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[(D'c) HeartBeat] Die Verführung der Braut

GeschichteRomance, Suspense / P18 / Het
14.11.2019
18.01.2020
38
107.456
128
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Dieses Kapitel
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16.01.2020 2.815
 
Langsam betrat Derek sein Wohnzimmer und legte das Telefon auf den Tisch, während er John ansah, der am Fenster stand und auf die Stadt hinuntersah. „Sie ist nicht in der Wohnung aufgetaucht. Seit gestern Abend, wo Don sie abholen wollte, ist sie verschwunden, ihr Handy aus und kann nicht geortet werden. Don hat sich in ihrem Schlafzimmer umgesehen und gemeint, dass einige Sachen fehlen würden. Es wären Lücken in den Regalen und Schubladen. Sie hat also ihre Tasche gepackt und sich irgendwo versteckt. Damit hast Du wohl Deine Antwort, auf Deine Anordnung ihr gegenüber.“

„Irgendwo muss sie ja stecken, sie kann ja nicht vom Erdboden verschluckt worden sein. Pam weiß auch nicht wo sie ist, ich habe sie gestern Abend angerufen. Sie wollte aber mal bei Birgit nachfragen, ob sie vielleicht was weiß. Wenn ja, wollte sie anrufen, wenn nicht … dann nicht.“

„Hm.“ Derek ließ sich in einen Sessel fallen und streckte seine langen Beine von sich, während er den Kopf auf die Lehne legte und die Augen schloss.

„Hat Matt etwas über Walker herausgefunden?“ John sah nur kurz über die Schulter zu Derek und dann wieder aus dem Fenster.

„Nichts erwähnenswertes bis jetzt, laut seiner Aussage.“ Derek runzelte kurz die Stirn, als er die kurze Info abrief, die Matt ihm am Vormittag gegeben hatte, als er ihn angerufen hatte. „Geboren am 6. Dezember 1984 in San Francisco, im San Francisco VA Medical Center, wohnt in Sausalito, 2 Wolfback Ridge Road. Eine Schwester, Jade, geboren 15. August 1988. Das Haus in dem Walker wohnt, gehörte früher seinen Eltern, sein Vater ist 1990 verstorben, war auch Feuerwehrmann. Seine Mutter, Bonnie, ist 2009 zu ihrer Tochter gezogen, als Walker den Job bei der Feuerwehr angenommen hat. Er hat zusätzlich noch eine Ausbildung als Schreiner und den Collage Abschluss. Laut Matt nimmt er jedes Jahr an der Benefizveranstaltung im Mission Dolores Park der Feuerwehr und Polizei teil. Muss wohl eine ziemlich große Veranstaltung sein und geht den ganzen Tag. Der Erlös geht dann an irgendwelche Hinterbliebene. Keine Strafdelikte, Drogen oder sonstiges, aber Matt will noch weiter graben.“

„Sein Werdegang ist also genauso makellos wie der ganze Kerl. Was ein Saubermann.“ John schnaubte wütend und fuhr sich dann durch die Haare. „...irgendwas muss es doch geben, was ihn angreifbar macht.“

„Matt hat doch gerade einmal an der Oberfläche gekratzt. Du solltest Dich lieber mehr auf Joy konzentrieren als auf deren Liebhaber.“

John knurrte verächtlich. „...sie meinte, sie liebe ihn, also komme ich an Joy nur über diesen Walker heran, wenn sie nicht zu ihrem Wort stehen will.“

„Ich glaube, … Du solltest es abhaken und ihr das geben, was sie will und Dir, wenn Du es unbedingt auf diese Art durchziehen willst, eine andere suchen. Ich könnte Birgit bearbeiten. Du kannst keine Skandale gebrauchen und Du weißt nicht, was für ein Typ dieser Walker ist. Nachdem was Du mir erzählt hast, scheint er schon länger mit ihr zusammen zu sein und 'falls' da mehr ist … weißt Du nicht, wie er reagieren wird, wenn Du Joy oder ihn angreifen würdest, um an Joy zu kommen. Das kann ganz schnell nach hinten losgehen, John.“

„Ich lasse mir nicht von ihr auf der Nase herumtanzen und mich vorführen.“

„Wäre es nicht einfacher wegzusehen und es laufen zu lassen? Schließlich hast Du von der Affäre bis jetzt nichts mitbekommen, also scheint sie es geheim gehalten zu haben. Was Dir zugutekommen könnte. Du lässt die Ehe laufen und sie mit ihrem Liebhaber rummachen. Gelegentlich gemeinsame Auftritte und Wilko ist glücklich.“

„Sie will eine Annullierung.“

„Mit welcher Begründung? Die Ehe wurde nicht vollzogen? Nun, das kann sie ja nun nicht mehr aufführen, weil sie das nicht beweisen kann. Unüberbrückbare Differenzen? Nicht vorhanden. Ihr wart über ein Jahr verlobt, die Ehe wurde also auch nicht von heute auf morgen geschlossen. Fällt spontane Entscheidung und Fehler also auch weg. Sie kann höchstens die Scheidung einreichen und das kannst Du dann ewig lange herauszögern, wenn Du es darauf anlegst.“

John rieb sich über den Nacken und runzelte die Stirn. „Nein, ich will es nicht laufen lassen. Sie hat mich an der Nase herumgeführt und das lasse ich nicht zu.“

„Du warst auch nicht ehrlich zu ihr.“

John knurrte auf und warf Derek einen wütenden Blick zu. „...auf welcher Seite bist Du eigentlich?“

Derek's Augen fingen an zu glitzern und wurden um einiges kühler, was John sofort den Blick abwenden ließ. „Erstens … ist diese Frage absolut lächerlich und werde ich garantiert nicht beantworten. Und zweitens … überlege es Dir ganz genau, wenn Du mich in Frage stellen solltest oder angreifst. Meine Toleranz deinem Benehmen mir gegenüber ist momentan nahezu ausgeschöpft.“

„Es tut mir leid.“ John sah zu Boden und hörte nur, wie Derek aufstand und ohne ein weiteres Wort den Raum verließ.



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„Was ist los mit Dir, hm? Du bist den ganzen Tag schon mehr abwesend als anwesend und selbst dem Fotografen ist aufgefallen, dass Du ziemlich schlecht gelaunt bist. Vor allem, als Du einfach abgehauen bist, als er die Fotos mit Dir machen wollte.“ Andy sah Josh an, der, genau wie er selber, mit Shorts und Muskelshirt, dass ein großes Emblem der Feuerwehr zierte, an einem Baum lehnte und seine Wasserflasche abwesend in der Hand hielt, während er nur brütend durch den Park sah.

Unzählige Stände waren großzügig verteilt, wo man Getränke und diverse Speisen kaufen konnte. Hüpfburgen für Kinder, verschieden große Becken für Wasserspiele und noch unzählige andere kleine und große Angebote waren großzügig und weitläufig im Park aufgebaut. Weiter vorne stand der Löschzug der Feuerwehr, daneben ein großer Mannschaftswagen der Polizei. Interessenten konnten sich alles erklären lassen, durften sogar den Löschschlauch halten und damit auf eine Wand mit verschieden Schwierigen Zielen zielen und bekamen dafür kleine Preise. Nebenbei wurde noch über Sicherheit und Vorsichtsmaßnahmen gegen alles Mögliche aufgeklärt. Ein Stück entfernt war ein großer Platz mit in Hüfthöhe angebrachten Bändern abgesperrt, wo später das jährliche Fußballspiel der Feuerwehr gegen die Polizei stattfand. Josh sah zu dem kleinen Zelt, indem die Fotos für den Kalender gemacht wurden und in dem sich Besucher mit einem Feuerwehrmann oder Polizisten fotografieren lassen konnten, die auch im Kalender waren. Andy hatte eine einstündige Prozedur bereits hinter sich, während Josh sich bis jetzt erfolgreich hatte drücken können. Er hatte dieses Jahr absolut keine Lust, mit nacktem Oberkörper oder in nur nachlässig angezogener Montur, strahlend in die Kamera zu grinsen und irgendwelche Frauen im Arm zu halten. Obwohl er die letzten Jahre dabei immer jemanden kennengelernt hatte, die ihm anschließend die Nacht versüßt hatte.

Was Joy wohl gerade machte? Da sie sich nicht bei ihm gemeldet hatte und es bereits Samstagmittag war, ging er davon aus, dass sie sich wohl für ihr Wort und John entschieden hatte und bitter verzog er leicht den Mund. Er hatte echt für einen Augenblick gedacht, dass sie etwas für ihn fühlen würde. Bescheuert, so bescheuert. Er war und blieb ein Vollidiot.
Er musste sie irgendwie aus seinem Kopf bekommen. Vielleicht sollte er doch gleich mal hinübergehen und sich dem Fotografen stellen, drumherum kam er sowieso nicht. Und vielleicht fand er irgendeine willige Blondine, die auf Uniformen abfuhr, mit der er etwas Spaß haben konnte und so vielleicht Joy aus dem Kopf bekam.
...Und das glaubst Du wirklich, ja?...

Innerlich seufzend gestand er sich ein, dass es nichts bringen würde. Er hatte heute schon ein oder zwei Blicke von interessierten Frauen erhalten, genauso wie Andy und die anderen. Alle von Frauen, die auf Typen in Uniformen abfuhren und sich etwas erhofften und es hatte ihn absolut nicht gereizt sie anzusprechen. Eine hatte er sogar abgekanzelt und ihr direkt vor den Kopf geknallt, dass er keinen Bock auf sie habe. Und nachdem sie mit einem beleidigenden Blick abgehauen war, hatte er sich gefragt, wie bescheuert er war, so eine Einladung abzulehnen.
Joy hatte ihm ja nun mehr als deutlich gezeigt, wie sie sich entschieden hatte und er war nun hier und fühlte sich total beschissen und wie ein Idiot und lehnte so eine Einladung ab … wollte etwas, jemanden, ganz anderes haben. Etwas, was er wohl nicht bekommen würde und was er, bevor er Joy kennengelernt hatte, für sich immer abgelehnt hatte. Scheiße...

„Josh? Was ist los?“ Erneut sprach Andy Josh an und riss ihn nun endlich aus seiner brütenden Stimmung.

„Nichts.“ Entschlossen schraubte er die Wasserflasche auf und trank einen Schluck, während er Andy's Blick mehr oder weniger auswich, ohne das es auffiel, was Andy natürlich deshalb auch sofort auffiel.

„Erzähl das jemand anderem. Deine Wasserflasche, könnte Dir das eventuell abnehmen, aber nicht ich. Also? ...“

Hatte sich eigentlich alles gegen ihn verschworen? Josh schloss kurz die Augen und drehte sich etwas, sodass er sich wieder bequem gegen den Baumstamm lehnen konnte. „Es ist nichts, ich bin nur müde, das ist alles.“

Josh hoffte, dass Andy nun Ruhe geben würde. Er hatte keine Lust ihm zu sagen, warum er so müde war. Er hatte keinen Bock ihm zu erklären, dass er zuerst den ganzen Tag wie bescheuert in seinem Haus herum getigert war und immer gehofft hatte, dass Joy plötzlich hereinkam und als es Abend wurde und sie nicht kam, ihm klargeworden war, dass er verloren hatte und sie sich anders entschieden hatte, als er gehofft hatte. Und er daraufhin aus Frust und Wut fast die ganze Nacht hinterm Haus Feuerholz gehackt hatte und sich dabei insgeheim vorgestellt hatte, dass es der Schädel von diesem scheiß Fatzke wäre, der das Mädchen bekommen hatte, was auch er wollte. Als er endlich absolut erledigt ins Bett gefallen war, hatte nicht einmal zwei Stunden später der Wecker geschellt.

„Ja sicher...“ Andy seufzte, fuhr sich durch die Haare und sah Josh kurz an, bevor er den Blick durch den Park gleiten ließ. „Du weißt, dass ich da bin, hm? Wenn Du mit jemandem reden kannst, dann ja wohl mit mir.“

„Ich weiß, Andy. Aber das hier...“ Er zuckte mit den Schultern. „...damit muss ich alleine klarkommen, da kann mir nicht einmal mein bester Freund helfen.“

„Ich kann zuhören.“

Josh lächelte andeutungsweise und warf ihm einen kurzen Blick zu. „Ich weiß, Andy. Nur gibt es nichts zu reden. Es ist vorbei und damit muss ich klarkommen. Ihr Mann ist zurück, hat uns überrascht und ihr ein Ultimatum gestellt. Bis gestern Abend sollte sie in sein Haus ziehen. Sie wollte von mir wissen, was sie machen soll und ich sagte, es ist ihr Leben, sie muss entscheiden, das kann ich ihr nicht abnehmen. Und wenn sie sich entschieden habe, wisse sie wo ich bin. Nun, sie hat sich scheinbar entschieden und da sie nicht hier ist, weißt Du, wie diese Ausgefallen ist … und somit … Ende der Geschichte.“ Gespielt gleichgültig zuckte Josh mit den Schultern und sah durch den Park, während Andy anfing zu fluchen.

„Warum zum Teufel hast Du ihr nicht gesagt, was Du wirklich willst?“

„Hab' ich. Da er plötzlich in ihrer Wohnung stand, hab‘ ich ihr gesagt, wenn sie nicht in sein Haus will, können wir das Türschloss auswechseln oder sie könnte bei mir wohnen.“ Josh sah weiter durch den Park und zuckte gespielt gleichgültig mit den Schultern.

„Gott, Josh, und Du glaubst das reicht, damit sie weiß, dass Du sie willst?“

„Nicht?“ Josh sah kurz unruhig und nervös zu Andy, bevor er wieder weg und auf die Menschen im Park sah.

„Himmel, ich hätte Dir mehr Hirn zugetraut. Das sagt absolut nichts aus, außer, dass Du ihr anbietest, vorübergehend bei Dir zu wohnen.“

„Blödsinn, wer bittet schon eine Frau nach nicht mal einer Woche bei ihm einzuziehen? Wenn sowas kommt, ist da wohl mehr als nur das Anbieten einer Schlafmöglichkeit.“

„Gott, Du bist einfach nur dämlich. Echt mal. Woher soll sie bitteschön wissen, was Du damit sagen willst. Himmelherrgott, davon ab, dass das verdammt schnell ist … auch, wenn ich Dich verstehe und sie Dein Mädchen ist … sie wird, darauf könnte ich wetten, garantiert nicht verstanden haben, was Du ihr sagen willst.“ Andy fuhr sich durch die Haare und atmete tief ein, um sich etwas zu beruhigen. Er war wirklich kurz davor Josh, etwas Verstand einzuprügeln, dass er Joy einfach nicht deutlich sagte, was er wollte und sich hinter seinem scheiß Stolz versteckte und sich nicht die Blöße geben wollte, ihr zu sagen, dass er sie, trotz der kurzen Zeit, einfach nur hoffnungslos liebte.



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Mit verzogenem Gesicht lief Pam schlecht gelaunt neben Joy her und wich den herum rennenden Kindern und ihnen entgegenkommenden Spaziergänger aus. „Kannst Du mir nochmal sagen, warum wir auf dieser bescheuerten Veranstaltung sind? Was erhoffst Du Dir? Dass Josh hier ist, nur weil es ein Fest der Feuerwehr und Polizei ist? Ich könnte jetzt schön auf der Couch liegen und mein neues Buch lesen. Oder wir könnten ins Freibad gehen, etwas Sonne tanken, schwimmen. Alles ist besser als bei dieser Hitze durch einen beschissenen Park zu stapfen, nur weil Du hoffst, dass Josh hier ist und Du ihn siehst, anstatt ihn anzurufen und Dich danach weiter von ihm verarschen zu lassen.“

Joy zuckte zusammen und sah kurz zu Pam. „Ich habe seine Nummer doch gar nicht.“ Leise murmelnd wich sie Pam's spöttischen Blick aus, die bezeichnend die Augenbraue hob.

„Das sagt doch schon alles, oder? Wenn er was Ernstes von Dir wollen würde, meinst Du nicht, dass er dafür gesorgt hätte, dass Du seine Nummer hast? Sieh endlich ein, Du bist für ihn nur ein Abenteuer. Er war mit Dir im Bett, warf Dich raus, war im Krankenhaus, um seine Schuldgefühle zu beruhigen und dann nochmal mit Dir im Bett, … was Du zwar nicht sagst, aber deutlich aus Deiner Erzählung herauszuhören war, als Du sagtest, dass er bei Dir geschlafen hatte und John euch quasi überrascht hat … und ist dann abgehauen. Er will nur Sex und bei Dir ist es praktisch, weil verheiratet und nichts Ernstes. Das Einzige was ihn wahrscheinlich zu Dir zieht, ist, dass er der Erste bei Dir war. So was finden Kerle doch scharf … Er hält Dich warm und in Bereitschaft. Sieh es endlich ein. Das einzig Positive was er bewirkt hat, ist, dass Du John endlich den Laufpass geben willst.“

„Du bist gerade echt gemein, weißt Du das? Ich dachte, Du bist meine Freundin und willst das ich glücklich bin.“ Joy schluckte und kämpfte mit den Tränen.

„Das bin ich und das will ich. Aber ich habe auch Augen im Kopf und ein Hirn und das was er abzieht, ist das Letzte. Er ist 'n Arsch. Wahrscheinlich hat er mehrere mit denen er sich trifft. Mach die Augen auf, Kleines.“

Joy sagte nichts und nagte an ihrer Unterlippe, während sie sich umsah und dann eine Bank etwas abseits des Weges ansteuerte, die glücklicherweise frei war und sich darauf fallen ließ. Sie war müde und hatte Kopfweh und Pam's Worte trafen sie mehr, als sie zugeben wollte. Was wusste sie schon von ihm? Nichts, absolut nichts, bis auf die wenigen Kleinigkeiten, die er mal so fallen gelassen hatte über seine Familie.

„Toll, jetzt sitzen wir hier herum, welch geiler Tag...“ Pam ließ sich neben sie fallen und Joy sah sie wütend an.

„Echt jetzt, fahr doch nach Hause, geh schwimmen oder sonst was. Seit Tagen machst Du nur alles schlecht, hast miese Laune und benimmst Dich wie eine Zicke. Was zum Teufel ist eigentlich Dein Problem?“

Pam stand wieder auf und sah auf Joy. „Du hast Recht, ich hab‘ hier nix verloren und langweile mich. Ich fahr nach Hause. Kommst Du mit? Ansonsten kannst Du nachher die Cable oder 'n Taxi nehmen.“ Abwartend sah sie Joy an, die den Kopf schüttelte und sich demonstrativ bequemer hinsetzte.

„Ich bleibe, mir gefällt es hier.“

„Dann renne diesem Idioten doch weiter hinterher. Ich hab‘ keinen Bock darauf. Heul Dich aber nicht bei mir aus, wenn ich Recht behalte. Wir sehen uns...“ Wütend drehte sie sich um und ging entschlossen den Weg zurück, den sie gerade gekommen waren und Joy sah ihr traurig hinterher. Sie verstand Pam gerade absolut nicht mehr. Dass sie sich Sorgen um sie gemacht hatte, konnte sie nachvollziehen, aber dass sie plötzlich so böse war und fast schon Hasstiraden auf Josh niederließ, verstand sie absolut nicht. Das war eigentlich gar nicht ihre Art. Seufzend beugte sie sich etwas vor und stützte das Kinn in die Hand. Nachdenklich sah sie den Menschen zu, die spazieren gingen, von Stand zu Stand schlenderten und langsam wurde es immer voller auf der Wiese.

Eher halb interessiert sah sie zu, wie sich langsam der Platz rund um den abgesperrten Bereich füllte und immer mehr Menschen es sich dort gemütlich machten. Teilweise sogar Decken herausholten und sich hinsetzten. Selbst als sich jemand mitten auf den Platz stellte und laut mit allen sprach und scheinbar einiges erklärte und sagte, schaltete sie die Ohren auf Durchzug und überlegte, ob sie wirklich so dumm war, wie Pam sagte und es nicht bemerkte, dass Josh sie nur für Sex benutzte. Tat er das wirklich oder hatte Pam das nur so gesagt, um Josh schlecht zu machen?
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