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Widerstand

Kurzbeschreibung
SongficFamilie, Schmerz/Trost / P12 / Gen
Narzissa Malfoy
17.11.2019
17.11.2019
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17.11.2019 2.903
 
Companion-Piece zu "Bleib dir nicht treu", das auch von einem Faber-Song inspiriert ist. Das Lied, zu dem dieser Text geschrieben wurde, findet ihr hier. Ein oder zwei Stellen machen vielleicht ein wenig mehr Sinn, wenn ihr "Blutsverräter" gelesen habt, aber es sollte nicht zu verwirrend sein, wenn ihr darauf keine Lust habt.

Viel Spaß beim Lesen!



--


Verwirf jegliche Moral


"Wir können nicht ... Wir müssen ... Cissy, ich weiß nicht .... Cissy."

Niemals zuvor hatte eine ihrer Schwestern sie angesehen, als suchte sie Antworten in ihr, denn ihre Schwestern waren stets ohne Fragen gewesen und wenn das nicht stimmte, nun, dann hatte Narcissa vor dem heutigen Tag keine von ihnen gehört.

Und warum hätten sie zu ihr kommen sollen?

Sie war die jüngste.

Sie wusste nicht, was geschah, weil da Andromeda vor ihr stand und Bellatrix vor Andromeda, denn da waren so viele Dinge, so unendlich viele Dinge, die sie nicht sehen sollte, nicht sehen konnte, nicht sehen durfte.

Und jetzt starrte Andromeda zu ihr hinauf, mit zuckender Unterlippe und nassen Augen, weil sie nicht wusste, was zu tun war, zum allerersten Mal in ihrem Leben wusste sie nicht, was sie mit Bellatrix anstellen sollte, wenn Bellatrix doch immer ihre Aufgabe gewesen war.

"Cissy, sie hat sie getötet. F-Fayiz und ... Kenny."

Ihre Stimme brach ein wenig.

Narcissa wusste nicht, wer Kenny war.

Sie wusste, wer Fayiz Shafiq war und dass er dem Orden angehört hatte und dass Andromeda ihn nicht Fayiz nennen sollte.

"Sie ist unsere Schwester."

"Sie sind tot."

"Wir können sie nicht verraten, Andie."

Andromeda schloss die Augen.

Dein Name soll für Reichtum stehen
Ganz normal sind deine Leute
Deine Freunde wären so gern wie du


"Lucius. Malfoy."

Clara sagte seinen Namen als wäre soeben sie von besagtem Lucius Malfoy nach Hogsmeade eingeladen worden, nicht Narcissa, und Narcissa dachte, sie klang tatsächlich erfreut, als freute sie sich für sie, aber man konnte niemals sicher sein, mit Clara.

"Lucius Malfoy will mit dir ausgehen. Lucius Malfoy."

Offensichtlich.

Es war immer Lucius gewesen.

Die Auswahl an guten, reinblütigen jungen Männern, die die Werte der Familie Black teilten und willentlich waren, nach ihnen zu leben - bereits nach ihnen lebten - war klein, und Lucius war der beste von ihnen.

Er war gut aussehend und clever und höflich, er war ehrgeizig und willensstark und gerissen, und sie mochte, wie er sie ansah, ihr wurde warm, wenn er sie ansah, sie wollte niemals aufhören, ihn anzusehen.

"Lucius Malfoy."

Clara schüttelte den Kopf und seufzte.

Narcissa lächelte.

Verzieh nie dein Gesicht
Denn es gibt nichts, wofür sich die Falten lohnen


"Mach nicht solch ein Gesicht, Narcissa", sagte Druella ernst und zog die Bürste durch das seidig blonde Haar ihrer jüngsten Tochter, das so viel besser zu bändigen war als das der älteren Mädchen. "Eine Dame verzieht niemals derartig das Gesicht."

Das Kind blinzelte das Spiegelbild seiner Mutter entgegen.

"Warum nicht?"

"Weil es sich schlicht und einfach nicht gehört, Narcissa. Und weil wir keine Falten bekommen möchten."

"Warum nicht?"

"Narcissa, was haben wir über kleine Mädchen mit vielen Fragen gesagt?"

"Dass sie niemanden interessieren ... ?"

"Ganz recht."

Druella legte die Bürste auf dem Frisiertisch vor ihnen ab und hob Narcissa dann von dem Hocker, auf dem sie brav still gesessen hatte, wie sie es jeden Morgen tat.

"Geh deine Schwestern suchen."

Und widersteh dem Widerstand
Steh standhaft nebendran
Am Rand des Geschehens


Ihre Nichte war anbetungswürdig.

Sie war winzig in den Armen, die sie hielten, die Andromedas waren, Andromedas sein mussten, denn da war ein Leberfleck an ihrem Handgelenk, den sie überall erkennen würde, und das Baby bewegte sich nicht, die Arme bewegten sich nicht, weil das hier eine Muggelfotografie war, und Narcissa presste die Lippen aufeinander.

Ihre Nichte war winzig klein und wunderschön und brach ihr Herz, denn sie würde niemals mehr von ihr sehen als dieses Foto, sie würde sie niemals halten oder ihren Namen sagen, sie konnte nicht.

Sie konnte nicht.

Sie konnte nicht tun, was zu einem schwarzen Loch im Stammbaum führen würde.

Sie konnte nicht.

Auf der Rückseite des Fotos stand Nymphadora Tonks in unordentlichen, verwischten Buchstaben, die Ted Tonks' sein mussten, und sie griff den Brief, in derselben Schrift, der ihr mitteilte, dass ihre Schwester sie vermisste, und sie vermisste ihre Schwester so, so sehr, ihre Schwester, die nun eine Mutter war, ein perfektes kleines Baby hatte, und sie würde sie niemals wieder sehen.

Sie schob das Foto in ihre Hemdtasche.

Hob dann den Zauberstab.

Der Zettel ging in Flammen auf.

Zeig nie, zu wem du stehst
Wisse, dass sich jeder zwischen Freund und Feind bewegt


Dracos kleine Hand war fest um ihren Finger geschlossen.

Er brabbelte Unsinn und manchmal "Mummy" und sie schloss die Arme fester um ihren kleinen Jungen, ihren perfekten kleinen Jungen, der immer da sein würde, den sie niemals loslassen würde, und sie küsste sein Haar.

Lucius richtete seinen Kragen und suchte ihren Blick im Spiegel, vor dem er stand; sie wich seinem aus.

"Du weißt, ich bin genauso wenig begeistert von dieser Situation wie du", sagte er leise.

Ja.

Aber du bist nicht den ganzen Tag in diesem Haus gefangen, mit nur einem Baby und einem Hauselfen zur Gesellschaft, du gehst und triffst Menschen und unterhälst dich und knüpfst neue Kontakte.

Und ich bin hier.

"Ich weiß."

"Im Moment können wir niemandem vertrauen."

Und niemand vertraut uns.

"Ich weiß."

"Ich hoffe natürlich, dass wir uns nicht mehr lang in dieser Schwebe befinden werden, aber wie es ist, kann ich wenig tun, um es besser zu machen. Ich wünschte, ich könnte. Ich wünschte, ich könnte alles besser für dich machen."

Er drehte sich zu ihr um und legte die Hand an ihre Wange.

Sie hob den Blick.

"Ich liebe dich. Und Draco. Ich könnte den Gedanken nicht ertragen, von euch getrennt zu sein."

Und das war, was passieren würde, wenn die Investigation des Ministeriums in der Entscheidung endete, dass sie schuldig waren, wenn man ihnen Verbindungen zum Dunklen Lord nachweisen konnte, die über Bellatrix hinaus ging, für die sie nichts konnten, denn niemand suchte sich Familie aus, nicht wahr, und es machte auch ihr Angst.

Es machte ihr furchtbare Angst.

"Ich liebe dich auch."

Er küsste sie und dann Dracos Kopf und dann disapparierte er und sie war allein.

"Mummy."

Und gesteht dir selbst nicht ein
Dass du klein bist und allein
So klein bist und allein


Regulus war tot.

Sie lag auf der Seite in ihrem Bett, allein und müde und einsam, und Regulus war tot, er war tot, er würde niemals wieder auftauchen, er war fort, fort, fort, Tante Walburga hatte ihn aufgegeben und er war tot.

Sie vergrub das Gesicht im Bettdeck.

Niemand durfte ihre Tränen sehen.

Niemand war hier.

Regulus war tot.

Und Bellatrix niemals da.

Und Andromeda so weit weg.

Und Sirius auf der anderen Seite.

Sie würde Mutter werden und es allein tun, und ihr Sohn würde aufwachsen und niemand würde ihn sehen, und sie vermisste ihre Schwestern und ihre Cousins und die langen Nächte im Garten hinter No. 12 und Bellas Bett und die Sterne und Geschichten und ihre Familie.

Sie vermisste ihre Familie.

Regulus war tot.

Und niemand wusste, wie er gestorben war, wo er gestorben war, warum er gestorben war, niemand wusste, was geschehen war, niemand würde ihn begraben können.

Sie krallte die Finger tiefer in die Decke und verschluckte ein Schluchzen.

Regulus war tot.

Und widersteh dem Widerstand
Steh standhaft nebendran
Am Rand des Geschehens
Lass geschehen
Was geschehen soll, geschieht
Verzieh nie 'ne Mine
So zielt niemand auf dich


"Ted", schluchzte Andromeda.

Der Mann lag auf dem Boden, sich windend, wimmernd, zusammen gekrümmt, und Blut tropfte von seinen Lippen, und Narcissa starrte auf ihn hinab, in ihrem Gesicht Entsetzen, das sie nicht unterdrücken konnte, nicht unterdrücken wollte.

"Was-"

"Komm hier her!", verlangte Bellatrix und ließ den Zauberstab sinken und Tonks hustete und keuchte, und Narcissa stieg über ihn hinweg, den Blick auf Bellatrix gerichtet, weil sie ihn nicht ansehen konnte und Andie nicht ansehen wollte.

Bellatrix packte sie am Oberam.

Narcissa hatte niemals zuvor Angst vor ihrer Schwester gehabt.

"Hast du davon gewusst?"

Sie wies auf Ted.

Narcissas Unterlippe zitterte.

Ihr Herz raste.

Kein kohärenter Gedanke vermochte, sich zu formen.

"Du hast."

Sie öffnete den Mund.

Schloss ihn wieder.

Dann, verzweifelt, bebend: "Ich ... ich ... sie hat mir versprochen, es zu beenden, Bella! Ich ... Sie hat es mir versprochen! Sie hat es versprohen!"

"Du hast zugelassen, dass deine Schwester den Namen dieser Familie beschmutzt", rief Tante Walburga, "wenn du dich sofort an deinen Vater oder mich hättest wenden sollen, als du herausgefunden hast, dass sie sich mit Schlammblütern assoziiert. Und wozu hat dein Vertrauen in ihr Wort stattdessen geführt? Sie hat sich von einer dieser ... Kreaturen schwängern lassen! Oh, diese Schande, diese Enttäuschung!"

Schwanger.

Andie war-

Andie würde-

Bellatrix stieß sie von sich.

Sie stolperte zu Sirius hinüber, dessen kleines Gesicht bleich und starr war, über dessen Wangen Tränen ronnen, die sie nicht zu vergießen wagte, und die Kante der Sofalehne grub sich hart in ihren Rücken, und ihr Körper wollte nicht zu zittern aufhören.

"Um dich werde ich mich später kümmern."

Tonks kroch über den Boden des Salons.

"Wag es nicht, Schlammblut. Hör auf, den Gryffindor zu spielen, Hufflepuff. Es führt nirgendwo hin. Sieh dir deine kleine Verräter-Freundin an, wie sie brav sitzen bleibt. Nimm dir ein Beispiel an ihr."

"Verlobte", zischte Ted. "Ich hab keine Angst mehr vor dir, Crazy Bella."

Verlobt.

Andie war-

Andie würde-

"Crucio."

Er riss den Kopf zurück.

Narcissa schloss für einen Moment die Augen, denn sie konnte den Schmerz auf seinem Gesicht nicht ertragen, die Freude in Bellatrix' Gesicht nicht, sie konnte nicht, sie konnte nicht hinsehen und sie konnte nicht wegsehen und sie konnte sich nicht bewegen.

"Lass ihn, Bella, lass ihn, bitte", schluchzte Andromeda und Narcissa glaubte nicht, jemals zuvor so viel Verzweiflung, so große Panik, so viel Wut und Hilflosigkeit in der Stimme eines Menschen gehört zu haben. "Bitte, Bella, bitte, bitte. Hör auf, Bella."

"Sollen wir uns lieber dir zuwenden? Ich hab da nämlich auch etwas ganz besonderes für dich, nur für dich."

Und sie schritt auf ihre Schwester zu und Narcissas Magen drehte sich um und Andie wehrte sich gegen Bellatrix' Hände, die an ihren Armen zogen, und Sirius zitterte neben ihr und Bellatrix murmelte einen Fluch und Andromeda schrie.

Andromeda schrie und Sirius schluchzte auf und Narcissas Beine gaben beinah unter ihr nach, als Blut sich auf dem Boden auszubreiten begann, und ihr Herz zerriss und sie konnte sich nicht bewegen.

"Andie ..."

"Meda!", brüllte Ted und rappelte sich halb auf, bevor der Folterfluch ihn abermals in die Knie zwang, zurück auf den Boden, das Gesicht gegen die Fliesen gepresst.

"Was hab ich dir gesagt, Schlammblut", tadelte Bella.

Ruhig.

So furchtbar, furchtbar ruhig.

Ihre Hand schloss sich um Sirius' und er blickte zu ihr, für nur eine Sekunde, als könnte er nicht begreifen, wie es kam, dass sie neben ihm stand.

"Dromeda", wimmerte Tonks, bevor er endlich, endlich schrie, einen kaum mehr menschlichen Laut ausstieß, und Andromeda weinte wie jemand, der wusste, dass alle Hoffnung verloren war, als Bellatrix ein heiseres Lachen lachte, das Narcissa durch Mark und Bein fuhr, und Tonks kämpfte noch immer.

"So gehen wir mit Blutsverrätern und Schlammblütern um, Sirius", erklärte Bellatrix und starrte zu ihnen hinüber, blickte ernst in die grauen Augen des Elfjährigen. "Sieh es dir gut and und präg es dir ein. Irgendwann wirst du vielleicht auch ein Exempel statuieren müssen."

Sie ließ den Zauberstab sinken.

"Und du musst es meinen. Wirklich, wirklich meinen. Sonst haben diese Zauber keine Wirkung, verstanden?"

Teds Hand umschloss Andromedas und er keuchte, Augen geschlossen, verzweifelt nach Atem ringend, aber er war bei ihr und Narcissa konnte die Erleichterung in seinem Gesicht sehen, denn wenn sie starben, dann starben sie gemeinsam, und er drückte die Finger ihrer Schwester und sie blinzelte, und die Pfütze aus Blut wurde größer und ihr Weinen haltloser.

Sirius schluckte.

Und dann riss er sich los, hechtete auf seine Tante zu, auf ihre Mutter zu, die aufschrie, aber er griff nur den Zauberstab, der zu ihren Füßen lag, und schleuderte ihn in Tonks' Richtung, bevor ein wütend gebrülltes "Stupefy!" ihn traf und er zu Boden gingen.

Narcissa blinzelte.

Tonks' Finger schlossen sich um seinen Zauberstab.

Und Bella schrie, als sie disapparierten.

Und widersteh dem Widerstand
Steh standhaft nebendran
Am Rand des Geschehens


Sie kauerte unter dem Bett, und durch die Tür drangen gedämpft Schreie und Flüche und Wut, und sie kniff die Augen zu und bewegte sich nicht, denn es war ihr Schuld, dass Mutter schrie und ihre Schuld, dass Vater fluchte, und ihre Schuld, immer ihre Schuld.

Andromeda hatte sie hier versteckt und war verschwunden, und jetzt konnte sie sie hören, hören wie sie mit Mutter und Vater stritt.

Bellatrix hatte die Tür geschlossen und "Colloportus" gemurmelt, und war gerannt, um neben Andie zu stehen, vor ihr zu stehen, wie sie immer bei einander und vor Narcissa standen, und ihre Stimme war lauter als Andies und ihre Worte unbedachter.

Sie versteckte das Gesicht in den Knien.

Und sie hatte niemals eingegriffen.

Und sie würde niemals eingreifen.

Lass geschehen
Was geschehen soll, geschieht
Verzieh nie 'ne Mine
So zielt niemand auf dich


Er stand und starrte aus dem Fenster, und er war achtzehn Jahre alt und sein Gesicht war zu blass und er war zu dürr und etwas stimmte nicht.

"Reg?"

Er blickte über die Schulter.

Sie zog die Augenbrauen zusammen.

"Was ist los?"

Der Junge sah an ihr vorbei.

Sie konnte sein Gesicht nicht lesen.

"Draco", sagte er leise.

"Was?"

"Du hast mich gefragt, ob ich eine Namensidee habe. Gestern. Für das Baby. Draco. Der Drache. Ein Sternbild, weil du keins bekommen hast. Wenn es Junge wird, natürlich."

Er trat auf sie zu und schloss die Arme um sie, und für einen Moment wusste sie nicht, was sie tun sollte, denn Regulus war niemals gern umarmt worden, nicht einmal als kleiner Junge, und er hatte kaum jemals umarmt, und dennoch standen sie nun hier und er klammerte sich an sie, als hinge sein Leben davon ab.

"Erzähl ihm von mir?", murmelte er in ihr Haar.

"Wirst du nicht zu Besuch kommen?", lachte sie.

Ihre Finger verwoben sich mit dem Haar in seinem Nacken.

"Ich liebe dich, Cissa."

"Regulus, was-"

Sie versuchte, sich von ihm zu lösen.

Er hielt sie fest.

"Ich liebe dich ..."

"Ich liebe dich auch, Reggie ..."

Und widersteh dem Widerstand
Widersteh
Mach's genau
Mach's genau wie unser Land


Es war zu einfach, das Ministerium davon zu überzeugen, dass sie keine Wahl gehabt hatten.

Es war zu einfach, wieder auf die Straße zu gehen, als wäre niemals etwas passiert.

Es war zu einfach, zu tun, als hätten sie nicht den dunkelsten Zauberer seit Grindelwald unterstützt, als hätte er niemals ihr Haus betreten, als hätte Lucius nicht zu seinem engsten Kreis gehört.

Es war zu einfach.

Es war einfach.

Weil niemand es ihnen schwer machen wollte.

Weil sie Malfoys waren.

Eine alte, reinblütige Familie.

Weil diese Familien das Ministerium noch immer im Griff hatten, offiziell oder inoffiziell, weil niemand wirklich einen Fehler finden wollte, niemand einen Fehler suchte, weil es einfacher war, ihnen zu glauben, dass sie gegen ihren Willen gehandelt hatten.

Es sollte nicht so einfach sein.

Sei eine Fahne im Wind
Eine Stimme im Chor
Nur die wirklich blöden Fische schwimmen gegen den Strom


Ihr Sohn war in Gefahr.

Ihr Sohn war in Gefahr.

Ihr Sohn war in Gefahr.

Ihr Sohn, ihr Kind, ihr kleiner Junge, ihr Draco, den sie mehr liebte, als sie jemals irgendetwas oder irgendjemanden geliebt hatte, und er war in Gefahr, weil sein Vater ihn liebte, weil sein Vater versagt hatte, weil es keine schlimmere Strafe gab.

Ihr Sohn war in Gefahr.

Ihr Sohn war in Gefahr.

Und sie konnte nicht, sie konnte nicht wegsehen, sie konnte nicht hinsehen, sie konnte nicht nichts tun, und sie konnte nichts tun, denn was könnte sie tun, und ihr Sohn war in Gefahr und sie konnte nicht denken und nicht atmen und Bellatrix schüttelte den Kopf über sie und Bellatrix war wahnsinnig und ihr Sohn war in Gefahr.

Ihr Sohn ihr Kind, ihr kleiner Junge.

Ihr Draco.

Aber vielleicht konnte sie jemanden finden, der etwas tun konnte.

Sei eine Fahne im Wind
Eine Stimme im Chor
Nur die wirklich blöden Fische schwimmen gegen den Strom


P.S.: Da ich nicht glaube, dass du ihn gesendet hast, und weil ich mir recht sicher bin, euer Onkel Alphard hätte ihn persönlich überbracht, bedank dich für mich bei Narcissa dafür, dass sie mir Dromedas Zauberstab zugesendet hat.

Sei eine Fahne im Wind
Eine Stimme im Chor
Nur die wirklich blöden Fische schwimmen gegen den Strom


"Tot."
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