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Thabes' Illusion

von shironome
OneshotMystery, Übernatürlich / P12 / MaleSlash
Dwyer Siegbert
14.11.2019
14.11.2019
1
2.650
 
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14.11.2019 2.650
 
Es sind zehn Jahre seit dem Krieg gegen Hoshido vergangen und von der verheerenden Zerstörung blieb nur wenig übrig. Das nohrische und hoshidische Königreich hatten sich trotz dem Schatten des Hasses und Zerstörung vereint und einen heiligen Pakt geschlossen, der die beiden Königreiche daran hindern sollte, je wieder sich zu bekämpfen. Eine Vereinigung war dennoch nicht möglich, trotz all dem konnte ein gewisses Bündnis entstehen. König Xander von Nohr und Königin Hinoka von Hoshido brachten beide Reiche in eine neue Ära des Friedens, die es seit Generationen nicht gab.

"Bist du dir sicher, dass du diese Reise antreten solltest, Xander…?", fragte die nohrische Königin, Corrin ihren Ehemann zögerlich und besorgt zugleich.
"Ich habe keine andere Wahl.", meinte er daraufhin strikt. "Es schmerzt mich zwar dich in diesem Zustand zu verlassen, jedoch kann ich es im Anbetracht der jetzigen Umstände keinesfalls ignorieren. Jemand scheint einen Anschlag auf Cyrkensia zu planen und dies wird im schlimmsten Fall verheerende Auswirkungen auf den Friedenspakt haben. Die einzige bestehende Möglichkeit, dich und die Kinder in Sicherheit zu wissen ist, den Aufstand mit eigener Kraft niederzuschlagen.", Xander strich ihr sanft durch ihr hellblondes Haar. "Ich werde zurückkommen, das verspreche ich dir.", bevor Corrin etwas erwidern konnte, verließ er den Raum. Ihre trüben Augen starten nur die hölzerne Tür an, die zuvor ins Schloss fiel. Sie hatte sich während dieser zehn Jahre drastisch verändert. Ihre Haut war blasser als sonst, ihre Wangen eingefallen und ihre einst so schöne rubinrote Augen trüb und tief in ihren Höhlen sitzend. Ein Heiler aus Dia hatte später festgestellt, dass Corrin dem Tode nahe war. Der ganze Krieg und die traumatischen Ereignisse zerrten an ihrem Verstand. Da sie ein Drache war, direkter Nachkomme einer Gottheit, bedeutete dieser Schmerz für sie das entgültige Ende. So etwas war nicht unüblich bei Drachen. Corrins Zeit wurde langsam knapp, sie konnte es spüren. Dennoch wollte sie durchhalten, sie wollte Xander wenigstens ein letztes Mal noch sehen.

Siegbert, der ebenfalls davon wusste, saß stillschweigend in seinem Gemach, hoffend dass wenigstens sein Vater das alles überleben würde. Er wusste, dass er bald seine Mutter verlieren würde und sollte sein Vater bei der Mission umkommen, hätte er überhaupt keine Familie mehr. Kana kehrte in sein geheimes Reich zurück, was bedeutete, dass sein Bruder schon seit einiger Zeit an Altersschwäche gestorben sei. Doch Siegbert konnte es ihm nicht verübeln, ganz im Gegenteil. Erschüttert und aufgewachsen im Schatten des Krieges, wünschte Kana sich nichts sehnlicher, als friedvoll in seiner Heimat zu bleiben und einen ebenso friedlichen Tod sterben zu wollen. So etwas war mehr als weise und nobel.
Seufzend stand Siegbert von seinem Bett auf und sah in Gedanken versunken aus dem Fenster. Von dort aus konnte er sehen, wie sein Vater mit etwas Geleitschutz hinausritt. Inständig hoffte er, dass er wohlbehalten und unversehrt zurückkehren würde. Im Moment wünschte er sich nichts sehnlicher. Während er seinen Blick weiterhin über den Schlosshof schweifen ließ und zum Wald hinüberwanderte, kam ihm in den Sinn, irgendwie zu versuchen, den Kopf frei zu bekommen. Mehr konnte er im Moment nicht tun.
Daraufhin stieg er die Treppenstufen hinab, hinaus in den Schlossgarten, an dem ein großer Wald mündete. Genauer gesagt, der Wald der Verlorenen. Nicht mehr so gefährlich wie zur Zeit des Krieges, jedoch immer noch gefürchtet wie eh und je. Tief durchatment trat Siegbert in den Wald hinein. Eine angenehm kühle Brise blies ihm durch die Haare und er ging tiefer in den Wald hinein. Etwas schien anders als sonst zu sein, dennoch wischte er diesen Gedanken beiseite. //Es ist nur die Sorge um Vater, nichts weiter…//, dachte der Kronprinz sich und setzte sich auf einen der naheliegenden Felsen. Eine seltsame Stille drückte auf die Atmosphäre, als wäre die Welt tot und verottet. Siegbert wusste, dass dies nicht wahr sein konnte, es könne nur seine eigene Angst sein. Dennoch hatte er das vage Gefühl, dass etwas nicht stimmte, davon abgesehen, was ihn mitunter beschäftigte. Er konnte den Gedanken nicht ignorieren und lief deswegen tiefer in den Wald hinein. Die zunehmende Kälte kroch bis in sein Mark und alles was er noch sehen konnte, war Schnee und Rosen. Schwarze Rosen. Schnee, schwarze Rosen und Dunkelheit. Bäume schien es nicht zu geben und die einzige Lichtquelle war der Mond der von oben herabschien. //Moment mal… Es sollte doch eigentlich helllichter Tag sein!// Dem Prinzen war das alles alles andere als geheuer und er wollte schon zurückgeben bis er merkte, dass der Schnee unter seinen Füßen rot war. Blutrot. Seinen Blick nach vorne heftend, konnte er im matten Mondlicht einen Körper erkennen, voller Blut. Siegbert stieß einen erstickten Schrei aus, als er erkannte, wer dort lag. Vor einigen Monaten war sein fester Freund plötzlich spurlos verschwunden und Siegbert hatte irgendwann die Hoffnung aufgegeben, ihn jemals wiederzusehen. Doch nun sah er ihn, schwer verwundet im kalten Schnee liegend, die Butleruniform an einigen Stellen komplett zerissen und von Wunden übersät, wobei einige teilweise Knochen sichtbar machten. "Nein… Nein…", flüsterte er zitternd, während salzige Tränen sein Gesicht hinunterliefen und er auf die Knie sank. Er wollte es nicht wahrhaben, nicht jetzt wenn er ihn am meisten gebraucht hatte. Sein Blick schweifte zu Dwyer herunter, bis er merkte, dass er atmete. Zwar langsam und schwer, dennoch atmete er. Erleichterung überkam den Prinzen, bevor er sofort damit begann, seinen Freund mit Mondschein zu heilen. Es war die einzige Methode, die er im Moment auftreiben konnte. Siegbert war kein Heiler, dennoch war er als nohrischer Adeliger in der Lage, Magie zu wirken. Glücklicherweise hatte er herausgefunden, dass man Mondschein mit sehr viel Konzentration nicht nur zur Selbstheilung verwenden konnte. Jedoch war der Zauber zu schwach, um die gravierenden Wunden vollständig verheilen zu lassen. Dennoch schaffte Siegbert es irgendwie, Dwyer in einen stabilen Zustand zu bekommen. Nach der mehrstündigen Prozedur, hörte er schwer atmet auf. Mehr konnte er leider nicht tun. Er überprüfte die Atmung seines festen Freundes und stellte erleichtert fest, dass dieser nur noch bewusstlos und glücklicherweise noch am Leben war. Das Beste wäre jetzt, zum Schloss zurückzukehren, jedoch befürchtete Siegbert, dass Dwyer in seiner jetzigen Verfassung das nicht überleben würde. Deswegen suchte er einen geeigneten Ort und fand in einer Felsspalte Zuflucht. Es war zwar eng, dennoch fand er genügend Platz und konnte seinen Freund so stabil halten.

Er wusste nicht, wie lange der Kampf schon her war und seine starke Benommenheit machte all das nur noch schlimmer. Er spürte, wie Blut in seinen Rachen hineinfloss und sein rechtes Auge war komplett durchstochen worden. Er spürte viele seiner Verletzungen kaum noch und einige schienen schon verschlossen zu sein. Warum auch immer. Er schien auch nicht mehr im eisigen Schnee zu liegen, das stand fest. Eine warme Hand strich ihm sanft durch die dunkelvioletten Haare, ein angenehmes und vertrautes Gefühl zugleich. Er wusste nicht, wer es war, er war zu schwach um einen klaren Gedanken fassen zu können. Trotzdem gab er sich der Berührung vollkommen hin. Seine Hüfte schmerzte aufgrund der drastischen Verletzung, die ihm hinzugefügt wurde. Seine zahlreich gebrochenen Knochen wurden höchstwahrscheinlich geheilt, von wem auch immer. Er wusste es nicht. Er konnte es nicht wissen. Durch seine eigene mächtige Magie, konnte er dennoch überleben und sich schneller regenerieren. Er spürte, wie er von dem vielen Blut kaum noch Luft bekam und hustete es aus. Seine gesamte Kehle schien damit gefüllt gewesen zu sein und er spürte, wie das Blut sein Kinn hinunterrann. Dadurch konnte er auch deutlich besser atmen. Er schaffte es, sein linkes Auge leicht zu öffnen, wodurch er die Person über ihm erkannte. "Siegbert…?", kam es leicht röchelnd aus seiner Kehle hervor. Der Angesprochene schien etwas zu sagen, dennoch verstand Dwyer ihn nicht. Er driftete langsam wieder in die Bewusstlosigkeit ab, jedoch blieb er teilweise noch bei Bewusstsein. Er spürte, wie zwei schlanke, dennoch starke Arme sich um ihn legten und er sanft an seinen Freund gedrückt wurde. Eine warme Hand weiterhin in seinem Haar gab ihm das wundervolle Gefühl der Geborgenheit und letztendlich driftete er wieder in die Bewusstlosigkeit ab.

Einige Wochen vergingen und Dwyers Wunden waren wieder vollständig verheilt. Nur noch tiefe Narben blieben zurück und eine große Narbe zog sich über sein rechtes Auge, sowie beinahe über sein gesamtes Gesicht. Gedankenverloren saß er auf dem Bett, welches er sich mit Siegbert teilte und formte mit seinen Händen eine kleine Eisskulptur in Form einer Katze. Er stand auf, als Siegbert hereinkam. Dieser sah zutiefst erschüttert aus. Dessen Augen waren leer und glanzlos und als er bei Dwyer ankam, warf er sich zitternd in dessen Arme. Tränen liefen sein Gesicht herunter und er krallte sich an das Hemd des Butlers. Dwyer wusste was geschehen war, einige der Mägde haben darüber gesprochen. Der König wurde von hoshidischen Truppen umgebracht und Corrin hatte ebenso ihr Ende gefunden. Sanft strich er seinem festen Freund durch die blonden Haare und gab ihm einen sanften Kuss auf die Stirn, bevor er sich mit Siegbert auf ihr Bett setzte. Seine Arme hatte er um dessen Hüfte gelegt. Es tat weh, seinen Freund so sehr leiden sehen zu müssen. Doch alles was er im Moment tun konnte, war für ihn da zu sein. Sind seelische Wunden noch frisch, ist es am schlimmsten.

Weitere zehn Jahre sind vergangen und Siegbert war inzwischen König von Nohr mit Dwyer als zweiter König an seiner Seite. So etwas gab es noch nie seit hunderten Jahren im Königreich. Dennoch wurden die beiden Könige genauso würdevoll behandelt wie jener Vorgänger. Das Einzige was dem Reich zudem zu schaffen machte, waren die Spannungen zu deren Nachbarn im Osten. Hoshido. Hoshido hat sich seit dem Anschlag auf König Xander drastisch verändert: Hoshidos ehemalige Königin Hinoka war zufällig in der Nähe und eilte Xander zur Hilfe. Jedoch fiel sie ebenso in der Schlacht durch einige Scharfschützen. Daraufhin hatte Sakura Hoshido zu regieren, als zweite Prinzessin. Leider war diese nicht darauf vorbereitet und wurde in einer Nacht von einer hoshidischen Assassine getötet. Hoshido fraß sich nun von innen auf. Die Bürger wurden gegenseitig ausgeraubt und wie sehr das nohrische Königreich versuchte zu helfen, es war vergebens. Das einzige was Siegbert tun konnte, war noch Überlebende der Anschläge zu retten und ihnen ein neues Zuhause in Nohr zu verschaffen. Jedoch ging es Nohr nicht unbedingt besser. Eines Nachts gab es einen erschütternden Anschlag auf die Stadt Windmire, genau dort wo sich der Rest der Adelsfamilie aufhielt. Prinz Leo und Prinzessin Camilla kamen dabei um. Prinzessin Elise konnte noch gerade so gerettet werden. Sie war von unzähligen Narben und Brandwunden gezeichnet, weswegen sie sich nur noch in langen, geschlossenen Kleidern und Bandagen an ihren Armen, Händen und Hals zeigte. Trotzdem ließ sie sich es nicht anmerken und blieb der kleine Lichtblick in Schloss Krakenburg. Doch Dwyer hatte sich stark verändert. Er konnte kein Diener mehr sein und wechselte anschließend zu Dunkelritter. Seinem Donnerschwert und mächtiger Magie entkam kaum jemand. Die Male, die er von seiner Mutter Nyx geerbt hatte, stachen nun sehr hervor und die rechte Hälfte seines Gesichtes wurde von einer goldenen Maske verdeckt, dort wo auch die große Narbe sich über sein Auge zog. Er schien auch gefühlskalt, leer und erbarmungsloser geworden zu sein. All diese Ereignisse schienen ihn verändert zu haben.

Es war spät abends als Siegbert sich zu einem kleinen Spaziergang im Wald entschloss. Irgendwie wollte er seinen Kopf freibekommen. Zwei Jahrhunderte sind nun vergangen. Siegbert war ein Drache, weswegen er nur sehr langsam, so gut wie gar nicht alterte. Dwyer war von Nyx' Fluch befallen, der ihm Unsterblichkeit schenkte, dennoch seinen Preis hatte.
Gedankenverloren bemerkte er nicht, wie tief er in den Wald der Verlorenen hineindrang. Plötzlich befand er sich wieder auf dem Feld. Mit makellos weißen Schnee bedeckt und unzählige tiefschwarze Rosen. Überall. Oben, der strahlende Mond. Kein einziger Baum zu sehen. Es wirkte fast schon wie in einer komplett anderen Welt. Es wehte kein Wind, dennoch wirbelten kristallklare Schneeflocken herum. War dies überhaupt real? Es fühlte sich so echt an. Etwas abseits konnte Siegbert jemanden erkennen. Als er auf die Person zuging und sie erkannte, blieb er abrupt stehen. Diese drehte sich zu ihm um. "Dwyer, was-", seine Stimme stockte, als er den leeren Ausdruck in dessen Auge sah. "Du bist also wieder hier… Interessant wie du diesen Ort finden kannst…", Dwyers Stimme war gefühlslos und es lag eine gewisse Bitterkeit in ihr. "Komm her." Siegbert tat wie befohlen. Beide waren nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt. Daraufhin nahm Dwyer seine Maske ab. Das Lächeln, welches sich auf dem Gesicht des Dunkelritters zeigte, hatte Siegbert seit einem Jahrhundert nicht mehr gesehen. Er hatte es so schmerzlich vermisst. Dwyer zog eine der schwarzen Rosen aus dem Schnee heraus. Die Stelle verfärbte sich sofort rot, als würden die Erde darunter ausbluten. Die Schneeflocken bewegten sich schneller, als würden die nicht vorhandene Winde lautlose, nie gehörte Schreie aus Schmerz bestehend sein. Dwyer drehte die Rose mehrmals in seiner Hand, die sich wie ein Lebewesen wand und bewegte. "Du fragst dich sicher, was das hier überhaupt für ein Ort ist, oder?", flüsterte er und sein linkes Auge fixierte Siegbert genau. "Wir befinden uns in den Ruinen von Thabes. Diese Rosen hier sind die Masken von Forneus."
Siegberts Augen weiteten sich vor Schock. Er hatte schon öfters über den wahnsinnigen Alchemisten gelesen, der vor vielen Jahrhunderten einst lebte. Dwyer nahm seine Hand und verschränkte deren Finger ineinander. "Diese schwarzen Rosen sind Thanatophagen, die ihre Vorgänger gefressen hatten. Seine Hand mit der Rose näherte sich zu deren verschränkten Händen. "Was hast du vor?", flüsterte Siegbert geschockt. "Du wirst doch nicht etwa-", er wurde von einem Kuss direkt auf die Lippen unterbrochen. "Lass uns gemeinsam sterben…", murmelte Dwyer in den Kuss hinein. "Das ist der einzige Weg davon erlöst zu werden… All der Schmerz… All der Wahnsinn wird aufhören…", er legte die Rose auf deren verschränkte Hände, die daraufhin begann Wurzeln zu schlagen. Siegbert konnte nichts dagegen tun. Dwyer hatte seine Hand mit einem Zauber eingefroren. "Dwyer, bitte…", flehte der Drache fast schon verzweifelt. Das war also der Fluch. Absoluter Wahnsinn. Von innen zerfressen zu werden. Die Wurzeln bohrten sich unter Siegberts Haut, hinein in sein Fleisch. Sie Umschlägen seine Knochen, bis er seinen Arm nicht mehr spürte. Er legte seinen Kopf and Dwyers Brust, hoffend dass es so schnell wie möglich vorbei sein würde. Nach einiger Zeit, Siegbert hatte jegliches Gefühl dafür verloren, Minuten, Stunden, Tage, Jahre… Es kam ihm wie eine Unendlichkeit vor. Seine Beine gaben nach und er fiel hinab in den Schnee. Er spürte eine warme Hand, die durch seine Haare strich, eine Stimme die seinen Namen flüsterte, den herben Geruch von Kaffee, das Gefühl vom weichen Bettlaken… Er driftete in seine Gedanken hinab, nichts mehr fühlend…

"Siegbert, ich schütte dir gleich den Kaffee über dein Gesicht, wenn du jetzt nicht aufwachst."

Eine vertraute Stimme drang in seine Ohren und langsam öffnete er seine Augen warme Sonnenstrahlen kitzelten in seinem Gesicht und er spürte jemanden hinter sich liegend, beide Arme um seine Hüfte geschlungen.

"Dass ich sogar schon vor dich aufstehe, ist mehr als ein Wunder, mein Liebster."

Siegbert brauchte sich nicht zu der Stimme umzudrehen, um zu erkennen wer es war. In sich hineinlächelnd lehnte er sich in die Umarmung und genoss das warme Gefühl. "Ich weiß, Dwyer.", lachte Siegbert leicht. "Trotzdem… Lass uns noch etwas länger hier liegen bleiben…", er seufzte leicht lächelnd und schloss seine Augen.
Bruchstücke von Ereignissen die niemals geschehen waren drifteten an seinen Gedanken entlang. Nach ungefähr einer Stunde stand er doch auf und ging hinaus um etwas zu trainieren. Als Dwyer alleine in seinem Gemach war, holte er ein Buch aus seiner Schatulle hervor. Er schlug es auf und holte eine Feder hervor. Er taucht diese in ein Tintenfass und schrieb einen einzelnen Satz nieder:

"Das verzeihe ich dir niemals, Forneus."
 
 
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