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Drakensang - Alma am Fluss der Zeit

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P6 / Gen
OC (Own Character)
20.11.2019
10.06.2020
9
15.714
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01.03.2020 808
 
Es war eine ruhige Nacht. Kaum eine Wolke bedeckte die Sterne, sodass sie die Möglichkeit hatten, die ganze Stadt Ferdok mit ihrem Schein zu beleuchten. Nur der Rauch von den Kaminen der nebenstehenden Häusern machte sich am Himmel breit.
Das und die Grillen mit dem miauen einer Katze, welche über die Dachziegel der Gebäude stolzierte und alles zusammen harmonisierte beinahe perfekt mit dieser unscheinbaren und klaren Nacht.
Ein weiteres mal miaute das gestreifte Tier und schmiegte dessen braun-schwarzen Kopf an den Rücken der Rothaarigen. Das lies die Frau dazu verleiten, ihren Blick vom Halbmond in der Ferne abzuwenden und ihre Aufmerksamkeit der Katze zu schenken. Sie kicherte, als sie spührte, wie das kleine Tier ihren ganzen Körper schnurrend gegen das der Dame rieb und mit erhobenem Schwanz den Kopf hob, als sich der Kopf der Rothaarigen zu ihr wandte. Die gestreifte Katze miaute ein weiteres Mal, ungeduldig endlich Streicheleinheiten zu bekommen und die Dame begann sogleich es sanft unter dem Kinn zu kraulen.
"Na?", sprach sie mit sanfter Stimme, mit einem Lächeln im Gesicht und kraulte es weiter am Hals, als sich das Kätzchen neben sie hinsetzte.
Wie, als hätte es sie gehört, miaute es ein weiteres Mal, doch bevor die Dame antworten konnte, wurde sie von einer Männerstimme gerufen. "Kladdis!"
Die Rothaarige wendete sich von der Katze ab und stützte sich mit einer Hand an den Ziegeln ab um nach unten in eins der geöffneten Fenster zu sehen. "Komm runter!", der Mann, ein Zwerg in ansehlichem Alter, winkte sie mit der linken Hand rein ins Gebäude, mit der rechten hatte er einen Krug in der Hand.
Dann wendete er sich vom Fenster ab und sein Blick schwang zu einem großen Gemälde, sicherlich über zwei Mann hoch und ein Mann breit. Das Gemälde war umrandet mit einem goldenem, mit Mustern versehenem Rand und zeigte vier Personen darinnen. Im Hintergrund war ein groß aussehender Mann, mit blonden Haaren und blondem Bart. Er war edel gekleidet, sah aber schon über die Jahre mitgenommen aus. Neben dem Blonden stand ein Schwarzhaariger Mann mit schwarzem Schnauzer. Ebenfalls edel aber schlichter gekleidet als sein Nebenan. Im Vordergrund des Bildes war ein kleinerer Mann zu sehen, offensichtlich ein Zwerg. Sein langer und dichter, weißer Bart verdeckte beinahe sein ganzes Gesicht und sein Kettenhemd. Doch das war nicht das besondere in dem Bild. Der Zwerg hatte etwas in den Armen. Ein Baby mit rotem, dichtem Haar. Eine Hand des Schwarzhaarigen war sachte auf den Kopf des Kindes gelegt, welches friedlich zu schlafen schien, doch eine Kinderhand war in den Bart des Zwerges vergruben, was der Herr skeptisch zu erachten schien, wenn man seine Miene sah.
Der alte Zwerg seufzte, doch wurde er aus den Gedanken gerissen, als Kladdis sich durch das Fenster schwang und mit sicheren Beinen im Zimmer landete. Ohne Frage hatte sie dies hier nicht das erste Mal getan.                            
Dann trat sie zu dem Zwerg, "Na Forgrimm?", begann sie und machte eine einladende Handbewegung, "Holen wir dir ein Helles"
Die Dame war schon zwei Schritte gegangen, da lies der Zwerg, Forgrimm, von sich hören und er zeigte auf das Gemälde, welches er bis dahin immer noch nicht aus den Augen gelassen hatte. "Ohne Ardo schmeckt das Bier nur halb so gut". Das lies Kladdis in ihrer Bewegung innehalten und sie drehte sich zurück zu Forgrimm.
"Das waren noch Zeiten, damals!", beendete der Zwerg seine kurze Ansprache und die junge Frau stemmte die Hände in die Hüften.
"Keiner von euch hat mir je erzählt, was damals eigentlich geschehen ist!", sagte sie und schüttelte den Kopf, als wäre sie empört darüber, dass es bis heute so unerzählt geblieben ist.
"Weil es ein Geheimnis ist", grummelte Forgrimm in seinen Bart, doch davon lies sich Kladdis diesmal nicht vergraulen. "Ja, das sagst du mir immer wieder!", antwortete sie daraufhin und lief auf ihn zu.
Der Zwerg wendete erst jetzt seinen Blick von dem großen Gemälde ab und drehte sich zu der Frau, um zu ihr nach oben zu sehen. "Mmh", begann er dann nachdenkend, "Vielleicht bist du jetzt alt genug dafür".
Daraufhin wurde Kladdis' Ausdruck noch ungeduldiger und sie tippelte, wie ein kleines Kind, mit den Füßen auf den Boden.
"Hör zu", führte er dann seine Rede fort und wendete sich vom Gemälde weg, Kladdis ihm zügig folgend. "Es ist eine Geschichte über Verrat und Gier", er hob triumphierend seinen Krug und steuerte zu einem weiteren Gemälde. Es zeigte die drei Männer aus dem anderen Gemälde auf einem Schiff und sie sahen Jünger aus als auf dem Anderen. Als würden sie zielstrebig ihrem Ziel entgegenfahren, "Und vom Beginn einer Freundschaft".
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