Living with the Monsters

von Rar22
GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18
17.11.2019
10.01.2020
24
50.965
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05.12.2019 2.129
 
Eine Woche später stand Izaya an der Ecke zum Seitenausgang des Maidcafés, er wollte seine Theorie ja viel früher überprüfen, doch leider wurde sie ja immer von Shizuo abgeholt.
Doch heute hatte er seine Chance, er wusste das Shizuo für 2 Wochen mit Tom Tanaka weg sein würde.
Er grinste als sie mit ihrer Kollegin heraus kam und sie sich von einander verabschiedeten.
Sie lief sogar fast an ihm vorbei, ohne ihn zu bemerken, das war ja zu gut um wahr zu sein, glaubte er.
„Hallo Lucy…“, sagte er und sah wie sie sich sofort umdrehte und ihn erschrocken ansah.
Er grinste, sie war also tatsächlich die Lucy aus dem Manga.
„Was willst du?“, fragte sie ihn und klang dabei ziemlich genervt.
Er ging auf sie zu und blieb erst direkt vor ihr stehen.
„Was würde Shizu-chan nur dazu sagen?“, fragte er leise und hörte wie sie anfing zu lachen.
„Wahrscheinlich nichts, er wusste es von Anfang an.“, lachte sie und Izaya verzog kurz das Gesicht.
Damit hatte er wirklich nicht gerechnet.
„Wenn nichts weiter ist, geh ich jetzt nach Hause.“, meinte sie und drehte sich um.
Izaya sah ihr kurz hinterher und griff ihr Handgelenk, ohne auf ihren Protest zu achten zog er sie mit sich.
Er wusste nicht wirklich wieso er das tat, aber er wollte jetzt endlich mehr wissen.
Wieso war sie in ihrer Welt, wie ist das passiert, konnte sie ihre merkwürdige Magie noch benutzen?
Das wollte er wissen und koch viel mehr, sie musste ihm einfach helfen Shizu-chan zu erledigen, dieser hatte eindeutig Gefühle für Lucy, so wie er das gesehen hatte.
„Lass mich los!“, sagte sie ernst und versuchte sich aus seinem griff zu befreien.
Izaya ließ sie jedoch nicht los und zog sie unerbittlicher weiter bis zu seiner Wohnung.
Er ließ sie erst los als sie vor seiner Wohnungstür standen und er aufschließen wollte.
Allerdings merkte er sofort das jeden Moment seine Beine nachgeben würden und er stockte.
„Scheiße…“, fluchte er leise, er wusste er könnte jetzt keinen Schritt mehr laufen.
„Izaya?“, fragte sie ihn irritiert von dem komischen verhalten, welches er auf einmal an den Tag legte.
Er sah irgendwie ein wenig panisch aus.
Er schloss auf und meinte zu ihr sie soll rein gehen, sie blieb jedoch stehen und sah ihn merkwürdig an.
Er seufzte leise und versuchte einen Schritt zu machen nur um sich dann am Türrahmen festzuhalten.
„IZAYA! Was ist auf einmal?“, fragte sie ihn erschrocken und ging auf ihn zu.
Er hasste das, wieso musste sie das jetzt sehen, wieso musste sie davon erfahren, von seiner Schwäche.
Sie würde es sicher Shizu-chan erzählen.
Lucy sah noch immer erschrocken zu Izaya und dann in seine Wohnung, sofort sah sie den Rollstuhl, der neben seinem Schreibtisch stand und sah irritiert zu Izaya der so aussah als würden seine Beine jeden Moment nachgeben.
Sie seufzte  lautlos und ging in seine Wohnung und schob den Rollstuhl zu ihm, sie halfen ihm sogar sich drauf zu setzen und schob ihn, obwohl er sagte sie solle es nicht, in seine Wohnung.
Izaya sah aus dem Fenster, so hatte das nicht laufen sollen.
Er sah ihr Gesicht in der Spiegelung des Fensters und sah wie sie ihn nicht wie sonst, wütend, genervt oder skeptisch ansah, sondern einfach nur neutral.
„Du bist verletzt…“, fing sie leise an und er schnaubte.
„Nichts worum DU dich kümmern müsstest!“, sagte er ernst und drehte sich zu ihr.
Das sie sich zu ihm runterbeugte, ihre Hände auf den Armstützen des Rollstuhls platzierte, damit hatte er nicht gerechnet und sah sie dem entsprechenden auch erschrocken an.
Sie war ihm plötzlich so nah.
„Nicht? Du ziehst mich zu deiner Wohnung und brichst davor fast zusammen? Wie sollte es mich dann nicht kümmern?!“, fragte sie ihn ernst und noch immer sah er sie verwirrt an.
Er hatte sie anders eingeschätzt, er dachte sie wäre ein typisch naives Mädchen, doch jetzt wirkte sie irgendwie überhaupt nicht mehr so.
„Es ist nur passiert, weil ich dich hierher gezogen hab!“, knurrte er leise.
Sie hob fragend eine Augenbraue und verschränkte die Arme vor der Brust als sie sich wieder aufstellte.
„Und wieso ziehst du mich überhaupt hierher?!“, fragte sie genervt und fing an sich die Nasenwurzel zu massieren.
Ja wieso eigentlich?
Er wollte alles erfahren, aber wieso brachte er sie dazu zu sich.
Er verschränkte auch die Arme und sah sie wütend an.
„Dann geh ich jetzt!“, sagte sie genervt und drehte sich um, Izaya stand, ohne an seine Beine zu denken auf und hielt sie fest.
Erschrocken sah sie ihn an und landete direkt mit ihm auf den Boden.
Izaya auf ihr, sie blinzelte verwirrt und hörte ihn leise fluchen.
Sie konnte nicht anders als anzufangen zu lachen.
Izaya sah die Blondine einfach nur ungläubig an, allerdings war ihr Lachen irgendwie ansteckend und er musste anfangen zu grinsen.
„Das ist nur Shizu-chans schuld…“, murmelte er und sah zur Seite.
Lucy hörte auf zu lachen und sah ihn böse an.
„Hör doch auf ihm an allem die Schuld zu geben!“, sagte sie ernst und hörte ihn seufzen.
„Um so ungerne ich das würde, daran ist tatsächlich Shizu-chan schuld. Immerhin hat er mich so heftig  verprügelt das ich fast ein Jahr nicht laufen konnte und noch immer solche Schwächeanfall habe.“, sagte er ernst und Lucy sah ihn schlucken an.
Sie sah zur Seite und Izaya seufzte leise.
„Er hat dir über mich alles mögliche erzählt… und du glaubst ihm… ohne meine Sicht zu kennen.“, flüsterte er so dass sie ihn wieder ansah.
Er sah den rot Schimmer, der sich auf ihren Wangen bildete, es war ihr peinlich das er recht hatte.
Sie hatte nie seine Sicht gehört.
„Dann erzähl sie mir.“, sagte sie leise und er nickte.
„Weißt du Shinra hat uns vorgestellt, ich wollte damals mit Shizu-chan befreundet sein.“, fing er an und Lucy sah ihn noch ein wenig skeptisch an.
Izaya erzählte ihr die Geschichte, dass ein oder andere ließ er allerdings aus.
Am Ende sah Lucy ihn aus großen Augen an und schluckte einmal.
„Und?“, fragte er und sie schluckte noch einmal.
Izaya war nicht nett zu ihm gewesen, aber Shizuo hatte von Anfang an eine Freundschaft abgelehnt und Izaya Vorverurteilung, genauso wie sie.
Sie seufzte.
„Gut… aber könntest du jetzt von mir runter gehen?“, fragte sie.
Izaya sah sie kurz perplex an, erst dann realisierte er das er noch auf ihr lag.
Vorsichtig rollte er von ihr runter und setzte sich aufrecht auf den Boden.
Lucy setzte sich neben ihn und sah ihn einen ganze Zeitlang einfach nur an.
„Hab ich was im Gesicht?“, fragte er sie ein wenig spöttisch.
„Weist du Izaya, wieso versuchst du nicht einfach mal du selbst zu sein?“, fragte sie ihn.
„Ha? Das bin ich!“, grinste er und sie lachte leise.
„Nein das glaube ich nicht.“, murmelte sie und er verengte die Augen.
„Und wie kommst du zu dieser Annahme?“, fragte er leise zischend.
Das interessierte ihn nun wirklich.
„Du scheinst kaltherzig zu sein, aber eigentlich versuchst du nur dein Herz zu schützen um nicht von anderen verletzt zu werden, deswegen bist du auch so wütend das Shizuo nicht mit dir befreundet sein wollte und machst ihm das Leben schwer, deswegen behauptest du alle Menschen zu lieben obwohl du genau weißt das das was du tust keine Liebe ist. Du tust ihnen weh und verletzt sie, weil das für dich einfacher ist als dich jemandem zu öffnen und zu riskieren wieder verletzt zu werden.“, sagte sie und hatte ihre Beine angezogen, die Arme darum geschlungen, den Kopf auf den Knien abgelegt und sah ihn einfach an.
Izaya sah die blonde einfach nur an, das war unmöglich, sie konnte ihn nicht so durchschaut haben, nicht in der kurzen Zeit, die sie sich kannten und den wenigen malen, die sie miteinander gesprochen hatten.
„Und jetzt, jetzt erhältst du diese Maskerade aufrecht, weil es einfacher ist als einfach nur du selbst zu sein, oder weil du nicht mehr weißt wer du einmal warst.“, sagte sie weiter und er sah zur anderen Seite.
Er ballte seine Hände zu Fäusten und schluckte leicht.
Was tat sie hier? Wieso dachte er es sei eine gute Idee sie her zu bringen, wieso hatte er über sie nachforschen müssen.
Er hörte wie sie sich bewegte und dann ihre Hand, die seine nahm.
Erschrocken sah er wieder zu ihr und schluckte.
Was hatte dieses Mädchen, was andere nicht hatten?
Lag es daran das sie aus einer anderen Welt kam?
Er schluckte und ohne zu realisieren was er eigentlich tat griff er ihr Handgelenk und zog sie mit einem Ruck zu sich.
Erschrocken sah sie ihn an und öffnete den Mund, um etwas zu sagen.
Sie brachte allerdings keinen Ton heraus als Izaya seine andere Hand auf ihrem Hinterkopf platzierte und sie weiter zu sich drückte.
Im nächsten Moment spürte sie schon seine Lippen auf ihren.
Erschrocken riss sie die Augen auf und drückte sich von ihm.
„W-was…“, stotterte sie leise und Izaya sah sie genauso erschrocken an wie sie ihn.
Er wusste selbst nicht was das eben gewesen war, er hatte doch noch nie jemanden küssen wollen.
Aber in diesem Moment hatte er es gewollt, hatte sie gewollt.
Er fuhr sich durch die Haare und seufzte leise.
„Vergiss es! Es… es war nur ein Versuch!“, sagte er ernst und sah geradeaus zur Fensterfront.
„Tu das nicht…“, hörte er sie flüstern und sah zu ihr, ohne seinen Kopf zu ihr zu drehen.
„Fang nicht an dich zu öffnen und dann wieder zu verschließen…“, hörte er sie sagen und sah nun wieder zu ihr.
„Nur weil ich dich geküsst habe, heißt das nicht das ich mich dir öffne!“, zischte er und Lucy sah ihn ernst an.
„Izaya…“, fing sie leise an und er schnaufte.
Langsam versuchte er aufzustehen, er schaffte es auch auf die Beine.
Er spürte Lucys Blick auf sich und presste die Lippen zusammen, er würde es nicht schaffen zu laufen, nicht einmal die zwei Schritte zu seinem Rollstuhl.
Lucy stand auf und wollte ihm helfen, doch er schlug nur ihre Hand weg.
Böse sah er sie an und wollte trotz dem Wissen, das er es nicht schaffen würde zu seinem Rollstuhl laufen.
Bevor er jedoch zu Boden ging schaffte Lucy es ihn aufrecht zu halten.
„Hör auf! Hör verdammt nochmal auf so zu tun als würde es dir gut gehen! Ich weiß es, doch also lass dir gefälligst von mir helfen!“, fuhr sie ihn an.
„Ich brauch deine Hilfe nicht!“, rief er dann wütend und sah noch immer sauer zu ihr.
Lucy stöhnte genervt auf.
„Wieso seid ihr Männer nur immer solche Idioten!“, fauchte sie und halfen ihm in den Rollstuhl, entgegen seines Protestes.
Izaya sah sie einfach nur an.
Wieso war sie nur so?
Wieso war sie so aufopfernd, wieso war sie so nett zu ihm, zu IHM?!
Niemand war nett zu ihm, nicht einmal Shinra, obwohl er diesen als seinen einzigen Freund bezeichnete.
„Hör auf so verdammt nett zu mir zu sein! Du meinst du hast mich durchschaut? Du weißt gar nichts über mich, bis auf das was ich dir erzählt habe! Du hast keine Ahnung von mir! Du bist nur ein kleines dummes naives Mädchen, das keine Ahnung vom Leben in dieser Welt hat!“, knurrte er wütend und Lucy stemmte die Hände in die Hüfte.
„Mir egal was du sagst, um mich zu vergraulen!“, sagte sie und er sah sie perplex an.
Er hatte es tatsächlich gesagt, um sie zu vergraulen.
Wieso funktionierte das bei ihr nicht?!
Wieso war die so verdammt stur?!
Er hörte seinen Magen knurren und dann auch Lucys, er sah sie fragend an und sah wie sie sich das Lachen verkniff.
Alleine ihr Ausdruck auf dem Gesicht brachte ihn zum Lachen.
Auch Lucy fing an zu lachen und ging zu der Küchenzeile.
Verwirrt sah Izaya ihr hinterher und fragte sie leise was sie da machte.
„Na was wohl? Ich nach uns was zu essen! Und danach kannst du aufhören mich vergraulen zu wollen und dich entschuldigen!“, sagte sie.
Er blinzelte sie einfach nur an und schüttelte den Kopf.
Langsam fuhr er ihr hinterher und beobachtete sie wie sie in seinen Kühlschrank sah.
„Hast du wirklich nur eine halbe Packung Sushi und Ketchup da?“, fragte sie ihn verwirrt und er zuckte mit den Schultern.
„Ich esse lieber außerhalb.“, sagte er und zog sein Handy aus der Tasche.
„Ist Italienisch in Ordnung?“, fragte er und Lucy blinzelte kurz und nickte.
Sie hörte wie Izaya auf einer anderen Sprache irgendwo scheinbar essen bestellte und dann auch wieder auflegte.
„in einer dreiviertel Stunde kommt das essen.“, sagte er und Lucy sah ihn an und dann zur Uhr.
Mist, dann fährt keine Bahn mehr nach Ikebukuro, ging es Lucy durch den Kopf.
Sie sah zu Izaya der aber etwas auf seinem Handy nachsah.
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