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Wie Sonnenblumen im Winter

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
André Matthäus Ben Decker Florian Winter Robin Sturm Stephan Sindera Tom Mayer
27.11.2019
24.05.2020
90
140.547
9
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18.05.2020 748
 
Nach Ende der Verhandlung glaubt Wiebel, eine völlig neue Mannschaft tritt aus dem Gerichtsgebäude. Auch Dennis, der in Uniform direkt vom Dienst hergefahren ist, zieht erstaunt eine Augenbraue nach oben. Wenig später liegt ein lachender Erik in seinen Armen. Etwas überrumpelt schließt Dennis seine Arme fester um den schlanken Körper.

Tom und Muri liegen sich vor der schweren Eichentür ebenfalls in den Armen. Sie verabschieden sich, denn Tom und Moritz haben die Familie schon viel zu lange warten lassen. Die beiden verlobten Beamten laufen Arm in Arm am Gebäude entlang zu Toms Auto. Dann brausen sie in die Dunkelheit davon.

Linus tritt aus einer Seitentür des Gebäudes, geht auf die Gruppe zu und legt einen Arm um seinen Mann. Der diskutiert gerade mit Muri und Ben, was das Urteil für weiterführende Folgen hat. “Wir besprechen das alles wenn wir bei uns zu Hause sind. Ich muss aus diesen Klamotten!” beschwichtigt Klaus die Gemüter und dreht sich zu Linus um. “Kommst du mit oder hast du noch was zu tun?” Der angesprochene schüttelt erleichtert den Kopf: “Nein, die ganze Nacharbeit kann ich auch zuhause machen” und zieht seinen Mann in die Richtung, in der auch Tom und Moritz verschwunden sind.
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Nach und nach trudeln alle im Wiebelschen Haushalt ein, verteilen sich auf die Sofalandschaft. Linus hat sich schnell seinen Lieblingsplatz im Sessel gesichert. Klaus verteilt Getränke und kleine Snacks. Nach der Aufregung braucht der Körper wieder Energie.

Erik sitzt auf dem Sofa, lehnt erschöpft an Dennis, der einen Arm um ihn gelegt hat. Völlig abwesend grinst er erleichtert vor sich hin. Jetzt müssen nur noch die Alpträume aufhören und er ist wieder ganz der Alte. Dennis wird gerade von Ben auf den neuesten Stand gebracht, während Ernst ein paar Fragen bezüglich der im Gericht verwendeten Fachtermini hat. Florian klärt ihn auf.

Muri sieht einfach nur erleichtert ins offenen Feuer des Kamins, streichelt gedankenverloren der Katze übers Fell, die sich schnurrend auf seinem Schoß niedergelassen hat.

Marc ist schließlich der erste, der ein Wort an die versammelte Runde richtet: “Das ist ja nochmal gut ausgegangen. Zum Glück bist du mit einem blauen Auge davon gekommen, Muri.”

Der nickt langsam. “Verdonnert zum Innendienst ist zwar scheiße, auf Deutsch gesagt, aber immer noch besser, als Disziplinarverfahren oder beurlaubt” schnauft er dann und blickt seine Kollegen reihum an. Er ist nur so lange zum Innendienst verdonnert, bis er einen ausführlichen Bericht über den Gebrauch seiner Schusswaffe abgegeben hat und das ganze vom Gericht abgesegnet ist. Erik bleibt beurlaubt, mit dem Hoffnungsschimmer, dass er, vorausgesetzt es geht ihm gut, ab nächsten Montag wieder arbeiten darf.

“Mir ist das alles egal. Und ich spreche auch im Namen von Moritz, wenn ich euch allen ein dickes Danke ausspreche. Ihr seid wirklich unsere Helden!” dringt die erschöpfte aber glückliche Stimme Eriks vom Sofa. “Ohne dich, Muri, wäre Tom schon längst unter der Last mit Moritz zusammengebrochen und ohne dich wäre Ben … nicht mehr. Und du, Ben, ohne dich hätte ich schon längst aufgegeben. Dennis, du bist und bleibst die Liebe meines Lebens, vergiss das niemals!” Langsam verebbt die Stimme des Kommissars, erschöpft wird er immer leiser, bis das letzte Wort nur noch flüsternd zu vernehmen ist. Eine Hand wandert an Dennis Brust auf die Stelle des Herzens, bleibt dort liegen. Dann ist er eingeschlafen. Erschöpft in den Armen seines Freundes, eingelullt von der Wärme des Feuers.

Alle schauen sich erstaunt an, so haben sie Erik lange nicht sprechen hören. So offen und ehrlich sagt der Mann kaum, was er wirklich denkt. Sie betrachten ihn mit einem lächeln auf dem Gesicht. “Ich liebe dich auch” flüstert Dennis, drückt einen leichten Kuss auf die Stirn seines Freundes.

Sie unterhalten sich noch leise, erzählen nochmal von dem Einsatz. Dennis erzählt was er für eine Angst um sie alle hatte. Ben gibt lachend zu, dass er fast nicht aus dem Auto gestiegen wäre. Klaus lehnt sich irgendwann glücklich und zufrieden in die Arme seines Mannes: er hat schon eine besondere Truppe abbekommen.

Irgendwann kommt das Thema auf die bevorstehende Hochzeit und was zu schenken wäre. Und wo die finanzielle Obergrenze dazu ist. Robin und Muri tauschen als Trauzeugen ihre jeweiligen Ideen aus, haben sich in eine Ecke zurück gezogen. Marc und Stephan sitzen bei ihnen, werfen mehr oder weniger hilfreiche Kommentare ein. Was sie bei ihrer Hochzeit schön fanden und was beim Jungesellenabschied auf keinen Fall fehlen darf.

Klaus schüttelt ungläubig den Kopf: Langweilig wird es mit den Jungs wirklich nie! Und Bens Umzug steht ja auch noch an...
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