loco | gang au mmff

MitmachgeschichteAbenteuer, Romanze / P16
OC (Own Character)
12.11.2019
12.11.2019
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when the nice guy
loses his patience
the devil shivers



bts gangster au mmff



idea

Es geht um die Gang Loco, benannt nach einer Bar, die Yoongis Großvater vor über einem halben Jahrhundert gekauft hat. Nachdem Yoongis Vater 2014 gestorben ist, hat dieser beschlossen, die Gang zu revolutionieren. Diese Gelegenheit bietet sich ihm so richtig erst 2019, als er und seine beiden hilfreichsten Berater – Taehyung, Charmeur und Taschendieb & Stella, RMs kleine, taffe Schwester – sich darüber einig sind, dass zu viele ihrer ursprünglichen Mitglieder von der Polizei festgenommen werden, oder in die Feindesgang Ozone überlaufen. Ozone, die Gang, die vermutlich verantwortlich für den Tod von Yoongis Vater sind und alles daransetzen, Loco zu ruinieren.

Sie sind sich einig, dass sich Dinge ändern müssen und sie neue Mitglieder in ihrem engen Kreis brauchen. Neben Taehyung, Yoongi, Stella, steht auch Langzeit Mitglied RM, High-School Freund Jungkook, sowie Börsenmakler Jin, Dieb Jimin und viele mehr auf der Liste…


disclaimer

Grundsätzlich habt ihr so viel Freiheit wie ihr möchtet. Ihr könnt bei dem Steckbrief soviel dazu schreiben wie ihr wollt, alles was ihr für nötig empfindet und ihr könnt auch in der Story einsteigen wie ihr wollt. Womöglich seid ihr schon drei Jahre bei Loco, womöglich seid ihr Rekruten. Vielleicht ist einer der Jungs euer Ex-Freund, vielleicht hattet ihr in der Oberstufe was mit Stella am Laufen. Ihr könnte sowohl weiblich als auch männlich, als auch alles dazwischen sein. Ihr könnt beim Geheimdienst arbeiten, oder ein Enthüllungsbuch schreiben, oder ein aufrechtes Mitglied sein, oder versuchen den Mord an einem Mitglied zu planen. Ihr könnt Verwandte von einem der Mitglieder sein, ihr könnt die Schwester von einer Rekrutin sein. Meinetwegen könnt ihr sogar ein Idol sein. Auf der Website findet ihr Vorschläge, was für Positionen Loco noch zu besetzen hätte – ihr könnt euch aber gerne auch was Eigenes ausdenken.

Wichtig ist mir bloß, dass ihr euch eine originelle Idee einfallen lässt und alle verpflichtenden Punkte ausfüllt bei dem Steckbrief. Ansonsten steht euch tatsächlich alles frei.

Bitte meldet jedoch euren OC per Mail und mit dem Betreff ‚Loco | Name des OCs | Pairingswunsch‘ an!
In der Nachricht soll außerdem stehen:

faceclaim (Bild + Name)
Alter (18-26)
gewünschte Position (siehe Website, at choice oder überlegt selbst was)
drei Charaktereigenschaften


Ich habe keine bestimmte Deadline, was das Einsenden angeht, ich denke, ich werde einfach immer mal wieder wen ich Lust habe wen annehmen, der reinpasst, wenn ich ein neues Kapitel rausbringe. Ich werde aber die Anmeldung offenlassen, bis ich alle angekündigten Steckbriefe bekommen habe!
Den Steckbrief sendet ihr mir mit folgendem Betreff: 'Voller Name des OCs | Aufgabe | 1. Pairingwunsch'

Wenn ihr Fragen habt stellt sie! In den Reviews oder per PN! Der Steckbrief ist auf der Website zu finden.



PROLOGUE


Loco Hinterzimmer, Sinsa-Dong, Seoul. Jungkook hat ein Vorstellungsgespräch.

“Tu es zuerst, tu es selbst & tu es für immer” stand in schwarzen Buchstaben an der kahlen Wand des Hinterzimmers im Loco. Davor bildeten sich graue Rauchschwaden, die von der Marlboro stammte, die der Mann - zutiefst in seinen Sessel gelehnt, Augen nur halb offen - vor Jungkook rauchte.

Das fensterlose Zimmer ließ wenig Platz zum Atmen und zwangen Jungkook dazu, immer wieder zu blinzeln. Er widerstand nur widerwillig dem Drang, sich mit dem Handrücken über die Augen zu wischen. Nur im äußersten Notfall, wenn eine Träne drohen würde, aus seinem Auge zu rinnen beispielsweise, würde er es tun.

Der Mann hatte ihm ebenfalls eine Zigarette angeboten, doch Jungkook hatte Rauchen nie gereizt. Selbst als im Gymnasium all seine Freunde begonnen hatten zu rauchen, um Mädchen zu beeindrucken oder ernst genommen zu werden von Älteren, hatte er nie auch nur das geringste Interesse an Zigaretten gehabt. Zugegeben, vielleicht hat das ein oder andere Kurt Cobain Foto ihn kurz darüber nachdenken lassen, doch er war immer zu dem Entschluss gekommen, dass es wesentlich sinnvollere Süchte gab, als Zigaretten.

Der Mann vor ihm, gekleidet in einem teuren, dunkelblauen Anzug, nahm einen weiteren tiefen Zug und blies ihn Richtung Jungkook, der langsam spürte, wie das Nikotin auch seinen Körper passiv betrat. Noch immer war der Mann in seinen Stuhl gelehnt und musterte Jungkook eindringlich, doch er schien nicht vorzuhaben etwas zu sagen. Stattdessen schielte er ab und zu zur Tür, als würde er auf jemanden warten. Jungkook hoffte insgeheim, dass wer auch immer es war, der durch diese Türe kommen sollte, bald da wäre, denn er fühlte sich mit jeder Sekunde in dem stickigen Raum einen Deut unwohler. Nicht nur, dass er bloß in einer ausgewaschenen Jeans und einem viel zu alten Mick Jagger Shirt da saß, nein, er hatte auch nicht den geringsten Schimmer, weswegen genau er da war. Er war sich nicht einmal sicher, weswegen er hier war. Das der Mann, der zwar wohl etwas kleiner als Jungkook, dafür auch etwas älter und etwas Angst einflößender war, nicht zu ihm gesagt hatte außer “setzen, warten”, brachte ihn einer Erklärung nicht näher. Doch er beschloss, den Worten, seines alten Klassenkameradens zu vertrauen und zu warten.

Letzte Woche war die unerwartete Nachricht gekommen. Jungkook kam gerade von dem Musikladen in dem er arbeitete zurück, in Gedanken bei dem hübschen Mädchen in einem knappen Sommerkleid, dass nach einer Matt Monro Platte gefragt hatte, als der Anrufbeantworter ihm seine verpassten Nachrichten diktierte. Es war Taehyung gewesen, sein ehemaliger Schulkollege, bester Freund und Partner in Crime. Er solle doch bitte am Donnerstag ins Loco kommen, man würde mit einem Job Angebot auf ihn warten. Er hatte bestimmt seit einigen Jahren nicht mehr mit Taehyung gesprochen. Ihre Wege hatten sich getrennt, als Taehyung wegen Laden- und Autodiebstahls festgenommen wurde, anschließend suspendiert wurde und schlussendlich wegziehen musste. Jungkook war bei dem Diebstahl dabei gewesen, doch Taehyung hatte ihn nie verraten, weswegen er das Gefühl hatte, noch immer tief in seiner Schuld zu stehen. Natürlich hatte er die Augen nach Tae offen gehalten, doch der Junge war wie vom Erdboden verschluckt.
Also fackelte Jungkook nicht lange, als er Taes fröhliche, noch immer mit demselben Charme durchzogene Stimme hörte - besonders weil es Zeit war, sich einen neuen Job zu suchen. Die Zeit der Musikläden war vorbei, jetzt wo die Menschen nur mehr ein Smartphone und Internet Zugang brauchten, um ihre Musik zu hören.

Nichtsdestotrotz, bereute Jungkook ein bisschen, Taehyung einfach so vertraut zu haben. Womöglich hätte er zuerst genauer nachfragen sollen, dann würde er jetzt nicht in diesem dubiosen Zimmer mit diesem dubiosen Mann festsitzen. Gehen war zwar eine Option, doch wenn er einfach aufstehen und gehen würde, wäre der Mann womöglich nicht so glücklich. Er rechnete sich seine Chancen im Kopf aus. Er war größer, vielleicht sogar breiter, dafür unbewaffnet und jünger. Nicht um viel jünger, zwei drei Jahre womöglich. Dem Typen gehörte vermutlich der Laden, wer wusste, was für Typen in dem vorderen Bereich der Bar auf ihn warten würden.

Doch gerade als Jungkook beschloss, der Flucht einen Versuch zu geben, flog die Tür auf.

“Seid gegrüßt meine lieben Freunde!”

Die Tür prallte mit einem lauten Knall an der Wand an und beide, Jungkook und der andere Mann, hatten ihren Blick auf die Person gerichtet, die in der Tür stand. Es war Taehyung, gekleidet in einer schwarzen lockeren Jerseyhose, einem dunkelroten Rollkragenpullover und einem Blazer. Trotz des - im Gegensatz zu Jungkooks - erwachsenen Outfits, sah er mit dem verstrubelten Haar und dem verschmitzten schiefen Lächeln, kein Jahr älter aus als 17. Jungkook konnte sich nicht vorstellen, dass es über sechs Jahre waren, seit er Tae das letzte Mal gesehen hatte.
Er kam auf ihn zu und klopfte ihm fest auf die Schulter.
“Ich sehe, du hast Yoongi kennengelernt? Einer der freundlichsten Menschen die ich je kennenlernen durfte! Stimmt’s Großer?” Taehyung nickte Yoongi grinsend zu und ließ sich in den Stuhl neben Jungkook fallen - nicht ohne vorher kurz sein Gesicht im Spiegel an der Wand zu prüfen - und überschlug lässig die Beine. Er drehte sich wieder zu Jungkook.
“Jungoo, ich muss wirklich sagen, der Boy Next Door Look hat bei dir wirklich überhand ergriffen. Stimmt’s Yoongi? Er hat diesen unschuldigen Blick, wie ein kleiner Welpe. Ich wette die Mädchen stehen auf sowas.”
Jungkook merkte, wie seine Wangen langsam heiß wurden und nuschelte ein Dankeschön heraus, während Taehyung weiterhin grinsend nickte. Yoongi sagte nichts, er rauchte still schweigend mit einem finsteren Blick seine Marlboro weiter.
“Ich meine schau ihn dir an!” Taehyung schlug ihm sanft auf die Wange. “Ich sage dir Yoongi, die Zeit in der Mädchen auf dunkle Typen wie dich stehen ist vorbei. Sie wollen das hier. Sie wollen unschuldige Hundeblicke, kombiniert mit diesem Nicholas Sparks Filme Flaire. Niemand würde dem Kleinen hier irgendwas Schlimmes zutrauen. Stimmt’s?”
Taehyung lehnte sich nach vorne und blickte Yoongi fragend an, als würde er seine Zustimmung suchen. Dieser antwortete nicht, sondern lehnte sich aus seinem Ledersessel vor und begutachtete Jungkook von Näherem. Auf Jungkooks Stirn bildeteten sich schweißperlen und zu gern hätte er wieder das Bild an der Wand gemustert, doch er bemühte sich, dem Blick stand zu halten.

“Er ist zu... jung”, seufzte Yoongi schließlich und lehnte sich zurück.

Taehyung, noch immer lächelnd, zog nun seine Augenbrauen zusammen, bevor er seine hand sanft auf die Tischfläche schlug.
“Yoongi ich-” Er nahm den Blick von ihm und lachte leise auf. “Ich bin in dieser Gang seit ich achtzehn bin.”
“Du hast Erfahrung.”
“Und er nicht?”
Taehyungs Finger war auf Jungkook gerichtet, der unbemerklich von links nach rechts und wieder zurück rutschte, unsicher darüber, was als nächstes passieren würde. Yoongi begann in einer der vielen Schreibtisch Schubladen zu kramen.
“Jungkook hat vier jahre seines Lebens gedealt. Du hast Jungs in deiner Gang, die dreifach so lange dealen und sich schnappen lassen. Und dann bei der Polizei petzen. Jungkooks Loyalität liegt bei uns - im Gegensatz zu mindestens einem Viertel deiner Jungs, die hinter deinem Rücken zu Ozone laufen, weil die ihnen mehr bieten können. Wir brauchen nicht nur Jungkook, wir brauchen mehr Leute wie ihn. Ich habe bereits mit Stella darüber geredet und sie war sich mit mir einig: Wir müssen wieder eine starke Basis haben, sonst läuft das Geschäft weiterhin so schlecht.” Taehyung blickte Yoongi vorwurfsvoll an, diesmal umspielte kein Lächeln seine Lippen. Jungkook schluckte.
“Was schlägst du vor?” Yoongis Stimme hörte sich nicht mehr gelangweilt und bedrohlich an, er schien ernsthaft interessiert an dem, was Taehyung nun zu sagen hatte.
“Loco 2.0. Wie du es dir vorgestellt hast, nachdem dein Vater gestorben ist. Wie du uns das Konzept präsentiert hast, als du uns ins Boot geholt hast. Wir werden den ganzen Ekel los und beginnen von vorne. Du, Stella, ich. Vermutlich RM. Und Ryan Gosling hier.”

15 Minuten später, vor dem Loco. Taehyung reißt eine Tüte Chips auf, Jungkook schaut auf seine Füße.



“Wer hätte gedacht, dass es so gut läuft! Ich glaube, Yoongi hat dich jetzt schon ins Herz geschlossen.”
Jungkook verdrehte stöhnend die Augen. “Bestimmt.”
“Ich wusste ja schon immer, dass du wenig redest, aber hast du da drinnen überhaupt irgendwas gesagt?” Taehyung stopfte sich eine Hand voll Chips in den Mund und streckte Jungkook die Packung hin. Zögernd lehnte er ab.
“Wie hätt ich etwas sagen sollen, ich war damit beschäftigt, mir in die Hose zu machen. Der Typ ist… angsteinflößend.” Jungkook schüttelte den Kopf und erinnerte sich zurück an Yoongis dunklen Blick.
“Oh ja, der Typ ist verrückt.” Taehyung lachte laut auf. “Aber das haben wir hier irgendwie gemeinsam. Warte ab, bis du Stella kennenlernst. Tolles Mädchen, super große…”, Taehyung formte mit seinen beiden Händen zwei Kugeln, “Persönlichkeit. Nach diesem Wort habe ich gesucht.” Er zwinkerte Jungkook zu, Hände wieder in der Chipstüte.
“Wie hast du dir das eigentlich vorgestellt?”
Nun da Jungkook den schlimmsten Part - das Interview - hinter sich hatte, begann er sich zu fragen, ob er Tae nicht womöglich etwas zu schnell getraut hatte. Vielleicht war es nicht die Beste aller Entscheidungen gewesen, von heute auf morgen in eine Gang einzutreten. Plötzlich fühlte er sich unter Druck gesetzt, als würde er einen Teil von sich selbst riskieren, als würde er Tae nicht das geben können, wonach er suchen würde. Er dealte schließlich seit Vier jahren nicht mehr.
Taehyung musterte ihn von der Seite, Hände nun in den Taschen seines Blazers, Haltung noch immer so schlecht wie vor sechs Jahren.
“Du machst dir Sorgen, nicht wahr?”
Jungkook schaute überrascht auf.
“Hör zu, du vertraust mir doch noch, oder?”
“Na Klar”, sagte er, wie aus der Pistole geschossen. Es stimmte tatsächlich. Er hatte nie aufgehört Taehyung zu vertrauen. Allerdings kannte er auch kaum jemanden so wie Taehyung.
“Dann holen wir uns jetzt ein Bier, fahren zu Stella und planen, wer aller ein Teil von Loco 2.0 sein sollte. Du musst auf jeden Fall RM kennenlernen… Oh und ich kenne da diesen einen Typen, der verdammt gut im Stehlen ist, du wirst dich sicher gut mit ihm verstehen…”
Taehyung warf den Arm um Jungkook und gemeinsam schlenderten sie die Straße hinab.  

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