Von berstenden Knochen und verlorenen Erinnerungen.

von Rehime
OneshotDrama, Romanze / P18 Slash
Mikoto Suoh Saruhiko Fushimi Tatara Totsuka
12.11.2019
25.01.2020
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12.11.2019 1.105
 
[ !!! ] Diese Fanfiktion beinhaltet Andeutungen von Asphyxiophilie und weiteren sexuellen Handlungen sowie von Gewalt im allgemeinem Sinne und häuslicher Gewalt.



[ ]



Wann hatte es angefangen?

Wann hatte er zum ersten Mal seine Hände in seiner lieblichen Haut vergraben, hatte er ihn geküsst während seine Hände zudrücken?

Wann hatte er nur…



[ ]



Ein kurzer Seitenblick.

Er war bezaubernd, vielleicht wäre er noch schöner, wenn seine dünnen Knochen nicht unter der Haut hervorstechen würden,

Oder wenn sie komplett freigelegt waren.

Fushimi hatte sich ein einige Male überlegt wie es sich wohl anfühlen würde mit beiden Händen um Totsukas schlanken Hals zu fassen.


Zuzudrücken.
Mehr Druck als üblich auszuüben.


Zersplitterte Knochen und blutiges Fleisch.
Süßes Rot auf unreinem Weiß.

Ironisch wie gut diese zwei Farben harmonierten.
Die Farbe der Verführung, des Verbotes und die Farbe der Unschuld.
Wieviel von dem lieblichen Rot wohl fließen würde, über seine Kehle und Lippen?


Vielleicht sollte er...


Totsuka würde sich nicht wehren.
Konnte nicht, würde nicht.

Er streckte die Hand aus und wollte sie and Totsukas Hals führen.
Aber sofort ließ er sie wieder sinken.

,,Noch nicht", mahnte er sich wie üblich selbst.



[ ]



Fushimi versuchte sich stehts in Erinnerung zu rufen wann ihre Beziehung angefangen hatte.

Aber er konnte nicht.
Die Kopfschmerzen und der trübe Nebel machten seinen Kopf und das Denken schwer.

So unsagbar schwer.



[ ]



Es wäre gelogen, wenn er gesagt hätte, dass er nie etwas für Tatara empfunden hatte.

Einerseits Lust.

Was sollte er sagen.
Tatara war äußerst reizvoll und lieblich.

Gefährlich.
Aber Tataras Schlinge hatten sich bereits zu fest um seinen Hals gelegt, ebenso wie Fushimis Hände ihm nächtlich das Atmen verweigerten.

Denn Tatara zähmte ihn, so wie all die andere Menschen.
Niemand würde ein zerbrechliches Kunstwerk wie ihn zerstören.

Aber da war noch mehr, etwas wovor er sich fürchtete.
Zuneigung.

Und er hasste sich dafür.
Denn Tatara liebte IHN immer noch.
Dieses Monster von Mann.

Auch wenn seine süßen Worte nur für Fushimi zu sein schienen.
Auch wenn sein Körper jede Nacht bei Fushimi lag, waren seine Gedanken bei Mikoto.

Und es tat weh.



[ ]



Vorsichtig wandte Tatara den Kopf und lächelte Fushimi an.
"Fühlst du dich besser?"

Fushimi erschrak aber zuckte nur mit den Schultern.
Tagsüber vielleicht, aber inzwischen pochte sein Kopf wieder sehr stark.

"Soll ich dir das Medikament bringen?"
Fushimi hatte keine Zeit zu antworten, Tatara war bereits aufgestanden.

Es dauerte nicht lange bis er zurückkam.
In der einen Hand ein Glas Wasser in der anderen das Medikament. Vorsichtig stellte er sie auf das kleine Holztischchen neben den Bett.

"Eine Tablette, mit Wasser versetzen", meinte er dann leise, und ließ vorsichtig die Tablette in das Glas hineingleiten.

Seine Hand zitterte leicht als er die Flüssigkeit im Glas umrührte.
Und das reine Wasser verfärbte sich, wurde milchig und undurchsichtig.

Fushimi nahm Tatara das Glas aus der Hand und setzte es auf seine Lippen.
Bitter, so bitter.

Aber Medizin wäre keine Medizin, wenn sie nach erfüllender Süße schmecken würde.

"Nimm noch einen Schluck"
Fushimi starrte Totsuka über den Rand seines Glases an, gehorchte aber.

"In einer halben Stunde solltest du dich besser fühlen"
Fushimi nickte, leckte sich über die trockenen Lippen und lehnte sich zurück.



[ ]



Er wusste nicht mehr wann er eingeschlafen war, aber als er aufwachte war es bereits stockdunkel, nur die entfernten Lichter der Stadt leuchteten sanft durch die schweren Vorhänge.

Die dünne Gestalt, die eben noch neben ihm gelegen hatte, hatte sich aufgesetzt und streifte sich vorsichtig das dünne Negligé von den Schulter.

Als Tatara bemerkte, dass Fushimi aufgewacht war, lächelte er und strich ihm eine Strähne aus dem Gesicht.

"Entschuldige ich wollte dich nicht wecken."

Fushimi starrte Tatara an, ein gefährlicher Ton lag in seiner Stimme.
"Wohin gehst du?"

Tatara hielt inne, schüttelte den Kopf, beugte sich vor um einen Kuss auf Fushimis Schläfe zu drücken, aber Fushimi ihn stieß ihn mit Leichtigkeit von sich.

Tatara seufzte.
"Ich bin sehr bald wieder zurück."

Er wollte aufstehen.

Aber eine Hand packte sein Gelenk und zog ihn zurück.
"Ich habe dich gefragt wohin du zu gehen gedenkst."


Tatara fiel zurück, sein Kopf schlug unsanft an den hölzernen Bettgerüst auf und der Aufprall quetschte ihm die Luft aus der Lunge.


Es war immer wieder erstaunlich wie wenig Kraft nötig war um Tatara aus den Gleichgewicht zu bringen.

Der Griff um sein Handgelenk lockerte sich nicht und
Fushimi beobachtete fasziniert wie fragile Lungen sich redlich bemühten genügend Luft in den schmalen Körper zu pumpen.

"Ist er es?" fragte Fushimi.

Tatara hiel den Kopf gesenkt.
"Ja."

"Bleib hier..."

Tatara schüttelte den Kopf.
"Er braucht mich."

Ja das tat er.
"Bleib hier."

Nur ein bisschen. Bei mir.
Dieses Mal fester.

Totsuka schüttelte erneut still den Kopf und Fushimis eisiger Griff verstärkte sich.
"Aber ist es nicht das was du willst? Dass er bemerkt wie sehr er dich braucht.
Seine Abhängigkeit von dir bemerkt."

Tatara sah ihn flehend an.
"Bitte lass mich gehen.“

Fushimi presste die Lippen aufeinander.
Vielleicht sollte er...

Er drückte einen letzten entschuldigenden Kuss auf Tataras Schulterblatt dann streckte er die Hand aus und führte sie an Tataras Kehle.

Dieses Mal...

Er würde nur so fest zudrücken bis Tatara zitternd in seinen Armen zusammenbrach.
Nur so fest.
Nur ein klein wenig.
Nichts Ernsthaftes, nur...

Aber auch das konnte nicht.

Er lockerte den Griff.

Tatara wand sich vorsichtig aus Fushimis Umklammerung, neigte sich bedächtig vor und drückte einen flüchtigen Kuss auf Fushimis Mundwinkel bevor er seine sorgfältig gefaltete Kleidung von dem hölzernen Nachtkästchen nahm und sich ankleidete.
Dann schenkte Fushimi einen letzten sanften Blick, bevor er sich rasch auf dem Weg.

Und Fushimi starrte ihm nach, auch als er das Schlafzimmer, die Wohnung, den Stadtteil längst verlassen hatte.

[ ]

Er lehnte sich zurück
Wie Fushimi diesen Mann, den roten König, nein, dieses Monster hasste.

Aber Mikoto war bei weitem nicht das einzige Monster.

Seine eigenen rauen Hände bohrten sich nächtlich in Tataras dünnen Oberkörper um ihm die Luft zum Atmen zu rauben.

Tatara war so leicht zu manipulieren. Aber auch kein Engel. Warm. Vergebend. Sündhaft.
Aber kein Engel.
Menschlich, so wie auch er.
Doch der Preis für seine Menschlichkeit war hoch, zu hoch.

Es schmerzte.
Wann hatte dieser brennende Schmerz nur angefangen? Wann hatte er nur…

[Kapitel Ende ]



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Guten Abend.

Ich habe bereits vor langem einen Text mit dem selben Namen und ähnlichem Inhalt veröffentlich. Der Ursprungstext wurde allerdings von mir von Fanfiktion.de gelöscht. Ich habe mich aber dazu entschlossen ihn zu überarbeiten und weiterzuführen. (:

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Danke.
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