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[(D'c) HeartBeat] Die Verführung der Braut

GeschichteRomance, Suspense / P18 / Het
14.11.2019
18.01.2020
38
107.456
127
Alle Kapitel
294 Reviews
Dieses Kapitel
8 Reviews
 
06.12.2019 3.072
 
ANM.: Huhu, ihr lieben ❤
Da wir heute Nikolaus haben, gibt es für euch ein zweites Kapitel.
Ich wünsche euch allen, auf diesem Weg, einen wunderschönen Nikolausabend und eine besinnliche Adventszeit.

Und ich möchte mich nochmals für die vielen Empfehlungen und Reviews bedanken. Ihr haut mich echt um.
Dankeschön❤

LG
Tiehara

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Langsam ließ er seine Hand erneut auf Wanderschaft gehen, streichelte sie zärtlich und spielte mit ihrer Brustwarze, was ihr ein leises Stöhnen an seinen Lippen entlockte. Sanft umkreiste er ihre Brust, strich hauchzart über ihre Brustwarze und ließ seine Hand dann langsam und sie kaum berührend über ihre Haut weiter nach unten wandern.

Zart fuhr er ihre Rippenbögen entlang, malte sie nach, strich zur Mitte hin und stupste dann erneut ihr Piercing an. Langsam folgte er der Spur seiner Hände mit den Lippen, blieb etwas länger an ihrem Hals, um zart daran zu knabbern, was ihr Gänsehaut um Gänsehaut bescherte und sie erneut leise aufstöhnte.

„Joshua...“

„Du schmeckst einfach nur so unglaublich gut, Fruchtzwerg.“ Langsam ließ er seine Lippen weiterwandern, während sie ihre Hände in seinen Haaren vergrub und sich ihm fast flehend entgegenbog. Endlich erreichte er ihre Brust und nahm vorsichtig eine Brustwarze zwischen seine Zähne. Zart biss er zu und Joy keuchte auf. Der kleine süße Schmerz durch seinen Biss jagte unzählige Blitze durch ihren Körper und ließ sie erneut laut aufstöhnen. Sanft saugte er nun an der Brustwarze, während seine Hand langsam und beständig tiefer wanderte. Von ihrem Bauchnabel zu ihrem Venushügel, ihn einen Moment zärtlich streichelte, um dann erneut etwas tiefer zu rutschen und mit einem Finger sanft auf ihre Knospe zu drücken. Zart umkreiste er sie und stupste sie immer wieder an und spürte gleichzeitig, wie Joy in seinem Arm erneut anfing zu zittern. Keuchend rieb sie sich gegen seine Hand, kleine Schweißperlen lagen wie winzige Wassertropfen auf ihrer Brust und fasziniert leckte Josh darüber, bevor er den Kopf hob und ihr ins Gesicht sah.

Joy gab sich völlig dem Gefühl hin das Josh in ihr entfachte. Rauschend schoss das Blut durch ihren Körper, sie hörte nichts mehr außer ihrem eigenen hektischen Atem und mehr und mehr zog sich alles in ihr zusammen. Gerade als sie dachte es nicht mehr auszuhalten, spürte sie plötzlich wie er sanft und vorsichtig mit einem Finger in sie glitt, einen Moment stillhielt und sie zärtlich küsste.

„Gott, Joshua...“ Joy krallte ihre Finger in seine Schultern und drängte sich enger an ihn. Sein Finger in ihr machte sie fast wahnsinnig und mit geschlossenen Augen gab sie sich ganz den Empfindungen hin, die sie gerade durchströmten.

Langsam bewegte Josh seinen Finger, während er weiter mit dem Daumen um ihre Knospe strich und spürte, wie sich alle Muskeln um seinen Finger fester und fester zusammenzogen.

„Oh mein Gott...“ Explosionsartig zog sich alles in ihr zusammen und leise aufschreiend über dieses neue Gefühl bäumte sie sich auf, nur um gleich darauf zusammenzusacken und sich gegen ihn zu drücken. Himmel, das fühlte sich einfach nur so unglaublich gut an. Alles in ihr schien zu explodieren, zu brennen und gleichzeitig fühlte sie sich berauscht und schwach. Alles schien durcheinander zu wirbeln, oben war unten, unten war oben, ihm Kopf drehte sich alles und sie hatte das Gefühl gleich umzufallen, obwohl sie lag und wie hilfesuchend klammerte sie sich enger an Josh.

„Himmel, Joy, Du ist wirklich hochexplosiv.“ Sie immer noch sanft mit einem Finger von innen streichelnd, rutschte er langsam tiefer, küsste kurz ihre Brüste und rutschte dann zwischen ihre Beine. Tief atmete er ihren verführerischen Duft ein, bevor er langsam und zart mit der Zunge ihre Knospe streichelte. Vorsichtig zog er seinen Finger aus ihr und hörte ihr leises und enttäuschtes Wimmern, das gleich darauf in ein Stöhnen überging, als er sanft mit seiner Zunge in sie eindrang und sie in ihr tanzen ließ.

Seine Männlichkeit stand schon wieder pochend hart und Josh konnte sich kaum zügeln. Himmel er wollte sie jetzt unbedingt besitzen. Er wollte sie um sich spüren, sich tief in ihr versenken und sie zu seinem Mädchen machen. Langsam schob er sich höher, über sie und stützte sich dann, damit er sie nicht mit seinem Gewicht erdrückte, mit den Händen ab. Zärtlich eroberte er ihren Mund, spürte wie sie die Arme um ihn schlang, sich gegen ihn drückte und leise keuchend seinen Namen flüsterte. Ja, sie war mehr als bereit für ihn. Vorsichtig, unendlich langsam schob er seine Spitze an ihren Eingang und verharrte kurz. Alle Muskeln spannten sich in ihm an und zitterten, er konnte sich kaum noch zurückhalten und als sie ihn ansah, schob er sich langsam vorwärts, dehnte ihren Eingang, glitt wenige Zentimeter in sie und mit aufgerissenen Augen sah sie ihn an, keuchte auf und Josh erstarrte mitten in der Bewegung.

Langsam wollte er sich wieder zurückziehen, hatte Angst, dass er ihr wehgetan hatte und blass sah er sie an.

„Scheiße, ich tu Dir weh.“ Kurz schloss er die Augen, versuchte durchzuatmen, seine Gier unter Kontrolle zu bekommen und wollte sich noch weiter zurückziehen. Das war der Grund, warum er keine Jungfrau wollte. Er war kein sanfter Schmusetyp, selbst wenn er es versuchte. Es kostete ihn seine ganze Willenskraft, sie nicht mit einem einzigen wilden Stoß in Besitz zu nehmen.

„Nein, tust Du nicht. Es ist nur so...“ Joy sah ihn an und legte ihre Arme um seinen Nacken, während sie wie automatisch und ohne Nachzudenken ihre Beine um ihn schlang. „Es fühlt sich so unglaublich an, so unbeschreiblich und seltsam und doch gut.“ Langsam zog sie ihn zu sich hinunter und glitt mit der Zunge über seine Unterlippe, bevor sie sie frech in seinen Mund schob und seine Zunge zum Spielen herausforderte.

Zärtlich erwiderte er ihren Kuss und merkte wie sie sich noch enger an ihn presste, langsam schob er sich wieder in sie, immer wieder abwartend, ein winziges Stückchen vor und erneut abwartend, bis Joy plötzlich unruhig ihre Hüften bewegte.

Joy spürte wie er sich immer nur unendlich langsam ein winziges Stückchen vorschob und frustriert fauchte sie innerlich auf, sie wollte ihn endlich spüren. Das Gefühl was er in ihr auslöste war einfach nur unbeschreiblich und sie wollte mehr davon. Obwohl sie gleichzeitig das Gefühl hatte, das er sie sprengen würde. Als sie ihn vorhin angefasst und gestreichelt hatte, war ihr seine Männlichkeit schon unheimlich groß vorgekommen, doch jetzt hatte sie das Gefühl er wäre noch riesiger. Aufstöhnend schob sie die Gedanken beiseite und spannte ihre Beine an, sie wollte ihn ganz, … endlich ganz in sich spüren.

Josh hob den Kopf und sah sie aus dunklen Augen entsetzt an. „Um Himmels willen, hör auf. Wenn Du Deine Beine so anspannst, mich noch enger an Dich ziehst, werde ich Dir wehtun, verdammt.“ Rau klang seine Stimme an ihrem Ohr, doch Joy wollte nicht, dass er noch länger zögerte und entschlossen spannte sie ihre Beine noch mehr an, hob ihre Hüften und keuchte auf, als er ein weiteres Stück in sie glitt.

„Du tust mir nicht weh. Bitte, Josh...“ Langsam zog sie seinen Kopf zu sich hinunter und sah ihn flehend an, bevor sie ihn sanft in die Unterlippe biss und ihn dann küsste. Langsam und mehr unbewusst bewegte sie ihre Hüften, bog sich ihm entgegen und aufstöhnend schloss Josh die Augen.

Er würde ihr, verdammt nochmal, wehtun, doch gleichzeitig überkam ihn wieder die Gier sie endlich ganz zu besitzen und als sie dann anfing ihre Hüften sanft zu bewegen, war es um ihn geschehen. Das letzte bisschen Willenskraft verschwand mit einem kleinen Knall und Josh knurrte leise auf, als er sie plötzlich und schnell mit einem einzigen langen, tiefen Stoß in Besitz nahm.

Er hörte ihren leisen, unterdrückten Schrei an seinen Lippen, spürte wie sich ihre Fingernägel tief in seine Schultern bohrten und keuchte auf. Der Schmerz, den ihre Fingernägel in seinen Schultern verursachten, machte ihn total wild und unbeherrscht zog er sich ein ganzes Stückchen aus ihr zurück, nur um sich sofort wieder in ihr zu versenken.

„Joshua...“ Heiser stöhnte sie seinen Namen gegen seinen Mund und verdrängte den kurzen Schmerz, der sie durchzuckt hatte, als er plötzlich so tief in ihr war. Es fühlte sich so ungewohnt an, so seltsam und doch gleichzeitig so komplett und gut.

Plötzlich hielt er mitten in der Bewegung inne und stöhnte schmerzlich auf. „Joy … es tut mir so leid.“

Als sie seinen Namen gestöhnt hatte, war er wie durch eine Wolke zu ihm durchgedrungen und traf ihn wie ein Hammerschlag. Was hatte er nur getan, verdammte scheiße. Das war nicht gut, überhaupt nicht gut. Sie war so verdammt klein und zierlich und er hätte viel langsamer vorgehen müssen. Langsam und schuldbewusst wollte er sich aus ihr zurückziehen, unterschiedliche Gefühle tobten durch seinen Körper, die er so nicht kannte. Er wollte sie immer noch mehr als alles andere. Er wollte sie besitzen, sich in ihr versenken, alles um sich herum vergessen, doch gleichzeitig fühlte er sich so verdammt schuldbewusst und schlecht, dass ihm fast übel wurde.

Tief atmete er ein, wich ihrem Blick aus und versuchte wieder die Kontrolle über sich und die Situation zu erlangen.

„Josh...“ Sanft nahm sie sein Gesicht in ihre Hände und strich zart über seine Lippen, ehe sie den widerstrebenden Josh zu sich hinunterzog und ihn küsste.

„Joshua … Bitte.“ Langsam bewege sie ihre Hüften hin und her, rieb sich an ihm und stöhnte leise auf. Alles in ihr stand unter Spannung, kribbelte, zog sich zusammen und sie hatte das Gefühl, als würde tief in ihrem Inneren ein Sturm toben, der immer heftiger wurde, sie mit fortreißen wollte und doch war da gleichzeitig etwas was sie festhielt.

„Fruchtzwerg, Himmel, Du bringst mich noch um den Verstand.“ Langsam gab er ihrem Drängen nach und fing erneut an sich zu bewegen, langsam, kontrolliert, wollte nicht erneut die Kontrolle über sich verlieren, doch Joy ließ es einfach nicht zu. Leise stöhnend, bog sie sich ihm entgegen, zog ihn gleichzeitig näher und spannte ihre Beine erneut an.

Josh schloss die Augen und eroberte leidenschaftlich ihren Mund, während er anfing ihrem und seinem Drängen nachzugeben und sich etwas schneller bewegte, sich halb zurückzog nur um sich im nächsten Augenblick wieder ganz in ihr zu versenken. Er spürte wie sie mehr und mehr zitterte, sich alles in ihr anspannte, sie seine Erregung noch enger und enger umschloss und aufstöhnend ließ er einfach zu, was sie vom ihm sanft forderte. Schneller und tiefer wurden seine Bewegungen, härter und er konnte fühlen wie Joy ihrem Höhepunkt entgegenjagte.

Kochend heiß schoss das Blut durch seinen Körper, alles in ihm zog sich zusammen und er wusste, dass er sich nicht mehr lange zurückhalten konnte. Zu eng, zu heiß und zu leidenschaftlich waren ihre Berührungen, ihre Bewegungen und tief aufstöhnend ließ er sich ebenfalls fallen, als er ihren leisen Schrei hörte und spürte, wie sich ruckartig alles in ihr anspannte, sie so stark anfing zu zittern, dass es sich auf ihn übertrug. Mit einem letzten tiefen Stoß überrollte ihn ebenfalls sein Höhepunkt und nach Luft schnappend und schweißüberströmt legte er seine Stirn an ihre, bevor er sie erneut sanft küsste und ihnen beiden dann einen Moment der Erholung gönnte, bevor er sich vorsichtig und sanft aus ihr zurückzog und neben sie glitt. Zärtlich zog er sie in seine Arme und strich ihr eine feuchte Locke aus der Stirn. Lächelnd und gleichzeitig zutiefst berührt, sah er in ihr Gesicht, das in einem sanften Rot glühte und ihre Augen waren so unbeschreiblich am Leuchten, dass er schlucken musste.

„Joy...“ Heiser flüsterte er leise ihren Namen und küsste sie erneut, bevor er mit den Füßen nach der Decke angelte und sie dann mit seiner freien Hand über sie beide zog. Zärtlich bettete er ihren Kopf auf seinen Arm und zog sie enger an sich.



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Langsam wurde Joy wach und brauchte einen Moment um sich zurechtzufinden, doch dann fiel ihr alles wieder ein und lächelnd spürte sie den schweren Arm, der um ihre Hüften lag und sie festhielt. Vorsichtig drehte sie sich um und musterte Josh, der neben ihr lag und schlief. Leise und gleichmäßig war sein Atem und ein leichtes Lächeln lag in seinen Mundwinkeln, während seine kurzen Haare völlig durcheinander waren und einige Strähnen seines Ponys ihm ins Gesicht fielen. Vorsichtig hob sie eine Hand und strich sanft mit dem Finger über sein Gesicht und die dunkelblonden Bartstoppeln, die seine untere Gesichtshälfte bedeckten. Leicht pieksig fühlte es sich unter ihren Fingerspitzen an und doch gleichzeitig weich. Am liebsten hätte sie sich vorgebeugt und ihn geküsst. Himmel, wirkten diese Stoppeln sexy.

Unendlich langsam ließ sie ihren Blick über sein Gesicht gleiten, die kräftigen und doch schön geformten Augenbrauen, die langen Wimpern und die kleine Narbe. Sein schön geschwungener Mund, mit den schmalen Lippen, die trotzdem nicht hart wirkten, sondern so perfekt zu ihm passten und seinem Gesicht noch mehr Ausdruck verliehen. Innerlich seufzend prägte sie sich jeden Millimeter ein und musste sich zwingen, die Tränen zurück zudrücken, die ihr in die Augen stiegen. Jetzt hier, war es das letzte Mal, dass sie sie sehen würde.

Da war er erst gestern total blöd einfach in ihr Leben eingedrungen, hatte alles auf den Kopf gestellt und ihr klargemacht was sie alles fühlen konnte und jetzt wollte sie nichts anderes mehr, als hier bei ihm in seinem Arm zu liegen und sich einfach vor der Welt, vor John und vor der Hochzeit verstecken. Himmel, die Hochzeit. Wie spät war es eigentlich? Was war eigentlich? War es überhaupt noch Samstag?
...vielleicht ist schon Sonntag und Du hast Deine eigene Hochzeit verpennt?...

Vorsichtig versuchte sie sich etwas aufzurichten und warf einen Blick auf das Tischchen an einer Seite. Scheiße, schon halb fünf. Pam und Birgit würden sich Sorgen machen und ausrasten. Vorsichtig und langsam rutschte sie von ihm weg und stand auf. Einen Augenblick sah sie auf ihn hinunter, bevor sie mit Tränen in den Augen die Decke etwas höher zog und ihn zudeckte, was ihm ein kleines Brummen entlockte und sie sofort wieder grinsen ließ.

Leise sammelte sie ihre Sachen ein und sah dann auf ihn hinunter. Vorsichtig beugte sie sich etwas hinab und konnte dann nicht mehr wiederstehen. Einmal noch wollte sie seine Lippen berühren und vorsichtig presste sie ihren Mund auf seinen, bevor sie sich etwas zurückzog.

„Versprich mir, dass Du immer auf Dich aufpassen wirst, ja? Lass Dich nicht von ihr holen, Joshua.“

Blitzschnell presste sie ihre Hand vor den Mund als sie merkte, wie ein Schluchzen in ihrem Hals empor kroch und verließ leise und schnell das Schlafzimmer. Sie musste sich anziehen und ein Taxi rufen und dann zuhause ins Bett und sich verkriechen. Da konnte sie weinen, um das was sie kurz kennengelernt hatte und was sie direkt wieder verloren hatte. Denn die Hochzeit konnte sie jetzt nicht mehr absagen, außerdem war das, was sie mit Josh gehabt hatte, nur eine Nacht gewesen, sie hatte ihn um eine Nacht gebeten und die hatte sie bekommen, die Rede war nie von mehr gewesen und wenn sie direkt ihr Herz verlor, war sie es selbst schuld und unbeschreiblich dumm.



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Josh bewegte sich unruhig und urplötzlich war er hellwach. Etwas hatte ihn geweckt und plötzlich merkte er, dass er alleine im Bett lag, kein leises atmen neben ihm und prüfend streckte er die Hand aus, doch alles neben ihm war kalt und leer. Mit einem Ruck setzte er sich auf und strich sich durch die Haare, während er sich unruhig umsah.

„Joy?“

Lauschend legte er den Kopf etwas zu Seite, bevor er die Decke beiseite schlug und aufstand. Nachlässig griff er zu den Shorts, die neben dem Bett lagen und schlüpfte hinein, während er gleichzeitig Richtung Bad stolperte.


„Joy?“

Vom Bad lief er zurück ins Schlafzimmer und mehr als unruhig sah er, dass ihre Sachen weg waren. Vielleicht war sie im Wohnzimmer oder in der Küche? Josh riss die Schlafzimmertür auf und stürmte den Flur entlang.


„Joy?“

Endlich stand er im Wohnzimmer und sah sich um, doch auch hier war sie nicht und ein ungutes Gefühl beschlich ihn. Zufällig fiel sein Blick auf die Wanduhr und fluchend sah er, dass es schon fast fünf Uhr nachmittags war. Langsam drehte er sich im Kreis, so als würde sie im nächsten Moment hinter der Couch hervorspringen und presste die Lippen zusammen. Sie war weg, einfach weg.
Genauso wie sie urplötzlich einfach vor ihm gestanden hatte, war sie nun auch wieder weg und aufstöhnend fuhr er sich durch die Haare.

Er hatte nie sein Feuermädchen gewollt, geschweige denn gesucht und dann wurde sie ihm trotzdem vor die Nase gesetzt und er hatte absolut keine Chance gehabt ihr zu entkommen. War sowas von rettungslos verloren. Sie war ihm blitzschnell unter die Haut gegangen und hatte, bevor er überhaupt reagieren konnte, ihren Platz eingenommen. Joy hatte ihn in dieser Nacht mehr als gebrandmarkt und für sich beansprucht. Und er wusste noch nicht einmal ihren Nachnamen, selbst wenn er wollte, könnte er sie nicht finden, nicht in dieser riesigen Stadt.


'Das Schicksal ist eine Bitch, die Dich mit Vergnügen fickt und sich einen Scheiß dafür interessiert, was Du willst'



Den Spruch, den sie auf der Wache oben im Aufenthaltsraum hängen hatten, fiel ihm wieder ein und noch nie war er ihm so treffend vorgekommen, wie in diesem Moment.

'Joy?'

Josh zuckte zusammen, als er plötzlich seine eigene Stimme hörte, die nach Joy rief und drehe sich erneut um. Was zum...

'Joy?'

Josh's Blick fiel auf Cleo, der auf seiner Stange saß, den Kopf schief gelegt hatte und ihn ansah. Plötzlich plusterte er sich auf und Josh zuckte erneut zusammen, als Cleo ihn täuschend echt nachmachte und nach Joy rief.

„Das ist doch jetzt nicht Dein Ernst, oder? Von allen verfuckten, scheiß Sachen, die Du hörst, musst Du ausgerechnet das lernen? … Scheiße, Cleo!“

'Scheiße, Joy?'


Josh warf Cleo einen mörderischen Blick zu und ging langsam zur Küche, mehr mechanisch als bewusst, füllte er die Kaffeemaschine und stützte sich dann auf der Theke ab, während er den Kopf hängen ließ. Wie wirr rasten seine Gedanken durch seinen Kopf und er war nicht in der Lage, sie zu ordnen, wie betäubt stand er einfach da und schloss die Augen.

Warum war sie ohne ein Wort gegangen? Zum Teufel, sie konnte ihm doch nicht einfach den Kopf verdrehen und dann wieder wie ein Geist verschwinden und ihn alleine zurücklassen.
...Und warum nicht? … Das ist es doch, was Du von allen Frauen erwartest, dass sie still und leise nach einer Nacht gehen, sofern Du nicht bei ihnen warst und selbst einfach verschwindest...
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