Stolz und Vorurteil und Mord

von katy-beck
CrossoverKrimi, Romanze / P12
15.11.2019
02.05.2020
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15.11.2019 530
 
„Du wirst nicht glauben, was passiert ist!“, rief Kate, als sie noch etwa drei Meter von dem Tisch in diesem kleinen Café entfernt war.
„Lass mich raten“, sagte Lizzy, die bereits zwei große Latte Macchiato bestellt hatte. „Du hast deine Kaffeesucht überwunden. Wenn das stimmt, dann kann ich ja beide Tasse trinken.“
„Warum musst du mich immer ärgern?“ Kate setzte eine beleidigte Miene auf und nahm auf dem Stuhl neben ihrer Freundin Platz. Sie war es gewohnt, ständig von ihr geneckt zu werden, doch sie war es ebenso gewohnt, Lizzy zu necken.
Elizabeth Bennet und Katherine Beckett kannten sich bereits seit vielen Jahren und waren nicht nur die besten Freundinnen, sondern auch Partner. Sie arbeiteten beide für die New Yorker Polizei als Mordermittlerinnen. Durch die Ähnlichkeit ihrer Nachnamen waren sie im ganzen Revier als Dreamteam bekannt, doch nicht nur das machten sie zu so guten Detectives. Sie leisteten hervorragende Arbeit und gaben niemals auf, die Wahrheit herauszufinden. Die Harmonie zwischen ihnen war nicht immer perfekt, doch wenn es darauf ankam, waren sie unschlagbar.
„Es ist mein Job“, erwiderte Lizzy mit einem Lächeln.
„Es ist dein Job, Mörder zu jagen.“
„Das eine muss das andere nicht ausschließen. Ich kann gleichzeitig für Gerechtigkeit sorgen und dir das Leben schwer machen.“
Kate nahm einen großen Schluck und sah sie über den Rand ihrer Tasse hinweg an. „Nein, immer noch süchtig“, nuschelte sie, als sie die Tasse wieder abstellte.
„Was wolltest du mir dann so wichtiges sagen?“
„Es gibt etwas Neues in unserem Fall.“ Sie nahm eine Akte aus ihrer Tasche und legte sie zwischen sich.
„Was? Warum hast du das nicht sofort gesagt?“, fragte Lizzy etwas zu laut.
„Hey, du musstest ja unbedingt Späße machen.“
„Tut mir leid. Es kam nur so überraschend. Endlich haben wir etwas!“ Sie nahm die Akte und öffnete sie. Was sie sah, warf sie fast vom Stuhl.
Seit Tagen arbeiteten die Beiden an diesem Fall und sie kamen nur langsam voran. Es handelte sich um den Mord an einer Frau namens Bella Mattily und ihrer jüngeren Schwester Eleonore. Sie hatten am letzten Freitag in einer Bar die Beförderung der Älteren gefeiert und wurden auf dem Rückweg entführt. Tagelang wurden sie festgehalten und misshandelt. Dann wurde Eleonore vor den Augen ihrer großen Schwester mit einem Schuss in den Hinterkopf getötet und Bella musste weitere qualvolle Stunden der Vergewaltigung aushalten, bis auch sie von ihrem Leid erlöst wurde. Nachdem man ihr die Kehle durchgeschnitten hatte, wurden die beiden Leichen in einem Müllcontainer abgeladen. Man fand sie erst, als sie fast in einem Schmelzofen für Metallabfälle verbrannt wurden.
Die beiden unterschiedlichen Todesursachen erschwerten die Untersuchungen in diesem Fall und der Täter war offenbar darauf aus, nicht geschnappt zu werden, denn er hatte seine Spuren sehr gut verwischt, wenn er überhaupt welche hinterlassen hatte. Doch nach der Beweislage zu urteilen schien das nicht der Fall zu sein. Bennet und Beckett hatten nur wenige Hinweise gefunden, die ihnen alle nicht weiterhalfen. So tappten sie seit einiger Zeit im Dunkeln und griffen nach jedem noch so winzigen Strohhalm, den sie zu packen bekamen.
Doch nun, nach vielen langen Arbeitstagen, hatten sie endlich einen dieser Halme gefunden und zogen mit aller Kraft daran.
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