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Ein Weihnachtsmärchen

Kurzbeschreibung
OneshotLiebesgeschichte / P12 / Het
Blaise Zabini Ginevra Molly "Ginny" Weasley
23.11.2019
23.11.2019
1
1.422
8
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Dieses Kapitel
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23.11.2019 1.422
 
Hey,
dieser One-Shot durfte nicht über 2.000 Wörter lang sein, deshalb ist das jetzt alles ein wenig kurz. Vielleicht werde ich daraus mal eine längere Geschichte machen.
Ich freue mich über jede Review!

Ein Teil wurde nicht von mir, sondern von Ellie05 geschrieben!

Disclaimer: Alle genanten Figuren gehören nicht mir, sondern J.K. Rowling. Ich verdiene kein Geld mit der FanFiction.

Aber jetzt, viel Spaß beim Lesen!

Ein Weihnachtsmärchen


 Ginny Weasley stand, warm eingepackt in ihrem Winterumhang, beim Schwarzen See und blickte aufs Wasser. Der Herbstwind schlug leichte Wellen, die das Laub auf der Wasseroberfläche treiben ließen. Bald würde es schneien und die Ländereien von Hogwarts würden wieder mit diesem weißen Glitzer überzogen sein, den sie so liebte.

„Ginny!“, hörte die Gryffindor da eine Stimme hinter sich. Als sie herumfuhr, sah sie Luna, die auf sie zulief. „Professor Flitwick sucht dich, er meinte, du sollst in sein Klassenzimmer kommen!“
„Wozu das denn? Hat er das gesagt?“
„Nein. Er sagte nur, dass du kommen sollst. Ich muss auch wieder, zu den Thestralen. Aber pass auf. Man hat Misteln ins Schloss gebracht, überall schwirren Nargel rum.“
„Ja, bis später Luna! Und danke!“ Die Ravenclaw nickte.

Ginny machte sich auf, in Richtung Hogwarts. Als sie, sich umblickend, die Treppen im Schloss hinaufging (keine Nargel zu sehen), sah sie Blaise Zabini, der ebenfalls die Treppen hochstieg.
Er schien sie auch gesehen zu haben, doch erst, als sie kurz davor war, ins Zauberkunstklassenzimmer zu gehen, sprach er sie an: „Ey, Weasley, was gehst du da rein? Ich war eindeutig zuerst da!“
„Sind wir Erstklässler, oder was? Dann geh du doch zuerst rein. Was kann ich denn dafür, wenn du so langsam läufst?“
Doch da ging schon die Tür auf und Professor Flitwick trat heraus. „Das ist ja schön, dass Sie beide so schnell kommen konnten. Aber kommen Sie doch herein!“
Blaise sagte verblüfft: „Wir beide?“
„Ja, Sie beide!“ Er klang so, als ob jegliche andere Annahme komplett unrealistisch wäre.
Sie zuckte mit den Schultern und schob sich an Blaise vorbei, der dann scheinbar auch aus seiner Starre erwachte und ihr folgte.

„Mr. Zabini, wir beide haben ja bereits darüber gesprochen, dass ich Ihnen wegen ihres äußerst schwachen Flederwichtfluches jemanden suchen wollte, der Ihnen ein wenig zur Hand geht. Und da Ms. Weasleys Fluch so stark ist, wäre sie doch die perfekte Wahl dafür, oder, Ms. Weasley?“
„Nun, ähh…“ Ginny wollte Blaise eigentlich nicht bloßstellen, aber so eine Gelegenheit kam nicht alle Tage.
„Im Gegenzug dazu würde Ihnen Mr. Zabini den Unaufspürbaren Ausdehnungszauber beibringen, weil Sie diesen ja nicht so gut beherrschen, Ms. Weasley.“
„Damit würde ich mich einverstanden erklären“, sagte Blaise dann auf einmal.
„Das ist ja ganz wunderbar!“, rief Professor Flitwick vergnügt, „Na dann, husch, husch! Sie können gleich loslegen!“

Natürlich konnte das nicht so funktionieren, wie Professor Flitwick es gerne gehabt hätte. Die beiden waren gleich bei der ersten Gelegenheit in Streit geraten. Er verhielt sich total arrogant und war absolut kein guter Lehrer, während Ginny, so gut es ihr möglich war, versuchte, ihm etwas beizubringen.
Ebenfalls ließ er sich überhaupt nichts sagen, „Ich habe es doch vorhin genauso gemacht!“, war nur einer der Sätze, den sie ständig an den Kopf geworfen bekam.
Sie ließ sich bei Luna über ihn aus, die ihr jedoch nur riet, ihn darauf anzusprechen und am dritten Advent konnte sich Ginny auch endlich dazu bewegen.

Als sie das ungenutzte Klassenzimmer betrat, das Professor Flitwick ihnen für diesen Zweck zugewiesen hatte, stand Blaise bereits am Fenster und schien auf sie zu warten. Langsam lief sie auf ihn zu und stellte sich neben ihn.
„Blaise Zabini. Ich verstehe ja, dass es dir gegen den Strich geht, dass du dir von mir, einer Gryffindor, etwas beibringen lassen musst, aber trotzdem könntest du dich doch wenigstens ein bisschen zusammenreißen. Für mich ist es auch nicht einfach.“
Er verdrehte die Augen, schien ihr jedoch zu gehorchen, denn in den folgenden Stunden war die Zusammenarbeit wesentlich einfacher und am Ende des Tages hatte Ginny sogar das Gefühl, dass sie etwas gelernt hatte.
Die Handtasche, die sie nach Flittwicks Bekanntgabe aus ihrem Gemeinschaftsraum geholt hatte, schien sich noch aufzublähen, als sie den Zauber an ihr anwendete, allerdings lang nicht mehr so sehr wie vorher.
Auch Blaise hatte Fortschritte gemacht, denn der Statue, die Professor Flitwick ihnen für diesen Zweck herbeigezaubert hatte, flogen schon ein paar Vögel um den Kopf.
„Was genau bewirkt dieser Zauber eigentlich genau?“, fragte Blaise sie dann in einem ruhigen Moment, in dem sie sich nebeneinander vors Fenster gestellt hatten.
„Er lässt dem Opfer Vögelchen um den Kopf schwirren?“, antwortete sie verwirrt.
Blaise lachte. Er lachte. Sie hatte damit gerechnet, dass er die Augen verdrehen würde, aber nicht damit, dass er lachen würde. „Ach nee. Ich meinte eher, wo kommen die Vögel her? Erscheinen die einfach?“
„Nein.“ Nun musste auch Ginny grinsen. „Ich habe mal irgendwo gelesen, dass die Nasenpopel des Angegriffenen in diese Vögel verwandelt werden, aber ganz sicher bin ich mir nicht.“
„Bei Merlins Bart, das ist ekelhaft“, erwiderte Blaise trocken.
Dann brachen sie beide in schallendes Gelächter aus.

Eine Woche später sah Ginny aus dem Fenster. Es war die letzte Übungsstunde mit Blaise vor den Weihnachtsferien. Sie waren schon seit einer Stunde damit beschäftigt, ihre Zauber zu perfektionieren. Blaise' Flederwichtfluch klappte schon sehr gut, allerdings konnten die Vögel, die aus seinem Zauberstab flogen, leider noch nicht angreifen, sondern trällerten nur aus voller Kehle „Ein Kessel voller heißer, starker Liebe“, sodass Mr. Filch hereingeplatzt war und irgendetwas von „Kerker“, „Daumen“ und „alte Zeiten“ gebrüllt hatte.

„Ginny! Ich habe es geschafft!“, schrie Blaise auf einmal und riss sie damit aus ihrem Tagtraum. Fasziniert beobachteten sie, wie ein Dutzend Vögel zwitschernd die Statue angriffen - Merlin sei Dank - und ihr in die Gesichtspartien hackten.
„Endlich! Vielen Dank, Ginny, du bist echt geni-…“, Blaise stockte. „…ganz in Ordnung.“ „Wow, kannst du das nochmal wiederholen?“, fragte Ginny belustigt. Er lächelte und sie merkte, wie ihr die Hitze ins Gesicht stieg.
„Versuch du es auch nochmal!“, rief er ihr zu.
Ginny schwang ihren Zauberstab, während sie die Zauberformel aufsagte, die ihr in den letzten Wochen so vertraut geworden waren. Dieses Mal schien mit der Tasche gar nichts zu passieren, enttäuscht wollte sie sich schon abwenden, doch da hob Blaise die Tasche hoch und steckte seinen Arm in die kleine Abendtasche. Er verschwand fast gänzlich in ihr.
„Endlich!“, jubelte die Weasley, „Und danke Blaise. Ohne dich hätte ich das nie geschafft.“ Sie lächelte ihn an.
„Und Blaise, was ich dich schon die ganze Zeit fragen wollte … Warum hast du eigentlich so schnell zugestimmt, als Flitwick das hier vorgeschlagen hat?“
Er lächelte ein wenig beschämt. „Ich wollte dir beweisen, dass ich nicht kindisch bin.“
Darauf wusste Ginny nichts zu erwidern, nur ihr Lächeln wurde ein wenig breiter.
„Es schneit, sieh mal!“, meinte der Slytherin dann plötzlich und deutete aus dem Fenster. Die Gryffindor folgte seinem Blick und sie beide sahen dabei zu, wie sich sich die Ländereien von Hogwarts langsam weiß färbten. „Hast du Lust, raus zu gehen? Ich wette, in einer Schneeballschlacht besiege ich dich sofort,“ sagte Blaise gespielt höhnisch.
„Haha, ich habe sechs Brüder, mit denen ich üben konnte. Also vergiss es!“, rief sie und stürmte, gefolgt von Blaise, die Treppe hinunter in den Innenhof. „Nimm das!“, schrie Ginny und sah genüsslich zu, wie ihr Gegner sich eine Ladung Schnee aus dem Gesicht wischte. „Wirklich gerissen. Sicher, dass du nicht nach Slytherin gehörst?“
„Witzig.“
„Immer doch.“

Langsam ging Blaise auf sie zu. „Du bist total toll, weißt du das?“, flüsterte er, als sie beide nur noch ein paar Zentimeter voneinander entfernt standen. Der Gryffindor wurde trotz des kalten Wetters plötzlich warm. Sie hielt den Atem an und schloss die Augen, als Blaise seine Lippen sanft auf ihre drückte. Auf einmal war die Welt um sie herum vergessen und alles, was zählte, waren sie beide. Ginny erwiderte jeden seiner Küsse, ihre Beine fühlten sich an wie Wackelpudding. Sie konnte nicht glauben, was gerade geschah.
Nach einer Weile murmelte Blaise: „Das wollte ich schon lange mal tun“, und seine Augen glitzerten verliebt. Er nahm ihre Hände und verschränkte sie mit seinen.        

Immer noch lächelnd blickte sie auf seine Haare, die wie von weißem Puder durchwirkt schienen.
„Ich hab mich in dich verliebt, Ginny.“
„Und ich mich in dich, Blaise.“
Und in diesem Moment wusste sie, dass sie mit Blaise vollkommen glücklich war und sich ihnen nicht einmal Häuservorurteile in den Weg stellen werden können. Und wenn es jemand versuchte, würde sie demjenigen ihre Meinung geigen. Und darauf freute sie sich schon.
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