Shake all worries away to live a bigger life (MPK) [Part 3]

GeschichteRomanze, Familie / P16
Paddy
21.11.2019
02.12.2019
20
22108
 
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Alle gemeinsam setzten wir uns für ein nettes Frühstück zusammen und hatten ein paar Stunden gemeinsam Spaß und ein paar gute Lacher. Jeder verstand sich mit jedem und trotz der Rede, die Andrew Michael am Vorabend gehalten haben musste unterhielten sich die beiden jetzt ganz normal. Grinsend beobachtete ich sie und stellte dann fest, dass die beiden ja praktisch gleich alt waren, weniger als zwei Jahre lagen zwischen ihnen und sie hatten in ihrer Vergangenheit die selben Lieder gehört über die selben Leute gelästert. Das verband die beiden in gewisser Weise miteinander, auch wenn Michaels restliche Vergangenheit keine einzige Parallele mit Andrews aufzuweisen schien.
In diesem Moment war ich glücklich. Michael war meine Ehemann und Andrew war nun eine Art Vater für mich, was könnte nun noch schief gehen?!
Nach diesen paar Stunden machten sich die anderen auf einen kleinen Winterspaziergang zwischen den verschneiten Bäumen. Außerdem war es für uns nichts Besonderes durch die verschneite Landschaft zu laufen, das heißt es war schon besonders, aber wir konnten es fast jeden Tag tun und ein wenig Zweisamkeit war alles was wir in diesem Moment wollten. Wir würden keine wirkliche Flitterwochen haben und somit wäre diese Zeit einfach kostbarer und wichtiger als ein Spaziergang durch den Schnee. Michael und ich hatten uns dazu entschieden uns ein wenig Zweisamkeit zu gönnen und zu reden. Und so liefen wir beide ins Wohnzimmer als endlich alle aus der Tür waren.
Gemeinsam setzten wir uns auf die Couch und kuschelten uns vor dem warmen Ofen in einer warmen Decke dicht aneinander. Er küsste mich sanft auf den Kopf und streichelte meine Schulter. Meine Gedanken sprangen hin und her, über Weihnachtsgeschenke zu Michael wieder zurück und dann zu meinem großen Geschichtenprojekt, möglichen neuen Songtexten und Fotomöglichkeiten. Es waren so viele Dinge, die meine Gedanken in diesem Moment in Anspruch nahmen und doch war ich mir bewusst, dass all meine Liebe und Zeit genau jetzt nur Michael galt. Die anderen Dinge würde ich dadurch regeln, dass ich mir etwas Zeit jeden Tag nehmen würde und diese Zeit gleichmäßig aufteilen würde, doch mein Hauptaugenmerk würde auf den Leuten liegen, die ich zu lieben gelernt hatte, denn ich hatte schon zu viel Zeit verschwendet und  es im Nachhinein bereut. So würde ich mein neues Leben mit meiner neuen und vor allem eigenen Familie, die hoffentlich bald wachsen würde, nicht leben.
Mein Vorsatz für das neue Jahr würde auf jeden Fall sein, dass ich Zeit nutzen wollte, mein Leben ausnutzen wollte und keine Sekunde mehr verschwenden würde. Die Menschheit vergaß einfach im allgemeinen zu schnell was wirklich wichtig war und ich wollte nicht mehr zu dieser Masse gehören, ich wollte ausbrechen und das Leben in vollen Zügen genießen, während ich noch konnte.
"Ich weiß meine Familie kann manchmal sehr anstrengend sein. Aber sie meinen es alle nur gut.", flüsterte er dann entschuldigend und unterbrach meine Gedanken. Allmählich spürte ich seine Körperwärme zu mir durchdringen. "Das ist überhaupt kein Problem, ich bin froh darüber, dass sie mich so lieb aufnehmen und das trotzdem, dass alles so schnell passiert. Es gibt Leute die würden denken ich habe dich nur wegen deiner Bekanntheit geheiratet." "Angelo denkt das tatsächlich.", warf er ein und ich starrte ihn an. Ich hatte Angelo noch nie leiden können und dieses Statement von Michael unterstützte meine schlechte Meinung von ihm nur noch. "Mein Problem ist nur, ich war noch nie wirklich Teil einer Familie. Meine Familie war anders als die meisten Familien und das ist einfach ziemlich viel neues. Ich bin gerade erst dabei mich daran zu gewöhnen, dass sich jemand Sorgen um mich macht. Andrew und Lisa haben mir das gezeigt und ich versuche mich daran zu gewöhnen aber es ist nicht so leicht und jetzt habe ich dich, habe alles was ich jemals wollte. Jetzt habe ich mehr als ich mir jemals erträumt hätte und es ist so eine Flut von Gefühlen, die ich irgendwie einordnen muss. Und wenn ich das tue fällt mir aufeinmal auf wie glücklich und gleichzeitig unendlich traurig ich doch eigentlich bin. Wie gerne hätte ich das alles mit meiner Schwester geteilt es ihr begeistert erzählt, auch wenn es sie nicht so erfreut hätte wie ich es mir gewünscht hätte. Dennoch wünsche ich mir es ihr erzählen zu können um ihr zu zeigen dass ich endlich mein Glück gefunden habe." nachdem ich geendet hatte blickte mir Michael lange in die Augen. Seine Hand lag inzwischen unbeweglich auf meiner Schulter und spendete Wärme. Mein Herz schlug gleichmäßig während ich dem prasseln des Feuers in der Stille lauschte und Michaels Atem und Herzschlag beobachtete. Seine Brust hob sich in gleichmäßigen Zügen und sein Herzschlag war klar und deutlich unter meinem Ohr auf seiner Brust zu hören. Vor dem Fenster war das Pfeifen des Windes zu hören und der Schnee fing an dicht zu fallen, was gleichzeitig bedeutete, dass die anderen bald wieder zurück sein würden, doch in diesem Moment zählte nur unsere Zweisamkeit und aus einem Bedürfnis heraus fing ich an zu singen.
Last Christmas I gave you my heart
And the very next day you gave it away
This year to save me from tears I give it to
Someone special.
"Du bist meine einzige und letzte große Liebe.", wisperte Michael, "Ich werde dir helfen mit diesen Gefühlen umzugehen, werde mein bestes geben um dich glücklich zu machen." Erst schmunzelte ich nur bei seinen Worten, doch wenig später konnte ich mir das Lachen nicht mehr verkneifen. "Was? Hab ich irgendwas lustiges gesagt?" "Nein, aber du musst dir keine Mühe geben mit mich glücklich machen. Ich bin so glücklich wie noch nie zuvor. Du machst mich so glücklich ohne irgendwas bestimmtes zu tun. Wäre es anders hätte ich dich nicht geheiratet. Es gibt Schritte im Leben, Schritte die wir gehen müssen und bei denen wir uns auf unser Gefühl verlassen müssen, um herauszufinden ob sie richtig oder falsch sind. Du bist ein Schritt den ich niemals bereuen werde.", erwiderte ich und gab ihm einen sanften Kuss. "Du hättest mich ruhig vorwarnen können, dass du eine hoffnungslose Romantikerin bist.", neckte er mich bevor er mich dicht an sich zog und sanft küsste. So blieben wir sitzen und genossen einander. Während vor dem Fenster ein Schneesturm ausbrach und die anderen wieder ins Haus zurückkehrten, allerdings nicht das Wohnzimmer betraten da sie uns gesehen hatten.