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Wie Sonnenblumen im Winter

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
André Matthäus Ben Decker Florian Winter Robin Sturm Stephan Sindera Tom Mayer
27.11.2019
24.05.2020
90
140.547
11
Alle Kapitel
94 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
12.03.2020 1.165
 
Als sie im Streifenwagen sitzen, bekommt Moritz einfach nicht sein Grinsen aus dem Gesicht. Das fällt auch Robin auf und neugierig fragt er nach, was denn los sei. Moritz grinsen geht nun fast von Backe zu Backe und stolz erzählt er, dass er es geschafft hat Wiebel zwei Wochen Urlaub am Stück abzuquatschen. "Tom und ich wollen dann nach Tschechien zu seiner Familie fahren. Es soll endlich alles bezüglich seines Erbes geklärt werden. Über Briefe und Telefonate bekommt man ja nur Missverständnisse und falsch verstandene Absprachen. Außerdem sehe ich es als ersten gemeinsamen Urlaub von uns" voller neugewonnener Energie möchte der junge Polizeibeamte am liebsten direkt losfahren. Robin freut sich wirklich für die Zwei. Seit gut zwei Jahren zusammen, aber noch immer keinen gemeinsamen Urlaub gemacht. "Wie hast du denn Wiebel dazu bekommen, dass ihr beide gleichzeitig zwei ganze Wochen frei bekommt?" fragt er neugierig nach. "Den Trick muss ich mir fürs nächste Mal bei uns definitiv merken." Moritz antwortet nicht, denn sie werden von Arnold angefunkt und zu einem Einsatz geschickt. Eine Tankstelle wurde überfallen, sie sollen eine Fußstreife vor Ort unterstützen.

Tom und Muri laufen ihre bekannte Strecke ab und unterhalten sich über dies und das. "Hör auf, mich so besorgt anzuschauen, Tom. Mir geht es gut. Ich hätte schon gesagt, wenn Erik lieber übernehmen soll." beschwert Muri sich gerade, als sie plötzlich Lärm von einer Tankstelle vernehmen.

Klirrendes Glas, schreiende Männer, quitschende Autoreifen und es fällt tatsächlich ein Schuss. Sofort sind die Hände der Beamten an ihrer Dienstwaffe. Tom funkt Arnold an und verlangt sofortige Unterstützung. Muri macht sich hinter einer Tanksäule so klein wie möglich und versucht die Lage auszuspähen. Per Handzeichen signalisiert er Tom, ebenfalls hinter einer Säule, seine Erkenntnisse. Der gibt es direkt an Arnold durch. Plötzlich kommt Bewegung in die zwei maskierten Männer. Anscheinend hat der Kassierer genug Geld rausgegeben, die beiden schwarz angezogenen und mit einem Cowboy-Hut bekleideten Männer  kommen mit prall gefüllten Säcken aus dem Laden. Laufen in Richtung ihres Fluchtautos. Der kleinere Räuber erkennt Muri hinter der Tanksäule und richtet direkt die Waffe auf ihn. Versucht seinen Kumpel durch lautes Rügen auf die Beamten aufmerksam zu machen.

Tom reagiert blitzschnell, zielt mit der Waffe und spricht den Mann runter. Warnt ihn von der Schusswaffe Gebrauch zu machen.

Muri, inzwischen auf die Gefahr aufmerksam geworden, nutzt das Ablenkungsmoment den sein Kollege geschaffen hat und rennt auf den zweiten, verwirrt stehengeblieben Täter zu. Der ist aber schlauer als sein Kumpane und versucht nachdem er die Schockstarre abgeschüttelt hat, die Flatter zu machen. Muri sieht zu, dass er hinterherkommt. Die Waffe noch in der linken Hand, rennt er hinter ihm her.
Als sie in die angrenzende Seitenstraße einbiegen bemerkt er, dass ein Wagen der Polizei ihnen direkt entgegenkommt. Er sieht, wie eine Vollbremsung der feinsten Art hingelegt wird und Moritz rausspringt. Dieser rennt direkt mit Vollspeed und Waffe in der herabhängenden Hand los, hält genau auf den Räuber zu. Der, in voller Panik, lässt alles fallen und nimmt reißaus. Zum Glück ist Moritz trainierter und kann ihn zwei Straßenecken weiter schließlich dingfest machen.

Muri ist inzwischen zur Tankstelle zurückgekehrt. Er hat sich die Taschen geschnappt und ist im leichten Galopp zurück gejoggt. Er hofft, dass mit seinem besten Kumpel in der Zwischenzeit nichts passiert ist. Von weitem sieht er schon, wie Robin mit ordentlich Tempo auf die Tankstelle fährt und nur kurz vor dem Täter mit quitschenden Reifen zum stehen kommt.

Anerkennend nickt Muri. Sehr gut, genauso wird es ihnen im Training beigebracht: Opfer einschüchtern, Kollegen schützen. Denn Robin hat seinen Wagen zielgenau zwischen Tom und der Waffe des Täters platziert. Tom steht auf, läuft hinter die geöffnete Fahrertür zu Robin und spricht den Mann mit gezogener Waffe runter. Muri entdeckt einen rechts und links grün bepflanzten Pfad, der ihn auf die Rückseite der Tankstelle bringt und schleicht dort geduckt entlang. Auch er hat seine Waffe noch in der Hand, ist jederzeit bereit seine Kollegen, Passanten und andere Menschen zu schützen sollte es hier und heute zum äußersten kommen. Robin entdeckt Muri als erster hinter dem Täter und macht Tom mit Augenzeichen darauf aufmerksam. Zu dritt, von hinten und vorne, schaffen sie es schließlich, den Mann zu überwältigen und sicher im Streifenwagen zu verstauen.

Moritz erreicht mit dem zweiten Täter den Ort des Geschehens. Die Hände auf dessen Rücken gefesselt, trottet er mit dem Täter direkt auf das Auto zu. Setzt ihn rein. Auf dem Weg hat er schon mit der Belehrung angefangen. Der Täter will nichts ohne seinen Anwalt sagen. Dies teilt Moritz auch so seinen Kollegen mit und funkt die aktuelle Lage an Arnold.

"Auch mal hier" wird er von Muri in Empfang genommen "Danke, dass du gelaufen bist."

"Einer muss ja" zieht Moritz seinen deutlich älteren Kollegen auf "aber du hast dein Fett heute schon weg. Du bist raus". Robin fordert über Funk einen zweiten Wagen und Tom sammelt alle Beweismittel und Waffen ein. Moritz stellt das Fluchtauto sicher. Nach Rücksprache mit Arnold bestätigt sich sein Verdacht, dass es gestohlen gemeldet ist. Die Besitzerin wird angerufen und erscheint wenig später am Tatort. Sie kann das Auto erstmal mitnehmen, denn sie hat angemeldet, dass sie täglich darauf angewiesen ist. Sie verspricht aber, für alle weiteren Fragen ansprechbar zu bleiben.

Robin und Moritz fahren mit dem "Läufer" zur Wache, Tom fährt mit dem zweiten Täter und dem hinzugekommenen Kollegen zur Wache. Muri erklärt sich bereit, das kurze Stück zu laufen. Er macht noch die Tatortfotos, erklärt dem zitternden Kassierer wie es weitergeht und macht sich dann auf den kurzen Weg zur Wache. Die Überwachungsvideos will der Kassierer ihnen per Email zur Verfügung stellen.

Stephan schaut besorgt auf, als seine Kollegen mit den zwei Tätern auf die Wache kommen. Er staunt nicht schlecht, als Robin ihm insgesamt fünf Schusswaffen auf den Tresen legt. Zwei hatten die Täter in der Hand, der Rest war in den Taschen verstaut. Robin erläutert den Sachverhalt, gibt alle Beute zur Asservation ab und begibt sich anschließend in die Vernehmung zu Moritz.

Tom und Muri belehren und verhören den zweiten Täter, dann geht es für beide zur ED-Behandlung. Warum sie Cowboy-Hüte tragen und zu tagheller Zeit eingebrochen sind, weiß nach der Vernehmung immer noch niemand. Die beiden Täter schweigen und werden nur in Anwesenheit ihres Anwaltes reden. Die Akte wird geschlossen, die Täter in Untersuchungshaft genommen. Jetzt sind sie Sache der Staatsanwaltschaft.

Nachdem sich die Aufregung auf der Wache gelegt hat und alle brav an ihren Einsatzberichten tippen, verteilt Stephan Kaffee an alle. Er wird mit Freuden empfangen, nur Florian ist immer noch beleidigt und schmollt am Funk. Er ist für niemandem zu sprechen, es sei denn es ist beruflich. Die "Chili-Attacke" wird ihnen wohl noch länger erhalten bleiben.

Als die Nachtschicht in Form von Nico, Hannah, Paul und Martin eintrifft, fahren die vier Beamten schweigend nach Hause. Der große Einsatz hat sie alle geschlaucht und nachdenklich gestimmt.
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