Accidents happen

von Cery
GeschichteDrama, Romanze / P16
Fred Weasley George Weasley Hermine Granger
26.11.2019
03.03.2020
13
23.982
25
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Dieses Kapitel
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25.02.2020 1.893
 
Guten Morgen liebe Leser!!
OMG, sie kommen! XD
Viel Spaß mit dem vorletzten Kapitel dieser Übersetzung.
Ich bin schon gespannt, was ihr zur Reaktion der Weasleys sagt!
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Hermine wurde von leisen Stimmen in der Nähe geweckt. Sie wachte nicht wirklich elegant auf. Ein kurzer Blick auf Fred und George, die nun mit der Heilerin bei der Türe standen und sprachen und sie lehnte sich zur Seite und übergab sich. Das Geräusch ließ die drei bei der Türe sich sofort zu ihr drehen. Die Heilerin ließ schnell die Beweise verschwinden und zauberte einen kleinen Beutel herbei, den sie benutzen konnte.

„Ich werde nochmal die Gebärmutterwand kontrollieren, also bitte legen Sie die Beine in die Lehnen.“ Mit einem Wink ihres Zauberstabes zauberte sie die Lehnen wieder ans Ende des Bettes. Hermine legte die Beine dorthin, wo sie hingehörten, die Heilerin wusch sich wieder die Hände und zog Handschuhe an. Bei der Untersuchung rief sie etwas aufgeregt: „Du bist bereit zu drücken!“

Fred und George sahen einander mit einem Blick an, der sagte: ´Jetzt ist es soweit!´. Die Heilerin zauberte einige metallene Gegenstände herbei die sie nicht kannten und eine Schwester stürmte mit einer Robe für sich und die Heilerin herein. Es würde ein ziemliches Chaos werden.

„Okay, Hermine. Wenn die nächste Wehe kommt will ich, dass du anfängst zu drücken. Du wirst dieselben Muskeln verwenden, wie als wenn du deine Blase leeren würdest. Ich werde deine Männer bis zehn zählen lassen. Du wirst die ganze Zeit pressen, bis sie die zehn erreicht haben. Du kannst dich entspannen, wenn sie bei zehn sind.“ Hermine nickte, dass sie die Erklärung verstanden hatte und atmete stetig hektisch weiter. Als die nächste Wehe sie erwischte, wussten es alle, denn sie atmete tief durch und begann zu pressen. Sie hörte wie Fred zu zählen begann und flehte darum, dass er endlich fertig war und sie aufhören konnte zu pressen, denn es schmerzte sehr.

Als Fred bei zehn angekommen war, fiel Hermine wieder auf´s Bett zurück. Die Heilerin bemerkte das und hob den Kopf des Bettes an, bat sowohl Fred, als auch George ihre Beine gegen ihre Brust zu drücken, wenn sie denn presste, da es ihr das leichter machen würde. Als eine weitere Wehe kam, taten die Zwillinge wie ihnen geheißen und drückten ihre Beine. Fred begann wieder zu zählen, doch Hermine stoppte schon bei sieben. Sie konnte nicht mehr.

„Du musst bist zehn pressen, Hermine,“ erklärte die Heilerin geduldig.

„Er hat zu spät zu zählen begonnen!“ schnappte Hermine die Heilerin an. Fred und George sahen aus als wollten sie widersprechen, waren nicht sicher ob sie amüsiert, oder ängstlich sein sollten.

„Ist schon okay, Liebes. Ich bin sicher er wird es später besser machen,“ versicherte die Heilerin der jungen Hexe ruhig, welche solche Schmerzen erlitt. Hermine nickte bloß nochmal, denn sie fühlte sich als würde ihr wirklich schlecht werden.

„Ich brauche diesen Beutel!“ Sie zeigte auf die Tüte neben George und dieser hielt sie sofort auf für sie, da sie wieder würgen musste. Eine weitere Wehe überrollte sie in dem Moment und sie presste während Fred´s Zählen. Als sie aufhörte, atmete sie erschöpft, tief durch.

„Es ist gleich soweit! Du musst jetzt wirklich fest pressen, Hermine!“ Hermine tat wie ihr geheißen und spürte wie das Brennen schlimmer wurde. Warum kam das Baby nicht raus? „Fast geschafft, Hermine. Noch ein Mal und die Schultern sind draußen.“

„Ich kann nicht mehr!“ rief Hermine, als noch eine Wehe kam. Sie konnte diese Schmerzen nicht ertragen und dazu dieses schreckliche Brennen. Sie hatte Tränen in den Augen und weder Fred, noch George wollten sie so sehen. Fred wischte ihr das verschwitzte Haar aus der Stirn und küsste sie auf ebendiese.

„Nur noch ein bisschen und wir haben unser Baby, Mine. Bist du schon aufgeregt?“ flüsterte Fred gegen ihre Stirn. In Wahrheit war sie aufgeregt, aber sie hatte auch Angst. Sie wusste nicht, ob sie eine gute Mum sein würde, oder nicht. Außerdem hatte Hermine das Gefühl sie hätte eine Erfahrung außerhalb ihres Körpers. Sie spürte die Schmerzen, aber auch als wäre sie außerhalb dieser Situation und würde sie beobachten- als wäre nicht sie diejenige, die das Baby bekam.

„Ich denke nicht, dass ich das kann,“ flüsterte er mit geschlossenen Augen, weil die nächste Welle des Schmerzes ihren Körper durchzog.

„Doch das kannst du, Schatz. Du bist die stärkste Person die ich kenne.“ George lächelte auf seine Freundin und küsste sie auf die Stirn, genau neben den Fleck wo Fred sie geküsst hatte. Sie nickte überzeugt, stellte fest dass je eher sie durch den Schmerz presste, desto schneller würde sie das Baby zum ersten Mal sehen. Sie wussten nicht was es werden würde und Hermine konnte nicht erwarten es herauszufinden. Es war Zeit die Zähne zusammenzupressen und es zu Ende zu bringen.

Die nächste Wehe trat ein und Hermine presste stärker als bisher. Sie presste weiter durch das Brennen und den Schmerz. Sie drückte und dachte an das Baby das sie mit den Männern kreiert hatte, die sie liebte und wie sie es sicher gleich sehen würde. Sie atmete hektisch am Ende der zehn Sekunden und stellte fest, dass das Baby noch in ihr war.

„Das Baby sollte mit dem nächsten Pressen draußen sein. Ich kann es schon sehen.“ Als die Heilerin das sagte, lehnten sich die Zwillinge hinab um auch zu schauen. Sie grinsten zur gleichen Zeit, als sie den Kopf erblickten. Sie würden bald Dad´s sein!

„Komm schon, Liebling!“ ermutigte Fred die Hexe.

„Du schaffst das!“ George lächelte Hermine breit an, in der Hoffnung dass sie weitermachen und ihren Sohn, oder ihre Tochter auf die Welt bringen würde. Die junge Hexe nickte, atmete ein paar Mal durch, bereitete sich mental auf die nächste und wahrscheinlich letzte Wehe vor, bevor sie Mutter sein würde. Der Schmerz schien ihren Körper zu zerreißen, aber sie musste nicht mal die ganzen zehn Sekunden pressen, bis sie spürte, dass das Baby auf der Welt war.

Ein lautes Weinen war im Raum zu hören und Hermine spürte, dass sie auch weinte. Sie sah sich um nach ihrem Baby und stellte fest, dass die Schwester sie säuberte, abwog und abmesst. Fred und George blieben bei ihr, wollten sie nicht für das Baby verlassen, wie es eigentlich ihr erster Instinkt gewesen wäre. Die Heilerin arbeitete weiterhin zwischen Hermines Beinen. Als sie einen starken Schmerz spürte, zuckte sie zusammen.

„Sorry Liebes. Ich musste nur ein paar Stiche nähen, weil du ein wenig gerissen warst,“ erklärte die Heilerin schnell und sprach ein paar Zauber um das Blut zu entfernen und die Plazenta schneller und leichter auszustoßen. Es schienen nur ein paar Minuten vergangen zu sein seit Hermine zu pressen begonnen hatte, aber als sie auf die Uhr sah merkte sie, dass es eine Stunde gewesen war.

„Ich frage mich, ob eure Familie da ist,“ hauchte sie den Zwillingen entgegen. Alle drei hatten ihre Blicke auf das andere Ende des Zimmers gerichtet, wo das Baby war. Sie wussten immer noch nicht das Geschlecht, da die Schwester so stand, dass das Baby von den Blicken geschützt war.

„Sie meinen die große Familie an Rotschöpfen im Wartezimmer?“ fragte eine andere Schwester von der Türe aus. Das klärte die Frage. Sie waren anscheinend alle da draußen und warteten wohl aufgeregt darauf hereinzukommen und den neuesten Weasley zu betrachten. Tja, die Eltern waren auch neugierig!

„Äh... Darf ich mein Baby sehen?“ Hermine war nun gesäubert und fest unter die Decke gekuschelt, die ebenfalls sauber war.

„Natürlich!“ Die Schwester war fertig mit dem Baby und brachte ein kleines Bündel, eingewickelt in Tücher zu den drei Elternteilen. Sie legte das Bündel direkt in Hermines wartende Arme, drehte sich um und wollte gehen. „Ich werde ein paar Minuten warten und deine Familie hineinschicken.“ Fred bedankte sich bei ihr, nahm aber den Blick nie von dem kleinen Wunder.

Das Baby starrte gerade mit großen Augen direkt zu Hermine. Diese erwiderte den Blick und streichelte sanft über eine dieser süßen, weichen Wangen. Sie begann mit dem Baby zu sprechen, ihm zu sagen wie sehr sie es liebte. Erst nach ein paar Minuten stellte sie fest, dass sie immer noch nicht das Geschlecht wussten. Sie wickelte das Baby aus der gelben Decke, in die die Schwester es gewickelt hatte und sah in die Windel. Hermine lächelte, wickelte es wieder ein und übergab das Bündel an George.

„Glückwunsch Jungs. Ihr habt eine Tochter bekommen.“ Sie beide starrten das Wunder verblüfft an. Keiner von ihnen konnte glauben wie wunderschöne ihr kleines Mädchen war. Sie hatte hellblaue Augen und sanftes, dunkles rot-braunes Haar. Sie war so wundervoll.

„Wie sollen wir sie nennen?“ fragte Fred, als George sie ihr weitergab. Er säuselte dem winzigen Wesen süße Geräusche und Worte zu, das er gerade hielt.

„Wie wäre es mit Anna?“ schlug George vor.

„Das ist ein wunderbarer Name!“ Hermine lächelte sanft. „Wie wäre Jane als Mittelname? Nach meiner Mutter.“

„Perfekt,“ sagte Fred und grinste immer noch wie ein Hongikuchenpferd dem Baby in seinen Händen entgegen. In dem Moment kam eine Horde Weasleys in den Raum. Molly erreichte das Baby als Erste und schnappte sie sich aus Freds Händen.

„Bist du nicht wunderbar! Wie heißt es denn?“ Molly sah dabei nicht von der jüngsten Enkelin hoch zu den Eltern.

„Anna Jane Weasley,“ antwortete George. Es folgte eine Welle der Oh´s und Ah´s von allen Seiten.

„Oh wie süß du doch bist! Es ist echt schwer die Konsequenzen abzusehen, wenn Unfälle passieren.“ Mrs. Weasley´s Worte wurden von eisiger Stille begleitet. Niemand konnte glauben, dass sie solche Worte über ein Baby sprechen würde. Hermine fand ihre Stimme das Erste und versuchte auf die Beine zu kommen. Die Zwillinge versuchten sie dazu zu bringen sich wieder hinzulegen, aber sie würde sich so etwas ganz sicher nicht gefallen lassen. Sie nahm der älteren Frau ihre Anna aus den Armen und gab sie sofort George, weil er am Nächsten stand.

„Wie kannst du es wagen! Meine Tochter ist kein Unfall! Sie mag zwar ungeplant sein, aber sie ist ein Geschenk! Ich will so etwas nie wieder aus deinem Mund hören!“ Hermine kochte vor Wut. Sie war noch nie so aufgebracht. „Und jetzt raus!“ Alle verließen daraufhin den Raum, denn keiner wollte bleiben, nun da die Stimmung gekillt worden war. Hermine brach auf dem Bett zusammen und die Zwillinge setzten sich an ihre Seite. George übergab ihr Anna wieder und Hermine kuschelte sie sofort an sich.

Fred umarmte sie besitzergreifend und George saß nur daneben und sah traurig aus.

„Du bist kein Unfall, mein kleiner Schatz. Wir lieben dich so sehr. Du bist ein Geschenk! Ich kann mir kein Leben ohne dich vorstellen,“ sagte Hermine leise zu dem Baby und weinte selbst. Sie hatte anfangs auch gedacht es wäre ein Unfall, als sie schwanger geworden war. Nun war alles woran sie denken konnte, wie wundervoll ihre Tochter doch war. Sie konnte sich nicht mal vorstellen diese letzten neun Monate nicht durchgemacht zu haben. Hermine freute sich ehrlich gesagt schon auf weitere Kinder mit den Zwillingen in der Zukunft. Aber noch nicht jetzt. Als sie sich am Bett bewegte, spürte sie wie ihre Nähte ziepten.

Die Zukunft war eine wunderbare Sache, über die sie nachdenken konnte.sie alle drei dachten darüber nach, während sie ihr kleines Mädchen betrachteten, die gerade an Hermines Brust nuckelte und überhaupt keine Probleme zu haben schien. Es war als wäre nicht nur sie ein Geschenke, sondern als wäre das der Start ihrer Leben miteinander. Sie konnten es nicht erwarten!
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