Die Bitte

von Pingulina
GeschichteRomanze, Freundschaft / P16 Slash
J-Hope Jimin Suga
21.11.2019
16.01.2020
9
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Auf dem Weg


„Ich weiß nicht, das fühlt sich einfach nicht richtig an.“, grummelte Jimin vor sich hin, während er sich nicht entscheiden konnte welches Parfüm er auflegen wollte. Dabei hatte er nur drei Düfte und keiner erschien ihm passend.

„Entspann dich doch einfach, das wird schon.“, versuchte Hoseok ihn aufzumuntern. Bekam aber durch den Spiegel nur einen tadelnden Blick zugeworfen. Entrüstet schnaubend zog Jimin die Augenbrauen zusammen, als er sah, wohin sein bester Freund gerade stierte.

„Könntest du bitte aufhören meinen Hintern anzustarren!“, empörte er sich direkt und griff blind nach einem der Flakons. Es war eigentlich egal welches er nahm, er fühlte sich so oder so unwohl.

„Ich übe doch nur etwas.“, meinte Hoseok grinsend, behielt seinen Hintern noch einen Moment im Blick bevor er die Augen langsam hob und Jimin durch den Spiegel anlächelte.

„Okay, das reicht. Ich sage ab. Das ist doch einfach nur eine scheiß Idee.“, entschied Jimin schweren Herzens, wollte das Bad verlassen, um zu seinem Handy zu kommen, doch er wurde nicht gelassen. Hoseok war schneller und stellte sich in die Tür, ehe Jimin sie erreichen konnte, legte ihm eine Hand an die Wange und blickte ihn entschuldigend an.

„Komm schon, du freust dich doch auf den Abend und möchtest hingehen. Ich benehme mich auch, versprochen.“ Jimins Blick blieb zweifelnd und es dauerte einige Minuten, in denen Hoseok seinen Daumen sacht über die Wange des Jüngeren gleiten ließ ehe dieser zögernd nickte.

Hoseok hatte ja recht. Er freute sich wirklich auf den Abend, hatte er Namjoon doch schon Wochen nicht mehr gesehen. Dieser hatte endlich seine Ausbildung abgeschlossen, sich mühsam durch die Abschlussprüfungen gequält und sich eine entspannte Feier wirklich verdient. Dazu hatte es ihn einige Mühe gekostet ihn zu überreden, dass er Hoseok zu seinem Geburtstag mitbringen durfte, auf dem sein Kumpel eigentlich nur Freunde haben wollte. Jetzt wieder abzusagen würde ihn nur unnötig in Erklärungsnot bringen.

Tief einatmend lehnte Jimin sich gegen den Größeren, schloss kurz die Augen und versuchte seine flatternden Nerven zu beruhigen. Warum war er bloß so nervös? Es war eine Geburtstagsfeier unter Freunden, nichts was ihn so durcheinander bringen durfte. Eigentlich. Realität war allerdings, dass sein Magen sich leicht verkrampfte als er an die Gäste dachte. Zumindest an einen ganz bestimmten, bei dem er nicht wusste wie er noch zu diesem stehen sollte.

„Bleib ja in meiner Nähe, wenn wir da sind.“

„Ich werde dein Schatten sein, solange du es wünscht.“, grinste Hoseok zuvorkommend, legte ihm kurz die Arme um den Rücken und drückte Jimin leicht an sich. Bevor er ihn wieder von sich schob, ihn zufrieden musterte und schließlich zustimmend brummte.

„Du siehst echt klasse aus.“, raunte er leise, zauberte Jimin eine sachte Röte auf die Wangen.
„Dann können wir ja jetzt los.“, bestimmte er mehr als das er fragte und zog den Jüngeren zur Tür, ehe es sich dieser wieder anders überlegen konnte. Hoseok selbst war seit einer halben Stunde abmarschbereit, hatte Jimin dabei zugesehen wie dieser sich im Schneckentempo zurechtgemacht hatte, immer darauf bedacht ihren Aufbruch hinauszuzögern. Ihm war deutlich anzusehen wie unruhig ihn sein Treffen mit seinen eigenen Freunden machte, ein Umstand, der ihm einige besorgte Blicke von Hoseok einbrachte.

Schnell versicherten sie sich, dass sie nichts vergessen hatte und machten sich endlich auf den Weg. Die frische Abendluft schlug ihnen kühl entgegen, als sie auf die Straße traten und Jimin sog sie begierig ein.

„Das tut gut.“, brummte er zufrieden und ein feines Lächeln zog sich über Hoseok Lippen. Kurz sahen sich die beiden an, musste grinsen und endlich beruhigten sich Jimins Nerven richtig. Warum machte er sich solche Sorgen? Er hatte Hoseok dabei, der passte auf ihn auf, würde dafür sorgen, dass sie gehen konnten, wenn es ihm zu viel wurde. Mit dieser Erkenntnis griff er nach der Hand des Älteren, als sie um die nächste Ecke bogen und sich ihrem Ziel näherten.

Ein seltsames Kribbeln breitete sich von Jimins Hand ausgehend in seinem Körper aus. Zwar hatten er und Hoseok sich schon öfters berührt aber noch nie hatten sie Händchen gehalten, es fühlte sich falsch an. Machte ihm die Lüge, die sie spielen würden, seltsam bewusst, dennoch wollte sich kein schlechtes Gewissen einstellen.

„Die letzte Chance das Ganze abzublasen.“, meinte Jimin, als sie vor dem Wohnhaus ankamen, in dem Namjoon wohnte. Hoseok ging nicht weiter auf diesen jämmerlichen Versuch ein und klingelte einfach. Den gequälten Blick des Jüngeren ignorierend hauchte er ihm ein Küsschen auf die Wange, brachte ihn damit komplett aus dem Konzept und Jimin stolperte ihm einfach hinterher, als er die Tür aufdrückte und ins Treppenhaus trat.

„Welcher Stock?“, fragte Hoseok deutlich belustigt über Jimin Befangenheit.
„Zweiter.“, murmelte Jimin zur Antwort und schickte Hoseok beleidigte Blicke.
„Du solltest dich wirklich entspannen, wir sind immerhin ‚zusammen‘“, raunte ihm Hoseok zu, als sie im ersten Stock ankamen und hörten wie über ihnen eine Wohnungstür geöffnet wurde.
„Ich war auch bei meinem letzten Freund zurückhaltend mit Zärtlichkeiten, wenn andere dabei waren. Also lass mich!“, erwiderte Jimin nur beleidigt. Das sollte Hoseok wissen, immerhin hatte er die beiden oft genug zusammen erlebt und Jimin mehr als einmal zum Erröten gebracht, wenn er sie beim Knutschen überraschte.

„Da bist du ja endlich. Ich habe schon fast mit einer Absage gerechnet.“, begrüßte Namjoon ihn fröhlich, als Jimin die Treppe hinauf war. Sofort wurde er an den Größeren gezogen und ein fröhliches Lachen entfuhr ihm, als dieser ihn etwas hochhob, während er ihn an sich presste.

„Ich freue mich auch dich zu sehen. Alles Gute zum Geburtstag mein Lieber.“, sagte Jimin glücklich, erwiderte die Umarmung kurz bevor er sich losmachte. Hoseoks belustigter Blick traf ihn, als er sich leicht zur Seite drehte, um seinen Freund etwas Platz zu machen.

„Und du musst dieser Hoseok sein, von dem ich so viel höre. Hast dir also unseren Jimin geschnappt.“, wand sich nun auch Namjoon an Hoseok und musterte ihn prüfend. Mit seiner gewohnten Gelassenheit ließ Hoseok den Blick über sich ergehen und wartete artig, bis Namjoon ihm wieder in die Augen schaute. Angelte in der Zwischenzeit nach Jimins Hand und drückte sie leicht, zauberte Jimin damit wieder ein Lächeln auf die Lippen und ein warmes Gefühl in den Magen. Kurz blieb Namjoons Blick an den verschränkten Fingern hängen, dann an Jimins Gesicht, bevor es zu Hoseok wanderte.

„Freut mich auch dich kennenzulernen und vielen Dank, dass ich zu deinem Geburtstag kommen darf.“, erwiderte Hoseok schließlich, als Namjoon ihn wieder fest in die Augen blickte. Jimin verkniff sich ein genervtes Schnauben. Er liebte Namjoon wie einen Bruder, aber dessen Verhalten, wenn sich jemand für ihn interessierte, war reichlich übertrieben. Er hatte einen Vater, da musste Namjoon nicht den zweiten spielen.

„Dürfen wir jetzt reinkommen oder soll dir Hobi erst noch sein Führungszeugnis zeigen?“, versuchte Jimin die Situation aufzulösen. Es wurde ihm wirklich zu Bund.

„Hat er eins dabei?“, kam es prompt zurück. Jimin seufzte genervt.

„Von mir aus, feiern wir deinen Geburtstag eben im Flur.“, ergab er sich schulterzuckend und brachte damit endlich Leben in Namjoon. Einen entschuldigenden Blick auf Jimin werfend, löste er seine Augen endlich von Hoseok und bat die beiden herein.


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Hallöchen alle zusammen,

wie sie sehen eine neues kleines Donnerstagsprojekt von mir. Die Geschichte wird nicht besonders lang werden, ist eigentlich mal wieder einer meiner Versuche ein One-Shot zu schreiben, der ein wenig ausgeartet ist und daher in mehrere Kapitel aufgeteilt wurde.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen und über Rückmeldung, Lob und Kritik würde ich mich sehr freuen.
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