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Die farbenfrohe Schreibfeder ✒️

OneshotAllgemein / P16 / MaleSlash
Kaito Kid / Kaito Kuroba Ran Mori Shinichi Kudo Shuichi Akai Toichi Kuroba Toru Amuro / Bourbon
16.11.2019
04.05.2021
27
43.920
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04.05.2021 1.537
 
One Shot Nr. 25

Unser Geheimnis


Schuldgefühle plagten sie, dass konnte er deutlich an ihrem Verhalten erkennen, kannte er sie in der Zwischenzeit nur allzu gut.
Sie konnte ihm nicht direkt in die Augen schauen, wich seinem suchenden und fragenden Blick aus.
Was hat sie denn heute?, stellte er sich gedanklich die Frage, die ihn beschäftigte, denn seit dem sie bei ihm aufgetaucht war, benahm sie sich komisch. Das ist doch sonst nicht ihre Art.
Unruhig huschten ihre Augen durch sein Zimmer, konnten sich nicht entscheiden, wohin sie schauen sollte.
Ihre Stimme war leise und zurückhaltend; total untypisch für sie.

»Du weißt, ich liebe dich nicht. Ich liebe Shinichi.«
»Ja, ich weiß.«
»Ich nutze dich nur aus, weil du ihm unglaublich ähnlich siehst und ich ihn nicht bekommen kann. Du bist nur ein Ersatz.«
»Ist mir bewusst«, erwiderte er wissend, denn diese Erkenntnis war ihm nicht neu. Er neigte seinen Kopf und sah sie fragend an. Was soll das hier werden?
Sie seufzte gequält und fuhr sich überfordert durch ihr hellbraunes Haar. Sie verstand es nicht. Warum folterte er sich selbst so sehr. »Ich verstehe es nicht. Warum lässt du das mit dir machen? Wenn wir miteinander schlafen, denke ich an Shinichi und nicht an dich. Es muss dir doch das Herz brechen zu wissen, wenn ich nicht deinen, sondern seinen Namen stöhne. Und trotzdem legst du mir die Welt zu Füßen. Das hast du nicht verdient. Du hast mich nicht verdient. Also, warum tust du dir das an?«
Das ist es also. Ein trauriges Lächeln zierte sein Gesicht als er ihre schmale Hand ergriff und einen liebevollen Kuss in ihre Handfläche hauchte. Eindringlich sah er sie dabei aus seinen indioblauen Augen aus an. »Ich werde dich ihn vergessen lassen und dann gehörst du mir. Ich bekomme den Diamanten den ich haben möchte und werde dein Herz stehlen. Bis dahin bin ich Er für dich«, seine Stimme klang zuversichtlich und kein Hauch eines Zweifels war zu vernehmen. Er war sich seiner Sache sicher und das ließ sie erschaudern.
»Kaito«, hauchte sie und war baff. Sie wusste, dass er eine gute Portion Selbstbewusstsein besaß, aber das überraschte sogar sie.
»Deine Liebe wird schon sehr bald mir gehören, Shiho! Du weißt es nur noch nicht.«
Er versiegelte ihre Lippen zu einem stummen Versprechen miteinander.


Zwei Monate später

Heute war Dienstag, 04.05.2021 und Kudo Shinichi feierte seinen 26. Geburtstag in der Villa Kudo.
All seine Freunde hatte er eingeladen inklusive dessen Begleitungen, wie es sich gehörte.
Besonders auf die Begleitung von Shiho war er gespannt. Seit gut acht Monaten befand sie sich in einer Beziehung wie er dank deiner detektivischen Fähigkeiten herausfand, aber um wen es sich dabei handelte, das wusste er nicht.
Die sture Wissenschaftlerin machte daraus ein gut behütetes Geheimnis und er konnte es sich nicht erklären, wieso sie so einen Tam Tam aus der Sache machte, war dieser Mann zwischenzeitlich ein fester Bestandteil ihres Lebens geworden und nicht, wie am Anfang von ihr behauptet, lediglich ein Zeitvertreib für zwischendurch.
Gerade weil sie darüber schwieg wie ein Grab, konnte er seine Neugierde kaum zügeln. Ob er ihn kannte? Vielleicht war er ein enger Arbeitskollege?

Der anfängliche One Night Stand wurde zu einem Langzeitliebhaber, was für Kudo nach einem festen Freund klang aber noch nicht einmal seinen Namen wollte sie ihm verraten, was ihn wunderte.
Oder lag es daran, dass sie ihn immer noch liebte?
Ja, er wusste um ihre heimliche Liebe zu ihm, was wäre er für ein Detektiv gewesen, wenn ihm die Gefühle der Wissenschaftlerin nicht aufgefallen wären.
Lassen wir uns überraschen. Schließlich werde ich ihn heute kennenlernen, beschloss er und bereitete mit seiner hübschen Verlobten die anstehende kleine Feier vor.

Um 18:00 Uhr trudelten die ersten Gäste ein. Das Geburtstagskind begrüßte Miwako, Wataru, Heiji und Kazuha, die zusammen eintrafen.
Ran fiel der temperamentvollen Osakerin sogleich um den Hals, hatte sie ihre beste Freundin seit ihrer Verlobungsfeier vor fünf Monaten nicht gesehen gehabt. Die Arbeit und die privaten Verpflichtungen hatten ein Treffen der beiden jungen Frauen nicht möglich gemacht.
Shinichi belächelte dies glücklich und begrüßte seinen besten Freund und Detektivkollegen mit einem Handschlag.
Gegen 19:00 Uhr war die Villa voll gefüllt. Einige Gäste hatten sich in den Garten verzogen, wo gegrillt und ausgelassen gefeiert wurde. Die übliche Küchenparty mit Geschichten aus aller Welt durfte selbstverständlich auch nicht fehlen, doch von Shiho und deren Begleitung war keine Spur.
Das Geburtstagskind hatte sich in den stillen Hausflur zurückgezogen und dachte nach.
Er wusste, dass sie es nicht unbedingt mit Pünktlichkeit besaß und auch für solche Feiern nichts übrig hatte, aber er hatte zumindest angenommen, dass sie für ihn eine Ausnahme machen würde.
Habe ich mich vielleicht doch in ihr getäuscht? Seit meiner Verlobung mit Ran hat sie sich vor mir distanziert.
»Vielleicht sollte ich sie anrufen?«
Sanft legte sich eine Hand auf seine Schulter. »Sie wird schon noch kommen«, beruhigte ihn Ran und war wie stets und je die Zuversicht in Person. »Heiji sucht dich übrigens. Ich weiß nicht wie er es in der kurzen Zeit geschafft hat, aber er sieht bereits alles doppelt.«
Shinichi lachte amüsiert auf. »Der Kerl verträgt einfach keinen Alkohol.«
Sie sollte Recht behalten. Gerade als er mit Ran zu seinen Gästen zurückgehen wollte, hörte er Stimmen vor der Eingangstür.
Beide stutzten.
»Nicht«, hielt er sie auf und hinderte sie daran, die Tür zu öffnen. Seinen Zeigefinger an die Lippen gelegt als Zeichen, dass sie mucksmäuschenstill sein soll. Sie verdrehte genervt ihre rehkitzbraunen Augen als Antwort: Lauschen gehört sich nicht. Er hingegen erwiderte nur mit einem Schultern zucken: Detektiv. Ich bin von Natur aus neugierig.
Gemeinsam lauschten die dem Gezeter.

»Lass mich doch klingeln.«
»Nein! Was ist, wenn er dich erkennt?«
»Na und, dann ist das halt so«, konterte er und verstand wirklich nicht, warum sie sich so anstellte. Als ob Shinichi ihn direkt die Handschellen anlegen würde, dafür war Kudo viel zu Stolz und würde ihn nur auf frischer Tat schnappen wollen.
»Argh, du raubst mir den letzten Nerv. Du bist viel zu Naiv für diese Welt.«
»Und du machst dir zu viele Sorgen.«
»Ja, einer muss das ja tun. Ich kenne nur einen Idioten, der sich freiwillig in die Höhle des Löwen begibt. Wir sollten umkehren«, versuchte sie es weiter.
»Und diesen Idioten liebst du abgöttisch.«
Sie erwiderte nichts und schaute verlegen zur Seite. »Ernsthaft, wir sollten gehen. Ich mache mir Sorgen.«
Kaito hingegen stutzte und hob abschätzend seine Braue an. Sie hat mir nicht widersprochen. Ein selbstgefälliges Grinsen breitete sich auf seinen Gesichtszüge ab.
»Was ist?«, erwiderte sie zickig, was ihn nur noch in seiner Vermutung bestätigte.
»Du liebst mich wirklich«, stellte er fest und grinste wie ein Honigkuchenpferd. »Ich habe dir doch gesagt, dass ich den Diamanten bekomme, den ich haben will.«
Sie verzog eingeschnappt ihre Lippen zu einer Schnute, was er unglaublich süß fand. »Deswegen kann ich Diebe nicht ausstehen.«
»Awww, du bist so niedlich, Shiho«, gab er ergriffen von sich und knuddelte sie.
»Halt die Klappe, Kaito und lass mich gefälligst los. Du kannst nicht einfach...«, brach sie ab als sie zwei sinnliche Lippen auf die ihren fühlte und sich dem ungewollten Kuss hingab, der kurz darauf beendet wurde. »Mein Charme ist unschlagbar.«
»Deine Klappe auch!«

Die Tür wurde aufgerissen und erschrocken sprangen sie auseinander.
»Wurde aber auch Zeit, dass ihr erscheint«, gab Kudo im gespielt strengen Ton von sich und war verblüfft als er Kaito erblickte. Auch Ran, die an seiner Seite stand, sah den fremden Mann ungläubig an, der Shinichis Zwilling hätte sein können.
»Hi«, sagte Kaito knapp und hob die Hand zum Gruß. Ein überhebliches und aufgeblasenes Lächeln umschmeichelte seinen Mund. Shinichis Blick wurde augenblicklich prüfend und musterte den fremden Mann vor sich mit Adleraugen, ehe er ungläubig seine Augen aufriss. »Unglaublich«, nuschelte er und schüttelte verständnislos mit dem Kopf.
»In der Tat«, stimmte ihm Ran zu, die seine Aussage wohl auf ihre Ähnlichkeit bezog. »Ihr könntet Zwillinge sein.«
»Vom Metier eher nicht. Ich bin Sherlock und er Lupin.«
»Exakt. Kuroba Kaito, freut mich ihre Bekanntschaft zu machen, Mr. Holmes«, schmunzelte Kaito vergnügt, während Shiho die Gesichtszüge entgleisten.
Der kann sich doch nicht einfach so zu erkennen geben, der Depp, schoss es ihr panisch durch den Kopf und wollte bereits zu einer Ausrede ansetzen, als Shinichi dies fahrig mit der Hand abwinkte.
»Nun, Lupin, da dies eine Privatfeier ist, nehme ich an, dass alles an Ort und Stelle verbleibt?«
»Gewiss, Mr. Holmes! Meine flinken Finger wandern heute lediglich über den Körper dieser hübschen Frau«, konterte er und zog die überforderte Shiho erneut in eine liebevolle Umarmung.
Shinchi belächelte dies, während Ran verwundert den Kopf zur Seite legte.
»Ihr beide versteht euch außerordentlich gut. Kennt ihr euch bereits?«

»Oi, Kazuha. Ich sehe sogar Shinichi doppelt«, brabbelte Heiji vom anderen Ende des Flurs. »Ne, warte, ich sehe Shini doppelt doppelt, also vier Mal, hääää?«, lallte er verwirrt, was sie alle zum Lachen brachte.

»Kommt rein. Die Party ist im vollen Gange wie ihr seht«, forderte Kudo sie auf, hielt Kaito allerdings am Oberarm zurück und flüsterte ihm fragend ins Ohr: »Wie hast du es geschafft sie zu bekommen?«
Kuroba kicherte vergnügt und zwinkerte ihm geheimnisvoll zu. Tadelnd und mit wedelndem Zeigefinger verkündete er: »Ein Gentleman-Dieb verrät niemals seine Tricks, Herr Detektiv.«

Ende
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