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Das Selbstexperiment der klassischen Musik

KurzgeschichteThriller, Tragödie / P12 / Gen
22.11.2019
22.11.2019
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Meist Tage lang sperrte er sich ein, studierte alte Werke der
Astrophysik. Ein wahrer Mann der Wissenschaft und obwohl es so schien als ob er seine ganze Kraft in seine Arbeit mit der Astrophysik zu Steckern schien hatte er doch noch eine Schwäche, die Psychologie, die Faszination eines Verworrenen gestörten Geistes setzte ihn in Verstauen. Da er ein Mensch war, der sich im Leben alles mit Logik und Vernunft erklärten wollte. Was seiner letzten Ehe dazu verhalf, ein rasches Ende zu nehmen, da sich die Leidenschaft gegenüber seiner Frau im Vergleich zu seiner Arbeit, die wenig Einnahmen brachte, kaum noch merkbar war. Die Tage, Monate und Jahre die er in seinem Arbeitszimmer verbrachte verschmolzen allmählich miteinander. Wie viel Zeit verging seit seine Gattin ihn verließ ist ihm weder bewusst gewesen, noch war es für ihn von Belang. Selten verließ er sein Zuhause um Einkäufe zu erledigen oder einen Trink in der Spielunke am Hafen zu nehmen. Selbst wenn er in diese Absteige ging, suchte er sich stets einen Platz im Abseits der Stadtbewohner dieses kleinen Hafennests. Wie ein Fremder wurde er beäugt, wenn er wie eh und je, falls er mal auf einen Trunk das Haus verließ, sich in den Sessel im hintersten Eck setzte und die Kerze löschte die an seinem Platz stand. Gerüchte gingen umher, die von Seemännern weit in die Ferne verschleppt wurden, sich wie die Wellen auf denen sie ritten aufbäumten und wie jeder Seemannsgarn irgendwann wieder an Land gespült wurden. Die dafür sorgten, dass bis lang verwässerten Geschichten über den alten Physiker der in dieser Hafenstadt lebte, wieder durch die Gassen und Spielunken schlichen. Ein immer wiederkehrendes Phänomen, das der Grund dafür war, dass Wilhelm immer eine Weile damit wartete bis er wieder das Haus verließ. Manchmal wartete er Monate was den Geschichten über ihn nur noch mehr Zeit einbrachten zu gären, sich zu verbreiten und sich in die Geister der Bewohner dieser Stadt zu brennen.
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