RACHE KENNT KEINE GNADE!

GeschichteDrama, Thriller / P18
OC (Own Character) Thranduil
23.11.2019
08.12.2019
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-Kapitel 1-

Die Mittagssonne brannte vom Himmel herab. Keine einzige Wolke war zusehen.
„Lass mich los, du verdammte Bulle!“, schrie der Mann wütend und versuchte sich aus dem Griff von Erestor zu befreien.
„Hör auf so zu schreien, davon bekomme ich noch Kopfschmerzen“, murrte Erestor kühl.
„Seltsam, dass es so einfach war ihn zu fangen“, meinte Thranduil, welcher neben ihm her lief.
„Nun, er ist nur ein einfacher Drogenschmuggler, dass ist nichts besonderes“, antwortete Erestor und blieb stehen. „Oh nein…“
„Was ist?“
„Die Presse…“
„Hm?“
Thranduil folgte dem Blick seines Partners und sah einen Haufen von Reportern hinter dem Absperrband stehen. Ein Polizist kam auf sie zugelaufen.
„Hier, nimm ihn und pass auf deine Ohren auf. Er schreit gern“, sagte Erestor.
„Geht klar, ich werde aufpassen“, grinste der Polizist und übernahm den Drogenschmuggler.
„Ich werde mal kurz dort hin gehen und einem Polizisten bitten die Reporter weg zu schicken. Die Tummeln sich hier, als wäre ein Mord geschehen…“
„Haha, mach das“, sagte Erestor.
Sein Kollege entfernte sich von ihm. Der Agent wollte gerade zu seinem Auto gehen, als sein Telefon anfing zu klingeln. Als er auf das Display schaute, konnte er die Nummer seiner Frau erkennen. Mit einem Lächeln auf seinen Lippen nahm er an.
„Guten Tag, mein Schatz, hast du gut geschlafen?“, fragte Erestor lächelnd, da er wusste, dass seine Frau meistens lange schlief, wenn sie im Krankenhaus Spätschichten hatte.
"Erestor…" , hörte er die schluchzende Stimme seiner Frau. Sofort verschwand das Lächeln auf seinem Gesicht und Sorge breitete sich aus.
„Schatz? Alia, was ist los?“
"Ich war gerade in der Küche, als-…"
„Alia? Alia!“
Da hörte Erestor ein dunkles Seufzen und dann eine männliche Stimme.
"Sie ist wirklich eine wunderschöne Frau, Erestor. Wie kommt es, dass du immer so viel Glück mit Frauen hast?"
Augenblicklich weiteten sich die Augen des Agenten.
„Wer bist du? Was willst du von mir!“, rief Erestor zornig. „Wenn du mich willst, dann komm und hol mich, aber lass meine Familie da raus!“
„Erestor, was ist los?“, fragte Thranduil, der zu seinem Kollegen gegangen war, als er dessen besorgtes Gesicht gesehen hatte.
"Ts, ts, ts. Es ist gerade mal erst ein Jahr her, seit dem du mir zwei Kugeln in meine Brust verpasst hast und mich schon vergessen hast? Also das enttäuscht mich jetzt wirklich, Erestor. Dabei haben wir uns doch so lange gekannt, sieben Jahre um genau zu sein. Doch dann bin ich wegen dir auf die schiefe Bahn geraten und du hast mein Leben zerstört!"
Erestor brauchte einen Moment lang, bis er verstand mit wem er gerade sprach.
„Joey. Joey Milligan!“
Thranduils Augen weiteten sich, als er hörte. Erestor hörte ein hämisches Lachen.
"Ganz genau. Du hast ganz schön lange gebraucht um es herauszufinden."
„Wenn du Rache willst, dann lass sie an mir aus! Meine Familie hat damit nichts zu tun!“, rief Erestor.
Beide Agenten setzten sich in Bewegung und liefen zu seinem Wagen, wo sie einstiegen und losfuhren.
"Du hast mir alles genommen! Und jetzt werde ich dir alles nehmen! Nun wirst du zu spüren bekommen, wie es ist, dass was du am meisten liebst, was dir am meisten bedeutet zu verlieren!"
Da hörte Erestor einen Schuss.
„NEIN!“
Der Agent drückte das Gaspedal durch.


Wenige Minuten später kamen die beiden Agenten am Haus an. Die Haustür war offen. Erestor und Thranduil zogen ihre Waffen und gingen hinein. Es war still im Haus.
„Alia?“, rief der Agent laut den Namen seiner Frau, doch erhielt er keine Antwort.
Beide kamen in die Küche. Erestor erstarrte. Auf dem Boden lag seine Frau mit einer Schusswunde im Bauch. Eine große Blutlache hatte sich bereits unter ihr gebildet.
„Nein! Alia!“
Erestor rannte sofort zu ihr, um sie in den Arm zu nehmen und seine Hand auf die Schusswunde zu pressen. Thranduil rief den Krankenwagen.
„Alia… Alia… Alia!“
Seine Frau öffnete ihre halb geschlossenen Augen und wandte ihr Gesicht dem von Erestor zu. Ein schwaches Lächeln umspielte die Lippen seiner Frau.
„Alia. Alia! Alia.“, Tränen hatten sich in seinen Augen gebildet und flossen an seinen Wangen herunter.  
„Eres…“
„Shh. Spare deine Kraft. Ein Krankenwagen ist bereits unterwegs. Es wird alles gut, Alia.“
„Ich liebe… dich, Erestor. Immer…“
Schwach hob sie langsam ihre Hand und legte sie auf die Wange ihres Mannes. Er legte seine auf ihre, während weitere Tränen an seinen Wangen herunter flossen.
„Alia…“
Eine einzelne Träne floss an ihrer Wange herunter, bevor sie ihre Augen schloss und ihr Körper in den Armen von Erestor erschlaffte. Erestors Augen weiteten sich.
„Nein. Nein! Nein! Nein! Alia! Nein!! Nein, Alia! Alia! Nein!! Alia!!“
Erestor presste ihren Körper an seinen und weinte bitterlich.
„Nein! Nein! Nein! Alia! Nein!“ Tränen tropfte auf ihre Schläfe und floss herunter. „Alia!“
Thranduil fiel auf die Knie. Auch in seinen Augen hatten sich Tränen gebildet und flossen an seinen Wangen herunter.
Als der Krankenwagen kam, hielt Thranduil sie auf und sagte ihnen, dass es bereits zu spät war. Thranduil kontaktierte Glorfindel, Elrond sowie Gandalf die sofort ihre Arbeit einstellten uns zum Haus fuhren.
Erestor bewegte sich nicht. Er ließ niemanden zu sich. Er sagte nichts. Er ließ seine Frau nicht los. Das Blut seiner Frau hatte seine Hose sowie sein Hemd vollkommen durchtränkt. Erst, als Erestor die Stimme seiner Tochter von draußen hörte, kam er wieder zu sich.
„Nein! Lasst mich rein!“, rief sie laut.
Schnell legte er vorsichtig seine tote Frau auf den Küchenboden und rannte hinaus.
„Papa! Papa, was ist denn los? Wo ist Mama?“
Erestor nahm seine sieben jährige Tochter hoch auf den Arm und drückte sie an sich, wobei er ein paar Schritte weg von dem Haus ging. Als das kleine Mädchen das viele Blut auf der Kleidung ihres Vaters sah, füllten sich ihre Augen mit Wasser.
„Papa, wo-wo ist Mama?“, wimmerte sie. „Wo-Wo ist sie?“
Erestor sagte nichts, sondern presste seine kleine Tochter an sich.
„Nein! Nein! MAMA! MAMA!“, schrie sie verzweifelt und wollte von den Armen ihres Vaters, doch Erestor ließ es nicht zu. „MAMA! MAMA!“


Einen Monat später:

Die Beerdigung von Erestors Frau war vor einer Woche gewesen, wo Thranduil, Glorfindel, Elrond und Gandalf ebenfalls anwesend gewesen waren. Erestor war ganz still und hatte kein Wort gesprochen, auch seine kleine Tochter war still gewesen.
Nun stand Erestor in Thranduils Büro. Sein Kollege sah ihn an.
„Ich verstehe, dass du jetzt Zeit mit deiner Tochter verbringen willst, Erestor“, sagte Thranduil mitfühlend.
„Danke“, antwortete Erestor mit kühler Stimme.
„Wenn du irgendetwas brauchst… Wir sind für dich und deine Tochter da, Erestor. Du brauchst es uns nur sagen.“
„Ich weiß.“
Mit diesen Worten verließ Erestor das Büro. Thranduil sah seinem Partner nach.


„Papa, wieso muss ich denn zu Oma?“, fragte seine kleine Tochter wenig später, als er mit ihr auf den Weg zu seinen Großeltern war. Er bog links ab.
„Ich habe noch etwas zu erledigen und das könnte ein paar Tage dauern und ich möchte nicht… Ich möchte nicht, dass du alleine in dem Haus bist. Außerdem freuen sich Oma und Opa schon dich zu sehen“, erklärte Erestor.
„Aber ich möchte bei dir sein, Papa.“
Erestor parkte vor dem Haus seiner Großeltern. Die Haustür ging auf und zum Vorschein traten zwei ältere Leute die lächelnd am Hauseingang auf Erestors Tochter warteten.
„Es ist zu gefährlich, Sweatheart“, antwortete der Agent lächelnd und strich ihr sanft über die Wange.
„Wirst du den Mörder von Mama suchen?“, fragte seine Tochter auf einmal.
Das Lächeln auf Erestors Gesicht verschwand für einen ganz kurzen Augenblick.
„Komm, Oma und Opa warten schon auf dich. Ich hab dich lieb.“
„Ich dich auch, Papa“, sagte sie und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
Sie öffnete die Beifahrertür und stieg aus, doch bevor sie die Tür zu schlug, schaute sie noch einmal zu ihrem Vater.
„Papa?“
„Ja?“
„Bitte finde den Mörder von Mama.“
„Das werde ich, mein Schatz.“
Seine Tochter schlug die Beifahrertür zu und winkte ihrem Vater nochmal zu abschied zu, bevor er davonfuhr. Erestor atmete tief durch, bevor sein Gesichtsausdruck sich verdunkelte. Er würde Joey Milligan finden und töten, dies war er seiner Tochter schuldig!
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