Ino hoch Probleme

von N-Rani87
GeschichteRomanze / P16
Ino Yamanaka Kiba Inuzuka Shikamaru Nara
26.11.2019
02.12.2019
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Es lag der frische Rosenduft von Parfüm in der Luft, den Ino sich auftrug. Ganz dezent, denn sie wollte ihre Tanzpartner nicht verjagen. Sakura trug ein enges lavendelfarbenes Kleid, welches ihre Oberschenkel nur teils verdeckte. Ihre beigen Stiefel hatte sie mit ihrem warmen Mantel farblich abgestimmt. Die dunkle Umrandung ihrer Augen betonte diese nur umso mehr und ließ das Grün giftig leuchten. Ihre Haare hatte sie offen gelassen und, doch sie reichen ihr kaum zu ihren Schultern. Als sie zu Ino rüber schaute, schmunzelte sie:
„Ist das neu?" Ihr Finger deutete auf Inos Kleidung, welche an sich herunter schaute. Es war das violette Oberteil und die schwarze Hotpants, welche sie sich letztens mit ihrem wenigem Geld gekauft hatte. Dazu hatte sie, wie schon überlegt, die Netzstrumpfhose und sie schwarzen Stiefel angezogen. Ino legte sich spielerisch in Pose und stemmte ihre Hände in die Hüften:
„Ich bin zwar pleite, konnte aber einfach nicht widerstehen." Sie betrachtete sich noch einmal in dem menschengroßen Spiegel, der im Wohnzimmer an der Wand hing und entschied sich doch ihre Haare hochzubinden. Sie bemerkte im Spiegel, wie Sakura von hinten näher trat und siegreich grinste:
„Mit diesem Outfit finden wir hundertprozentig jemanden für dich!"
„Wollt ihr das immer noch durch ziehen", seufzte Ino, „Ich will einfach nur tanzen und etwas trinken. Zu einem heißen Kerl würd ich auch nicht nein sagen, aber bitte keine Freundsuche!" Doch Sakura schüttelte bestimmt den Kopf und zog Ino am Arm nach draußen:
„Sorry, aber du hast schlafende Wölfe geweckt! Wir werden in einem Rudel - naja bestehend aus Tenten und mit - auf die Pirsch gehen und uns in deine potenziellen Freunde so fest verbeißen, dass sie uns nie wieder loswerden, bis sie nicht anders können, als dich zu heiraten!"
„Genau, das wird sie überhaupt nicht abschrecken, wenn zwei verrückte Weiber sie umschwirren und ihnen eine Freundin andrehen wollen. Das ist der beste Plan, den du je hattest, Saku", Inos Stimme triefte vor Sarkasmus, „Und ich dachte, ihr sucht mir einen Freund, keinen Ehemann." Saku gluckste nur vergnügt:
"Kann beides nicht schaden, obwohl... Bleiben wir erstmal bei der Freundsuche. Was ist eigentlich überhaupt dein Typ? Weil dein Ex war halt... Naja, also wirklich Charakter hatte der ja nicht wirklich. Also gut aussehen muss er, dass weiß ich schon mal." Sie blickte Ino gespannt an, die bei Erwähnung ihres Ex kurz zusammen gezuckt war. Sie trabten gerade die Treppen des Gebäudes runter. Es war schon ziemlich nervig auf einer der höchsten Stockwerken zu wohnen und da Saku eine große Abneigung gegenüber Aufzüge hatte und diese nur ungern nutzte, mussten sie die gefühlten tausend Stufen runterlatschen. War doch immer schön verschwitzt am Club anzukommen, noch ehe sie überhaupt getanzt hatten. Ino zuckte ihre Schultern:
„Er sollte auf jeden Fall nicht faul sein. Intelligent, damit man sich auch unterhalten kann, aber er sollte kein Snob sein. Klar, gutaussehend ist immer drin. Er darf nicht jünger sein als ich, aber das ist nicht so ein schwerwiegendes Kriterium. Ich muss mit ihm Spaß haben können. Schwarze Haare würd´ ich bevorzugen..." Sie stoppte. Ihr Ex hatte auch schwarze Haare gehabt. Pechschwarze, wie die Nacht. Sie biss sich auf die Lippen:
„Aber was kümmert einen schon die Haarfarbe, ist doch egal. Ah, und er soll ein Lächeln haben bei dem ich wegschmelze!" Sakura musste lächeln:
„Dafür, dass du keinen Freund haben willst, hast du aber eine ziemlich klare Vorstellung von deinen Idealtypen." Ino drehte sich beschämt zur Seite. Erwischt. Auch wenn sie keine Beziehung wollte, hatte sie oft an eine gedacht. An eine, in der sie nicht betrogen werden würde. Die kalte Luft blies ihnen ins Gesicht, als sie die Eingangstür aufdrückten. Tenten wartete vor dem Gebäude an ihren Wagen gelehnt. Sie trug eine schwarze Jeans, die so zerrissen war, als wär sie durch einen Drahtzaun gelaufen. Diese endete in schwarzen Boots mit kleinem Absatz. Ihr weites Top, mit der auf Schrift >Shut up and kiss me< schimmerte leuchtend weiß im Dunkeln. Die braunen Haare hatte sie wie immer zu zwei Dutts gebunden, wobei sie diesmal lockerer als sonst. Das Gesicht hatte sie wie Ino dezent geschminkt. Ein bisschen Wimperntusche und einen Lippenstift mit natürlichem Ton.
„Kann es losgehen", fragte sie und stieß sich vom Wagen ab.

Die Straße glänzte noch von dem Regen und die Reifen des Autos quietschten laut, als es über den Boden schlitterte. Manchmal zweifelte Ino, meist wenn sie nüchtern war und mit Tenten fuhr, an Tentens Fahrfähigkeiten. Denn diese übersah gerne mal rote Ampeln und Warnschilder oder driftete auf die entgegengesetzte Spur ab. Dabei drehte sie die Musik so laut auf, sodass es Ino in den Ohren dröhnte. Ino blickte um sich abzulenken aus dem Fenster und beobachtete, wie vereinzelte Pärchen über den Bürgersteig schlenderten, mal in Arm in Arm, mal Händchenhaltend.
„Mach dich auf was gefasst, Ino! Heute finden wir DEN Mann für dich im Club. So schwer wird das ja schon nicht werden", rief Tenten, die Musik übertönend. Dabei drehte sie sich zu Ino nachhinten und Sakura quietschte auf:
„Pass doch auf! Und schau nach vorne, verdammt! Ich will lebend da ankommen." Tenten überholte einen LWK und streifte dabei einen Laternenmast, was Sakura erneut aufschreien lässt, doch Tenten lachte nur böse. Als Sakura sich ein bisschen beruhigte, wandte sie sich mit einem leichten Lächeln zu Ino um:
„Und falls das nichts wird, haben wir schon einen Plan B."
„Plan B", fragte Ino skeptisch. Ihre Freundin nickte und stieß einen Schrei aus:
„Tenten! Da ist eine Oma! Tenten, die Oma da! Fahr sie nicht um... Oh Gott, ich steig nur noch besoffen in ein Wagen mit dir. Da merk ich wenigstens nicht, wie lebensgefährlich du fährst!" Als Antwort drückte Tenten nur ins Gaspedal.
Am Club bremste sie so abrupt, dass Sakura und Ino nach vorne kippten, und driftete auf einen Parkplatz.
„Kann es sein, dass du deinen Führerschein noch gar nicht gemacht hast", fragte Sakura säuerlich und sprang aus dem Wagen, als hätte sie Angst, Tenten könne wieder losfahren.
„Ach, hab dich nicht so. Manchmal muss ich halt auch Dampf ablassen." Tenten streckte Sakura die Zunge raus und stieg ebenfalls aus. Inos Tür schwang auf und Sakura linste rein:
„Kommst du jetzt? Jetzt wird gefeiert, getrunken und getanzt. Und dir einen Freund gesucht natürlich." Ino stieg aus und konnte schon den Beat des Clubs spüren. Der Türsteher war Mitte dreißig und Tattoos überzogen seine Arme. Die drei Frauen zeigten ihre Ausweise vor und bezahlten den Eintritt bei der grünhaarigen Kassiererin, die ihnen mit einem breiten Lächeln einen Stempel auf den Handrücken drückte. Der Club war voll und man spürte schon die stickige Luft und den Geruch von verschwitzen Leibern. Zu aller erst begaben sie sich zur Bar, an der sie sich jeweils ein Bier bestellten. Wie Sakura versprochen hatte, bezahlte sie. Zu Inos Glück, denn sie hatte grad mal genug Geld für die Eintrittskarte gehabt. Sie war froh, dass sie am nächsten Tag wieder ihre Löhne bekommen würden. Ihr Blick schweifte über die Menge und blieb bei einem großen blonden Kerl hängen, der sie mit seinen durchdringend blauen Augen fixierte. Er lächelte, als sich ihre Blicke kreuzten und sie erwiderte es. Was konnte es schon schaden ein bisschen zu flirten. Sakura folgte ihren Blick und zog eine Schnute:
„Wir suchen einen Freund für dich und du fängst schon an mit One-Night-stand-material zu flirten. Also Ino, kannst nicht mal versuchen, jemanden zu..." Sie verstummte und ihre Augen wurden groß wie die eines Hasen. Durch ihr abruptes Verstummen schaute Ino nicht mehr zum Kerl, sondern zu ihrer Freundin, die so hochrot angelaufen war, dass sie einer Tomate glich. Stirnrunzelnd begutachtete sie den Mann, den Sakura ins Visier genommen hatte. Er war groß, hatte schwarze Haare und ebenso dunkle Augen. Sein Blick war kalt und abweisend. Plötzlich erkannte Ino ihn:
„Ist das nicht Sasuke? Sasuke Uchida? Mannomann, warst du nicht total verknallt in ihn? Oder bist, wenn man dich so ansieht?" Sakura kippte sich das ganze Bier auf einen Zug rein und raffte ihr Kleid.
„Dieses Mal werde ich ihn ansprechen", sagte sie bestimmt, warf Ino jedoch noch einen zweifelnden Blick zu, die eine Kopfbewegung in Richtung Sasukes machte und lächelte,
„Geh schon, wir kommen alleine klar." Erleichtert seufzte sie auf und wuselte zu ihrem Scharm. Den Blick den Tenten Ino zu warf war tödlich.
„Ich weiß, was du vorhast", sagte sie bedrohlich, „Du willst uns ablenken, damit wir dir keinen Freund suchen. Aber mich wirst du nicht so schnell los. Also vergiss es direkt!" Ino lächelte unschuldig, als könne sie keiner Fliege etwas zu Leide tun,
„Ach, das bildest du dir nur ein!" Dann drehte sie sich wieder zum blonden Mann, doch er war verschwunden. Enttäuscht trank sie ihr Bier aus und bewegte sich zur Tanzfläche. Der Typ sah ganz gut aus, mit den dunklen Sommersprossen, die stark im Kontrast zu seinem hellen Haar und Augen stand. Zwar nicht ganz ihr Geschmack, aber nicht schlecht. Sie tanzte wild und ausgelassen zu den Liedern, die ineinander übergingen. Der Schweiß glänzte auf ihrer Stirn und ihr wurde ganz wohlig warm. Sie mochte es zu tanzen und dabei die Welt um sich herum zu vergessen. Auch wenn sie ab und zu sich umschaute und nach einem guten Fang suchte. Plötzlich legten sich zwei starke Arme um ihre Hüfte und drückte sie näher an einen erhitzen Körper. Sie roch das leichte Rasierwasser und genoss das Gefühl den Atem des Fremden hinter sich auf ihrer Haut zu spüren. Als sie sich umdrehte, erkannte sie den blonden Mann wieder. Seine Lippe war gepierct und ein breites Grinsen legte sich auf diese. Sie mochte das Lächeln nicht. Es berührte sie nicht, doch sie lächelte zurück und schmiegte sich enger an seinen Körper. Seine Hände wanderten tiefer und er beugte sich zu ihr runter:
„Willst du etwas trinken? Ich lad dich auf ein Bier ein." Das hörte man doch gerne. Sie nickte und er zog sie an ihrer Hand von der Tanzfläche weg. Sie wartete auf einem Stuhl, während er die Drinks holte. Tenten funkelte sie böse von der anderen Seite des Raums an, wurde doch durch jemanden abgelenkt und drängelte sich durch die tanzende Menge zu einem dicken Mann. Ino konnte nicht erkennen, ob sie ihn kannte, dazu war es zu dunkel. Was sie jedoch erkannte war, dass Tenten breit lächelte, auf eine Weise die Ino nicht gefiel. Was war ihr Plan B? Denn sie war sich ziemlich sicher, dass Plan A nicht funktionieren würde. Der Mann kam mit zwei Bieren wieder und reichte ihr eins.
„Ich heiße Airo, und du", sagte der Blonde schiefgrinsend. Ino spielte mit einer Strähne und versuchte durch die Lautstärke zu sprechen, was nicht gelang und sie sich näher zu Airo beugte:
„Ino." Sie prosteten sich zu und Ino trank großzügig aus der Flasche. Airo beobachtete sie aufmerksam und setzte seine Flasche langsam an seine Lippen. Er fragte sie etwas über ihr Hobbies und ihrem Beruf aus, bis er sich vorbeugte und sie küsste. Er schmeckte nach Alkohol und Beef. An sich nichts schlimmes, doch fühlte sich plötzlich unbehaglich, doch trotz dessen küsste sie ihn zurück. Er hatte ihr die obersten Knöpfe ihres Oberteils geöffnet, sodass man einen guten Blick auf ihr Dekolleté hatte. Seine Hand, die nicht das Bier umfasste, legte sich auf ihren Rücken und drückte sie enger an sich. Sie hingegen versuchte sich leicht von ihm zu schieben. Ihr gefiel die Situation überhaupt nicht. Vor ihren Augen verschwamm alles und ihr wurde unbeschreiblich übel. mit einem festen Schlag gegen die Brust, schlug sie ihn zurück und keuchte auf, doch das Schwindelgefühl wollte nicht verschwinden. Auf Airos Gesicht legte sich ein böser Schatten und Ino versuchte klar beim Verstand zu bleiben. Dann fiel ihr Blick auf das Bier in ihrer Hand. Entsetzt ließ sie es fallen und hielt sich an der Theke fest um nicht umzukippen. Was hatte er ihr da reingeschüttet? Airo griff nach ihrem Handgelenk und sagte:
„Lass uns woanders hingehen." Ino versuchte sich zu wehren, doch ihre Arme waren schlapp und ihre Beine konnten sie kaum tragen.
„Lass mich los", stöhnte Ino und umklammerte immer noch die Theke. Hilfe suchend schaute sie zu der tanzenden Menge, doch niemand schien sie zu beachten. Und Sakura, sowie Tenten konnte sie nicht finden. Airo zog sie von der Theke weg und sie fiel fast zu Boden. Sie konnte fast nichts mehr sehen. Überall leuchteten nur bunte Punkte. Kraftlos wehrte sie sich und versuchte sich von ihm zu reißen. Der Druck auf ihrer Hand verschwand plötzlich. Anscheinend hatte Airo sie losgelassen. Warum? Sie versuchte sich zu konzentrieren und kniff die Augen zusammen. Airo lag auf dem Boden und hielt sich entsetzt die blutende Nase. Verwundert bemerkte Ino, dass sie nicht umgekippt war, sondern, dass jemand sie stützte.
„Verschwinde, du Perverser, bevor ich die Polizei rufe", sagte eine dunkle Stimme direkt neben ihr. Airo rappelte sich auf und verließ fluchtartig den Club, als wäre der Teufel hinter ihm her. Inos menschliche Stütze trug sie raus an die frische Luft und ließ sie vorsichtig hinknien. Ino atmete schnell die kühle Luft ein und versuchte ihr benebeltes Hirn vor einem Aussetzer zu bewahren. Die kalte Abendluft schien ihre Dienste zu tun oder es lag daran, dass sie saß, doch langsam konnte sie wieder klarer sehen. Jedoch war sie unendlich müde und ihre Lider fielen ihr fast zu. Der Fremde hockte sich neben sie und fuhr ihr über den Rücken.
„Du solltest nicht so leichtfertig Drinks von Fremden annehmen." Seine Stimme klang genervt, doch es war angenehm, sie zu hören. Ino drehte sich zu ihm. Auch wenn alles noch etwas verschwommen war, konnte sie sehen, dass er gut aussah. Er hatte schwarze Haare, die er zu einem kleinen Zopf zurückgebunden hatte. Seine schwarzen Augen funkelten sie dunkel an. Die Augenbrauen hatte er zusammen gezogen, sodass sich über seinen Nasenrücken eine Furche bildete. Er roch gut, auch wenn sie den leichten Tabakgeruch nicht mochte. Dies wurde aber durch das Aftershave überdeckt, welches er trug und dies roch betörend gut, dass Ino rot wurde. Ohne es bemerkt zu haben, hatte er ihr seine dunkle Jacke um die Schultern gelegt. Benommen lächelte sie nur, dann kippte ihr Kopf vor und landete auf seiner Brust. Dann wurde ihr schwarz vor Augen.