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Open-Air

von Sileb
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Dan Phantom Daniel "Danny" Fenton / Danny Phantom Jasmine "Jazz" Fenton Paulina Sanchez Samantha "Sam" Manson
12.11.2019
05.08.2020
8
6.760
1
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12.11.2019 852
 
Sam war aufgeregt. Eigentlich mochte sie diese Veranstaltungen nicht, doch dieses Jahr wurde im Open-Air-Kino ‚Interview mit einem Vampir‘ gezeigt. Einer ihrer Lieblingsfilme.
Sie hatte alles haarklein geplant und vorbereitet. Sie hatte den Platz auf dem Hügel, direkt unter dem Baum ausgewählt. Von diesem Platz hatte man freie Sicht auf die Open-Air-Leinwand und man konnte auch alles hören, ohne aber von den anderen beobachtet werden zu können. Man war sozusagen unsichtbar. Nachdem sie eine große lilane Decke ausgebreitet hatte, legte sie einige Kissen zum sitzen bereit, stellte ein paar Solarleuchten um die Decke, die sie später anmachen würde, und packte einen Teil der Snacks, die sie speziell für Danny gekauft hatte, bereit. Corndogs, Bakenchips, Marshmallows und Soda.
Es sollte der perfekte Abend werden. Nur Danny und sie, schließlich war Ticker noch immer im Urlaub.
An diesem Abend wollte sie ihm ihre Gefühle gestehen und zwar um Punkt Mitternacht, wenn ihr siebzehnten Geburtstag begann. Sie hatte lange darüber nachgedacht, ob sie es wirklich tun sollte, doch sie konnte einfach nicht mehr länger schweigen. Es fraß sie innerlich auf, ihre Gefühle zu überspielen, zumal da immer öfter sehr eindeutige Träume hatte. Sie musste endlich Gewissheit haben! Schließlich gab es nur drei Möglichkeiten, wie dieser Abend ausgehen konnte:
1.     Danny fühlte genau wie sie und gestand ihr ebenfalls seine Gefühle
2.     Danny fühlte nicht das gleiche und sie beschlossen einfach so zu tun, als hätte sie nie etwas gesagt. Dafür hätte sie Gewissheit und konnte sich auf die Zukunft konzentrieren.
3.     Ihre Gefühle wurden nicht erwidert und ihre Freundschaft würde zerbrechen.
Solange die letzte Möglichkeit nicht eintrat, konnte Sam damit umgehen.
Sie hatte sich sogar ein neues Outfit gekauft. Ein enges, knielangen, tiefrote Kleid mit schwarzen Stoffverziehrungen in Spinnennetzoptik und dazu schwarze Stiefeletten mit silbernen Kettchen. Dazu trug sie die Umhängetasche, die Danny ihr geschenkt hatte. Ihre Haare, die inzwischen schulterlang waren, trug sie offen. Die Naturwelle, die sie sonst mit einem Glätteisen gebändigt hatte, hatte sie bewusste mit dem Fenton-Geisterschaum gefestigt. Auf dem Weg zu ihrem Platz hatten Dash und Quan ihr sogar nachgepfiffen und sogar Paulina und Star sahen ihr neidisch nach.
Sollte Danny Pauline also nur wegen ihres femininen Looks all die Jahre vergöttert haben, so hatte er nun keine Entschuldigung mehr.
Um Punkt zehn kam Danny. Er starrte Sam einen Moment an, doch eine andere Reaktion bekam San von ihm nicht. Sie überspielte ihre aufkommende Enttäuschung, setzte sich und lächelte Danny schüchtern zu, als dieser sich zu ihr setzte.
„Ein wirklich schöner Platz. So abgelegen und ruhig…“, begann Danny und hielt Ausschau nach Paulina.
„Ja, ich dachte mir, wir müssen die Idioten noch das gesamte kommende Schuljahr ertragen, da sollten wir doch wenigstens diesen Abend noch für uns haben.“
„Stimmt“, nickte Danny. Sam spürte, wie ihr die Räte ins Gesicht stieg.
„Willst du einen Corndog oder ein paar Bakenchips?“
Mit großen Augen sah Danny seine Freundin an, als diese ihm einen Corndog reichte.
„Wer bist du und was hast du mit meiner Freundin Sam gemacht?“, lachte er und den Corndog entgegen. Dem spürte, wie ein warmes Kribbeln in ihrem Körper ausbreitete, als sich ihre Hände berührten.
„Der Film fängt gleich an, schau. Ich hoffe, sie zeigen nicht so viel Werbung“, wechselte Sam das Thema etwas zu euphorisch, weswegen Danny misstrauisch wurde.
„Warum wolltest du eigentlich unbedingt her? Sonst verachtest du doch solche Veranstaltungen. Du hasst sie regelrecht!“
„Ich ähm…ich…, dieses Jahr spielen sie endlich einen vernünftigen Film. Außerdem muss ich dir etwas sagen, nachher. Es ist wichtig…“
Sam spürte, wie Danny sie ansah und sie hätte sich am liebsten selbst geohrfeigt. Nun war es unmöglich einen unbeschwerten Abend mit Danny zu verbringen. Andernfalls, was machte es für einen Unterschied ob sie es ihm jetzt oder in ein paar Stunden sagte?
Doch genau in dem Moment in dem Moment, in dem sich Sam endlich dazu durchringen wollte, Danny die Wahrheit zu erzählen, hörten die beiden einen schrillen Schrei.
Paulina hatte eine Spinne auf ihrer Picknickdecke entdeckt.
Genervt verdrehte Sam die Augen. Sie wusste, was nun kommen würde.
„Sam, ich weiß…aber wärst du sehr böse, wenn ich…, nur ganz kurz…Paulina, braucht Hilfe. Ich wäre sofort wieder da. Sie braucht sicher nur ganz kurz die Hilfe von…“
„Danny Phantom“, beendete Sam den Satz. Paulina, immer nur Paulina. Warum konnte er sie, Sam, nicht so begehren? „Flieg schon zu…ich warte dann hier…allein“, doch Sam hatte den ersten Satz kaum beendet, da hatte sich Danny schon zu seinem Alter-ego verwandelt und war zu Paulina geflogen.
Wütend, genervt und enttäuscht knabberte Sam an einem Mauskolben und sah mit sehnsüchtigem Blick auf die Leinwand.
Für einen kurzen Moment fragte sie sich, ob Danny Wort halten und sofort wiederkommen würde, doch als sie um Mitternacht auf ihre Uhr sah, wischte sie sich enttäuscht ein paar Tränen aus den Augen. Danny hatte sie vergessen und schmiegte sich stattdessen an Paulina.




So Leute, dass ist das erste Kapitel.
Wenn es euch gefällt, dann lade ich nach und nach auch den Rest der Geschichte hoch ;)
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