Stolz und Vorurteil und Mord

von katy-beck
CrossoverKrimi, Romanze / P12
15.11.2019
02.02.2020
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So starrte Lizzy nun auf das Bild, das in der geöffneten Akte lag. Sie konnte einfach nicht glauben, was sie sah. „Ist das ...?“, sie beendete die Frage nicht. Dafür war sie viel zu überrascht.

„Ja“, antwortete Kate mit einem zufriedenen Lächeln. „Ich habe doch gesagt, du wirst nicht glauben, was passiert ist.“

„Und er hat ...?“

„Das ist noch nicht genau bewiesen, aber er ist auf jeden Fall ein Verdächtiger.“

„Du hast recht. Ich kann es einfach nicht glauben.“ Ihr Blick heftete immer noch auf dem Foto. „Will Darcy ist Hauptverdächtiger in einem Doppelmord. Einfach unfassbar! Ich wusste ja schon immer, dass er ein Arschloch ist, aber ein Mörder?“

Mr. Fitzwilliam Darcy war einer von den Männern, die jeder in Manhattan kannte. Erbe des Familienvermögens und somit einer der reichsten Männer der Stadt. Entweder man mochte ihn oder man verabscheute ihn. Die, die ihn mochten, taten es wegen seines Geldes und die, ihn verabscheuten, taten es, weil er selbst kein Hehl daraus machte, dass er auch sie verabscheute. Er war nicht darauf aus, neue Freunde zu gewinnen. Im Gegenteil, es schien ihm egal zu sein, was andere über ihn dachten, auch wenn sein ganzes Leben in der Klatschpresse breitgetreten wurde. Jedes Mal, wenn man ihn sah, wirkte er desinteressiert und überheblich. Es schien immer, als halte er sich für etwas Besseres. Er gab nie Antworten auf die Fragen der Reporter und hatte nie Zeit für ein Interview, was vermutlich daran lag, dass er sich für zu stolz hielt, um mit jemandem zu sprechen, den er für unwürdig empfand. Vermutlich hatte niemand je seine Stimme gehört.

Aber jetzt war er gezwungen, mit solchen Personen zu reden. „Wir werden ihn vorladen, um herauszufinden, ob er es wirklich getan hat“, sagte Kate. „Ich habe bereits ein paar Leute geschickt, um ihn abzuholen.“

„Sehr gut.“ Lizzy strich sich eine ihrer dunkelbraunen Strähnen hinters Ohr. „Wie kommen wir überhaupt auf Darcy? Was hat er damit zu tun?“

„Wir haben einen Zeugen gefunden, der gesehen hat, wie Bella Mattily und Will Darcy an dem Tag vor der Entführung in einem Café Streit hatten.“

„Und warum hat sich der Zeuge nicht früher gemeldet?“

„Er war verreist.“

„Verreist?“

„Ja, verreist. Er musste geschäftlich nach Europa und kam erst gestern wieder. Dann hat er das von den beiden Frauen gehört und Bella auf den Bilder im Fernsehen wiedererkannt.“

„Hat er gehört, worum es bei dem Streit ging?“

„Nicht wirklich“, antwortete Kate. „Er weiß nur, dass es um jemand anderen ging, um eine Frau. Offenbar kannten sie sich, aber es wirkte nicht so, als seien sie ein Paar gewesen.“

„Klingt nach einer flüchtigen Bekanntschaft. Bella und Eleonore wurden vergewaltigt und dann brutal hingerichtet. Meinst du wirklich, es war Darcy? Ich weiß zwar nicht, wozu er im Stande ist, aber er wirkt nicht wie ein blutrünstiger Mörder auf mich.“

„Ja, es ist dünn, aber er ist unsere einzige Spur. Wir haben nichts außer ihm. Und auch wenn er es nicht war, besteht immer noch die Möglichkeit, dass er uns neue Hinweise gibt.“

„Du hast recht.“

„Habe ich immer.“ Sie lächelte stolz und sah auf ihr Handy, das gerade vibriert hatte. „Er ist jetzt auf dem Revier.“

Die beiden Detectives bezahlten und verließen das Café.
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