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[(D'c) HeartBeat] Die Verführung der Braut

GeschichteRomance, Suspense / P18 / Het
14.11.2019
18.01.2020
38
107.456
127
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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13.01.2020 3.772
 
Zwanzig Minuten später legte Josh Joy vorsichtig auf das Bett und zog ihr das Badelaken weg, während er gleichzeitig die Decke über sie legte und sich dann durch die noch feuchten Haare fuhr. Amüsiert sah er sie an, wie sie kaum die Augen offenhalten konnte, sich ins Kissen kuschelte und die Decke noch etwas höher zog. Langsam ging er um ihr Bett herum und warf das Badelaken, sowie das Handtuch was er um seine Hüften gebunden hatte, nachlässig auf einen Sessel, bevor er zu ihr unter die Decke schlüpfte und sich auf die Seite drehte. Vorsichtig zog er sie an sich, sodass sie mit dem Rücken an seiner Brust lag und küsste sanft ihre Haare. Sachte legte er einen Arm um sie, während er den anderen unter seinen Kopf schob. „Mit Dir duschen ist schlimmer, als meiner Schwester beim Baden meines Neffen zu helfen. Der plantscht auch immer herum, wenn er in der Badewanne oder im Planschbecken sitzt und setzt alles unter Wasser.“

„Du hast doch angefangen mit dem Wasser herumzuspritzen.“ Müde rutschte sie etwas hin und her, um eine bequeme Lage zu finden und rieb mehrmals mit dem Po über seine Mitte, was ihm ein leises Zischen und ein unterdrücktes Stöhnen entlockte.

„Um Gottes willen, bleib liegen und hör auf Dich zu bewegen.“

„Warum?“ Provozierend bewegte sie sich erneut und drückte ihren Po fester gegen ihn. Zufrieden hörte sie das leise unterdrückte Fluchen, sein Körper reagierte auf sie und jedes Mal wenn sie sich an ihn drückte, zuckte seine Männlichkeit an ihrem Hintern und jagte einen kleinen Blitz durch ihren Körper, der sich so unglaublich gut anfühlte, sie erschauern ließ und ihre innere Königin mehr als zufriedenstellte. Sie bewegte sich erneut, hörte sein leises, unterdrücktes Stöhnen und war plötzlich wieder mehr als hellwach. Alleine dieses eine kleine Stöhnen jagte durch ihren Körper, ließ sie erschauern und ihre Mitte fing an zu pulsieren.

„Fruchtzwerg, schlaf.“ Leise und heiser erklang die Stimme an ihrem Ohr, der Atem strich über ihren Hals und automatisch bewegte sie ihren Hintern wieder gegen ihn. Grummelnd drückte er mit seiner Hand etwas gegen ihren Bauch, sodass sie eng an ihn gepresst wurde und hielt sie dort fest, sodass sie sich nicht mehr bewegen konnte. Doch dadurch wurde seine Männlichkeit zwischen ihre Pobacken geklemmt und in Joy's Augen blitzte es plötzlich auf. Unschuldig spannte sie ihren Hintern an und hörte ihn leise aufstöhnen. „Gott, das darf doch jetzt echt nicht wahr sein. Du weißt genau, wie Du alles zu Deinem Vorteil ausnutzen kannst, oder?“

„Ich weiß nicht was Du meinst, ich kann mich ja nicht mal mehr bewegen. Du hältst mich ja fest.“ Erneut spannte sie ihre Pobacken kurz an und merkte, wie seine Männlichkeit noch härter wurde und sich gegen sie presste. Josh knurrte kurz, drehte sie blitzschnell auf den Rücken und beugte sich halb über sie. Mit vor Verlangen dunklen Augen sah er auf sie hinunter und senkte langsam den Kopf. Kurz sah er das zufriedene, leidenschaftliche Aufblitzen in ihren Augen, bevor sie sie schloss und ihre Arme um seinen Hals legte. Doch dieser kleine Blick von ihr reichte voll und ganz aus, das er sie wollte. Jetzt und sofort.

„Du weißt genau, was Du tust, Fruchtzwerg, nicht wahr?“ Leise aufstöhnend überbrückte er die kurze Distanz zu ihren Lippen und eroberte leidenschaftlich ihren Mund, spürte wie sie sich an ihm rieb und hörte das leise zufriedene Seufzen von ihr an seinen Lippen. Vorsichtig drängte er sich zwischen ihre Beine und schob sich langsam in sie, nur um kurz darauf heiser aufzustöhnen. Sie war mehr als feucht und heiß und augenblicklich jagte sein Puls nach oben, als sie ihn mit einem leisen Stöhnen empfing und ihre Beine um ihn schlang. Langsam bewegte er sich, zog sich etwas zurück und tastete sich erneut langsam voran, suchte und fand erneut den kleinen Punkt in ihr, der sie augenblicklich erzittern ließ.

„Gott, Joshua“

Joy riss sich von seinen Lippen los, bog sich ihm entgegen, zitternd, stöhnend und jedes kleine Stöhnen von ihr, pushte ihn höher, brachte sein Blut zum Kochen und ihn dazu, sich ausgiebig mit der kleinen Stelle in ihr zu beschäftigen. Fasziniert sah er ihr unverwandt ins Gesicht, sah die Leidenschaft und Lust, wie sie sich einfach gehen ließ und jede Berührung von ihm genoss. Sie war einfach nur wunderschön und er konnte sich nicht sattsehen an ihr, wie sie sich ihm ganz und gar hingab, nichts zurückhielt und ihn dadurch noch mehr mitriss und scheinbar unbewusst an sich band. Kleine Schweißperlen glitzerten auf seinem Rücken, als er sich gewaltsam zurückhielt, sich immer nur langsam bewegte und Joy immer höher trieb und ihn dann ein Gefühl tiefer Zufriedenheit erfasste, als sie mit einem lauten Aufschrei plötzlich zusammensackte und sich dann nach Luft schnappend und zitternd an ihn klammerte.

Joshua keuchte leise auf, als sie ihn kochend heiß und mehr als eng umklammerte, ihr pulsieren trieb ihn ebenfalls das letzte kleine Stückchen hinauf und leise aufstöhnend ließ er endlich los, ließ sich ebenfalls fallen und sackte einen Moment später zitternd auf ihr zusammen. Schwer atmend legte er seine Stirn kurz an ihre und eroberte sanft ihre Lippen, bevor er sie wieder nach Luft schnappend freigab und sich vorsichtig von ihr herunterrollte und sie gleichzeitig wieder an sich zog. Ihr Atem ging genauso schnell und hektisch wie seiner und liebevoll bemerkte er, wie sie ihren Kopf auf seine Schulter und ihre Hand auf seine Brust legte. Vorsichtig umfasste er ihre Hand, hob sie an seine Lippen und küsste sie sanft, bevor er sie wieder auf seine Brust legte und dort festhielt. Zärtlich legte er den anderen Arm um sie, hielt sie fest und zog sie noch etwas enger an sich, bis kein Blatt mehr zwischen sie beide zu passen schien. Noch während er sich langsam erholte und merkte wie er wegdämmerte, hörte er, wie ihr Atem leiser und gleichmäßiger wurde. Und mit einem kleinen Lächeln und mehr als entspannt schlief er ebenfalls, mit Joy in seinem Arm, ein.



<<-->>




Derek parkte seinen Sportwagen direkt vor Joy's Haus und stellte den Motor ab, gleichzeitig griff er nach vorne zu dem Becher Kaffee und gähnte. „Ich warte hier unten. So lange wirst Du ja kaum brauchen, um nach ihr zu sehen.“

John, der die Hand schon am Türgriff hatte und genauso müde von dem langen Flug aussah wie Derek, sah ihn erstaunt an. „Willst Du nicht mit hochkommen?“

Spöttisch hob Derek eine Augenbraue und trank gemütlich einen Schluck, bevor er sich bequemte zu antworten. „Sähe etwas komisch aus, wenn ich mitkommen würde, findest Du nicht? Ihr seid seit knapp einer Woche verheiratet, Du bist dazu direkt nach der Hochzeit nach Shanghai geflogen und 'Deine Frau' im Krankenhaus gelandet.“

„Und? Du kennst sie doch auch, ist doch normal, dass Du als ihr Freund auch wissen willst, wie es ihr geht.“

„John, … bei 'Deiner Frau' da oben hat jetzt niemand anderes was verloren als Du, auch wenn Du nicht lange bleibst oder bleiben willst, weil Du hundemüde bist. Normalerweise müsstest Du da oben jetzt gleich pennen und nicht nach ein paar Minuten wieder abhauen und nach Hause fahren, sieht seltsam genug aus, dass sie noch in ihrer Wohnung wohnt und nicht bei Dir.“

„Sie muss doch noch ihre Sachen aussortieren, außerdem, wir haben auch die ganze Zeit getrennt gewohnt, da hat sich auch keiner gewundert, warum sie nicht in meinem Haus wohnt.“ Schulterzuckend öffnete John die Tür und wollte aussteigen, als ihn Derek's zischende Stimme zurückhielt.

„Da wart ihr, wie Du bereits sagtest, auch noch nicht verheiratet und Du mehr im Büro als zuhause.“

„Bin ich jetzt ja auch, … wenn wir nicht gerade unterwegs oder in Deiner Wohnung sind.“

„Mach doch was Du willst, aber wundere Dich dann nicht, wenn Deine scheiß Farce auffliegt.“ Schulterzuckend legte Derek den Kopf zurück und schloss die Augen. „Nicht mein Problem, dann...“

Seufzend blieb John sitzen und sah Derek von der Seite an. „Du bist immer noch sauer auf mich, oder? Wie lange willst Du das noch sein?“

Derek schwieg lange und John wollte schon aussteigen, als Derek antwortete. „Bis Du Dich entsprechend entschuldigt hast und ich der Meinung bin, Dir zu verzeihen.“

„Ich habe doch schon gesagt, dass es mir leidtut, was soll ich denn noch machen oder tun? Sag's mir...“

Derek würdigte ihn keines Blickes und zuckte nur gleichgültig mit den Schultern, bevor er John wieder ignorierte.

John sah ihn noch eine Weile an, wartete, ob Derek vielleicht doch noch etwas sagte, doch dann stieg er aus, um nach Joy zu sehen, während er genauso wie die letzten unendlich vielen Stunden im Flieger, wo Derek ihn ebenfalls ignoriert hatte, überlegte, wie er seinen Mist wieder gerade biegen konnte. Derek war schon öfters sauer gewesen und manchmal legte er es auch darauf an, ihn zu reizen, aber so wie jetzt hatte John ihn noch nie erlebt. Sein schlechtes Gewissen und das Derek ihn nun schon seit ein paar Tagen ignorierte, sofern es nicht um berufliches ging, drückten ihn regelrecht nieder.

Langsam ging er die wenigen Schritte zu Joy's Haus und überlegte kurz, ob er schellen sollte, doch dann zückte er seinen Schlüssel und schloss einfach auf, vielleicht schlief sie noch und dann wollte er sie durch das Schellen nicht wecken, sondern lieber, wenn er oben war.



Zehn Minuten später stand er in Joy's Flur und sah stirnrunzelnd auf das Paar schwarze Sneaker, die im Flur neben dem Schuhschrank standen. Es war still in der Wohnung und gerade mal knapp zehn Uhr in der Früh. Wieso standen hier Männerschuhe?
Leise schloss er die Tür hinter sich und ging zum Wohnzimmer, doch hier stellte er mit einem Blick fest, war keiner. Kurz überlegte er, laut zu rufen, doch dann drehte er sich um und ging langsam in die Küche, um fassungslos im Türrahmen stehenzubleiben und das, was er sah, in sich aufzunehmen.

Der Tisch war für zwei Personen gedeckt und verschiedene Schalen standen unberührt und immer noch verschlossen auf dem Tisch. Die Teller waren ebenfalls unbenutzt. Langsam ging sein Blick durch den Raum und blieb dann an der Anrichte an der rechten Wand hängen. Langsam trat er näher und prüfend fasste er die Sache an und hob sie hoch, zwei Shirts, eines von Joy, das kannte er, das andere war definitiv ein Männershirt und selbst er hätte wahrscheinlich zweimal in das Shirt gepasst. Entweder war der Kerl ein Riese oder unfassbar dick. Langsam legte er die Sachen wieder hin und sah sich die schwarze Jeans genauer an, hob sie hoch, betrachtete sie aufmerksam. Sie war schwer und mit einem prüfenden Griff stellte er fest, dass sich Schlüssel und eine Brieftasche in ihr befanden. Kurz überlegte er, ob er in die Brieftasche schauen sollte, doch sein Blick wurde von einem Kästchen abgelenkt, das auf der Theke stand, halboffen und daneben ein Lederband mit einem Anhänger.

Langsam legte er die Jeans wieder auf die Anrichte und ging die zwei Schritte zu dem Kästchen. Neugierig nahm er die Kette hoch und sah sich stirnrunzelnd den Anhänger an. Er konnte mit der Figur darauf nicht wirklich was anfangen. Wer oder was zum Teufel war dieser Saint Florian? Neugierig drehte er den Anhänger um und laß den Namen, bevor er zischend Luft holte. 'Joshua T. Walker' … zum Teufel, er kannte den Namen, aber woher?... Joshua T. … überlegend sah er auf den Namen. Blass fiel ihm der Hüne auf der Hochzeit ein, der neben Joy gestanden hatte, als er ihr ein Sandwich geholt hatte. Dieser riesige, gutaussehende Kerl, der Joy angeblich nicht kannte und der kurz ziemlich frustriert ausgesehen hatte, bevor sein Gesicht einen freundlichen, aber gleichgültigen Ausdruck angenommen hatte.


...„Und Sie sind? Ich bin John Vega. Anscheinend kennen Sie meine Frau, ja?“

„Assistant Chief JT Walker. Fire Departement. Nein, ich kenne ihre Frau nicht, habe mir aber die Freiheit erlaubt, ihr einen Moment Gesellschaft zu leisten, da sie nicht gut aussah … Sir.“...



JT Walker … zum Teufel, er hatte Joy also doch gekannt und beide hatten ihn belogen. Ob sie schon länger was am Laufen hatten? Oder hatte es da angefangen? Urplötzlich fiel ihm ein, wie seltsam sich Joy den ganzen Tag über benommen hatte, so als wäre sie plötzlich ein ganz anderer Mensch.

Fassungslos sah er wieder auf das Kästchen und die Kette in seiner Hand. Sie war nagelneu, besaß keinen Verschluss, was hieß, die Enden des Lederbandes wurden verknotet und dafür waren sie viel zu glatt und weich, sie waren noch nie miteinander verknotet gewesen. Aber wieso war sie hier? Nun neugierig nahm er das Kästchen auf und sah sich das Armband genauer an, es besaß das gleiche Verschluss Prinzip. Neugierig laß er den kleinen Spruch, der darauf eingraviert war und langsam wurde ihm klar, was die beiden Schmuckstücke bedeuteten und wer das auf dem Anhänger wohl war. Hatte Joy das für diesen Kerl gekauft? Diesen Walker? Ihren Liebhaber? Gott, sie waren kaum eine Woche verheiratet und sie setzte ihm schon Hörner auf. Wütend blitzen seine Augen auf. Wie konnte sie es wagen. Sie wusste genau, was für ihn auf dem Spiel stand und wenn bekannt werden würde, dass sie direkt kurz nach der Hochzeit mit irgendeinem Kerl ins Bett ging, oder eine Affäre hatte...

Wie konnte sie ihn solange getäuscht haben? Soviel zu seinem naiven, kleinen Frauchen. Sie war eine Bitch und wahrscheinlich hatte sie es nur auf sein Vermögen abgesehen. Deshalb hatte es ihr wohl auch nie etwas ausgemacht, dass er nicht mit ihr hatte schlafen wollen und ihr die bescheuerte Geschichte über seine Impotenz aufgetischt hatte. Sie hatte sich die ganze Zeit von einem anderen ficken lassen. Er überlegte, wie er vorgehen sollte. Sie zur Rede stellen? Oder so tun, als wüsste er nichts und sie auflaufen lassen? Wütend knallte er die Sachen wieder auf die Theke. Er musste das mit Derek besprechen. John wollte sich gerade umdrehen, als er ein leises Geräusch hinter sich hörte.



<<-->>




Joy wurde wach und spürte augenblicklich den schweren Arm, der über ihre Taille lag und lächelnd atmete sie den Duft von Josh ein. Immer noch lag ihr Kopf an seiner Schulter, doch die Hand, die ihre festgehalten hatte, war weg und als sie blinzelnd die Augen aufmachte und etwas nach oben sah, musste sie erneut lächeln. Zweimal hatte sie ihn bereits schlafen gesehen und beide Male hatte er seinen Unterarm über seine Augen liegen gehabt, genauso wie jetzt. Fasziniert sah sie auf seine Bartstoppeln, die einen kleinen Schatten auf sein Gesicht warfen und auf sie unglaublich anziehend wirkten. Vorsichtig hob sie ihre Hand und strich mit einem Finger sanft darüber. Erstaunt fühlte sie, dass sie ganz weich waren, sie hatte eher damit gerechnet, dass sie piksen würden. Im Krankenhaus hatte sie sie auch kurz berührt, doch da hatte sie sich nicht so auf das Gefühl konzentrieren können, das die Berührung in ihr hervorrief, da hatte sie einfach nur festgestellt, dass sie den Schatten auf seinem Gesicht unglaublich sexy fand.

Langsam und vorsichtig bewegte sie sich, rutschte etwas höher und wollte ihn gerade küssen, als sie erstarrte. Jemand war in der Wohnung, deutlich hatte sie ein Geräusch gehört, das es sonst nicht in der Wohnung gab. Pam konnte es nicht sein, sie würde erstens laut rufen, wenn sie die Wohnung betrat und zweitens war sie jetzt auf der Arbeit. Kurz bekam sie Angst und biss sich auf die Unterlippe. Ob das ein Einbrecher war?
...am helllichten Tag? Sicher...

Sollte sie Josh wach machen, damit er nachsah? Blödsinn, seine Sachen lagen ja noch in der Küche, er konnte ja kaum nackt nachsehen. Und außerdem, es war ihre Wohnung, sie würde jetzt einfach nachsehen, zur Not konnte sie ja laut schreien...

Langsam versuchte sie sich von Josh zu lösen, doch sofort wurde sein Griff fester und er gab ein leises Knurren von sich. Langsam beugte sie sich wieder etwas vor und küsste ihn sanft und vorsichtig. „Schlaf, ich komme gleich wieder, okay?“ Erneut löste sie sich vorsichtig von ihm und brummend ließ er sie los. Vorsichtig zog sie die Decke höher über ihn und schlüpfte schnell aus dem Bett und ging zu dem kleinen Sessel, wo ein leichter und langer Morgenmantel lag. Noch während sie zur Türe ging, zog sie ihn an und knotete ihn zu.


Zwei Minuten später blieb sie wie erstarrt in der Küchentüre stehen und sah auf John, der in ihrer Küche stand und nun gerade das Kästchen auf die Anrichte knallte. Leise keuchte Joy auf, was wollte John hier? Sollte er nicht erst morgen zurückkommen? Langsam drehte er sich nun um und Joy sah die Wut in seinem Blick.

„John...“ Blass sah sie ihn an und biss sich nervös auf die Unterlippe, als ihr Blick auf die Sachen von ihr und Josh fiel.

'John...'“ Wütend äffte er ihren Ton nach und ballte die Hände zu Fäusten. „Wie lange geht das schon mit Dir und dem Typ?“

„Es ist nicht so … ich...“ Joy schluckte und sah von ihm wieder zu ihren Sachen.

'Willst Du mich verarschen'? Wir sind nicht mal eine Woche verheiratet und Du lässt Dich von irgendeinem hergelaufenen Kerl vögeln. Ich will wissen, wie lange das schon so geht … und außerdem will ich wissen, wo Deine Ringe sind. Hast Du sie abgenommen, damit Du nicht daran denkst, mich zu betrügen und das Du verheiratet bist?“

„Ich … bitte … ich...“ Joy sah wieder zu den Sachen und wich John's Blick aus. „Wir haben doch...“ Verwirrt sah sie auf ihre Hand. „...der Arzt sagte, dass die Rettungssanitäter sie nach dem Unfall aufschneiden mussten, weil meine Hand geschwollen war und sie sie nicht abbekommen hatten.“

„Wie passend. Aufgeschnitten...“

„John … ich...“


„Joy? Alles okay mit Dir?“ Josh tauchte hinter ihr auf und sah sie kurz besorgt an, bevor er seinen Blick von Joy zu John und wieder zu Joy gleiten ließ, die seine Klamotten in der Hand hatte. Vorsichtig nahm er ihr sie ab und zog sich seelenruhig an. Wieder richteten sich sämtliche Nackenhaare bei ihm auf, als er den Blick von Joy's Mann sah, der ihn nicht aus den Augen ließ.

'Du' … Mir ist es so, als hättet ihr gesagt, ihr kennt euch nicht.“ Er sah verächtlich von Joy, die blass in der Türe stand, zu Josh, der gerade sein Shirt anzog und es einfach locker über der Jeans fallen ließ und sich nun kerzengerade aufrichtete und John ein ganzes Stück überragte.

„Tja...“ Josh zuckte mit den Schultern und sah John gleichgültig an, während er in die Küche trat und sich neben sie stellte. „Stimmte dann wohl nicht so ganz.“

„Josh, mach es doch nicht noch schlimmer.“ Joy berührte ihn kurz an der Seite und Josh sah sie an.

„Noch schlimmer geht's kaum, Fruchtzwerg.“

„Bitte, Josh...“ Flehend sah sie ihn an und Josh presste kurz die Lippen zusammen. Er wollte gerade etwas sagen, als John dazwischenfuhr.

„Verpiss Dich, Walker. Das ist meine Frau. Du hast hier absolut nichts verloren und wirst sie auch nicht mehr treffen. Sonst wirst Du es bereuen.“

„John!“ Joy sah entsetzt zu John und dann zu Josh, dessen Narbe weiß aufleuchtete. Bevor sie etwas sagen konnte, knurrte Josh auf und sah auf John runter, der kurz zusammenzuckte und dann wütend den warnenden und kühlen Blick von Josh erwiderte. Keiner schien nachgeben zu wollen, wobei John's Blick von Sekunde zu Sekunde unruhiger wurde. Erst als John den Blick abwandte und leicht senkte, drehte Josh langsam den Kopf zu Joy und sah sie an. Langsam beugte er sich zu ihr herunter, sodass er dicht an ihrem Ohr war und leise flüstern konnte.

„Ich geh ins Wohnzimmer, wenn er auch nur einen Schritt in Deine Richtung macht, … ruf mich und ich schmeiß ihn raus.“ Langsam drehte er sich um und verließ die Küche, während beide ihm nachsahen.

Joy wartete, bis Josh außer Hörweite war und sah dann zu John, der noch zum Flur sah und dann erst wieder langsam zu ihr.

„John...“ Joy's Stimme klang mehr als leise und nervös biss sie sich auf die Unterlippe. „Es tut mir leid. Ich hätte Dich nicht heiraten dürfen, wir … hätten nicht heiraten dürfen, es war falsch. Doch ich wollte nicht mein Wort brechen und wusste nicht, ob ich Josh jemals wiedersehen würde.“

Wütend fauchte John auf und ging einen winzigen Schritt auf sie zu. „Also geht das mit Euch schon länger, ja? Trotzdem hast Du mich geheiratet, mir Dein Wort gegeben und wenn Du Dich vorher darangehalten hast, wirst Du es jetzt auch tun. Du wirst ihn nicht wiedersehen, Joyce. Es ist vorbei, ist das klar?“

„Nein...“ Joy riss die Augen auf und zuckte erschrocken zusammen. „Ich möchte, ...“ sie fuhr sich mit der Zungenspitze über ihre Unterlippe. „Ich möchte, dass wir die Ehe annullieren lassen. Ich liebe ihn, John. Wenn ich mit ihm zusammen bin, fühle ich mich wohl, dann bin ich … irgendwie, ist dann alles richtig.“

„Vergiss es. Keine Annullierung und keine Scheidung. Ich habe Dein Wort und darauf bestehe ich. Sag Tschüss zu Deinem Liebhaber und dann pack Deine Sachen. Ich will, dass Du heute Abend mit Deinem Koffer im Haus bist. Es reicht jetzt mit Deiner Freiheit und Deinen Eskapaden. Du setzt mir keine Hörner auf. Du wirst die brave Ehefrau spielen, bis ich das habe, was ich will, danach ist es mir scheißegal, was Du machst. Meinetwegen bekommst Du dann sogar Deine Scheidung, aber glaub nicht, dass Du danach auch nur einen Cent von mir bekommst.“

„Nein, John, das kann doch Jahre dauern.“ Entsetzt sah sie ihn an. „dass … das kann ich nicht. Außerdem wollte ich noch nie Dein Geld, ich wollte lieber weiterarbeiten. Du wolltest das nicht. Du und Deine Mutter.“ Tränen traten in ihre Augen, doch John verzog nur verächtlich seinen Mund. Plötzlich blitzte es kurz in seinen Augen auf und schlagartig veränderte sich sein Gesichtsausdruck.

„Dann weißt Du ja, wie ich mich nun fühle, denn ich habe Dich auch geliebt und Du hast mich betrogen, bevor die Tinte auf dem Papier überhaupt trocken war … nein, sogar schon davor...“ Er ging langsam auf sie zu und blieb dann dicht vor ihr stehen, sah, wie die Tränen über ihr Gesicht liefen und verzog das Gesicht. „Heute Abend, Joyce, bist Du im Haus, ansonsten lass ich Dich von Don holen.“ Er wollte schon gehen, als plötzlich ein fieses Grinsen um seine Lippen spielte und er sich noch einmal kurz zu ihr beugte. „Keine Angst um den Kerl, wenn Du ihm den Laufpass gibst. So wie der aussieht, hat er sich schnell mit einer anderen getröstet.“

Bevor sie noch etwas sagen konnte, verließ er die Küche und einen Moment später hörte sie die Eingangstüre, wie sie sich leise schloss. Wie erstarrt stand sie da und schlang dann wie frierend die Arme um sich.
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