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Wie Sonnenblumen im Winter

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
André Matthäus Ben Decker Florian Winter Robin Sturm Stephan Sindera Tom Mayer
27.11.2019
24.05.2020
90
140.547
11
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01.12.2019 490
 
Währenddessen wird Robin auf der Wache von einem neugierigen Kollegen ausgefragt. André's Spürsinn als Polizist hat ihn noch nie im Stich gelassen. Irgendetwas ist hier im Busch. Ich will nicht André heißen, wenn ich es nicht heraus bekomme. Schmunzelt er vor sich hin. Leider wird er sein Vorhaben noch verschieben müssen, denn vorne am Tresen der Wache entsteht ein Tumult.

Sofort stürzt er mit Robin hinter sich auf den Flur. Moritz Breuer rangelt dort mit einem Mann. Etwa einen Kopf kleiner, aber dem großgewachsenen Blonden einiges an Muskelmasse voraus.

"Ich lass mir doch von einem wie dir nicht sagen was ich zu tun und was ich zu lassen habe. Geh in deine Schminkecke und lass echte Männer die Arbeit hier vernünftig machen" echauffiert sich der Mann gerade in Lautstärke 100.

André grinst und auch Robin kann sich ein leises auflachen nicht verkneifen. So darf man Moritz gar nicht kommen. Das kann er nicht verknusen.

Mit einem gezielten Handgriff und einer geschickten Drehung seines schlanken Körpers kann Moritz den Mann tatsächlich zu Fall bringen. Routiniert legt er ihm Handfesseln an und führt ihn in das Büro von André und Robin. "Euer Gast" sagt er "viel Vergnügen. Kam hier auf die Wache um einen Diebstahl anzuzeigen. Personalien hab ich noch nicht. Ich bin dann wieder draußen am Tresen." professionell wie immer lässt sich Moritz nichts anmerken. Aber Robin merkt, dass es ihm nicht gut geht. Nicht nach dem, was Moritz alles erleben musste.

Nach einem Blickaustausch mit André geht Robin Moritz hinterher in den Raum für Wachhabende. Letzterer sitzt auf dem Bürostuhl, die Ellbogen auf dem Tisch abgestürzt. Das Gesicht in den Händen vergraben, versucht Moritz sich schnellstmöglich zu sammeln. Als Robin seine Hand vorsichtig auf seine Schulter legt, dreht er sich um und schaut ihm direkt ins Gesicht. Solch eine Mischung aus Schmerz und unterdrückter Wut hat Robin noch nie in Moritz's Gesicht gesehen. "Es ist nicht er. Beruhige dich. Er ist nicht hier und wird auch nicht kommen. Beruhige dich." Robin redet behutsam auf Moritz ein, versucht ihn zu beruhigen. "Alles in Ordnung. Ich habe es einfach nicht erwartet, dass die Erinnerungen so lange und heftig immer wieder hochkommen. Ich weiß er ist nicht hier und weit weg. Aber das Gefühl werd ich wohl so schnell nicht los. Danke, dass du extra gekommen bist. Aber mir geht es gut. War wohl wirklich nur die rabiate Art des Mannes" Moritz klingt gefasst und ruhig. Mit einem prüfenden Blick und einem "Sicher?" hackt Robin trotzdem nochmal. Moritz nickt, atmet tief durch und dreht sich mitsamt des Stuhles wieder zurück, in die richtige Position zum Bildschirm. Robin drückt nochmal seine Schulter, geht aus der Tür. Ein leises, aber gefühlgeladenes "Danke" von Moritz lässt ihn in der Tür anhalten. "würdest du für mich auch machen. Kein Thema." Damit geht er rüber ins Büro.
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