Wolfherz (Die Stadt unter der Kuppel)

von KyaStern
GeschichteDrama, Romanze / P16 Slash
Amanda Stern Gavin Reed Hank Anderson RK800-51-59 Connor RK900
21.11.2019
24.11.2019
7
36344
1
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Titel: Wolfsherz
Autor: KyaStern
Genre: Gesellschaftsdrama, Abenteuer, Romanze

Kapitel: 1/7
Kapitelname: Unter dem Schutzschirm I
Wortzahl des Kapitels: 4805 (<5.000)
Pairings: momentan Gavin/Conan(RK900), ex Gavin/Connor

Kommentar:
DBH AU, inspiriert von Brave New World mit Alpha/Beta/Omega Elementen;

Sämtliche Androiden sind in dieser Geschichte „Wölfe“/Gestaltwandler. Tina Chen ebenfalls, weil ich noch einen weiblichen Charakter brauchte und keinen OC in eine Hauptrolle stecken wollte. Das Geschlecht eines Wolfes stimmt nicht unbedingt mit seinem menschlichen überein, also nicht verwirren lassen. Die ganzen Alpha/Beta/Omega-Einflüsse, welche manche vielleicht aus dem englischen Archiven kennen, weben sich erst langsam in die Geschichte mit ein.

CyberCity, (Amtsprache Cyber Sans) und von dem Unternehmen CyberLife im Schatten geführt, ist eine Metropole, die ein Stück südlich vom ehemaligen Detroit steht.

Viel mehr möchte ich hier gar nicht schreiben ;-)

„..." reden
‚...' denken
»...« reden als Wolf

Viel Spaß beim Lesen!

- - -

CyberCity – seine Heimat – ist im August 2238 noch eine ruhige Stadt. Die Präsidentin und ihr Royaler Hofstaat treffen die richtigen Entscheidungen, die Einwohner sind – mehr oder weniger – zufrieden und das System funktioniert reibungslos.

Kein Strahlungsleck seit über sechs Monaten – ein neuer Rekord – und vielleicht wird es sogar in ein paar Jahrzehnten möglich sein, die Metropol ohne übermäßige Schutzmaßnahmen zu verlassen und zwischen den verschiedenen Städten zu reisen. Ohne dicke Bleiverkleidung.

Connor sitzt nach einer langen Streife in Hank's alten Solar-Auto und lässt sich mit Heavy Metall Musik berieseln, um zu vergessen, was für ein Tag ist und dass sein Antrag gestern erneut abgelehnt wurde.

Sein Partner –  Eigentlich Vorgesetzter... Lit. Anderson ist sein Wolfsführer und für ihn verantwortlich, doch sie sind seit Jahren ein eingespieltes Team. - hat ihn mit dem Versprechen auf Fleisch und Cole's Planschbecken geködert. Connor ist nicht wirklich bestechlich, aber er hat schlechte Laune und kann nicht kochen ohne dabei seine Wohnung in Brand zu stecken.

Essen - vor allem Fleisch - ist zu verlockend, um zu widerstehen.

Connor lässt seine Münze über seine Fingerknöchel rollen – Die Angewohnheit geht Hank auf die Nerven, doch das ist der halbe Spaß. Zaubertricks und flinke Finger haben nie jemandem geschadet. Connor kann seine Geschicklichkeit gar nicht genug trainieren. Sie rettet ihm im Kampf das Leben. -, lässt sie verschwinden und wieder auftauchen.

„Weiß du, Connor, du gehst mir auf den Senkel.“, meint Hank und greift nach dem antiken Viertel-Dollar. Er bekommt ihn nicht, Connor steckt ihn ein. Er antwortet nur mit ein „Hm?“

„Es ist kein Weltuntergang.“, fährt Hank fort. Das Thema ist ihm sichtbar unangenehm. Er will diese Unterhaltung nicht führen.

Connor nimmt es als Kompliment, dass Hank sich trotzdem dazu überwindet, auch wenn keiner von ihnen beiden darüber reden möchte.

„Melde dich bei der Heiratsvermittlung an. Oder geh aus und match dich. Lern neue Leute kennen, wie auch immer eure junge Generation das handhabt.“, rät Hank ihm. „Und dann versuch es in sechs Monaten erneut.“

Connor knurrt widerwillig. (Hank klingt wie seine Mutter.)

„Kleiner, ernsthaft! Das Verhalten bringt dich nicht voran. Wie sieht das denn im psychologischen Befund aus?“

Es ist Connor herzlich egal, wie es aussehen mag. Hank's Personalakte ist so dick wie ein Roman und er hat trotzdem alle Genehmigungen erhalten.

Hank gibt es auf.

Sie schweigen.

Ein paar Querstraßen vom Anderson-Sektor entfernt, kommt ein Funkspruch rein. Vielleicht ist es schlechtes Benehmen und gehört sich nicht, doch Connor's Stimmung hebt sich schlagartig in Erwartung an eine neue Mission.

Arbeit ist immer gut.

Sein Partner flucht und telefoniert über die Freisprecheinrichtung mit Cole. Cole versucht seinen Vater zu Pizza zu überreden. Der Junge kennt die Nummer des Lieferdienstes auswendig.

„Du bist ein Schlitzohr, Cole.“, quatscht Connor Hank ins Wort. „Dein Vater schuldet mir Spare Ribs. Schmink dir die Pizza ab.“

„Connor!“, jault der Junge übers Telefon und Connor lacht.

„Die Pflicht ruft, Hackenbeißer!“

Hank beendet den Anruf, kommentiert „Du bist ein Arsch, Kleiner.“ und baut dann kurzerhand die Sirene auf sein Autodach, während er einem anderen Verkehrsteilnehmer durchs geöffnete Fenster anbrüllt, die Straße frei zu machen.

Sie brechen mehr als dreizehn Verkehrsregeln und zwei Dienstvorschriften. Allerdings sind sie auch vor der Presse – sie hören den Sicherheitsfunk ab, genauso wie die Garde es tut - vor Ort. Nur das SWAT-Team war schneller.

Der Hort dieses Sektoren ist ganz in der Nähe. Das verheißt nichts gutes.

Connor prägt sich seine Umgebung genau ein. Er schnuppert – die Menschen des SWAT-Teams riechen teils sehr penetrant für seine feine Nase - und wittert eine Fährte, welche hier nicht hergehört. Ein Wolf mit unbekannten Geruch. Die Spur ist ein wenig... ungewöhnlich...

Connor hat noch nie so etwas gerochen.

Die Männer haben Position bezogen. Scharfschützen und scharfe Munition. Sie beobachten ihn skeptisch.

'Die Lage ist ernst.', erfasst Connor sofort.

Hank kennt einige SWATs aus seinem Grundtraining und begrüßt sie mit Handschlag.

Cap. Allen erinnert Connor von einer Geiselnahme vor ein paar Jahren. Der Captain mag ihn nicht, doch er respektiert, dass Connor Ergebnisse liefert.

„Im Dienst von CyberCity. Die Zentrale schickt uns.“, sagt Connor nur und Hank verdreht die Augen, weil sich der Wolf auch nach Jahren diese Floskel nicht abgewöhnt hat.

„Mit was für einer Situation haben wir es zu tun?“, kommt Hank gleich zu Sache. „Uns wurde bloß ein Notfall gemeldet.“

„Jemand hat ein Kind entführt.“, antwortet Cap. Allen. „Eine kleine Wölfin...“

Sein Blick fällt automatisch bei „Wolf“ auf die neonblaue Manschette an Connor's rechten Oberarm.

Connor legt die Stirn in Falten.

(Versuchte) Kindesentführungen kommen in CyberCity erstaunlich häufig vor. Die Erlaubnis, ein Kind zu adoptieren, ist meist langwierig und die Stadt gibt bei Scheidung oder Zweifel an der elterlichen Kompetenz die Kinder schnell an den Hort zurück, bis alles geklärt wurde.

Es ist immer unschön, löst sich meist aber schnell auf.

„Wer?“, fragt Connor nur und Cap. Allen zeigt ihm und Hank das entsprechende Kind auf dem Diensttablett.

Sektor PH 4-23, Emma (02.09.2228), Rasse: Wolf (weiblich)

Sie ist ein hübsches Mädchen mit langen braunen Haaren und Sommersprossen. Äußerlich unterscheidet sie nichts von ihren Hort-Kameradinnen.

Er weiß, dass die Menschen schon wieder anzweifeln, ob er die Akte wirklich in der Geschwindigkeit lesen kann, in welcher er sie überfliegt. (Kann er auch nicht, aber ein eidetisches Gedächtnis hat Vorteile.)

Connor durchstöbert die Schulzeugnisse, den psychologischen Befund und den genetischen Code. Soziale Veranlagung und mittelmäßig intelligent – 'Medizinesche Betreuung' oder 'Lehrerin' wurden als Perspektive für den beruflichen Werdegang notiert. Sie wurde noch nie adoptiert, verbrachte ihr ganzes Leben im Hort.

Es gibt keine Anzeichen auf Interessenten.

'Nicht gut.', denkt Connor. 'Warum entführt sie jemand, wenn er nicht versucht hat, sie zu adoptieren?'

Es läuten bei ihm sämtliche Alarmglocken. Er hasst Sexualdelikte. Vor allem, wenn es Kinder betrifft. Eine Gemeinsamkeit, die er und Hank teilen.

„Was haben die Kameras aufgezeichnet?“

Die Videodatei, welche Connor zur Verfügung gestellt wird, zeigt einen Mann mit blonden Haaren und in den seltsamsten Klamotten, die Connor je gesehen hat.

Er trägt buntes Tuch – ein wenig wie ein Kleid - und ein breites, rotes Band wie einen Gürtel, der alles zusammenhält.

Das Gesicht ist aus einigen Winkeln sehr gut aufgenommen. (Connor vergisst nie ein Gesicht, aber dieses kennt er nicht. Welche genetische Linie soll das sein?)

Dann löst er plötzlich das rote Band, der Stoff fällt zu Boden und er steht nackt im Flur. Er rafft die Kleidung zusammen, bindet sie sich in einer großen Schlaufe mit dem roten Band um den Hals und verändert sich.

Er wandelt sich zu einer Fähe mit sandfarbenden Fell – Solch eine Fellfarbe ist ungewöhnlich. So hell... Fast weiß... Connor kennt (kannte) nur einen weißen Wolf. - und schlankem Körperbau – abgemagert und hungrig im Vergleich zu Connor's eigener Wolfsform.

Der fremde Wolf trägt keine blaue Manschette wie vorgeschrieben. Er geht in den Mädchen-Schlafsaal.

Connor wechselt auf die andere Kamera.

Alle zwanzig Mädchen, welche der Hort beherbergt, schlafen in ihren Stockbetten. Der Täter trabt zielsicher auf das letzte zu.

'Er weiß genau, wen er will', fällt Connor auf, als der Wolf sich auf die Hinterbeine stellt, um seine Pfoten auf die zweite Etage des Hochbetts zu legen und Emma mit der Schnauze anstupst. (Die Kojen sind, wie Connor es aus seiner Zeit im Hort erinnern kann, vierfach übereinander gestapelt.) 'Er hätte eines der Mädchen vorne am Eingang mitnehmen können oder das im untersten Bett, aber er holt sich Emma.'

Emma wird wach – der restliche Saal schläft weiter – und schaut den sandfarbenden Erwachsenen mit großen Augen an.

'Sie muss glauben, sie träume.', denkt Connor. 'Der weiße Wolf aus den Märchen.'

(Eine alte Geschichte, die man Kindern zum Einschlafen erzählt.

Auf dem Mond wohnt ein weißer, weißer Wolf~
Und jede Nacht~)

Das Mädchen hat keine Angst und krault den fremden Wolf hinter den Ohren. Als er sich auf den Boden setzt – wie ein großer Hund, der Sitz macht -, da klettert Emma aus ihrer Koje, nur im Nachthemd – und wandelt sich ebenfalls ebenfalls.

Die kleine, braune Wölfin im zerrissenen Rest ihres Nachtgewandes und Connor's Ziel unterhalten sich. Dann folgt sie ihm aus dem Schlafsaal.

„Sie ist freiwillig mitgegangen...“, kommentiert Hank mit finsterer Miene und Cap. Allen nickt. „Hat uns auch sehr verwundert.“

„Sie könnte ihn kennen.“, antwortet Connor. „Und wir wissen nicht, was er zu ihr gesagt hat.“

(Eine Softwarebearbeitung könnte Aufschluss geben, doch das wird zu lange dauern. Es sei denn, Connor würde einen Gefallen einfordern. Sein Instinkt sagt ihm jedoch, dass der genaue Wortlaut nichts an dem Tatbestand ändert... Er nutzt der Kleinen mehr, wenn er nicht in einer Warteschleife hängt.)

Cap. Allen ist aufgebracht, dass Connor sich in ein Gespräch zwischen zwei Menschen einmischt, doch der Wolf der Stadtwache riskiert es.

Zeit und schnelle Informationen sind von entscheidendem Wert. Dieser Wolf hat keinen Antrag auf Emma gestellt. Er könnte alles mögliche – Connor's schneller Verstand malt sich die grässlichsten Szenarien aus. - mit ihr anstellen.

Alle Wölfe sind registriert. Connor braucht die Identität des Entführers.

„Was sagt der Chip?“, will er wissen.

„Er hat keinen.“, bekommt er als Antwort.

'Unmöglich...', denkt Connor. Jeder Bewohner von CyberCity hat einen Chip. 'Vielleicht jemand aus einer Besserungsanstalt...?'

Eine genetische Anomalie?

Kriminelle und psychisch Erkrankte neigten dazu, sich ihres Chips zu entledigen. Connor wurde oft zu solchen Fälle gerufen. Sehr unschöne Sache...

Blutverschmierte Badezimmer und hässliche Narben. Manchmal eine Leiche.

Connor hat keine Narbe gesehen...

„Was sagt die Gesichtserkennung?“, lautet also die nächste Frage.

„Dem System unbekannt.“, meint Cap. Allen kurz angebunden und schnippisch. Unhilfreich. Wenig kooperativ.

Connor lässt sich nicht beirren. „Wo ist er lang?“

„Ist das meine oder deine Aufgabe, Wuffi?“ Der SWAT-Captain hat nicht viel Geduld für lange Besprechungen. Ein Mann der Tat – zu oft mit dem Finger am Abzug. „Nimm einfach die Witterung auf und verschwende nicht meine Zeit.“

„Er macht nur seinen Job.“, entschärft Hank die Situation.

(Wenn dieser Mensch wüsste, wer er ist, dann würde er sich anders benehmen...)

Connor deutet mit seinem Kopf in Richtung Norden.

„Komm, Kleiner.“, fordert sein Partner ihn auf und Connor weiß, was zu tun ist.

Er öffnet Krawatte und Hemd, streift sein Jacket ab und faltet alles, bevor er Hank seine gesamte Uniform in die Hand drückt.

Nacktheit ist ein notwendiges Übel, wenn man später noch etwas zum Anziehen besitzen will...

Die Verwandeln ist nicht schmerzhaft. Die Form zu wechseln fühlt sich ganz natürlich an. Es dauert jedoch einen Moment und fordert komplette Aufmerksamkeit und Konzentration.

Man muss es wollen.

Connor will ein Wolf sein.

Seine Anatomie wird eine andere –

Gliedmaßen werden länger, Fingernägel zu Krallen und das Fell wächst. Organe verschieben sich und Knochen ändern die Form.

Er hat sich schon selbst dabei auf Videoaufzeichnung beobachten können. Hank beschreibt es als „eine verstörend anmutende Erfahrung“ einem Wolf bei der Verwandlung zuzusehen.

Connor's Organismus ist für diesen Wechsel geschaffen. Die Fähigkeit liegt ihm in den Genen und er konnte es schon immer.

Es tut nicht weh. Es ist einfach natürlich.

- und Connor wird zum Tier.

Er steht auf seinen vier Beinen und sein großer Wolfskopf befindet sich auf Augenhöhe mit Hank. Gehorsam setzt er sich und sein Partner legt ihm die blaue Manschette als Halsband an.

Strahlenwerte, Koordinaten, Herzaktivität, Stress und ein paar andere Parameter schickt dieses Gerät an Hank's Handy – nicht, dass er damit gut umgehen könnte. Ein Funksystem ist eingebaut, sodass sein Wolfsführer jederzeit mit ihm reden kann.

In seiner Wolfsform ist Connor eine recht imposante Fähe – das Geschlecht eines Wolfes hat nichts mit seinem menschlichen zu tun, egal wie viele blöde Sprüche Connor sich dafür anhören musste - mit dunklen Fell passend zu seiner menschlichen Haarfarbe und denselben braunen Augen.

(Auch eine kleine Anomalie... Ein kurzer Sauerstoffmangel, während einem bestimmten Embryonalstadium, hat zu dieser Abweichung in der klassischen DNA geführt. Er ist kleiner als die anderen Exemplare seiner Linie. Die Tierärzte sind sich immer noch nicht über das komplette Ausmaß aller Abweichungen sicher.)

Er sitzt perfekt bei Fuß und wartet auf Anweisungen.

In der Wolfsform büßt man einen Teil seines Farbsehens und eine gewisse Schärfe ein, wenn sich Objekte nicht bewegen. Der Blickwinkel ist dafür viel größter.

Der Geruch wird zum Primärsinn und auch sein Gehör reagiert jetzt viel feiner.

Connor nimmt die Spur auf und ihm wird sofort klar, dass der unidentifizierte Wolf und Emma schon einiges an Entfernung zurück gelegt haben.

Also ab ins Auto...

Hank öffnet ihm die Beifahrertür und er hopst rein. Es ist etwas schwierig, sich auf dem Sitz zusammen zu kauern – er mag klein sein für einen Wolf, doch er stößt sich im Sitzen immer noch den Kopf am Autodach an – und streckt schließlich einfach den Kopf aus dem Fenster, damit er passt.

„Du saugst meinen Wagen, Connor.“, sagt Hank, während er sich anschnallt und den Zündschlüssel dreht. „Deine Haare bekommt ewig nicht aus dem Leder.“

So sehr haart Connor nun auch nicht...

Sie fahren los – das SWAT-Team hinter ihnen sammelt sich in den Einsatzfahrzeugen – und Hank gibt Gas.

Connor jault – ein wenig als würde er den Mond anheulen – und deutet mit der Pfote in die entsprechende Richtung, wenn Hank abbiegen soll. Hank nimmt eng die Kurve und der Fahrwind weht Connor durchs Fell und um die riesige Wolfsschnauze.

Emma's Duftspur ist dezent, doch der Geruch des fremden Wolfes ist so markant, dass Connor ihn perfekt verfolgen kann.

Die Flüchtigen haben wirklich ein ziemliches Stück Weg zurück gelegt.

Sie verlassen den PH-Sektor und durchfahren den nächsten – Unglaublich, dass niemand einen Notruf wegen eines Wolfes ohne Halsband abgesetzt hat. Sie müssen durch die Hintergassen und Schleichwege der Wohnblocks entkommen sein. - , als zwei Motorräder viel zu dicht auffahren und zu Hank's Wagen aufholen.

Die eine Maschinen ist schwarz und auf der Seite prangt unverkennbar das große Logo der Stadtwache. Der schwarzen Wolfskopf – stark vereinfacht und trotzdem markant mit einer dünnen weißen Linie abgehoben.

Auf ihr sitzt Gavin ohne Helm, welchen stattdessen seine Begleiterin auf dem Rücksitz trägt.

Markenzeichen Lederjacke statt Jacket, doch auf dem Ärmel ebenfalls der Wolfskopf als Aufnäher. Genauso auf der Rückseite des Motorradhelmes. (Und auf seinem Briefkasten, der Wand in seinem Wohnbereich, fast überall in seiner Umgebung und auf seiner Haut – genau über dem Herz -, wie Connor (leider) zu genau weiß und nicht vergessen kann. Der Tag wird gerade von schlecht zu richtig mies.)

„Verpiss dich, Reed! Wir haben alles im Griff“, brüllt Hank, als er das Autofenster runter gekurbelt hat.

„Die Zentrale sagte, alle verfügbaren Teams, Anderson!“, antwortet Gavin. „Mein Tag wäre ohne deine Visage auch besser...!“

'Gleichfalls...', denkt Connor, auch wenn die Beleidigung nicht ihm galt. Er verdreht die Augen – was keiner sieht, weil er seinen Kopf noch immer zum anderen Fenster rausstreckt - und ist sich sicher, dass Tina Chen ungehört in den Helm kichert.

Er kann auf Reed's Gesellschaft verzichten.

„Er ist nicht in unserer Einheit. Er kann nicht andauernd mitlaufen.“, argumentiert Hank und zeigt auf das weiße Motorrad daneben.

Der Wolf in Menschengestalt auf der Maschine ist in ein schneeweiße Militäruniform gekleidet und trägt den farblich passenden Motorradhelm. Er ist ein Hüne, eine Silhouette mit unheimlich breiten Schultern.

Der weiße Motorradfahrer gehört nicht zur Stadtwache.

Er gehört zur Royalen Garde. Insignien des Royalen Hofstaates sind golden auf der Brusttasche und am Revers seiner Jacke aufgestickt.

„Unidentifizierter Wolf ohne Chip, nah an der Grenze. Ihr braucht sämtliche Hilfe, die ihr kriegen könnt, Lit. Anderson.“, ertönt Conan's Stimme monoton, fast gelangweilt, über den Funk im Auto. „Diesem Gestank kann ich sogar blind folgen.“

'Kann er mich nicht einfach in Frieden lassen...?', denkt Connor und wünscht ihm ein Schlagloch.

Connor kann die Anwesenheit des Straßenköters kaum ertragen.

Der miese Verräter soll im vom Leib bleiben!

Er würde gern in Ruhe – allein. Er jagt am besten allein mit Hank. - seiner Arbeit nachgehen.

Sie passieren die Grenze zum Randwall Richtung Norden.

Schlagartig, von einem Meter auf den anderen, enden die Metall- und Asphaltblocks und die gradlinige Ordnung der Stadt und geht in Schuttberge und Zerstörung über.

Der Stadtrand liegt gerade noch unter den Schutzschirm. Die vereinzelten Gebäude stehen leer. Wurzeln haben den Asphalt gesprengt, Gras und Unterholz wuchert überall.

Hochhäuser, wie man sie vor der nuklearen Verstrahlung baute, sind seit über zweihundert Jahren dem Verfall preis gegeben.

Den Anblick von ungezähmter Natur ist Connor nicht gewohnt. Wald und Steppe hinter der Kuppel, welche ihre Metropole beschützt.

Erneuerungsmaßnehmen lohnt sich nicht. Dieser Sektor ist tot. Niemand lebt so weit außerhalb.

Nur ein wilderer Randwall gegen die toxische Außenwelt. Ab und an für Sicherheitsübungen oder militärisches Training genutzt.

In stillen und verwachsenen Straßen kann Connor einen alten, rostenden Panzer zwischen zwei eingestürzten Wolkenkratzern erspähten.

(Hoffentlich behält Hank das Dosimeter im Auge...)

Vor der Katastrophe, die die Menschheit verändert hat, war dies mal ein Stadtteil von Detroit... Die restlichen Ruinen dieser einstiegen Großstadt liegen hinter dem Strahlenschutz.

Zeit und Wildnis haben sie für sich beansprucht.

Connor gibt Hank ein Signal zum Halten und gleichzeitig bremsen die Motorräder und wirbeln demonstrativ Staub auf.

Auch die SWAT-Fahrzeuge parken und Cap. Allen treibt seine Mannschaft raus. Er fordert sie auf, Position einzunehmen. Bei Wölfen könnte man nicht vorsichtig genug sein... Jeder Mann habe jederzeit seine Hand am Gewehr zu haben.

Gavin stützt sich kurz auf seinem Motorrad ab, damit Tina absteigen kann. Die Wölfin zieht sich seinen Helm vom Kopf, schüttelt kurz die Haare aus und richtet ihre Frisur.

Conan stellt seine Maschine ab, verstaut seinen eigenen Helm im vorgesehenen Fach und beäugt alle von oben herab. Sein schwarzer Rollkragenshirt verdeckt seinen Hals.

Hank steigt aus und lässt erst mal Connor raus. Es tut gut, nicht mehr so auf dem Beifahrersitz eingequetscht zu sein...

Mr. 'Größer, Stärker, Besser' beäugt die Umgebung ohne ein Anzeichen von Aufregung oder irgendeiner Emotion, bis seine Augen auf Connor landen.

Er lächelt, doch Connor weiß besser, als es für mehr als eine Art, die Zähne zu zeigen, zu halten.

'Übergroßer Straßenköter...'

Connor richtet seine Rute selbstbewusst auf und fletscht ebenfalls die Zähne.

„Du hast niemanden, der deine Führung übernimmt.“, geht Hank dazwischen.

Conan macht nur eine leichte Kopfbewegung in Reed's Richtung, der nun an seinem Motorrad lehnt, und erwidert: „Gavin?“

Diesmal verdreht Connor die Augen und alle sehen es.

„Paragraph 214 Abschnitt 7: Ehepartner dürfen sich nicht führen-“, will er einwenden, doch auf Wölfisch ist das nur ein Haufen Geknurre. Gavin unterbricht ihn sowieso: „Niemand versteht dich, Klugscheißer “

(Cap. Allen fragt genervt, ob sie noch lange Kaffeekränzchen halten wollen oder ob die Wuffis endlich bereit sind.)

„Jungs. Jungs! Wir wollen alle jagen. Also reißt euch zusammen.“, fordert Tina ihre männlichen Kollegen auf und bremst Gavin etwas. Hank stimmt ihr mit „Die Lady hat Recht.“ zu.

Connor jagt am besten allein. Er ist ein einsamer Jäger, doch muss er - Wohl oder Übel – schon wieder in Dreierformation klar kommen.

Der andere verfolgt ihn schon wieder. Connor traut Conan nicht weiter, als er ihn werfen kann. (Was dank seinem Gewicht nicht allzu weit wäre... Mit einem Judogriff über die Schulter... Vielleicht einen halben Meter weit.)

Gavin wird unter einem Klamottenberg begraben, als Conan und Tina sich entkleiden, ihrem Wolfsführer ihre Sachen jedoch wesentlich sorgloser zuschmeißen, als Connor es bei Hank getan hat.

Tina ist eine schöne Frau. Connor wendet – im Gegensatz zu einigen im SWAT, die ungeniert starren – den Blick ab.

Seine Augen ruhen einen Moment zu lange auf Gavin und der Narbe, die Connor ihm verpasst hat. Sie ist auffällig und markant, doch sie steht ihm. Gavin grinst Connor spöttisch an. Connor würde den Schuh jedes mal wieder werfen. Gavin hat es verdient.

Aus den Augenwinkeln schielt Gavin jedoch nach Conan's nacktem Oberkörper und der definierten Muskulatur. Unter dem Rollkragen kommen Knutschflecken und die Kette mit dem Ehering zum Vorschein. Die Kette ist lang und mehrfach um seine Hals geschlungen. Conan entwindet sie, damit sie bei der Wandlung nicht kaputt geht.

Conan wandelt sich zuerst und lässt es einfach und flüssig aussehen und nicht wie der enormer Akt der Konzentration, der es ist. Er teilt fast dasselbe Erscheinungsbild wie Connor, nur als Rüde. Er ist auch – wie sollte es anderes sein? - sehr viel größer und hat noch immer diese durchstechenden blauen Augen, wie sie eigentlich nur Jungwölfe besitzen.

(Was jedoch bei Conan falsch gelaufen ist, kann niemand sagen... Nach dem Inkubator verlief seine pränatale Entwicklung absolut normal.

Allerdings steht auch Elijah's Unterschrift unter dem entsprechenden Dokument...)

Größer als sie alle und selbstverständlich größer als sein Ehemann, an dessen Seite er sich setzt und misstrauisch die Umgebung beäugt. Gavin krault ihm den Hals, bevor er das blaue Halsband über der Kette mit dem Ring anlegen kann.

Tina ist ebenfalls ein Rüde – etwas größer als Connor und doch zierlich neben Conan – mit rabenschwarzen Fell. Sie könnte einer Illustration des bösen Wolfes der Rotkäppchenerzählung entsprungen sein (oder dem Logo der Stadtwache).

Sie drängt sich zwischen die beiden und stupst ihren Wolfsführer wieder und wieder an, bis er ihr Aufmerksamkeit schenkt und endlich das Halsband anlegt.

Die beiden Wölfe haben ihren Menschen im Griff, nicht umgekehrt.

Connor kann die mangelnde Disziplin nicht leiden. Er will loslegen. Jagen!

Wenn Tina nicht bald aufhört, zu trödeln, statt zu arbeiten, dann kümmert sich Connor allein um den Auftrag.

Hank redet ihm beruhigend zu.

Connor deutet mit seinem Kopf in Richtung eines eingefallenen Hochhauses, was auf einem Hügel zu stehen scheint.

Das ist kein richtiger Hügel. Es ist ein überwucherter Schuttberg. Mehrere Stockwerke sind eingestürzt, die Trümmer haben die unteren Etagen und Zugänge verschüttet. Es mag vielleicht noch drei oder vier Etagen über den Schutthaufen ragen, war aber mal höher. – er überlegt, wie er da am besten rein kommt – und Hank versteht, was er ihm mitteilen will.

„Er ist da drin, oder Kleiner?“

Hank spricht nur laut für die Männer vom SWAT.

Connor nickt.

„Das Elektro-Netz ist schon gespannt?“, kontrolliert Hank – natürlich ist alles vorschriftsmäßig vorbereitet. Diese Menschen sind Profis. - und Cap. Allen gibt kurz die Positionen seiner Mannschaft und der Spannnetze durch. „Connor, mach dich bereit. Du treibst ihn raus.“

Connor weiß längst, was er zu tun hat.

In Vorfreude auf die Jagd vergisst er kurz die gute Erziehung und schmiegt seinen Kopf an Hank's Oberschenkel.

Hank findet genau die Stelle hinter den Ohren, welche Connor mit seinem Hinterbein nie erreicht, und kratzt ihn.

Das ist gut...

»Der Geruch ist kaum auszuhalten.«, lässt Conan verlauten.

Als so unangenehm empfindet Connor den Geruch des fremden Wolfes nicht, doch Conan hat eine verdammt empfindlichen Geruchssinn.

Wölfe aus der Besserungsanstalt oder der Psychiatrie riechen immer etwas merkwürdig...

»Das ist wirklich abartig...«, stimmt ihm Tina zu.

'Wölfisch' ist schwer zu beschreiben. Wölfe verstehen sich untereinander, obwohl es keine Sprache, wie ein Mensch es kennt, ist. Sogar Wandler, die nicht in CyberCity sondern ihn einer anderen Metropole leben und daher kein Cyber Sans sprechen, verstehen sich instinktiv.

Körpersprache, Geruch und Lautsignale übermitteln unverfälschter Informationen als menschliche Worte es könnten.

Wölfisch ist direkt und ehrlich. Unmissverständlich.

Und jeder Wolf versteht es.

Universal. Sehr praktisch.

Aber auch furchtbar nervig, wenn jemand immer quatschen muss.

»Ihr vergeudet kostbare Zeit.«, antwortet Connor nur.

»Wie ist der Plan?«, will Tina wissen und lässt von Gavin ab.

Connor setzt gerade an, um ihr sein geplantes Vorgehen zu erklären, da: »Ich nehme Erstkontakt auf, während ihr beide die Ausgänge blockiert. Wenn es zum Kampf kommt, schützt ihr meine Flanken. Bei einer Hetzjagd übernehmt ihr das Treiben-«

»Conan, ich leite diese Einheit. Nicht du.«, unterbricht Connor ihn.

Das scheint der Rüde – mal wieder – nicht akzeptieren zu können.

»Es ist nur logisch und das weiß du-«

Schon wieder die 'Größer, Stärker, Besser...'-Leier. Connor kann es nicht mehr hören.

Conan untergräbt seine Autorität. Er ist nicht einmal Teil der Einheit und stellt Connor's Führung in Frage. Er will bloß Anführer spielen.

»Ich wiederhole mich nicht.«, knurrt Connor und hebt drohend seine Rute. Seine Bürste im Nacken richtet sich unbewusst auf und lässt ihn etwas größer wirken.

»Tina?«

Der schwarze Wolf demonstriert Connor gegenüber aktive Unterwerfung.

»Ich werde mich nicht in euren Rangstreit einmischen. Ich will nur einen guten Plan.«, stellt sie klar.

Connor wird tot ernst.

»Ich bin der Teamleiter.«, teilt er Conan unnachgiebig mit. Daran ist nicht zu zweifeln! »Wenn dir das nicht passt-«

»Ich bin die richtige Wahl für die Position. Bei einem Angriff habe ich-«

Diesen Konflikt legt Connor direkt bei. Er schnellt vor und „beißt“ Conan über die Nase.

(Er beißt nicht richtig zu, er lässt ihn nur die Zähne spüren. Auch wenn er wirklich darüber nachdenkt...

Connor hat diesem miesen Wichser alles beigebracht.

Das hat Connor nun davon, dass er Mitleid mit einem einsamen Teenager hatte... Ohne ihn hätte er nicht einmal die Akademie geschafft.

Warum hat er ihn nicht erfrieren lassen...?)

Gavin will dazwischen gehen, da Connor seinen Ehemann gepackt hat, doch Hank hält ihn zurück.

„Willst du zwischen Connor und Conan geraten, wenn sie kämpfen, du Idiot?“, sagt er zu seinem jüngeren Kollegen. Gavin schüttelt Hank's Arm mit einem wütenden Gesicht ab, tritt aber einen Schritt zurück. „Lass die Wölfe das unter sich klären.“

Connor ist sich bewusst, dass alle – inklusive dem SWAT-Team starren -, also macht er dem anderen klar: »Überleg dir gut, ob du diesen Satz beenden willst, Conan.«

Conan beendet den Satz nicht.

Connor lässt ihn los.

Deshalb jagt Connor besser allein. Solche Probleme machen ihn langsam.

Darunter leidet nur die Mission.

Er setzt sich in Bewegung. Schnell, damit die anderen sich anstrengen müssen, ihm zu folgen. Tina und Conan akzeptieren jetzt sein Kommando.

Erstkontakt Aufnehmen ist immer gefährlich, erst recht mit unidentifizierten Wölfen. Durchgedrehte Artgenossen sind schwer einzuschätzen.

Anschleichen lohnt sich nicht.

Wenn Connor (plus Anhang) weiß, dass er da ist, dann wissen der Wolf und Emma auch von ihnen.

»Geschlossenes Auftreten.«, gibt er Anweisung und fordert auf, das Reden einzustellen.

Halb kletternd und halb hüpfend erklimmt er den Schutthaufen, folgt kurz der Duftspur und springt schließlich durch ein kaputtes Fenster – Alle Fenster sind zerstört. Connor hat kein heiles gesehen. -, welches ihr Missionsziel auch genutzt haben muss.

Er passt auf die Scherben auf. Glasscherben in den Pfoten sind keine tolle Erfahrung.

In der Wohnung dahinter stehen noch vereinzelte Möbel, alle in einem recht heruntergekommenen Zustand, auf Rissen aus denen irgendwelche Gräser wachsen. Es riecht ein wenig muffig und feucht. Hier gibt es Schimmel und andere Pilze.

Aus den Augenwinkeln nimmt Connor eine huschende Bewegung war, aber ist sind bloß Ratten. Sein Jagdinstinkt will sie fangen (und fressen...), er hält sich diszipliniert davon ab.

'Mission!'

Die Tür in den Flur steht offen, als hätte jemand sie fluchtartig verlassen. Vielleicht war es vor zweihundert Jahren sogar so.

Das Hochhaus hat mehrere Fahrstühle, doch seit Jahrhunderten keinen Strom mehr. Also die Treppe...

In gleichbleibenden Tempo trottet Connor die Treppen hoch und hat schon fast das nächste Stockwerke erreicht, bevor er Tina und Conan im Gebäude vernimmt.

Die beiden rennen um aufzuholen, jedoch poltern nur Tina's Schritte in dem verstaubten Treppenhaus. Conan's Bewegungen sind leise und flink.

»Du bist zu schnell.«, jammert Tina vorwurfsvoll.

»Nicht reden. Laufen.«, wiederholt Connor und rennt weiter die Treppen hoch.

Die Fährte des Zielwolfes wird immer intensiver. Es ist ein wirklich sonderbarer Geruch. Er ist Connor noch nie untergekommen.

(Krankheit und geistige Behinderung riechen anders. Psychische Probleme oder eine hormonelle Störung äußern sich zwar meist in einem unangenehm süßlichen Komponente, doch dem ganzen fehlt der säuerliche-ranzige Unterton, der anbei haften würde.

Dieser Geruch ist einfach sehr, sehr süß - wie Karamell, das Zähne zieht - und sehr stark.)

Conan scheint in sogar noch intensiver wahr zu nehmen. Selbst als Wolf rümpft er die Nase.

Licht bricht durch ein riesiges Loch, wo eine Wand zerstört wurde. Trümmer und Geröll beginnt den Weg zu blockieren, doch es sind keine wirklichen Hindernisse für geschickte Wölfe.

Es wird heller und sie können den Schutzschild, wie er durchsichtig vor dem Blau des Himmels flackert, sehen, da die Decke (man kann nicht wirklich von Decke sprechen, da ganze Etagen des Hochhauses eingefallen sind...) fehlt.

Hank's Stimme klingt aus dem Lautsprechersystem am Halsband: „Bist du am Zielort?“

Kommunikation mit einem Menschen gestaltet sich als Wolf etwas kompliziert, erst recht über Funk. Die Teams der Stadtwache haben alle ihre eigenen Tricks. Connor haut mit einer Vorderpfote gegen das Gerät, was auf der anderen Seite einem Trommelschlag gleichkommt.

Ein einfaches Klopfsystem. Einmal für Ja, Zweimal für Nein.

(Ein Relikt aus den ersten Jahren der Zusammenarbeit, in denen Hank ihn über Funk angebrüllt hat. Das Trommeln ist Ohren betäubend, wenn jemand – Hank – ein Headset trägt... Insider-Witz)

Connor klopft noch einmal, als sie das Dach betreten.

„Sehr gut, konzentriere dich, Kleiner...“

Sie treten als Gruppe – Connor voraus und die beiden anderen flankieren – ins letzte verbleibende Sonnenlicht, welches durch den Schutzschild bricht.

- - -

(KdA.: Hier teile ich das Kapitel, da es sonst zu lang wird.

Ich freue mich generell über jede Art des Feedbacks. Aus Mangel eines Beta-Lesers schleichen sich doch gern Rechtschreib-, Komma- und Grammatikfehler ein.
Ihr dürft mich auch richtig auseinander nehmen, was Stil und Plot betrifft. Wenn Formulierungen komisch/falsch klingen, beim Lesen stören oder an welcher Stelle ihr so gelangweilt wart, dass ihr aufgeben musstet, dürft ihr auch gern in die Reviews schreiben. )
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