Distress - I cant continue anymore

GeschichteDrama, Angst / P18 Slash
Clyde Donovan Craig Tucker Kenny McCormick Token Black Tweek Tweak
11.11.2019
22.08.2020
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32.193
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11.11.2019 1.671
 
Hallo!
Nach einer Ewigkeit will ich mal wieder etwas öffentlich stellen.
Dies soll als Leseprobe dienen, ob Leute das hier überhaupt lesen wollen, also falls ja, lasst gerne Feedback da.

Nun aber viel Spaß beim Lesen!
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8 Monate.

8 Monate und zwei Tage ist der Unfall her.

Seine kalten Finger zitterten, aber wenn er erstmal den Zug seiner Zigarette nahm, dann wurde es weniger. Er blinzelte die Tränen weg. Wüste ER nur das er wieder rauchte, dann gäbe es mächtig Ärger.

Craig setzte sich auf die Rutsche auf dem Spielplatz der South Park Grundschule. Er war schon lange nicht mehr hier, aber es hat sich grade richtig angefühlt. Er nahm einen letzten Zug seiner Zigarette und zertrat sie auf dem Boden, wünschend er würde garde so zerquetscht werden. Das Leid in ihm wurde nicht weniger und seine Schuldgefühle wuchsen mit jedem Tag, den er alleine und ohne eine Nachricht aufwachte. Er hoffte auf irgendwas. Irgendeine Nachricht. Egal ob gut oder schlecht.

Der Schwarzhaarige vernahm Schritte und drehte sich um. Erstaunt blickte er Kenny an, welcher ihn ebenso verdutzt ansah. ,,Karen, geh spielen, ich rede eben mit einem Freund." sagte der Blonde und seine kleine Schwester lief schnell zu den Schaukeln. ,,Sieht man dich auch mal wieder in der Öffentlichkeit?" versuchte Kenny zu scherzen, auch wenn ihm danach nicht zumute war. Craig schaute nur stur gen Boden und blicke Kenny nicht an. ,,Wie kommts das du hier bist." fraget Craig doch schliesslich. ,,Naja, ich gehe mit Karen immer weg wenn meine Eltern wieder Kiffen und Saufen und sich gegenseitig anschreien als gäbe es keinen Morgen... Und du?" Kenny schaute zu Karen und ließ Craig genug Zeit zu antworten. Der Blonde konnte ihn ein wenig verstehen und er verstand Verlust besser als jeder andere, durch seine ständigen Tode. ,,Ich weiß es nicht. Ich bin irgendwie aus dem Haus gegangen, und als ich hier vorbei lief wollte ich einfach wieder hier sein. Ich will die Zeit zurück als wir Kinder waren und alles nicht so eine abgefuckte Shitshow war." ,,Schön zu sehen, das du deinen Zynismus in all den Jahren nie verloren hast. Und auch jetzt nicht."

,,Woher weißt du überhaupt davon?" ,,So ziemlich jeder weiß es. Seine Eltern haben deswegen den Kaffee-Laden zu und dann Frage Freunde und dann spricht sich alles rum. Wir sind ne Kleinstadt. Und sowas ist für viele n dummes Tratschthema. Ich habs von Kyle. Sogar Cartman hat nichts gesagt. Ich glaube er hätte nie gedacht das einem von uns sowas mal passiert." Craig drückte seine Hände zusammen im bitteren und verzweifelten Versuch sie zu wärmen. Nur waren die kühlen Halloween Winde kälter als erwartet. Sehr viel kühler. Oder es kam ihm nur so vor, weil alles so unendlich kalt war seit Tweek nicht mehr da war.

,,Ich habe gedacht du wärst im Krankenhaus, oder sowas. Das du bei ihm sein willst?" Kenny zündete nun auch eine Zigarette an. ,,Ganz zu Anfang, keine Chance. Ich saß selber noch im Rollstuhl und brauchte Hilfe." Craig atmete zittrig aus, als er an all diese Sachen zurück dachte. ,,Und als es mir besser ging war ich nur einmal da. Tweek so zu sehen tut mir so weh, wie er da liegt mit all diesen Schläuchen. Ich kann den Tweaks nicht unter die Augen treten, wenn ich doch daran Schuld bin, was mit ihrem Sohn passiert ist." Kenny sah ihn überrascht an. ,,Du hast Schuld an dem Unfall? Craig Tucker, es war gefrohren, und der andere Fahrer hat euch in diese Lage gebracht. Dich trifft keine Schuld verdammt. Dieser scheiß andere Bastard ist schuld. Und ich hoffe wirklich das sie ihn finden." Kenny nahm seinen letzten Zug und sah Craig an, welcher immernoch auf der Rutsche saß und seinen Blick nicht vom Boden heben konnte. ,,Craig, wenn irgendwas ist, du hast meine Nummer. Egal was du brauchst, ich hänge gerne mit dir ab. Und Kyle, Stan und deine Freunde auch. Clyde macht sich auch echt Sorgen." ,,Clyde ist nicht mehr hier." ,,Und trotzdem. Er macht sich sorgen, und da du nicht mit ihm sprichst, fragt er uns, was los ist." Craig erinnerte sich daran, wie er sich von Clyde verabschiedet hatte am Flughafen. Er ist nach Europa für zwei Jahre um dort zu studieren und würde das Studium dann hier wieder beenden. Es war traurig, aber Craig war stolz auf ihn. Er hatte ja noch Tweek. Aber nun nicht mehr. Er fühlte sich einsam und verlassen in dieser kleinen Stadt, die für ihn keine Wärme mehr enthielt.

Grauenhafte Bilder spielten sich immer wieder in seinem Kopf ab. Immer wieder diese Bilder aus dem Krankenhaus, aus dem Auto, als er Tweek das erste Mal wieder gesehen hat. Egal was er tat und was er auch versuchte, diese Bilder kamen immer wieder und vergifteten seinen Verstand. Der Krankenhaus-Therapeut hatte ihm immer wieder geraten, er solle mit jemandem reden. Craig tat dies aber nicht. Er glaubte immer, würde er mit anderen darüber reden, würde er sie nur belasten. Er glaube sowieso nicht mehr groß das er noch Freunde hatte. Jedoch...Stand grade Kenny bei ihm und hörte ihm zu. Craig überlegte ob er vielleicht probieren sollte mit Kenny zu reden... Und letzten Endes wusste er nicht was er noch zu verlieren hatte.

,,Kenny... Kann ich mit dir reden?" ,,Sprich drauf los. Ich höre zu." Der Schwarzhaarige fühlte sich schlecht. Es ging ihm immer so wenn er an diesen Tag zurück dachte, hingegen sein Blonder freund setzte sich in den kalten Sand unter der Rutsche und war bereit Craig so lange zu zuhören, bis er nicht mehr reden wollte, wobei er trotzdem Karen im Auge behielt.

,,Es war im Februar... Und es war so wie jetzt so bitter kalt. Wir waren in Denver, Tweek und ich kamen grade zurück von einer Veranstaltung dort. Wir sind wegen meinem Geburtstag dort gewesen. Das war sein Geschenk an mich und es hatte mich so glücklich gemacht den Tag mit ihm zu verbringen. Auf dem Rückweg bin ich gefahren. Kurz vor South Park kam starker Sturm auf. Ich konnte kaum noch was sehen. Als wir zu einer Kreuzung kamen, an welcher ich Vorfahrt hatte, sah ich das von rechts ein Auto kam..." Craig atmete zittrig aus und ihm liefen bereits einzelne Tränen am Gesicht runter. ,,Ich versuchte zu bremsen, aber wegen der Glätte bremste ich nicht stark genug. Das andere Auto raste in die Seite wo Tweek war und alles splitterte und es war so laut. Ich war danach erst mal ohnmächtig.
Ich wurde einmal kurz wach. Es war unendlich kalt, weil die Kalte Luft durch die kaputten Fenster und Scheiben im Auto tobte. Ich konnte nichts hören. Nur ein lautes schrilles Fiepen. Als ich leicht neben mich sah, war da Tweek. Er war eingequetscht und bewusstlos. Dann war ich wieder weg. Ass ich das nächste Mal aufgewacht bin, dachte ich, ich wäre tot, denn ich sah nur ein helles Licht. Aber das war nur eine Lampe von einem Notarzt. Ich hörte endlich wieder Sachen, jedoch hörte ich nur Sirenen und das, was die Ärzte sagten. ,,Patient Stabil, aber in den Wagen mit ihn." und sowas. Schmerzen spürte ich überall und konnte nicht mal ausmachen wo sie herkamen. Ich wollte mich umsehen aber diese Halskrause verhinderte dies. Ich habe nach Tweek gefragt, aber niemand reagierte auf mich. Ich glaube weil ich so leise war, haben sie nicht gehört was ich gesagt habe. Danach war ich wieder weg. Wegen meiner Operation.
Dann wurde ich im Krankenhaus wach. Meine Eltern saßen da und meine Mutter hielt meine Hand. Sie freuten sich alle und lächelten, aber als ich nach Tweek fragte, verschwand dieses Lächeln. Da wusste ich das etwas nicht stimmte. Das er seither im Koma liegt weißt du ja selber. Die Ärzte glauben immer weniger, das er noch wieder aufwacht."

Kenny ließ ihm Zeit seinen Gefühlen freien Lauf zu machen. Er war selber geschockt. Die Gesichte vom Beteiligten selber zu hören war anders, als es von den anderen Idioten aus der Stadt immer wieder und in neuen Fassungen zu hören. ,,Warum gibst du dir die Schuld Craig? Du hättest nichts machen können." Craig ballte seine Hände zu Fäusten und schlug auf sein Bein. ,,DOCH! Hätte ich das andere Auto früher gesehen, wäre ich langsamer gefahren, wäre ich nicht ohnmächtig gewesen! Ich hätte ihn retten können. Ich wünschte ich würde im Koma liegen. Tweek verdient das nicht!"
,,Du doch auch nicht! Wäre es anders rum, würde Tweek das Selbe tun wie du? Ich glaube nicht. Tweek würde immer an dich glauben, das du wieder zu ihm zurück kommst. Du klingst als wäre er schon tot!" Craig ließ das kurz sacken. Kenny hatte schon irgendwo recht, dachte er sich. ,,Aber du bist nicht in dieser Situation. Er ist seit acht Monaten weg. Ich bin seit acht Monaten alleine und mein Freund liegt im Krankenhaus und wird wahrscheinlich nie wieder aufwachen. Kenny, ich muss mich mit der Realität abfinden, das er wahrscheinlich nie wieder aufmacht. Das er Hirntot ist. Das ich meinen besten Freund seit der vierten Klasse verloren habe. Ich habe meinen Glauben und meine Hoffung verloren, Kenny. Ich kann nicht mehr."

Beide schwiegen. Kenny wusste das wenn er noch mehr sagen würde, was er dachte, Craig nur wütender werden würde. Craig weil der Gefühlstumult in ihm, seine Gedanken einnahm.

Nach kurzen Schweigen, in welchem Craig sich eben beruhigte, stand Kenny auf und rief Karen zu sich. ,,Hör mal, ich muss nach Hause. Es wird dunkel. Wenn irgendwas ist, du weißt wie du mich findest und mich erreichst. Du bist ohne Tweek nicht alleine, vergiss das nicht." Der blonde McCormick Junge legte seine Hand auf Craigs Rücken und ließ diese kurz auf und ab fahren. Dann ging er mit seiner kleinen Schwester und ließ Craig mit seinen rasenden Gedanken alleine. Craig würde hier noch eine Weile sitzten. Er würde noch eine Weile über Kennys Worte nachdenken. und er würde noch eine ganze Weile weiter über Tweek nachdenken.
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