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FOCUS "Namjin"

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Kim Seokjin RM
11.11.2019
26.07.2020
103
73.304
28
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26.07.2020 553
 
Ein stetig in der Lautstärke anschwellendes Rumoren, welches an seine Ohren drang, veranlasste ihn nach einigen Sekunden doch dazu, kraftlos die Lider zu heben.

Seine Glieder schmerzten noch immer, auch wenn die enge Fesselung seiner Beine irgendwann gelöst wurde, nachdem Jackson von ihm abgelassen hatte, bevor Jin beinahe das Bewusstsein verloren hatte.

Ihm war bis jetzt nicht klar, wie sehr man einen menschlichen Körper scheinbar fordern konnte. Normalerweise hätte er schon längst unter der extremen immer wiederkehrenden Belastung der letzten Stunden zusammenbrechen müssen.

War es nun gut oder schlecht, dass er trotz allem immer noch einigermaßen in der Lage schien, den Kopf in Richtung der lautstarken Geräuschkulisse zu drehen?

Oder war er tatsächlich doch so abartig, weil er tief in seinem Inneren darauf wartete, die Tür möge sich öffnen und Jackson erneut eintreten und dort weitermachen, wo er aufgehört hatte?

„Du verfluchter Wichser!“

Die schreiende Stimme ließ Jin zusammenzucken. Mehr noch der dumpfe Knall, als die Tür tatsächlich aufgestoßen wurde.

Und doch erkannte er das tiefe sonore Brummen sofort. Unter Hunderten hätte er den Inhaber dieser Stimme wiedererkannt.

„Komm doch rein. Ich habe schon auf dich…“, begann Jackson, der mit weit ausgebreiteten Armen aus dem angrenzenden gegenüberliegenden Raum kam, konnte seinen Satz allerdings nicht einmal beenden.

Namjoon riss blitzschnell seine Hand in die Höhe, rammte Jackson die geballte Faust ins Gesicht, ehe er ihn an dessen Kragen packte und gegen die Wand presste.

„Ich schwöre dir, ich prügel dir auch noch das letzte bisschen Hirn raus, wenn du ihm weh getan hast.“, zischte er nur Milimeter von seinem Gesicht entfernt.

Jackson hob beschwichtigend beide Hände: „Es geht ihm gut, keine Angst. Du müsstest wissen, dass ich mich immer gut um unsere Spielzeuge gekümmert habe.“

Innerhalb eines Sekundenbruchteils hob Namjoon sein Knie an, versenkte es zwischen den Beinen seines Gegenübers, der sofort mit schmerzverzerrtem Gesicht stöhnend zu Boden ging.

„Ich hab gesagt, du sollst dich um ihn kümmern und ihn nicht ficken!“, brüllte Namjoon wütend, bevor er auf dem Absatz kehrt machte, sich zu Jin drehte.

Mit besorgtem Gesichtsausdruck musterte er den Liegenden schnell, begann dann mit geübten Handgriffen die Fesseln zu lösen.

„Vorsichtig. Es dauert etwas, bis das Blut wieder normal durch deine Hände fließt.“, erklärte er, massierte dabei die nun prickelnden Arme von Jin.

Der konnte einfach nicht anders, als seinen Kopf an Namjoons Brust zu lehnen: „Es tut mir leid. Ich hätte dich nicht verdächtigen sollen. Die Fotos.“

„Ich weiß.“, der Blonde rieb weiter Jins Oberarme, strich ihm mit der anderen Hand beruhigend durch die Haare. „Mittlerweile ist mir klar, wer dahinter steckt.“

„Ach komm, du musst zugeben, dass es ziemlich lange gedauert hat, bis zu begriffen hast, zu was sie in der Lage ist. Und wem du tatsächlich vertrauen kannst.“, schmunzelte Jackson, nachdem er sich wieder einigermaßen aufgerafft hatte und nun gegen die Wand gelehnt gegenüber vom Bett auf dem Boden hockte.

„Halt einfach deine verdammte…“, blaffte Namjoon ihn an, besann sich Augenblicke später jedoch: „Du musst vollkommen durchgedreht sein, so weit zu gehen.“

Der Dunkelhaarige Fotograf zuckte mit den Schultern: „Ich habe lediglich eingefordert, was mir zusteht.“

Wiederholt schnaubte Namjoon, spannte den Körper an, als wäre er zum Absprung bereit.

„Was dir zusteht? Ich hab dir gesagt, dass ich keine Lust mehr auf diese Scheiße habe. Nicht mit ihm.“

Jin hob verwirrt den Blick: „Was meinst du?“  
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