gefunden zu haben. Am Abend sprinteten wir zuerst ein wenig und gingen dann am Strand spazieren. Auf einmal sahen wir, dass Percy seinen Stand wieder aufgebaut hatte und der See wieder zugefroren war. Drew und ich schauten uns an und beschlossen ein wenig am Eis zu trainieren. Wir drehten einige Pirouetten (was wäre, wenn Eiskunstlauf kommen würde) und liefen am Eis um die Wette. Gegen 22 Uhr lag ich im Bett und dachte an die Olympischen Schneespiele und daran, dass man sich in Menschen durchaus täuschen konnte. Obwohl ich mir bei Drew sicher war, dass sie nach dem Wettbewerb wieder sein würde wie früher.
               
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Einen wunderschönen Tag euch.
Ich weiß nicht wie es bei euch ist, aber für meine Klasse startet der Schultag mit einer Doppelstunde Zeichnen ganz gut. Danach geht er zwar eher nicht so toll weiter (in Deutsch bekommen wir zB einen Test zurück), aber auch sowas muss mal sein. In Zeichnen beginnen wir jemanden zu zeichnen, den ihr alle kennt: Medusa. Ich habe echt keine Ahnung, ob ich es schaffe...
Und jetzt geht es weiter mit: De Auflösung des Charakters. Gestern war er ziemlich schwer zu erraten, aber in den Reviews habe ich gelesen, dass die Reviewer es erraten haben. Es war natürlich niemand anderer als Chiron gewesen.
Und da ich gestern so endlos lange in der AN (hier zwar auch, aber psst) geschrieben habe will ich mich auch schon vertschüssen.
Davor aber noch zur Funfrage des Tages:
Mit wem bzw. wo werdet ihr an Heilig Abend (voraussichtlich) feiern?
Me: Mit meinen Eltern und meiner kleinen Schwester und wir werden es uns zuhause gemütlich machen.
Einen wunderschönen Dienstag noch
Eure noch etwas (müde) Teee♡
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