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[(D'c) HeartBeat] Die Verführung der Braut

GeschichteRomance, Suspense / P18 / Het
14.11.2019
18.01.2020
38
107.456
128
Alle Kapitel
294 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
22.12.2019 3.018
 
ANM.: Huhu ihr lieben,

Da ich nicht weiß, ob ich Weihnachten zum uppen komme und ich euch obendrein nicht so lange auf das Wiedersehen von Joy und Josh warten lassen möchte ... gibt es heute Kapitel 21 und morgen dann 22.

Ich wünsche euch heute einen schönen vierten Advent und auf diesem Wege, ebenfalls schon, schöne, besinnliche und ruhige Weihnachtstage.

Außerdem habe ich jetzt bereits eine kleine Überraschung für euch. Momentan sind für nächstes Jahr drei weitere Romane in der HeartBeat Reihe geplant und in mindestens einem davon, werdet ihr ein paar Leute wiedertreffen, die ihr bereits seit längerem ins Herz geschlossen und auch eine lange Zeit begleitet habt ;)

Jetzt aber, wünsche ich euch erst einmal, für heute und morgen, viel Vergnügen beim Lesen.

LG
eure Tiehara

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John verließ nur mit einem Handtuch um die Hüften das Bad und strich sich mit allen zehn Fingern durch seine kurzen, nassen Haare.

„Habe ich Dir nicht gesagt, dass Du nicht kommen darfst, bis ich es Dir erlaube?“ Die schneidende Stimme von Derek ließ ihn zusammenzucken, während gleichzeitig eine Gänsehaut über John's Rücken lief. Wie immer war er sofort erregt, wenn Derek, sobald sie alleine waren, seine dominante Seite auspackte und nicht mehr versteckte.

„Ich...“

„Spare Dir Deine Worte, ich habe Dich gehört und ich sehe es Dir an." Langsam stand Derek auf und blieb dicht vor ihm stehen. Hart packte er ihn ans Kinn und zwang John so, ihn anzusehen.

John senkte den Blick als Derek ihn losließ und schluckte. „Es tut mir leid.“

„Mit 'es tut mir leid', ist es nicht getan, John. Du hast mir alles verdorben. Und es wird Dir später und morgen noch mehr leidtun.“ Derek machte eine Pause und presste wütend die Lippen zusammen, was seinem Gesicht einen mehr als harten Ausdruck verlieh und John merkte, wie er weiche Knie bekam, als ihn der wütende und strenge Blick von Derek erneut traf.

"Glaubst Du, ich habe den Rückflug aus Spaß auf den Samstag gelegt? Weißt Du, ich hatte etwas ganz besonders für uns am Freitag geplant, doch Du hast es mit Deiner Unbeherrschtheit ruiniert. Wir sind seit zehn Jahren zusammen und Du forderst mich dennoch immer und immer wieder heraus und testest die Grenzen, die ich Dir aufzeige. Du weißt genau, worauf Du Dich damals mit mir eingelassen hast und dennoch...“ Erneut trat er dicht vor John und sah ihn durchdringend an. „Wenn Du öfters spielen willst, dann sage das, aber fordere mich nicht heraus, sonst wirst Du es bereuen. Wenn ich etwas sage oder Dir einen Befehl erteile, hat das seinen Grund. Erstens, weil ich weiß, dass Du das brauchst und zweitens, um Dich an Deine Grenzen zu bringen, damit Du sie immer wieder austesten und erweitern kannst. Aber nicht so … nicht auf Deine Art, sondern auf meine … Das ist das allerletzte Mal, das ich Dich warne, John.“


Wütend verließ Derek die Suite, während John ihm niedergeschlagen nachsah. So wütend hatte er Derek noch nie erlebt und langsam wurde John klar, dass, was immer Derek für sie beide geplant hatte, wohl etwas Besonderes gewesen war und er es vollkommen verbockt hatte. Gleichzeitig machte er sich Sorgen und Gedanken, was Derek mit seinem Satz gemeint haben könnte. Wollte er sich sonst von ihm trennen? Geschockt und blass ließ sich John in einen Sessel fallen und vergrub sein Gesicht in den Händen.



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Knapp zwei Stunden nach Andrew's Anruf hielt Joy nervös vor Josh's Haus und biss sich auf ihre Lippen, bevor sie entschlossen ausstieg und um ihren kleinen Sportwagen herumging und die Beifahrertür öffnete. Sie hatte ziemlich lange gebraucht, um die kleine Bar wiederzufinden, wo sie mit Josh am Freitag kurz angehalten hatte, doch dann hatte sie sie endlich gefunden und zufrieden griff sie nun nach der Tüte mit den Milchshakes, Wing's und Pommes und ging auf das Haus zu.

Kurz sah sie hoch zum Verandadach, hatte Josh nicht gesagt, dass … wie hieß der Rabe doch gleich? Nachdenklich verzog sie ihren Mund, … Cleo … immer da oben sitzen würde, weil das sein Lieblingsplatz war? Doch da saß nichts und kurz sah sie sich um, bevor sie die kleine Veranda betrat und nun doch nervös ihre Hand auf den Türgriff legte.


Vorsichtig drückte sie die Türe auf und betrat leise das Haus.
...und wenn er nicht alleine ist? Gott, er könnte doch 'ne Frau hier haben, oder?...
Joy spürte, wie sich bei dem Gedanken daran, dass er eine andere küssen und im Arm halten könnte, alles in ihr zusammenzog. Blödsinn, nach so einem harten Tag würde doch kein Mann sich mal eben eine Frau mit nach Hause nehmen, um Sex zu haben, oder? Leise schloss sie die Türe und ließ nervös ihren Blick durch den Raum gleiten. Ihr Herz raste und das erste Mal, seit sie losgefahren war, kamen ihr Bedenken, ob es richtig war, was sie machte.

'Scheiße, Joy?'

Joy zuckte zusammen, als sie Josh's Stimme dicht neben sich hörte und drehte sich blitzschnell um. Doch da stand er nicht, nur die Sitzstange von Cleo und der saß...
Joy riss die Augen auf und trat unwillkürlich einen Schritt zurück, als sie den riesigen, tiefschwarzen Raben sah, der in ihrer Kopfhöhe auf seiner Stange saß, den Kopf schief legte, sich aufplusterte und schüttelte, bevor er erneut nach ihr rief.

'Joy?'

Wieso kannte der Vogel ihren Namen? Wieso rief er mit Josh's Stimme nach ihr? Verwirrt sah sie sich um, doch Josh selber war nicht zu sehen. Leise ging sie zur Couch und sah über die Rückenlehne hinweg, doch auch da, lag er nicht.


...„Wie kommst Du da drauf, dass er mich gerne hat oder mich sehen will?“ … „...glaub mir, dass wirst Du merken und hören, wenn Du da bist.“...

Die Worte von Andrew fielen ihr ein, ob er das damit gemeint hatte? Hatte Josh ihren Namen gerufen und Cleo hatte sich das gemerkt? Aber warum hatte Josh sie gesucht? Und wann? Samstag?

...„Was dachtest Du? Du würdest mich niemals wiedersehen? Ja, dafür hast Du ja gesorgt, als Du Dich davongeschlichen hast und nicht einmal eine Nachricht oder Deine Nummer hinterlassen hast.“...


Oh, scheiße ... mit zittrigen Beinen ging Joy langsam zur Küchentheke und stellte die Tüte darauf ab. War Josh Samstag vielleicht wach geworden und hatte sie gesucht? War das auch für ihn vielleicht wirklich mehr gewesen als nur eine Nacht?

Nachdenklich drehte sie sich wieder um und steckte die Hände in ihre Taschen. Sie fühlte sich unwohl, weil Josh nicht hier war und überlegte, ob sie nicht doch wieder zurückfahren sollte.
...vielleicht schläft er ja? Die Schicht war hart...

Joy sah in Richtung des Flures, wo es zum Schlafzimmer ging, und nach kurzem Zögern setzte sie sich langsam in Bewegung. Leise ging sie den Flur entlang und legte dann die Hand auf den Türgriff. Wenn er hier war, hätte er nicht durch den Lärm von Cleo aufwachen müssen? Langsam drehte sie den Knauf und drückte vorsichtig die Türe Stückchen für Stückchen auf. Und tatsächlich, Josh lag im Bett und war scheinbar tief und fest am Schlafen.


Den Atem anhaltend, sah sie ihn an und spürte wie ihr Herz anfing zu rasen und alles in ihr zu kribbeln anfing. Vermutlich hatte er sich nach der Arbeit, so wie er war, einfach nur auf das Bett fallengelassen und war eingeschlafen. Langsam ließ sie ihren Blick über sein Shirt gleiten, das wie eine zweite Haut an seinem Oberkörper saß und die Brustmuskeln und starken Oberarme betonte, hinab zu seinen mehr als engen Jeans, die tief auf den Hüften saßen und mit dem Shirt, welches etwas hochgerutscht war, ihr einen mehr als sexy Ausblick auf die Bauchmuskeln und dem ausgeprägten V erlaubte. Ein Schauer lief über ihren Körper als sie daran dachte, wie weich und warm sich seine Haut unter ihren Händen angefühlt hatte. Als ob seine seidenweiche Haut nur dazu da war, die stahlharten Muskeln darunter zu betonen und sie, bei jeder noch so kleinen Berührung von ihr, in den Wahnsinn zu treiben.

Einen Arm hatte er sich über die Augen gelegt und Joy musste lächeln, als ihr bewusst wurde, dass er auch Freitag so gelegen hatte, zuerst auf der Couch und sehr viel später im Bett, als er geschlafen hatte und sie aufgestanden und gegangen war.

Nachdenklich ließ sie ihren Blick über seine zerzausten Haare gleiten und überlegte, was sie nun tun sollte. Ihn wecken? Das brachte sie nicht übers Herz. Ihn schlafen lassen und wieder gehen? Das wollte sie aber auch irgendwie nicht. Alles in ihr drängte danach zu ihm zu laufen, ihn zu berühren, zu küssen und sich davon zu überzeugen, dass er wirklich unverletzt war. Innerlich seufzend zog sie sich langsam zurück und schloss vorsichtig wieder die Schlafzimmertür. Einen Moment blieb sie vor der geschlossenen Türe stehen und sah sie an, legte sanft eine Hand auf das Holz, so als könnte sie die Tür beschwören, sich unsichtbar zu machen und ihr noch einen Blick auf Josh zu gönnen. Doch dann ließ sie die Hand wieder sinken und drehte sich um, um ins Wohnzimmer zurückzugehen. Sie wusste immer noch nicht, was sie machen sollte, doch vielleicht fiel es ihr ja ein, wenn sie ihren Shake trank, bevor er wirklich zu warm wurde, um ihn zu trinken.


Kaum zurück im Wohnzimmer, erwartete sie die nächste Überraschung. Entgeistert sah sie auf den Raben, der auf der Küchentheke stand und sie nun kurz ansah.

'Scheiße, Joy?'

„Das kann doch jetzt echt nicht wahr sein, oder?“ Immer noch fassungslos sah sie auf das Bild, dass sich ihr bot. Die aufgerissene Tüte, die beiden umgeworfenen Becher mit den Erdbeershake's und Cleo, der sich gerade über die Pommes hermachte, die über die halbe Theke und den Boden verstreut lagen.

Jetzt durfte sie doch tatsächlich noch die die Küchentheke und den Boden darum herum wischen, weil alles mit Pommes und Erdbeershake's versaut war. Seufzend ging sie die wenigen Schritte in die Küche und machte sich daran, Putzsachen zu suchen.



<<-->>




„...und dann hat dieser Andrew Joy angerufen, um ihr mitzuteilen, dass Josh in Ordnung wäre und sie sich keine Sorgen machen müsse. Und dann scheint er irgendetwas gesagt zu haben, dass sie wohl zu ihm fahren sollte. Denn sie meinte, 'Wie kommst Du da drauf, dass er mich gerne hat oder mich sehen will' und dann war das Gespräch beendet. Aber Joy war danach total aufgekratzt und hat echt total vergessen, dass ich da war. Ihre Gedanken waren nur noch bei Josh und das sie zu ihm wollte...“

Pam lehnte sich zurück und sah zu Birgit, die ihr aufmerksam zugehört hatte und nun nachdenklich die Stirn furchte und mit ihrer Kaffeetasse spielte.

„Andrew … Andy … glaubst Du, dass es der Typ von Freitag war, der Josh auf unser Drängen hin angerufen hat?“ Birgit sah sie fragend an und Pam zuckte nur die Schultern.

„Keine Ahnung, denke aber schon. Wer sonst hat mitbekommen, dass die beiden abgehauen sind und Joy danach noch länger bei Josh war? Wenn sie befreundet sind, weiß dieser Andy oder Andrew wahrscheinlich auch, dass ob Josh was für Joy empfindet. Zumindest wenn ich an Sonntag denke und wie Josh da aussah, als er merkte, dass es Joy's Hochzeit war.“

„Ich glaube, dass wir gerade echt ein Problem haben … also nicht wir, sondern Joy und Josh, sofern da was ist zwischen ihnen. Es scheint da bei den beiden zu knistern, wenn ich mal so alles zusammenpacke, was Du mir erzählt hast und was ich Freitag mitbekommen habe. Nichtsdestotrotz hat sie dann John geheiratet und jetzt...“

„Jetzt ist die Kacke am Dampfen, weil sie sich Hals über Kopf in Josh verknallt hat, dachte es sei für ihn nur ein ONS und jetzt erfahren musste, dass es vielleicht mehr war als das … auch für ihn.“

Birgit strich sich durch ihre, nun wieder dunkelblonden Haare und trank einen Schluck Kaffee. „Impotent also, na ich hätte ja alles für möglich gehalten, aber das? … Ohman, wir können kaum zulassen, dass Joy mit ihm verheiratet bleibt, sie hat mehr verdient als das. Wir müssen irgendwie … keine Ahnung … wir müssen doch irgendetwas machen können, damit John Joy freigibt und die Ehe annulliert oder aufheben lässt.“

„Was denn? Zum Teufel, ich hab‘ schon alles Mögliche überlegt, aber es fällt mir nichts ein. Wir können ihm ja kaum einen Erpresserbrief schreiben. Außer, dass er impotent ist und geheiratet hat, hat er ja nichts gemacht. Und Joy hat ihn freiwillig geheiratet, er hat sie kaum mit einem Messer an der Kehle dazu gezwungen.“ Frustriert stützte Pam ihre Ellbogen auf den Tisch und ihr Kinn in ihre Hände.

„Ja … und Joy wird nichts machen egal wie verliebt sie in Josh ist. Sie hat John ihr Wort gegeben und sich damit selbst ins Aus manövriert, weil sie sich schon immer schlicht und einfach weigerte, ein einmal gegebenes Wort zu brechen, egal was es betrifft. Scheiße, verdammt.“



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Josh wurde wach und augenblicklich knurrte sein Magen laut und vernehmlich. Er hatte absolut keine Lust aufzustehen und was zu essen, er würde viel lieber weiterschlafen und nur zögernd zögernd nahm er den Arm von seinen Augen und drehte den Kopf, um auf die kleine Uhr am Nachttisch zu schauen. Er hatte das Gefühl, dass er höchstens ein oder zwei Stunden geschlafen hätte. Doch die Uhr zeigte ihm unmissverständlich, dass es schon kurz nach zwei Uhr nachts war und er somit mehr als zehn Stunden tief und fest geschlafen hatte. Und trotzdem war er immer noch müde und zudem verdammt hungrig.

Und nun da er wach war, war Joy schon wieder in seinem Kopf und mit ihr der Gedanke, ob sie das mit dem Feuer mitbekommen hatte. Sollte er sie anrufen? Oder es doch lieber lassen und versuchen sie in den hintersten Winkel seiner Gedanken zu verbannen? Der Zettel mit ihrer Nummer lag sicher verwahrt in seiner Brieftasche, obwohl er ihn nicht brauchen würde, ihre Nummer hatte sich genauso bei ihm eingebrannt wie Joy selber. Fluchend stand er auf und zog gleichzeitig sein Shirt aus, während er sich auf den Weg ins Bad machte. Er hatte zwar auf der Wache geduscht, doch nach dem Schlafen in Jeans und Shirt, fühlte er sich mehr als verklebt und schwitzig. Zum Teufel, er hasste es, in Klamotten zu pennen, doch er war so erledigt gewesen, dass er sich am Nachmittag für ein paar Minuten hatte hinlegen wollen und wider Erwarten fest eingeschlafen war.

Duschen und was essen und dann würde er wieder ins Bett gehen und er hoffte, dass er dann genauso schnell einschlafen würde, wie am Nachmittag.


Zwanzig Minuten später blieb er wie erstarrt in der Türe zum Wohnzimmer stehen und sah ungläubig auf seine Couch. Eng zusammengerollt lag Joy auf der Couch und schlief. Verwirrt rieb er sich über die Augen und sah zu Cleo, der seinen Kopf unter einem Flügel vergraben hatte und schlafend auf seiner Stange saß. Warum zum Teufel hatte er keinen Alarm geschlagen? Joy war für ihn doch jemand Fremdes und bei jedem Fremden schlug er krachend Alarm, wenn dieser die Veranda betrat. Urplötzlich wurde ihm bewusst, dass er außer kurzen Shorts nichts anhatte und postwendend ging er zurück ins Schlafzimmer, um sich frische Jeans und ein Shirt überzuziehen.


Was zum Teufel tat sie hier? Wieso schlief sie auf seiner Couch? Seit wann, zum Teufel war sie überhaupt hier? Einen Moment schloss er die Augen und fuhr sich mit allen zehn Fingern durch seine, noch vom Duschen, feuchte Haare, um anschließend seine Hände kurz im Nacken liegen zu lassen und an die Decke zu schauen. Irgendjemand hatte es auf ihn abgesehen, garantiert. Irgendjemand wollte ihn in den Wahnsinn treiben, indem er ihm den Fruchtzwerg erneut vor die Nase setzte. Zum Teufel, sie hatte diesen Fatzke geheiratet, was wollte sie noch von ihm? Reichte es nicht, dass sie andauern durch seinen Kopf spukte? Musste sie jetzt auch noch wirklich hier sein?
Nein, … garantiert schlief er noch und gleich würde er im Bett wachwerden und das alles war nur ein Hirngespinst gewesen.

Ganze fünf Minuten stand er unbeweglich im Schlafzimmer und starrte, mit den Händen im Nacken, einfach an die Decke, bevor er sich langsam umdrehte und die Hände runternahm. Bestimmt war sie jetzt weg, wenn er zurück ins Wohnzimmer kam und er hatte sich Joy auf der Couch nur eingebildet. Irgendwelche idiotischen Einbildungen hervorgerufen durch zu wenig Schlaf und Hunger.
...natürlich, weil Du diese beiden Sachen ja nicht schon öfters durchgemacht hast und niemals lag ‘ne Frau auf Deiner Couch und schlief, wenn Du aufgestanden bist...


Knurrend schob Josh die Gedanken einfach beiseite und blieb erneut in der Wohnzimmertür stehen. Joy lag immer noch zusammenrollt auf der Couch und innerlich seufzend strich sich Josh erneut durch seine Haare. Was zum Teufel sollte er nur mit ihr machen? Sie war verheiratet und jetzt war es mitten in der Nacht und sie schlief hier bei ihm im Wohnzimmer.

Sie konnte doch nicht einfach … Sie konnte doch hier nicht auf der Couch pennen, er konnte sie aber auch nicht ins Bett bringen, was Gefährlicheres für ihn konnte es kaum geben und er wollte sie auch nicht wach machen. Vielleicht würde sie dann gehen und das wollte er auch nicht.
Aber er musste sie wecken, sie musste nach Hause zu ihrem Mann. Zum Teufel, machte der sich eigentlich keine Sorgen? Selbst wenn er nicht mit ihr ins Bett ging, es war seine Frau, zum Teufel…

Aber wenn er sie nun wach machte und sie ihn mit einem dieser Blicke ansehen würde, die seinen Kopf einfach leerfegten und nur noch den Gedanken übrig ließen, sie im Arm halten zu wollen und erneut den Himmel mit ihr zu berühren … dann würde er wieder eine seiner Prinzipien mit den Füßen treten und garantiert vergessen, dass sie geheiratet hatte.
...Deine Prinzipien hast Du Freitag schon in die Tonne getreten, als ob es jetzt noch einen Unterschied machen würde...

Innerlich fluchend und hin und hergerissen, stand er wie versteinert und sah sie nur an, während tausende Gedanken durch seinen Kopf tobten. Er konnte nicht einmal klar und logisch denken, alles tobte durcheinander und frustriert schloss er die Augen, um sich irgendwie zu konzentrieren.
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