Accidents happen

von Cery
GeschichteDrama, Romanze / P16
Fred & George Weasley Hermine Granger
26.11.2019
03.12.2019
2
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Dieses Kapitel
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Guten Morgen ihr Lieben!
Ein großes Dankeschön an Lunasolis für das erste und einzige Review zum ersten Kapitel!
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Im zweiten Stock des großen Hauses, in einem großen Schlafzimmer an dem noch ein Badzimmer hing, weinte ein junges Mädchen sich die Seele aus dem Leib. Alles war vorbei. Fred und George würde sie nicht mehr haben wollen, sie würde dieses Baby alleine großziehen. Schluchzer durchzuckten ihren Körper und sie konnte nicht mehr Atmen. Hermine vermisste ihre Männer. Würde sie sie nach all dem hier noch einmal sehen? Sie war nicht mal sicher ob sie das wollte, aber sie wusste das sie Mrs. Weasley nie von dem Kind fernhalten würde- aber Mrs. Weasley wusste noch nicht mal von ihrer Beziehung zu ihren beiden Söhnen. Die Zwillinge wollten nicht das sie es schon erfuhr, sie hatten gemeint das sie das irgendwann mal machen würden.

Hermine könnte gehen. Niemand würde je erfahren das sie schwanger war. Sie könnte jetzt packen, gehen nachdem Ginny ins Bett gegangen war und nach Muggel London flohen. Niemand würde sie dort finden. Ihre Eltern hatten dort immer noch ein Haus- aber Harry wusste wo es war, also fiel das weg. Vielleicht konnte sie es schaffen nach Amerika reisen, sie hatte dort auch entfernte Familienzweige. Würden sie ihr helfen würden? Wahrscheinlich nicht.

Was wenn sie das Baby loswurde? Niemand musste es wissen. Sie könnte einen diskreten Muggeldoktor aufsuchen und das Baby abtreiben. Würde sie das übers Herz bringen? Konnte sie einen Teil ihrer Jungs in sich töten- egal wie klein oder nicht existent es ist? Was ist mit ihr? Dieses Baby war auch ein Teil von ihr selbst. Konnte sie es wirklich töten? Nein. Mord ist Mord egal unter welchen Umständen- das ist der Grund warum ihr der Krieg so zu wider war.

Dann gab es da noch die Frage zu klären, von wem das Baby ist. Sie hatten immer verhütet- ab und zu durch Sprüche, ab und zu durch Amulette, aber sie hatten es nie ausgelassen. Sie begann wieder zu hyperventilieren, Hermine wusste nicht was sie tun, denken sollte. Würde George wütend sein wenn es Freds Baby war? Würde Fred wütend sein wenn es Georges Baby war? Würden sie weggehen ohne es wissen zu wollen? Würden sie versuchen das Baby großzuziehen? Würden die beiden ihnen die Schuld geben? War es ihre Schuld? Die Tränen wollten einfach nicht aufhören. Sie musste darüber nachdenken. Sie musste weg.

Sie konnte es nicht schaffen. Sie konnte nicht einfach wegrennen. Immerhin liebte sie die beiden Scherzbolde. Und Hermine wusste dass sie sie auch liebten. Vielleicht wären sie damit einverstanden. Sie musste es ihnen sagen. Brauchte aber mehr Zeit um mit sich ins Reine zu kommen. Sie würde die Neuigkeit noch ein paar Tage für sich behalten und dann wäre sie vielleicht bereit mit ihnen zu redden. Ja, so würde sie es machen.

Das erste als Erstes- seit ihr klar war, dass sie das Baby behalten wollte, musste Hermine aufhören es ´es´ zu nennen. Sie musste es ´Baby´ nennen, bis sie herausfand welches Geschlecht es hatte.

Sie atmete etwas schneller nachdem sie ihre Pläne durchgegangen war. Hermine liebte Pläne nun mal. Sie kam noch nicht mit dem Gedanken klar dass sie bald Mutter wäre. Sie atmete tief ein- sie würde kein weiteres Mal zusammenbrechen, immerhin könnte das dem Baby schaden. Mit diesem Gedanken kuschelte Hermine sich in ihr Bett und schlief ein.

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Nach einer Stunde die sie an dem Küchentisch saßen und versucht hatten einen Plan zusammenzustellen, stolperte ein weiterer Rotschopf durch den Kamin. Sie drehten sich alle um und erblickten Ron im Türrahmen.

„Was gibt’s?“ er lehnte sich gegen den Tresen, da alle Stühle besetzt waren. Sie hatten alle akzeptiert das keiner außer den Vieren etwas von Hermines Zusammenbruch wusste, bis sie herausgefunden hatten was der Grund dafür war.

„Nichts Ron. Willst du etwas Lunch zu dir nehmen?“ Ginny stand auf und begann in der Küche herumzukramen. Sie holte die Zutaten für Sandwiches und Salat aus dem Kühlschrank und aus diversen Laden heraus, fragte die anderen nicht ob sie auch etwas haben wollten.

„Warum seid ihr beiden hier? Müsstet ihr denn nicht arbeiten?“ Ron sah extrem verwirrt aus, wurde aber von Harry mit einem Krug Butterbier abgelenkt. Ginny hatte derweil den Lunch fertig und levitierte die Teller auf den Tisch.

„Ihr wascht ab,“ meinte Ginny und schenkte allen Butterbier nach, während Harry und die Zwillinge die Küche putzten. Ron wurde ungeduldig und ging ins Gästebadezimmer. Er war nicht mal dreißig Sekunden drinnen als man einen lauten Schrei hörte.

„Harry Potter! Ich werde dich töten!” jeder sah zu Harry, während Ron mit erhobenem Zauberstab wieder in der Küche auftauchte. Er schaffte es Harry an die Wand zu drängen und ihm den Zauberstab an die Kehle zu halten. Die anderen sahen einander ratlos an, waren nicht sicher was passieren würde wenn sie Ron von Harry wegzogen.

„Beruhig dich Ronniekins,“ meinte Fred vorsichtig.

„Es gibt keinen Grund so aufgebracht zu sein,“ versuchte George seinen Bruder zu beruhigen und ihn dazu zu bringen den Zauberstab zu senken.

„Lass den Zauberstab fallen,“ fuhr Fred fort.

„Wir wollen ja nicht das sich irgendwer verletzt,“ sagte George.

„Was habe ich getan, Ron?“ Harry sah nervös und verwirrt aus. Er wollte wirklich nicht verflucht werden und mit Rons Zauberstab, da wo er nun mal war, war er nicht sicher ob er unverletzt fliehen könnte, aber er hatte auch keine Ahnung warum Rony so wütend war.

„Ginny ist schwanger!“ bei diesen Worten drehten sich Harry, Fred und George gleichzeitig zu Ginny. Sie sah genauso geschockt aus wie der Rest der Anwesenden, aber ihr Wut nahm Überhand.

„Wovon redest du Ron?“ sie hoffte wirklich dass er sie nicht als fett bezeichnete, sie war bereits sehr sensibel was das anging, aber sie hatte nun einmal ein paar Pfunde zugenommen seit sie im Ministerium arbeitete. Die anderen drei verstanden sehr schnell das Ginny extrem wütend auf Ron war, und wichen unbewusst ein paar Schritte zurück.

„Tja, Ginny, wenn du nicht gewollt hast das es jeder weiß, hättest du den Test nicht auf der Ablage liegen lassen!“ Ginny erblasste bei diesen Worten und brachte ihre ohnehin schon offensichtlichen Sommersprossen zum Glühen. Sie bemerkte das Harry sie erwartungsvoll ansah und vielleicht auch etwas aufgeregt, Fred und George funkelten Harry wütend an, fragten sich wie er ihre Schwester nur so ausnutzen konnte und Ron hatte immer noch seinen Zauberstab an Harrys Kehle. Er wartete anscheinend auf eine Art Erklärung oder Entschuldigung, sie war sich nicht ganz sicher. Ginny wagte es nicht irgendjemanden direkt anzusehen als sie auf die Füße sprang und aus der Küche zu Hermines Zimmer lief.  Sie klopfte an der Tür, wusste aber dass dies durch die Zauber auf dem Zimmer nicht hörbar war. Sie versuchte schnell die Zauber auszuschalten, aber sie war nicht schnell genug, denn die vier Jungs hatten sie schon eingeholt.

„Was geht hier vor Ginny?“ Harry versuchte ihr die Wahrheit zu entlocken und zu verstehen warum seine Freundin hier kurzzeitig den Verstand verlor. Sie murmelte etwas, versuchte aber trotzdem noch die Zauber zu lösen.

„Wie war das?“ Fred sah seine Schwester ernst an. Sie seufzte genervt und wandte sich zu ihre beiden Zwillingsbrüder.

„Es. Ist. Nicht. Mein. Test,” wiederholte sie und sprach jedes Wort deutlicher aus als zuvor. Drei Köpfe bewegten sich ruckartig und sahen sofort zur geschlossenen Tür und einer starrte weiterhin Harry an. Fred und George schafften es gemeinsam die Zauber von dem Raum zu lösen, doch auch sie brauchten etwas mehr als zehn Minuten. Dann bat Harry Ron zu gehen und versprach ihm am nächsten Morgen alles zu berichten. Er verschloss den Flohzugang hinter Ron und Ginny stand weiterhin im Gang des zweiten Stockes.

Als alle Zauber weg waren, öffneten Fred und George die Tür, bereit ihr Mädchen zu trösten, doch dann stellten sie fest dass sie in einer unbequem aussehenden Position eingeschlafen war. man sah noch Spuren von getrockneten Tränen auf ihren Wangen. Sie brauchten einander nicht einmal ansehen bevor sie ihre Schuhe abstreiften und zum Bett gingen. George hob Hermine hoch und Fred zog die Decke hoch, damit sie sich zu dritt darunter kuscheln konnten- Hermine in der Mitte. Sie hatte nicht einmal gezuckt als sie sie bewegt hatten.

Ginny beobachtete dies mit Tränen in den Augen. Ihre beste Freundin war schwanger. Einer ihrer Brüder würde der Vater sein. Sie würde Tante werden. Wenn sie das Baby behielten… Sie war immer noch wie in Trance als Harry hochkam, die Tür schloss und sie hinunterbegleitete.

„Sie ist schwanger Harry.“ Ginny starrte irgendwohin in die Ferne, nicht fähig ihren Freund anzusehen.

„Ich weiß, Ginny,“ Harry zog sie in seine Arme und hielt sie fest.

„Was werden sie tun?“ Ginny hatte noch nie so desolat geklungen und Harry spürte wie sein Shirt nass wurde weil sie weinte und ihr Gesicht an seine Brust gepresst hielt. Er konnte sich nicht noch mehr um sie sorgen, sie nicht noch näher bei sich halten.

„Ich weiß es nicht, aber alles wird gut, du wirst schon sehen.“ Harry hoffte das seine Worte stimmten und das Alles nicht in einem Desaster endete.
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