Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Wie Sonnenblumen im Winter

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
André Matthäus Ben Decker Florian Winter Robin Sturm Stephan Sindera Tom Mayer
27.11.2019
24.05.2020
90
140.547
11
Alle Kapitel
93 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
23.03.2020 1.154
 
Als sie auf der Wache eintreffen, warten Christian und Hannah ungeduldig auf eine detaillierte Beschreibung der Ereignisse. Sie waren zum Dienst auf der Wache verdonnert worden, haben nur über Funk die Ereignisse mitgehört. Jetzt brennen sie darauf, alles genauestens zu erfahren.

Alle Beamten versammeln sich ohne ein Wort untereinander zu sprechen im Konferenzraum der Wache. “Das war ja mal…” fängt Paul an, unterbricht sich aber selbst. Er kann es eigentlich gar nicht in Wort fassen, was da gerade passiert ist. Wiebel beginnt, alle zu loben. Sie haben sich gut geschlagen heute, keine Alleingänge und ein super Teamsport abgeliefert. Er ist stolz, mahnt aber trotzdem alle direkt nach Hause zu gehen, das Geschehene zu verarbeiten und erst morgen die Berichte zu schreiben.

Moritz rutscht auf seinem Stuhl unruhig hin und her. Seine alte Wunde schmerzt höllisch, aber er findet keine gemütliche Art, hier auf dem Stuhl lange zu sitzen. Er möchte am liebsten Tom erzählen, wie sehr es schmerzt, aber er kann nicht. Der Dienstleiter hat die Besprechung noch nicht offiziell beendet. Da kann er nicht einfach aufstehen. Dann steht Tom mit auf und zwei Beamte können nicht einfach so mir-nichts-dir-nichts verschwinden. Außerdem wird Wiebel mir nicht gestatten, mit so einer Lappalie direkt den Dienst zu unterbrechen. Und Tom wird denken, ich sei ein Weichei.Tom schaut schaut allerdings besorgt auf seinen Partner. Versucht die Zeichen zu deuten. Hat Moritz etwa doch einen schlimmeren Schlag abbekommen? Besorgt schaut wirft er einen Blick auf seine Uhr. Noch hat die Apotheke auf, falls Moritz seine Salbe nicht dabei haben sollte.

Stephan hält derweil seinen Mann genau im Auge. Robin ist mit steinerner Miene stehen geblieben, sitzen würde seine geprellte Rippe zu sehr belasten. Wir fahren definitiv zum Arzt denkt Stephan Rob will wieder den Helden spielen, das sehe ich ihm an der Nasenspitze an. Er wird keine Versorgung wollen, geschweige denn Medikamente nehmen. Und dann liegt er wieder vor schmerzen wach und ist total motzig am nächsten morgen. Kennen wir ja schon. Etwas entnervt löst sich Stephan aus seine Gedanken. Es wird ein schweres Stück Arbeit werden, seinen Mann zum Arzt zu bekommen. Mo sieht auch nicht gut aus fällt ihm mit einem Blick auf den jungen Beamten auf. Er löst sich aus seinen Gedanken und bemüht sich, den Ausführungen seines DGL weiter zu folgen.

Ben und Erik sitzen müde, dreckig und durstig auf ihren Stühlen und starren abwesend auf die Tischplatte vor sich. Sie bekommen gar nichts von den Worten ihres Vorgesetzten mit. Erst als Florian hinter ihnen steht und jedem eine Hand auf die Schulter legt, schauen sie träge auf. “...und euch beide Helden fahre ich nach Hause. Ihr seht so scheiße aus, ihr müsst sofort ins Bett.” Die anwesenden Kollegen lachen. Erik grinst leicht, Ben kann nur dankbar nicken. Wiebel hat recht, morgen können sie viel konzentrierter an ihren Berichten schreiben. Momentan will er einfach nur ins Bett.

Zum Glück ist gerade Schichtwechsel und die ausgeschlafenen Kollegen der Frühschicht trudeln ein. Muri und Tom verabschieden sich mit einer festen Umarmung, dann greift Tom nach Moritz Hand und sie gehen den anderen Kollegen voraus in die Umkleide. Ben und Erik folgen, dann Florian, Fabian und Paul. Muri und Michael verschwinden noch schnell auf die Toilette, begeben sich dann aber auch runter in die Umkleide. Genug für heute.
Heidi setzt sich einfach mit Dienstklamotten ins Auto. Da sie ihre Ersatzuniform noch zu Hause hat, macht sie sich nicht die Mühe ihre Straßenklamotten anziehen. Die jetzige Uniform muss sowieso in die Wäsche.

Stephan wirft seinem Mann einen Blick zu, bei dem Robin übles schwant. Max war doch auch hier auf der Wache. Wo ist der geparkt worden? Ich brauche Unterstützung. Ich will nicht ins Krankenhaus suchend und leicht panisch blickt er sich nach seinem Bruder um. Hofft von diesem Hilfe gegen seinen überfürgsorglichen Mann zu erhalten. Ohne ein Wort zu verlieren, dreht er sich um und sucht die Wache nach seinem Bruder ab. Fragt bei Christian, ob er ihn gesehen hat. “Den hab ich im Sanitätsraum hingelegt. War völlig fertig der gute” gibt Christian auskunft. Robin läuft zu seinem Bruder und weckt ihn sanft auf.

Muri bespricht noch etwas mit Stephan, als dieser plötzlich hektisch den Kopf dreht. “Danke Muri, alles weitere dann morgen. Ich muss Robin zum Arzt bringen, ob er will oder nicht. Seine Rippe schmerzt wohl doch mehr, als er zugibt. Der Kerl bringt es fertig und haut einfach ab” hektisch verabschiedet er sich von Muri und den umstehenden Kollegen und zieht sich schnell um. Dann verlässt er im Trab die Wache und sieht tatsächlich seinen Mann, der schon auf dem Weg zum Auto ist.
Max trottet völlig übermüdet hinterher und beschwert sich am laufenden Band: “Warum rennen wir so? Müssen wir nicht auf Stephan warten? Hallo, Kleiner, rede mit mir. Was ist denn los? Hat Stephan dir was getan? Muss ich ihm eine reinhauen?” Verwirrt bleibt Robin stehen “Um Gottes willen, was denkst du. Stephan würde mir nie etwas tun. Ich will nur nach Hause und ins Bett” wird er leicht pampig. Er ist total müde und hat keine Lust auf lange Diskussionen.
Als er die Stimme seines Mannes hinter ihm vernimmt, zuckt er ertappt zusammen. Verdammt denkt er zu langsam.
“Robin, bleib stehen.” ruft Stephan hinter ihnen. Max dreht sich um, wartet auf den Spanier. “Was soll das denn, carino mio. Wir fahren zum Arzt, basta. Auf deine schlechte Laune morgen früh habe ich keine Lust.” Als er den gequälten Blick seines Mannes sieht, wird seine Stimme sanfter, flehender. “Bitte, nur schnell drüber gucken, dann fahren wir auch direkt nach Hause” bietet er an. Durch die ernsthafte Besorgnis in Stephans Stimmer neugierig geworden, mischt sich nun auch Max ein: “Wie, zum Arzt?” verwirrt schaut er zwischen den beiden Eheleuten hin-und her “Bist du etwa verletzt, Robin?” nun spricht auch aus ihm die Sorge um seinen Bruder. Stephans Wunde ist deutlich sichtbar, jetzt soll auch noch sein kleiner Bruder verletzt sein?
Robin stöhnt genervt auf: “Stephan übertreibt. Ist alles halb so wild. Ich schlaf mich aus, dann wird es schon” verteidigt er sich. Er verdreht die Augen, als er sieht wie Stephans Gesichtsausdruck immer böser wird.
Auch Max richtet sich zu voller Autorität auf und schaut Robin ernst an. “Du und Arzt war schon immer ein schwieriges Thema. Entweder gehst du freiwillig oder ich hau dir eine rein. Dann musst du sowieso hin” droht Max. Stephan schaut ihn entsetzt an, merkt aber, dass es eine nicht ganz ernst gemeinte Drohung ist. Max würde doch seinen eigenen Bruder nicht windelweich prügeln. Oder?
Erstaunlicherweise zeigt diese sorgenvolle Drohung bei Robin die erhoffte Reaktion. Er lässt ergeben den Kopf sinken, nickt und schleicht wie ein geprügelter Hund zum Beifahrersitz. Ob er aus Müdigkeit oder Schmerz nachgibt, kann er selbst im Nachhinein nicht sagen. Aber es schmerzt schon ganz schön.
Stephan sieht Max erstaunt an: “Den Trick muss ich mir merken!”

Im Hause Breuer-Mayer sieht die Situation allerdings ganz anders aus...
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast