2019 Adventskalender | Multifandom Oneshots + Crossover

von MiaMi
OneshotAllgemein / P12
19.11.2019
24.12.2019
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04.12.2019 1.183
 
Fandom: Harry Potter
Die Woche bis zum Beginn der Sommerferien für die Schüler Hogwarts', zog sich für alle dahin. Im Orden herrschte reges Treiben, die Leute trafen ein, um zu helfen, und gingen dann wieder, doch Treffen hatte es noch kein erneutes gegeben. Molly und Arthur hatten sich ebenfalls blicken lassen, um den Vertrag zu unterschreiben, gleich einen Tag nachdem das erste Treffen stattgefunden hatte. Auch Bill war dagewesen.

Als Dädalus Diggel zusammen mit Emmeline Vance auftauchte, ließ Sirius sich blicken. Zuerst schlug Dädalus die Hand vor den Mund, und Emmeline schrie auf, doch Sirius hob seine Arme in die Höhe.

"Schon gut, schon gut. Lasst mich erklären!", sagte er, und erzählte ihnen die ganze Geschichte. Zuerst warfen sich die beiden unsichere Blicke zu, doch dann fiel Emmeline Sirius um den Hals, und Dädalus schlug ihm, ein bisschen zu fest, auf die Schulter. "Schön dich wieder zu haben, alter Freund".

Auch Hestia und Sturgis nahmen die Nachricht erfreulich auf. "Wusste doch immer, dass du kein Verräter bist", sagte Sturgis, und es klang sogar aufrichtig. Hestia, die ihn nicht gekannt hatte, schüttelte ihm höflich die Hand. "Es freut mich, dass Sie jetzt nicht mehr  - dort sein müssen", sagte sie, und schauderte beim Gedanken daran, als Unschuldiger in Askaban zu sein.

Tonks und Kingsley hatten sich noch nicht gezeigt, weshalb Sirius auch, ohne sich Gedanken darüber zu machen, im Haus lungerte. Remus hatte Dumbledore auf Shacklebolts Situation angesprochen - er schien Bescheid zu wissen, doch mehr hatte er nicht gesagt.

Die Tür ging auf, gerade als Remus die Treppen hinunter kam, und richtete sofort seinen Zauberstab darauf. Sie waren noch nicht hundertprozentig sicher, dass die Sicherheitsvorkehrungen auch funktionierten, weshalb er auch lieber auf Nummer sicher ging.

Doch dann wurde die Tür mit einem Krachen aufgerissen, und Tonks stolperte hinein, hinter ihr Kingsley.

"Oh, hallo Remus", sagte sie, sah ihn an, und stolperte im selben Moment über den Trollständer. Sie fluchte, als Mrs. Blacks Portrait zu Schreien begann, und zusammen mit Kingsley brachte Remus sie zum Schweigen.

Tonks hatte sich ein wenig verheddert, doch kurz darauf stand sie aufrecht. "Tut mir echt leid", sagte sie zerknirscht.

Diesmal trug sie ihre Haare nicht bonbonrosa, sondern in einem knalligen Lila. Es passte sehr gut zu ihrem Charakter.

Lupin antwortete nicht. Ihm fiel ein, dass Sirius gerade in der Küche sein musste, denn er wollte gerade hinuntergehen, um zu frühstücken.

Als könne er seine Gedanken lesen, kam dieser genau in dem Moment hinein, als Remus daran dachte.

"Hey, Remus, willst du Bro-", begann er, und stoppte abrupt, als er den dunkelhäutigen Zauberer sah.

Instinktiv schloss sich Lupins Hand in seinem Umhang um seinen Zauberstab.

"Black", flüsterte Kingsley, und sah entgeistert auf Sirius.

"Hör zu, Kingsley, er ist unschuldig", warf Remus schnell ein, bevor er ihn schocken oder sonst etwas würde.

Tonks sah gebannt von Sirius zu Remus, und von Sirius zu Kingsley.

Ohne zu zögern, ging sie auf ihn zu, und hielt ihr eine Hand hin. "Freut mich dich kennen zu lernen. Ich bin deine Cousine Tonks", sagte sie grinsend zu dem verdatterten Sirius.

Er schüttelte, immer noch überrascht, ihre Hand. Remus' Griff um seinen Zauberstab lockerte sich. Die Spannung, die sich um sie herum gesammelt hatte, schien von allen abzufallen, denn auch Kingsleys Gesichtsausdruck entspannte sich augenblicklich.

"Ich möchte alles wissen".

Die vier setzten sich also zusammen zum Frühstückstisch, und Lupin und Sirius begannen zu erzählen, und ergänzten sich, wenn nötig, gegenseitig.

"Ich wusste, dass an dem Fall etwas nicht stimmte", sagte Kingsley, als sie fertig waren.

Tonks schien total begeistert zu sein, sie konnte gar nicht mehr aufhören zu grinsen. "Das war die beste Idee, hier beizutreten. Das ist so spannend!", sagte sie, und klatschte in die Hände.

Lupin musste über diese Naivität, und den Optimismus lächeln. Es betonte noch einmal ihr junges Alter.

"Wir können jetzt immer auf falsche Fährten locken. Unseren eigenen Fall spinnen", fuhr sie fort.

"Wir?", fragte Lupin.

"Oh - ja, Kingsley ist mein Boss. Ich arbeite auch im Ministerium. Ich habe durch ihn vom Orden erfahren", erklärte sie.

"Wir sind Auroren", fügte Kingsley hinzu.

Lupin verspürte plötzlich viel Anerkennung für Tonks. Er schätzte sie auf, vielleicht dreiundzwanzig - trotz dieses Alters hatte sie schon viel erreicht.

"Und was sind Sie?", fragte Tonks, und schaute zu Remus.

Er räusperte sich. "Ich bin nichts".

Sie runzelte die Stirn. "Aber wieso denn nicht?".

"Ich war ein Jahr lang Lehrer an Hogwarts, aber das ist schon zwei Jahre her", lenkte er vom eigentlichen Thema ab.

Sie warf ihm noch einen nachdenklichen Blick zu, doch Shacklebolt schien es nicht zu bemerken. Die Männer diskutierten bald über andere Dinge, das Ministerium, Hogwarts, und natürlich den Orden. Die Vorhaben, die Aufträge, und was die Zukunft bringen würde. Sie kamen zu keinem eindeutigem Schluss.

"Eigentlich sind wir hier, um zu helfen", erwiderte Shacklebolt dann.

"Wobei?", fragte Sirius.

"Das wissen wir selbst nicht", sagte Kingsley, doch Tonks ließ ihren Blick durch den Raum streifen, "Aufräumen vielleicht?".

Lupin nickte entschieden. "Ja, das wäre eine gute Idee".

Sirius zögerte auch nicht. Er hatte all das Putzen satt, und das Ordnen von Gegenständen. Also bekam jeder verschiedene Räume, an die er sich machte, und tat sein bestes. Remus wurde gerade fertig mit einem davor total verstaubten Raum im ersten Stock, mit vielen Büchern, und wollte sich gleich auf das nächste Zimmer stürzen, als er die Stimme des Hauselfen, Kreachers, schreien hörte.

"BLUTSVERRÄTER! Schande über dich, du verzogene Schlampe! Genau wie deine Mutter, FAMILIENVERDRECKUNG!", rief er, und ein Knall ertönte.

Lupin ging sofort in das Zimmer nebenan, und entdeckte wie Kreacher auf Tonks einredete, während sie ihm amüsiert dabei zusah.

"Der hat aber einen an der Klatsche", stellte sie lachend fest.

Auf einmal stoppte er, und starrte sie an. Es sah aus, als würde er gleich explodieren. "DASS DU ES WAGST...", kreischte er, doch Tonks schüttelte nur, von einem Ohr bis zum anderen grinsend, den Kopf.

Das war zu viel für ihn. Hals über Kopf stürmte der Hauself an Lupin vorbei, und seine Schreie verklangen erst, als er schon weit weg von ihnen war.

Lupin schüttelte den Kopf. "Ja, das hat er eindeutig. Tut mir leid".

Sie sah ihn verwirrt an. "Du kannst doch nichts dafür, dass diese Kreatur so verbogen ist", sagte sie, "und auch nicht für das, was er gesagt hat".

Lupin zuckte mit den Schultern.

"Wieso hast du vorher vom Thema abgelenkt?", fragte Tonks neugierig, während sie ein Regal abstaubte.

"Weswegen?", fragte Lupin unschuldig, obwohl er genau wusste, worauf sie hinauswollte.

"Das weißt du. Wieso du 'nichts' machst. Das klang - als würde da mehr dahinterstecken".

Lupin zögerte, doch er wusste dass er nicht daran vorbeikam, es ihr zu sagen. Er holte tief Luft.

"Ich bin ein Werwolf".