Accidents happen

von Cery
GeschichteDrama, Romanze / P16
Fred Weasley George Weasley Hermine Granger
26.11.2019
03.03.2020
13
23.982
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Dieses Kapitel
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03.03.2020 6.171
 
Ein letztes Halli Hallo, liebe Leser!

Es kommt ein sehr langes Kapitel zum Abschied und ich hoffe es gefällt euch.
Dankeschön, dass ihr bis hierher drangeblieben seid!
Und vor allem auch ein großes Extra-Danke an die Review-Schreiber und die Empfehlungen!!!

Das letzte Kapitel wird noch mehr Zucker versprühen, denn es bildet einen runden Abschluss. ^.^
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Zwei Wochen später.

„Gib sie her!“ Ginny griff nach Anna, als sie gerade mal aus dem Kamin der Wohnung getreten war, wo Hermine auf sie wartete. Dean war nur Sekunden hinter ihr, aber sie hatte das Baby schon an ihre Brust gedrückt. Er lächelte Hermine entgegen, bevor er die Stufen hinunter in den Shop verschwand.

„Wie läuft es zwischen Dean und dir?“ Hermine setzte sich auf die Couch und Ginny setzte sich in den Sessel daneben. Die Rothaarige lächelte die ältere Hexe an und wirkte wirklich glücklich.

„Es läuft toll! Wir waren noch nie so glücklich! Selbst als ich mit Harry zusammen gewesen bin, hab ich nie diese Leichtigkeit gefühlt!“ Ginny wirkte verträumt, als würde sie sich in Gedanken verlieren. Sie wurde aber wieder in die Realität geholt, als Anna sich wand und rieb mit einem Finger an der Wange des Babys um sie zu beruhigen. Hermine lächelte bei der heiteren, ruhigen Szene vor sich. Seit sie Anna bekommen hatte, hatte sie niemanden außer ihr kleines Wunder und ihre Eltern gesehen, also war sie wirklich glücklich ihre beste Freundin wiederzusehen.

„Ich habe dich vermisst.“ Ginny grinste die ältere Hexe an.

„Ich hab dich auch vermisst, Mine.“ Die beiden lächelten sich an, als Anna in Ginnys Armen gurgelte. „Hast du in letzter Zeit etwas von Harry gehört?“

„Nicht seit dem Vorfall im Krankenhaus.“ Sie wirkte, als würde sie sich wirklich unwohl damit fühlen.

„Oh.“ Ginny war eine Weile still und wirkte unsicher. „Vielleicht ist es Zeit zurück in den Fuchsbau zu gehen.“ Der Vorschlag wurde von Stille begleitet. Ginny sah dann doch hoch, um die Reaktion der Brünetten abzuschätzen. Hermine hatte die Augen aufgerissen und sah nicht begeistert aus, schien aber auch andere Überlegungen abzuwägen.

„Ich weiß es nicht, Gin.“ Hermine sah wirklich unsicher aus.

„Komm schon, Mine. Du weißt, dass Mum nicht gemeint hat, was sie gesagt hat.“ Ginny war es leid zuzuhören wie sie über ihre Mutter herzog, weil sie so viel an Annas Entwicklung verpasst hatte. In Wahrheit war Anna nur zwei Wochen alt. Wie viel konnte Molly schon verpasst haben?

„Es ist nur-“ es dauerte ein paar Augenblicke bis sie sich beruhigt und ihre Gedanken gesammelt hatte, erst dann fuhr sie fort: „Es war so schmerzhaft, als sie Anna so beleidigt hatte. Es hat mir physisch weh getan, als sie so herzog weil ich ein Baby mit Fred und George bekommen habe.“

„Was ist los, Liebling?“ George kam von unten durch die Türe zu ihnen.

„Ich hab meinen Namen gehört!“ Fred folgte ihm auf den Schritt. Hermine strahlte sofort, als sie ihre Männer erblickte. Sie beide kamen zu ihr und küssten sie auf die Stirn, gefolgt von Küssen an die kleine Anna. Ihr Herz schmolz jedes Mal, wann immer sie die beiden mit dem Baby beobachten durfte. Sie hatten alle Nächte wo sie so gut wie keinen Schlaf bekamen, aber die Zwillinge waren immer so stark gewesen- es half ihr wirklich durch den Tag zu kommen.

„Wir haben nicht über euch geredet, ihr Deppen! Wir haben über Mum geredet,“ wollte Ginny gleich klarstellen. Das Gesicht der Zwillinge wurde düsterer.

„Kein Grund zur Sorge, Mine,“ begann George.

„Wir werden sie nicht an Anna ranlassen,“  sagte Fred mit düsterer Stimme als sein Zwilling. Hermine musste bei dem Gedanken an ihre Männer, die sie beschützten, lächeln.

„Ginny hat recht, Jungs. Ich muss mich ihr früher oder später entgegenstellen. Vielleicht rufen wir alle am Sonntag zu einem Dinner zusammen?“ Hermine biss sich nervös auf die Lippen. Sie wollte Molly Weasley nicht sehen, aber sie wusste, dass es nichts bringen würde sich vor ihr zu verstecken. Früher oder später würde die Frau sicher an der Türe klopfen.

„Bist du sicher, Schatz?“ George sah überrascht aus.

„Ja. Wir sollten es hinter uns bringen.“ Hermine sah immer noch unsicher aus, aber Fred versuchte es ihr zu versichern.

„Wie wenn man ein Pflaster abreißt!“ sagte er einfach. Ginny sah erfreut aus, dass sie die Sturheit ihrer besten Freundin erst Mal gebrochen hatte.

„Tja, ich denke wir sehen uns dann in ein paar Tagen!“ Ginny stand auf und übergab Anna Fred. Sie umarmte Hermine kurz und ging dann zum Kamin. „Komm schon, Dean!“ Der Befehl war etwas unnütz, weil Dean bereits das Glas mit Flohpulver in der Hand hielt und ihr eine handvoll gab. Ginny hatte den Anstand rot zu werden als sie das sah, aber sie verschwand schnell in einem grünen Wirbel aus Flammen.

Hermine verließ den Raum mit Anna weil der Ruß nicht gut für sie war, daher verpasste sie wie Dean verschwand. Sie hatte drei Tage um sich mental darauf vorzubereiten Molly entgegenzutreten. Das würde hart werden.

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Drei Tage später

Hermine, Fred und George standen am Ende des Wegs der zum Fuchsbau führte. George hielt Anna und Fred beruhigte Hermines flatternde Nerven.

„Wir müssen das nicht tun, Liebling.“ Fred rieb sanft Hermines Rücken und sie sah aus als ob sie krank wäre. Sie schaffte es ihren Kopf zu schütteln bei dem Vorschlag.

„Nein. Ich mache das.“ Die Aussage war wirklich überzeugender als sie sich fühlte- Fred und George wussten das, aber sie entschieden das zu ignorieren. George gurrte Anna entgegen, da das Baby aufgewacht war. Hermine wusste, dass sie das Baby bald füttern würde, also ging sie mit einem schweren Seufzen in Richtung des verwirrenden Hauses am Ende der längsten Auffahrt, die sie je gesehen hatte. Sie wusste sie war eine starke Person und Hermine würde alles ertragen was Molly ihr entgegen warf.

Es war ein kürzerer Gang als es sein sollte. Fünf Minuten später fanden sie sich vor der Türe des Fuchsbaus wieder und warteten bis sie jemand einließ. Es dauerte fast noch eine Minute bis Ginny zur Türe kam. Das Grinsen auf dem Gesicht der rothaarigen Frau half die Angst zu zähmen die sich in Hermines Bauch wie ein Vulkan ausgebreitet hatte.

„Mine!“ Ginny umarmte die ältere Hexe und hielt sie ein wenig länger als sie es normalerweise machen würde um ihr zuzuflüstern: „Bleib stark. Es tut ihr wirklich leid.“ Dann ließ sie ihre beste Freundin los und griff nach Anna, die schon ein wenig Lärm machte.

„Warte, Gin. Sie muss gefüttert werden.“ Hermine nahm das Baby, anstatt zuzulassen, dass George sie seiner Schwester gab. Ginny zuckte bloß mit den Schultern und drehte sich um, um in die Küche zu gehen, wo Mrs. Weasley sicher sein würde. Hermine zwang sich zu folgen und ließ sich von Fred und George´s Präsenz beruhigen.

Als sie in die Küche kam, eilte Molly hin und her wie immer schon. Sie nickte höflich, als sie ihre Gäste bemerkte und entschied den faux-pas nicht zu erwähnen, der ein paar Wochen her war. Hermine sagte ebenfalls nichts, sondern ging hoch in das alte Zimmer der Zwillinge, damit sie Anna die Brust geben konnte. Es nervte sie, dass Mrs. Weasley sich nicht entschuldigte, weil sie so beleidigend gewesen war. Sie versuchte sich das nicht zu nahe zu gehen, aber das war eben nicht möglich. Mit einem Seufzen zog sie sich an, als Anna fertig war und trug das schlafende Baby die Stufen hinunter.

Als sie unten angekommen war merkte sie, dass die einzige Person in der Küche Ginny war. Um ehrlich zu sein, war sie doch sehr erleichtert deswegen. Sie lächelte und setzte sich ihrer besten Freundin gegenüber an den Tisch.

„Du wirst ein interessantes Thema heute haben, Mine.“ Ginny zwinkerte ihr zu, bevor sie aufstand und zur Hintertüre hinausging. Hermine war etwas verwirrt, doch dann wurde ihr klar, dass wohl alle draußen warten würden, also ging sie auch in den Garten.

Im Garten standen lange Picknick-Tische und Bänke waren mit Tischtüchern bedeckt. Sie quetschte sich zwischen Fred und George und hielt im Arm weiterhin ihre Anna. Die Kleine war wirklich gut darin einfach alles zu verschlafen. Das musste sie auch, bei den Zwillingen als Väter, denn die waren so oft laut und sprachen auch ab und zu sehr laut. Das Essen wurde rumgereicht, doch weder Hermine, noch ihre Männer nahmen sich viel. Man sah, dass die beiden ihrer Mutter noch nicht vergeben hatten, denn normalerweise aßen sie viel mehr.

Sie blieben eine Weile still. Erst als ein Räuspern vom anderen Ende des Tisches erklang, sahen sie überhaupt von ihren Tellern auf. Ginny war aufgestanden und hatte alle erwartungsvoll angeblickt, anscheinend wartete sie auf die ungeteilte Aufmerksamkeit der Anwesenden. Es dauerte noch ein paar Minuten bis der ganze Clan leise geworden war. Als sie im Zentrum der Aufmerksamkeit stand, begann sie zu sprechen.

„Ich habe Neuigkeiten für euch. Ich weiß, dass Hermine, Fred und George nicht wissen wollten wer Anna´s Vater ist, aber ich war neugierig und dachte, dass ihr mir auf lange Zeit danken werdet.“ Mittlerweile war Hermine geschockt. Sie war den Tränen nahe. Wie konnte Ginny so etwas tun? Hermine hatte gedacht sie wären Freunde. Beste Freunde. Und dann tat sie das? Sie konnte es nicht ertragen Ginnys Entdeckung zu hören, konnte sich aber nicht bewegen.

Sie hielt Anna fester, hatte gar nicht gemerkt, dass Fred und George ebenfalls erstarrt waren. Es war das Eine wenn man es nicht wusste, aber es war etwas vollkommen anderes, wenn einem bewusst wurde, dass sein eigener Zwillingsbruder die Frau die du liebst geschwängert hatte. Alle drei warteten mit angehaltenem Atem und ängstlich. Sie wollten gehen, aber sie alle konnten es nicht. Ein Teil von ihnen wollte es trotzdem wissen. Ein tiefer, dunkler, unbekannter Fleck in ihnen wollte die Wahrheit wissen. Es wäre hart zu ertragen, aber beinahe lebensnotwendig.

Während all das durch ihre Köpfe ging, warteten die anderen Anwesenden was die ehemals jüngste Weasley zu sagen hatte und wer der Zwillinge der Vater war. Molly strahlte, so sehr wollte sie wissen wer die junge Hexe wohl heiraten würde. Es hatte sie immer schon gestört, dass die Zwillinge einverstanden waren nicht zu erfahren wessen Kind Anna war. Natürlich war das wichtig! Selbst wenn sie entschieden hatten eine Dreier-Verbindung einzugehen, war es wichtig.

Arthur, der am Kopf des Tisches saß, mit Mrs. Weasely zu seiner rechten, beobachtete seine Frau eher als seine Tochter. Er sah zu wie Molly so aufgeregt wurde, sah wie ihre Rädchen sich im Kopf drehten. Es war nie gut, wenn sie über etwas so aufgeregt war. Zu Arthur´s Linken saß Dean. Er schien die Antwort schon zu kennen, oder es war ihm irgendwie egal. Neben Molly saß Charlie. Er hatte immer einen Platz in seinem Herzen für den Bücherwurm gehabt, aber Arthur war sicher, dass er der Einzige war, der das bemerkt hatte. Sein zweitältester beobachtete Ginny, war anscheinend soweit ihr zu sagen die Frage endlich zu beantworten, die sie alle zu plagen schien.

Neben Bill saß Charlie und ihm gegenüber Ron. Ron sah aus als wolle er es wissen, aber auch als wäre es ihm wichtiger sich den Bauch vollzustopfen. Sein Blick wanderte über den Tisch, so sehr wollte er endlich reinhauen. Vor allem weil die Schüssel Erbsen in Reichweite stand, aber auch das Kartoffelpüree vor Ginny schien es ihm angetan zu haben. Zu Rons Linken saß Harry, der auch zur Familien-Zusammenkunft gekommen war. Es war das erste Mal, seit Ginny und er sich trafen seit sie Schluss gemacht hatte, aber alle schienen ihn immer noch zu lieben und ihn als Familienmitglied zu sehen. Er war sehr interessiert daran herauszufinden wer der Vater war, weil er von Anfang an alles mitbekommen und mitgefiebert hatte.

Fleur saß Harry gegenüber und war nicht interessiert an der Thematik, aber sie sah trotzdem höflich interessiert aus. Daneben saßen Tonks und Remus. Sie beide wirkten als ob sie den letzten Tratsch hören wollten, weil sie so viel verpasst hatten seit der Geburt ihres Sohnes vor einem Jahr. Neben Harry saß Teddy in einem Kinderstuhl, wusste nicht warum alle die Rothaarige ansahen, aber er entschied anscheinend, dass er auch diese Haarfarbe haben wollte. Niemand schien zu bemerken, dass das Haar des Kleinkindes nun Weasley-rot war.

Der Rest der Bänke war mit einigen anderen Ordens-Mitgliedern gefüllt die vorbeigekommen waren, und am Ende des Tisches eben die Zwillinge und Hermine. Sie saßen so weit wie möglich von der Familie entfernt. Sie schienen immer noch mit Ginnys Ankündigung zu kämpfen zu haben.

„Ich muss sagen, dass es nicht mal so schwierig war die nötigen Zutaten des Trankes zu erhalten. Ich hab es mir schwieriger vorgestellt. Ich brauchte ein wenig DNA von der kleinen Anna- da reichte schon etwas Spucke. Dann hab ich den Trank gebraut mit ein paar Zutaten von Hagrid, sowie einem Shop in der Nokturngasse.“ Molly keuchte auf bei der Aussage, während Hagrid, der auch anwesend war, errötete. „Egal, das wie ist nicht wichtig. Was wichtig ist, ist dass George Annas Vater ist.“

Die Bombe war geplatzt. Hermine liefen die Tränen über die Wangen, als sie es endlich schaffte aufzuspringen. Sie war so schnell verschwunden wie nur möglich, George direkt hinter ihr. Fred sah einen Augenblick auf seinen Tisch, bevor er zu seiner Schwester hochblickte. Sowohl sie, als auch Molly lächelten nicht mehr, nachdem sie gesehen hatte wie sehr diese Aussage Hermine aufgebracht hatte.

„Danke, Gin. Ich bin ja so froh, dass ich es jetzt weiß.“ Fred klang innerlich tot, als er auf die Beine kam und verschwand, wie sein Bruder und seine Freundin vor ein paar Sekunden. Der Rest der Anwesenden war noch weiterhin still, bevor sie alle sich entschuldigten und die Zusammenkunft verließen. Innerhalb von fünf Minuten waren nur noch Ginny, Molly und Ron anwesend. Die Frauen sprachen miteinander und Ron versuchte das übrig gebliebene Essen in sich reinzustopfen.

„Vielleicht war heute nicht der beste Moment das aufzubringen...“ meinte Ginny und schnitt eine Grimasse, wobei Molly bloß seufzte.

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Währenddessen

„Mine?“ George klopfte auf der Türe zum Kinderzimmer, wollte seine Tochter aber nicht aufwecken. Er konnte hören wie die junge Frau schluchzte, doch brachte sie nicht dazu ihn aufzuwecken. War es wirklich so schlimm, dass er der Vater war. Hätte sie lieber Fred als Vater gehabt? Gerade als er diese Gedanken hegte, kam Fred zu ihm. Die beiden starrten die Türe bloß an und fühlten sich absolut hilflos. Keiner von ihnen hatte sich je so verloren gefühlt.

Es war Fred der dann anfing und die Türe öffnete. Hermine war auf dem Boden zusammengekauert und schlief. Anna lag in ihrem Kinderbettchen und brabbelte leise. Sie grinste als sie die Zwillinge erblickte und hob ihre kleinen Arme um hochgehoben zu werden. Fred tat wie ihm geheißen, bevor er sich neben George auf den Boden zu ihrer Freundin setzte. Die Brüder ließen die müde Frau schlafen, während sie mit Anna spielten und sprachen.

„Es tut mir leid, Fred.“ George fiel sonst nichts ein, das er sagen konnte. Er fühlte sich so schlecht, seinen Bruder verletzt zu haben. Es nicht zu wissen war so viel besser gewesen. Als sie nicht gewusst hatten wer der Vater war, gab es keine Favorisierung. Wie sollte Fred Anna nun auf die gleiche Weise wie zuvor behandeln? Wie sollte George das schaffen?

„Keine Sorge, oh du mein Brüderchen.“ Freds erzwungene Freude wäre selbst für Ron offensichtlich gewesen.

„Mir wäre es lieber gewesen, wenn wir es nie erfahren hätten,“ jammerte George und seufzte schwer.

„Ja, geht mir genauso.“ Fred wackelte mit dem Finger, wodurch Anna ihn packte. Sie saßen still da und waren in ihren eigenen Gedanken verloren. Erst als Anna etwas unruhig wurde, kam George wieder zu sich.

„Sie ist immer noch deine Tochter, Fred. Ich will nicht, dass sich irgendetwas verändert.“ George konnte keinen Augenkontakt mit seinem Zwilling herstellen. Er wusste, dass Fred verletzt sein musste- er wäre verletzt, wenn ihre Rollen vertauscht wären.

„Danke, Georgie.“ Hermine begann sich zu regen, als sie Anna gehört hatte. „Sie ist schon etwas Besonderes, nicht wahr?“

„Das ist sie, Gred, das ist sie.“ Die Zwillinge sahen hinab auf das sich windende Bündel in Freds Armen und ihnen wurde klar, dass sie wohl irgendwann erfahren hätten wer der Vater war, diese Chance hatte immer bestanden. Die Information hatte nie etwas bedeutet, also warum sollte es das jetzt anders sein?

„Fred? George?“ Hermines Stimme war sanft, ihre Stimme trocken, weil sie so bitterlich geweint hatte. Sie setzte sich sofort auf und griff nach Anna. Fred gab sie ihr sofort und war traurig, dass die Frau die er liebte so verletzt war, als sie erfahren hatte wer der Vater ihres Kindes war.

Sie waren eine Weile alle still. Hermine fütterte Anna, Fred und George sahen bloß zu. Es schien überhaupt nicht anders zu all den vorigen Malen zu sein, in der sie genau so hier gesessen hatten, aber es lag dicke Luft um sie. Unisono rückten die Jungs näher und jeder legte einen Arm um ihre Freundin und schon liefen wieder Tränen. Sie konnte nicht glauben wie wunderbar die Zwillinge wegen der ganzen Situation waren und war einfach erleichtert, dass sie beide Anna immer noch so akzeptierten. Immerhin war es nicht ihre Schuld, dass sie in eine solch abnormale Situation hineingeboren wurde.

„Ich liebe euch beide so sehr,“ brachte Hermine zwischen Schluchzern raus. Fred und George küssten sie auf die Wange und flüsterten ihr dasselbe ins Ohr. Die vier kuschelten so gemeinsam die ganze Nacht am Boden. Sie würden einander die ganze Zeit haben, egal was das Leben ihnen entgegenwerfen würde. Sie würden auf ewig zusammen bleiben, wenn es nach ihnen ging.

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Vier Jahre später

„Anna!“ rief Hermine nach ihrer Tochter, damit sie zu ihr ins Wohnzimmer kam. Sie waren schon fast zu spät für das Treffen im Fuchsbau für Ginny und Deans Hochzeit und Anna war eines der Blumenmädchen. Fred und George waren bereits vorgegangen und halfen herräumen. Sie alle hatten Ginny ihren Ausrutscher vergeben, das vor vier Jahren passiert war. Sie war am nächsten Tag zu ihnen gekommen, weil sie es nicht ertrug ihre Brüder und ihre mehr oder weniger Schwester so verletzt zu haben. Es war etwas das sie anfangs nicht vergeben und vergessen hatten können, da sie alle erst selbst das verarbeiten mussten und etwas Zeit brauchten.

Jetzt, vier Jahre später, hatten sie drei ein wunderschönes, intelligentes, kleines Mädchen. Sie hatte blitzblaue Augen und erdbeer-blondes Haar, das in perfekten Locken ihren Rücken hinabfiel. Sie hatte einen leichten Schimmer von Sommersprossen an den Wangenknochen, die so blass waren, dass sie fast nicht zu sehen waren.

„Komme, Mummy!“ Das Getrappel kleiner Füße liefen auf sie zu und brachte Hermine dazu zu lächeln. Sie liebte das kleine Mädchen so unglaublich. Anna kam um die Ecke in den Raum und trug ein hell-blaues und weißes Kleid, das ihr bis zu den Knien reichte. Sie hatte eine Schleife in einer Hand und ihre Schuhe in der anderen.

„Beeil dich und zieh deine Schuhe an, Darling, dann wird Mummy sie dir binden.“ Hermine klopfte auf den Rücken des Sessels hinter dem sie stand und deutete Anna so, dass sie sich dorthin setzen sollte. Das kleine Mädchen hüpfte in den großen Sessel und zog ihre weißen Schuhe über die blau-weiße Strumpfhose. Als die geschnürt war, setzte sie sich aufrecht hin, sodass Hermine ihr Haar zurückbinden konnte- ebenfalls mit einem blauen Bändchen.

„Danke, Mummy! Aber wir kommen zu spät, wenn wir nicht gleich gehen!“ Hermine musste glucksen. Die vierjährige tat als ob sie hier schon seit zwanzig Minuten sitzen würde, bis Hermine endlich fertig war.

„Okay Anna. Halt Mummys Hand ganz fest.“ Die beiden verschwanden aus der Wohnung und tauchten am Rande des Grundstücks des Fuchsbaus wieder auf. Anna ging brav neben Hermine, als sie zum Haus am Ende des Wegs gingen. Sie ließen sich selbst ein und gingen direkt zu Ginny´s altem Zimmer. Sie betraten das pure Chaos.

„Oh Mine! Merlin sei Dank!“ Ginny schnappte sich die Hand ihrer Freundin und zog sie ins Zimmer, warf die Türe hinter ihnen zu. Fleur stand auf der Seite und fluchte auf französisch, versuchte Victoire dazu zu bringen das gleiche Kleid wie Anna anzuziehen. Mrs. Weasley stand in der Ecke und heulte. Ginny versuchte ihr Haar zu binden und das Make-up selber zu machen, weil alle anderen beschäftigt waren und Tonks zog ihr und Remus kleines Mädchen ein rosa Kleidchen an. Mit einem tiefen, kräftigen Seufzer warf sich Hermine ins Chaos und lockte Ginnys normalerweise glattes Haar mit einem schnellen Zauber. Es brauchte fast keine Zeit und sie trug auf die Muggel Art schönes Make-up auf.

„Bei Gott, Gin! Das Ganze sollte in fünf Minuten anfangen!“ Hermine war gerade dabei das Make-up fertig zu machen, als sie bemerkte wie spät es war. Bei ihrem Ausbruch schienen alle anderen wieder zurück zur Realität kommen. Fleur wedelte mit dem Zauberstab und Victoire war bereit zu gehen, Tonks verließ schnell den Raum, Mrs. Weasley ging schluchzend zu Ginny, verließ aber dann mit Fleur und Victoire den Raum. Anna wartete still und brav in der Ecke auf ihre Mummy.

Zwischen ihnen versuchte Hermine Ginny in das Hochzeitskleid zu bekommen. Es war bodenlang, weiß und sehr elegant. Das Kleid schafften es ihr rotes Haar wunderschön zu präsentieren, sowie ihrer schmale Taille zu schmeicheln. Kurz gesagt: sie sah wunderschön aus.

„Wann immer du bereit bist, Gin. Alle anderen warten schon auf uns!“ Hermine riss die Türe auf, nahm Anna an die Hand und eilte mit ihr die Stufen hinab. Unten angekommen ließ sie ihre Tochter neben Victoire stehen. „Okay, Mädels, macht euch bereit zu gehen, wenn ihr die Musik hört.“

Sobald sie es gesagt hatte, hörte sie wie die Musik begann. Der Gang war im Hintergarten mit weißen Sesseln auf beiden Seiten, voll mit Menschen. Es gab einen Gitter mit weißen Rosen am Ende des Ganges und dort stand Dean mit Seamus Finnegan und wartete auf seine Braut.

Die Mädels wussten, dass sie stehenbleiben mussten, wenn sie den Gang entlanggegangen waren, also gab es hier kein Problem. Die beiden Mädchen hüpften richtig den Weg entlang und ließen immer eine handvoll Rosenblüten fallen. Victoire und Anna sahen so süß aus in ihren zueinander passenden Outfits. Hermine konnte nicht anders als zu lächeln, als sie sah wie groß ihr Baby schon geworden war. Sie verpasste beinahe ihren eigenen Einsatz.

Als Hermine auf dem für sie vorgesehenen Platz stand, drehte sie sich um und sah über die Menge der Hochzeitsgäste. Jeder Kopf wandte sich dem Haus zu, außer Fred und George. Die Zwillinge sahen aus der zweiten Reihe direkt zu ihrer Freundin und ihrer Tochter und waren sprachlos wie schön sie aussahen, als sie da in diesen perfekten Kleidern standen. Dahinter der Bogen mit den Rosen und der Pfarrer und im Hintergrund die vielen Frühlingsfarben.

Die Zeremonie verging viel zu schnell und sie bekamen es fast nicht mit. In der einen Minute warteten alle bis Ginny den Gang entlang kam und in der nächsten tanzten sie schon danach in einem großen, weißen Zelt, welches dem ähnelte, dass Bill und Fleur genutzt hatten. George spielte mit Anna und Victoire auf der Seite und wirbelte sie abwechselnd über die Tanzfläche, während Fred zu einem langsamen Lied mit Hermine tanzte.

Sie hatten noch nicht lange miteinander getanzt, als Fred plötzlich stehenblieb und aus dem Zelt zog. Sie war überrascht und kicherte verwirrt, aber amüsiert. Er zog ihren Körper an ihren und sie blieb sofort stehen. Sie sah in seine Augen und ihr wurde nie langweilig weil sie so unglaublich schön waren. Hermine hatte nicht mal Zeit zu blinzeln, bevor er sanft seine Lippen auf ihre drückte. Es war solch ein süßer Kuss, der sie an ihren Ersten erinnerte, vor nunmehr beinahe sechs Jahren.

„Wofür war das denn?“ fragte Hermine, als sie wieder zu Atem kam.

„Weil du wunderschön bist.“ Fred berührte sanft ihre Wange mit dem Daumen, bekam einfach nicht genug von seiner Freundin.

Hermine lächelte sanft. Sie liebte es, wenn die Zwillinge in solcher Stimmung waren und einfach nur liebenswert waren. Nicht, dass sie nicht liebevoll wären, das waren sie immer, nur ab und zu waren sie süßer. Sie wusste nicht was in sie gefahren war in dem Moment, aber sie nahm Fred an der Hand und führte ihn zum Haus. Sie ging die vielen Stufen mit ihm hoch, bis in den dritten Stock. Es würde später keinen Sinn machen, aber sie zog ihn in ein Badezimmer.

Dann sperrte die braunhaarige Hexe die Türe hinter ihnen ab und sah Fred mit einem scheuen Lächeln an. Es passierte nicht oft, dass sie nur einen der Zwillinge hatte, aber es war ab und zu schon schön. Sie hatte eine Sekunde später eine Entscheidung getroffen: keine Verhütung dieses Mal. Sie war bereit für ein weiteres Baby und es schien nur fair, wenn es dieses Mal Freds Baby wäre. Sie hatte mit den Jungs nie wirklich darüber gesprochen, wusste aber wie George diesbezüglich empfand. Sie hatte auch Fred manchmal erwischt, wie er Anna merkwürdig ansah und wusste, dass er sich wünschte sie wäre sein Kind. Das war sie. Wirklich. Sie drei teilten sich alles in Bezug auf ihr Kind, aber Hermine hatte sich immer schuldig gefühlt, seit sie rausgefunden hatte, dass Anna von George war.

Sie warf sich George entgegen und legte die Beine um seine Hüfte. Er reagierte schnell, legte seine Hände auf ihre Oberschenkel um sie stabil zu halten. Sie schien es gar nicht zu bemerken, sondern legte sofort ihre Lippen auf seine. Ein paar Minuten des Rummachens und Hermines Haare waren ein komplettes Chaos, ihre Lippen rot und geschwollen und ihr Kleid bis über die Hüfte hochgerutscht. Fred setzte sie auf den Tresen ab und warf schnell einen Silencio über den Raum.

Hermine zog sich kurz zurück und zog sich das Kleid über den Kopf und warf es durch den Raum. Ihr BH und ihr Höschen folgten sogleich, sowie Freds Anzug und Shorts. Fred strich mit den Fingern leicht über Hermines hitzigen Körper und drang dann in sie ein. Sie war feucht. Mehr als feucht. Absolut bereit für ihn. Ohne weiteren Gedanken stieß er mit seiner Erektion in sie.

Ihr lusterfülltes Keuchen schickte Schauer über seinen Rücken und seine Hüfte stieß unbedacht zu. Es war nicht langsam, oder süß, sondern hart, verschwitzt und leidenschaftlich. Fred hielt Hermine an der Hüfte fest und stieß so hart zu wie er konnte. Hermine hielt sich am Tresen fest und versuchte sich davon abzuhalten gegen den Spiegel zu stoßen, welcher hinter ihr stand.

Hermines lautes, lusterfülltes Stöhnen brachte Fred schneller als normalerweise zum Höhepunkt. Er zwang diese Gefühle zurück und hoffte, dass seine Freundin bald zum Höhepunkt kam, bevor er es nicht mehr aushielt. Zum Glück musste er nicht länger warten als gedacht, denn er fühlte wie sie enger würde. Sie schien ihn richtiggehend zu melken, brachte ihn dazu seine Stöße zu verlangsamen. Er konnte sich nicht mehr länger zurückhalten, als sie seinen Namen keuchte und spritzte in ihr ab. Er stieß dabei noch ein paar Mal in Hermine und lehnte sich dann gegen sie.

Sie beide waren ein paar Minuten außer Atem, während sie sich erholten. Es war dann, als sie das Klopfen an der Türe hörten und zogen sich schnell an. Fred spritzte sich etwas Wasser ins Gesicht, während Hermine ein paar Zauber auf sich legte um Haar und Make-up zu richten. Als sie endlich der Meinung war angemessen genug zu sein, öffnete Fred die Türe. Mr. Weasley war auf der andere Seite der Türe. Hermine wurde sofort tiefrot, auch wenn sie wusste, dass der Mann nichts gehört hatte.

Fred grinste bloß und ging an seinem Vater vorbei, erlaubte der peinlich berührten Hexe jedoch vor ihm zu gehen. Arthur lächelte die beiden bloß wissend an.

„Ah, ich erinnere mich an die kleinen Nummern im Badezimmer! Ist bei jeder Gelegenheit passiert, bevor ihr Kinder geboren wurdet...“ Arthurs Stimme wurde leiser, als Hermine und Fred der Situation entflohen, bevor noch irgendwelche Informationen weiter geteilt wurden.

Doch dann war es zu spät. Sie schnappten sich George und Anna und kehrten nach Hause zurück. In  dieser Nacht schliefen Fred, George und Hermine alle zusammengekuschelt in ihrem Bett und die kleine Anna schlich sich in der Nacht zu ihnen ins Bett.

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Zwei Monate später

Das Geräusch einer Person die sich übergab, war im Apartment zu hören. Anna saß in ihrem Hochstuhl in der Küche und wurde rot. George saß bei ihr, während Fred Hermine das Haar zurück hielt. Er hatte beinahe vergessen wie viel Spaß die Morgenübelkeit machte. Das war der fünfte Tag in der Reihenfolge, dass sie damit zu tun hatten. Am dritten Tag war Hermine zu einem Heiler gegangen und hatte erfahren, dass sie wieder schwanger waren. Die Zwillinge waren der Ekstase nahe, als sie ihnen sagte, dass sie sicher gegangen war, dass es Freds Kind werden würde. Wenn überhaupt, waren sie glücklich aufgrund der Neuigkeiten. Hermine entschied, dass sie das Richtige getan hatte. Auf die Art wäre alles wieder in Balance und wieder friedlich.

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Drei Monate später

Hermine war geschockt. Sie hatte Anna bei Ginny gelassen und war zum Heiler für ihren Termin gegangen. Sie sollte heute das Geschlecht des Babys herausfinden und hoffte wirklich, dass es ein Junge wurde. Trotzdem war sie auch bereit, dass man ihr sagt, dass sie ein weiteres Mädchen haben würde. Sie wäre über nichts enttäuscht, es wäre nur eben schön, wenn es ein kleiner Junge würde.

Tja, ihr Wunsch wurde erfüllt. Das Baby würde ein Junge werden. Das würden sie beide. Ja, sie war schwanger mit Zwillingen. Eineiige Weasley-Zwillinge. Merlin hilf! War es nicht schon genug, dass sie mit zwei von der Sorte zusammenlebte?! Nun würde sie selber zwei auf die Welt bringen?! Sie verlor jetzt schon den Verstand und die beiden waren noch gar nicht da!

Sie atmete tief durch und sammelte die Bilder ein, die der Heiler ihr von den beiden beiden sich windenden Jungs gegeben hatte. In einem der Bilder war es klar zu sehen, dass sie beide Jungs waren und das brachte sie zum Lächeln. Sie nahm an, dass es doch nicht so schlimm war, zwei Jungs zu bekommen. Wenn ihr irgendjemand dabei helfen konnte, dann doch Fred und George. Sie flohte in den Shop und wollte ihren Männern die Neuigkeiten mitteilen, bevor sie Anna von Ginny und Dean abholte.

Sie lief sofort ins Badezimmer und übergab ihren gesamten Mageninhalt. Nach ein paar Minuten in welchen sie sich schlecht fühlte, zauberte sie ihren Atem wieder frisch, bevor sie die Zwillinge suchte. Sie konnte Fred und George nicht mehr wirklich ´die Zwillinge´ nennen, sondern musste sich einen neuen Namen ausdenken, wenn jetzt noch zwei kommen würde. Sie brach dabei spontan in Lächeln aus. Sie würde Zwillinge bekommen!

Hermine war so in Gedanken verloren, dass sie nicht schaute wo sie hinging und in jemanden lief. „Oh! Es tut mir so unglaublich leid!“ Sie konnte nicht sagen wer es war, bis die Person sprach.

„Oh, Hermine! Mir tut es leid!“ Verity, eine von Fred und Georges Mitarbeiterinnen sah sie etwas beschämt an.

„Äh... Verity?“ Die ältere Dame sah immer noch peinlich berührt aus, weil sie in die offensichtlich schwangere Hexe gelaufen war.

„Es tut mir so leid!“

„Verity?“

„Ich hab dich nicht gesehen. Bitte sag es nicht Mr. und Mr. Weasley!“

„Ich werde nicht-“

„Oh, danke dir! Es tut mir so leid!“

„Verity!“ Hermine verlor ihre Geduld mit der Frau. Sie konnte fast kein Wort rausbringen.

„Was?“ Verity hörte auf zu reden und sah zu Hermine.

„Warum bist du lila?“ Das schien ihre Aufmerksamkeit zu erhalten, sie sah hinab um sich zu untersuchen. Es war wahr, ihre Haut war lila. Sie seufzte und verschwand, murmelte etwas über Männer die nie erwachsen wurden und Rache. Hermine blinzelte ein paar Male bevor sie den Kopf drehte und George bei der Kasse sah. Sie ging hoch und stand eine Minute neben ihm, während er seinen Kunden abfertigte.

„Hi Liebling!“ George gab ihr einen lauten Kuss auf die Lippen und brachte sie dazu zu lachen.

„Wo ist Fred? Ich muss euch etwas zeigen.“ Hermine schaute schnell durch den Laden um den anderen Mann in ihrem Leben zu suchen.

„Er ist hinten. Komm mit.“ George führte sie in den Raum hinter dem Shop. „Verity! Schaust du kurz auf die Kasse?“

„Bin schon am Weg!“ Die Antwort kam irgendwoher aus dem anderen Ende des Shops. Da waren George und Hermine schon hinten und schlossen die Türe hinter sich.

„Gred! Rat mal wer uns besucht!“ George schenkte der Hexe neben ihm ein Augenzwinkern. Hermine lächelte ihn an und Fred hob den Kopf hinter einem Stapel Bücher. Sein Gesicht grinste als er sah wer es war.

„Mine!“ Er sprang hoch und umarmte sie, küsste sie süß. „Was bringt dich hierher, Liebes?“

Hermine holte die sich bewegenden Bilder heraus, die sie vom Heiler bekommen hatte und gab je eines den Jungs. Sie sah sie einen Moment an, war offensichtlich nicht ganz sicher was sie sahen. Es war Fred, der zuerst sprach.

„Was ist das, Liebling?“ Fred und George sahen breit grinsend zu ihrer Hexe. Sie nahm das Foto von Fred und sie zeigte hinab auf die sich windende Masse.

„Okay, das hier ist der Kopf.“ Sie wanderte mit dem Finger etwas südlicher. „Hier ist ein Bein. Und noch ein anderes.“ Sie zeigte auf einen anderen Fleck. „Und hier ist ein anderer Kopf. Und ein paar Arme und ein paar Beine...“ Sie stoppte, als ihre Männer sie in eine feste Umarmung zogen.

„Zwillinge, Forge! Wie wir!“ Sie waren so aufgeregt, dass sie alle drei bald glücklich lachten.

„Ich liebe euch beide so sehr!“ Hermine umarmte Fred und George fest. Sie beruhigten sich sofort wieder und küssten je eine Wange.

„Wir lieben dich auch, Mine.“ Sie drei gingen nach oben, die Männer schlossen den Laden früher und verbrachten einfach den Nachmittag kuschelnd am Sofa. Nach einer weiteren Stunde brachte Ginny Anna nach Hause und diese kletterte zu ihnen in die große Gruppen-Kuschelei.

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Zwölf Jahre später

„Mum, beeil dich!“ Die Stimme eines hyperaktiven elfjährigen war aus dem Erdgeschoss zu hören.

„Wir werden den Zug verpassen!“ rief eine beinahe identische Stimme.

„Tja, wenn ihr Jung eure Koffer nochmal gecheckt hättet, wie ich euch gesagt habe, dann wären wir jetzt schon dort!“ Hermine war genervt von ihren Zwillings-Söhnen. Sie waren genauso chaotisch wie ihre Väter, nur waren sie schlimmer, da sie nie aufhörten Unfug zu machen.

„Ah! Komm schon, Mum!“ rief Nicolas.

„Ist doch keine große Sache!“ warf Matthiu ein.

Die Jungs waren ein Abbild von Fred und George in dem Alter. Das wusste sie, weil Molly das jedes Mal erwähnte, wenn sie da war. Sie hatten dasselbe, wilde, rote Haar, verrückte Sommersprossen im Gesicht und strahlend blaue Augen. Der einzige Unterschied war, dass ihr rotes Haar etwas dunkler war, eher rötlich braun.

Fred und George waren mit Anna vorgegangen, nachdem Hermine sicher gegangen war dass sie mit den Zwillingen alles unter Kontrolle hatte. Sie wünschte sich wirklich, dass sie geblieben wären und die Koffer der Junge gecheckt hätte, anstatt dass sie das machen musste. Sie war am Ende mit Nick und Matt! Sie nervten sie den ganzen Tag und Hermine war froh, dass sie in ein paar Minuten weg sein würden.

Hermine seufzte. Sie hatten wirklich keine Zeit für diesen Streit. Daher schnippte sie mit den Fingern und die Koffer tauchten vor ihr auf. Mit einem weiteren Zauber waren sie leichter als eigentlich und sie befahl den Jungs je einen zu nehmen. Dann flohten sie direkt zum Gleis 9 ¾  und hörten den Zug schon pfeifen.

„Lauft los, Jungs!“ Sie küsste jeden auf den Haarschopf, in dem Moment, in dem Anna mit aller Eleganz auftauchte. Sie hatte den Vertrauensschüler-Button an ihrer Uniform, ihr erdbeerblondes Haar lief in perfekten Locken ihren Rücken hinab. Hermine dachte sie hätte gesehen wie Teddy Lupin zu ihr geblickt, aber dachte sich nichts dabei.

„Ich werde dich an Weihnachten sehen, Mum!“ Sie küsste ihre Mutter auf die Wange.

„Behalte Nick und Matt im Auge!“ rief Hermine ihrer Tochter nach. Anna winkte zurück, als Zeichen dass sie es verstanden hatte. Hermine war somit allein am Gleis und Tränen liefen ihre Wangen hinab, als sie ihren Kindern winkte, die im Hogwarts Express davonfuhren. Sie hatte Fred und George nicht bemerkt, die zu ihr gekommen waren, also zuckte sie zusammen als diese ihre Hände nahmen. Sie zwang sich zu einem Lächeln und kämpfte nicht dagegen an, als George sie an sich zog und Fred sie beide von hinten umarmte.

„Es wird alles gut, Liebling,“ flüsterte Fred ihr ins Ohr.

„Nun sind wir nur noch zu dritt,“ sagte George und drückte sie fester. Hermine murmelte etwas an seine Brust und brachte ihn dazu sich zurückzuziehen und ihr in die Augen zu blicken. „Wie war das, Mine?“

Sie räusperte sich. „Ich sagte ´nur noch wir vier´.“ Sie blinzelte die Tränen weg und erblickte gerade noch den Schock auf Freds und Georges Gesicht.

„Bist du schwanger, Liebes?“ Fred fand seine Stimme als Erster. Das schien Hermine kurz zu überraschen und sie brach in Lachen aus.

„Nein! Ich meinte, dass wir auf Rose aufpassen können, während Ron und Lavender nächstes Monat weg sind!“ Sie kam gerade noch zu Atem, als die beiden schockierten Männer sie wieder an sich zogen. Nach ein paar Sekunden, als der Schock nachgelassen hatte, lachten Fred und George aus. Es würde alles wieder gut gehen. Ihre Kinder mochten groß werden, aber sie würden immer einander haben.
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END
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