Versuchung

von LilaBooks
GeschichteRomanze / P18
10.11.2019
28.11.2019
5
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1.
Das ist Wahnsinn. Wie lange kenne ich den Mann neben mir? Zehn Minuten? Und trotzdem bin ich mit ihm in sein Auto gestiegen. In so einen teuren Sportwagen. Eigentlich mag ich Männer nicht, die solche Angeberkarren fahren. Egal.Schließlich will ich nicht mein restliches Leben mit diesem Typen verbringen, sondern nur ein paar Stunden Spaß mit ihm haben. Und ich bin mir sicher, dass ich den haben werde. Der Mann sieht nämlich zum Anbeißen aus.

Sein Körper lässt darauf schließen, dass er sich fit hält. Voller Vorfreude denke ich deshalb bereits daran, ihm sein Hemd vom Leibe zu reißen und mit den Händen seine harten Muskeln nachzufahren. Normalerweise lasse ich mich nicht so schnell auf einen One-Night-Stand ein, aber seit ich ihm in die Arme gelaufen bin, ist mir nach einem Abenteuer und einen Hauch Gefahr zumute.

"Wohin fahren wir, Colton", erkundige ich mich bei meinem Fahrer.
Ich spreche seinen Namen ganz bewusst aus, da das etwas Vertrauliches hat und die Fremdheit zwischen uns nimmt.

Er zuckt mit seinen breiten Schultern, grinst und wirft mir einen kurzen Seitenblick zu. Sein Gesicht ist herrlich männlich und der Bartschatten auf seinen Wangen lässt ihn verwegen wirken.

"An einen Ort, an dem wir ungestört sind", erwidert er.
"Muss ich jetzt Angst haben?", frage ich ihn neckend.

Er grinst noch breiter.

"Ich fürchte, dafür ist es zu spät."
"Gut, dann bin ich ganz entspannt."
"Wirklich?"

Ich knete mit meinen Händen den Stoff meines Rocksaumens.

"Nein, ich bin schon etwas nervös. Ich mache so was ja nicht jeden Tag."
"Nicht?"
Er lacht auf und sieht erneut zu mir hinüber.
"Nein", sage ich noch einmal mit Nachdruck.
"Und warum machst du gerade bei mir eine Ausnahme?"

Ich seufze. Was will dieser eitle Kerl wohl von mir hören? Natürlich ist seine Frage schlüssig. Ich würde ja selbst gerne eine Antwort darauf wissen. Auf die zwei Gläser Wein kann ich es auf jeden Fall nicht alleine schieben. Ich habe in Gegenwart attraktiver Männer schon wesentlich mehr getrunken, ohne dass ich mit ihnen ins Bett gehüpft bin. Vielleicht ist es eine Mischung aus verschiedenen Einzelfaktoren wie meine lange Sexflaute, der milde Sommerabend und der schwere Rotwein. Oder aber?

"Ich glaube, es ist dein Geruch", antworte ich ihm.
Er schüttelt den Kopf und lacht.
"Ich habe also eine Art sexuellen Lockduft an mir, auf den du extrem reagierst."
"Irgendwie schon. Ich fühle mich seltsam benebelt davon."

Wir halten an einem einsamen Strand. Zumindest nehme ich an, dass dieser einsam ist, denn ich sehe nirgendwo, jemanden herum laufen. Er stellt den Motor aus.

"Gefällt es dir?", fragt er mich. Seine Stimme klingt tief und sexy.

Langsam drehe ich meinen Kopf in seine Richtung. Es ist dunkel im Auto, aber ich kann ihn dennoch gut genug sehen, um zu erkennen, wie attraktiv er ist. Er hat markante Gesichtszüge und fast schwarzes Haar.

Er grinst mich an, bevor er seinen Arm ausstreckt und seine flache Hand auf meine Wange und mein Kinn legt. Sofort spüre ich wieder dieses Kribbeln in meinem Bauch und zwischen meinen Beinen. Ich werde mit einem Mal ganz weich.

Er beugt sich zu mir vor und ich komme ihm entgegen. Als seine auf meine Lippen treffen, schließe ich meine Augen und lasse mich ganz in unseren Kuss fallen. Verdammt, wie macht er das nur? Ich kenne ihn überhaupt nicht und trotzdem reagiere so stark auf ihn. Zwischen den Beinen zerfließe ich geradezu.

"Komm her", sagt er.

Ich klettere auf seinen Schoss. Er platziert seine Hände auf meine Hüften und zieht mich eng an sich, während unsere Zungen miteinander spielen. Ich nehme deutlich seine Erektion zwischen meinen Schenkel wahr - groß und schwer. Mein Atem geht nur noch stoßweise, während ich mich durch den Stoff an ihm reibe. Er stöhnt leise auf und schiebt den Saum meines Kleides nach oben. Und plötzlich bemerke ich, wie seine Hand meinen Slip beiseiteschiebt und kurz darauf zwei Finger in mich eindringen. Vor Lust gebe ich einen kehligen Schrei von mir. Während er immer wieder mit seinen Fingern in mich stößt, drückt er mit dem Daumen auf meine Klit. Ich werde fast wahnsinnig vor Lust und bewege mich rhythmisch und wie von selbst auf und ab. Doch als ich fast komme, nimmt er seine Finger aus mir heraus.

Was soll das? Das ist gemein. Doch statt meiner heißen und pochenden Mitte kümmert er sich um meinen Busen. Er streift die Träger meines Oberteils von meinen Schultern und holt anschließend meine Brüste aus den Schalen des BHs. Sie fühlen sich so prall in seinen Händen an. Als er mit seinem Handrücken sacht meine Nippel streift, stellen sich diese noch härter auf als zuvor. Kurz darauf beißt er sanft erst in den rechten und dann in den linken Nippel. Ich gehe ins Hohlkreuz, um ihm noch näher zu kommen. Das ist so dermaßen heiß. Ich durchwühle mit meinen Händen sein volles Haar. Dieser Mann ist Sex pur und ich will sofort mehr, viel mehr. Am liebsten seinen harten Schwanz. Ich halte es nicht mehr aus und beginne an seinem Hosenverschluss zu nesteln. Er streift sanft über meinen Rücken und greift anschließend nach meinen Fingern, mit denen ich immer noch darum kämpfe, seine Hose zu öffnen.

Er drückt erst meine Hände von seiner Mitte weg und danach mich vorsichtig von seinem Schoss.
Was ist denn jetzt los? Habe ich etwas falsch gemacht? Ich bin verwirrt, aber noch von meiner Begierde so benebelt, dass ich keinen klaren Gedanken fassen kann.

Er öffnet die Seitentür, während eine Hand an meiner Taille liegt. Von diesem Berührungspunkt aus durchströmen mich fortwährend Hitzewellen, die durch meinen ganzen Körper gehen.

"Komm", fordert er mich auf und dirigiert mich mit seiner Hand nach draußen.

Mit einem Stöhnen steige ich aus dem Auto. Meine Knie sind butterweich, als ich vor dem Sportwagen stehe. Ich fühle mich wackelig und sehne mich nach dem Mann, von dem ich eigentlich nur weiß, dass er Colton heißt. Zum Glück lässt er mich nicht lange warten.

Obwohl die Luft noch warm ist, stellen sich die feinen Härchen auf meinen Armen auf. Ich brauche ihn und die Wärme, die er ausstrahlt. Und was will er? Die Antwort gibt er mir prompt, indem er seine Arme um meine Taille schlingt und mich fest an sich drückt. Seine Härte ist immer noch deutlich fühlbar. Erneut küssen wir uns - stürmisch und verzehrend. Er hält mein Gesicht mit beiden Händen, so dass ich ihm keinen Zentimeter ausweichen kann. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal einen Mann so sehr gewollt habe.

Um ihm zu zeigen, dass ich nicht mehr lange warten kann, packe ich ihn an seinen Hüften und ziehe ihn ganz fest an mich. Ich spüre, wie sein Schwanz gegen meinen Unterleib pocht. Er will mich also genauso sehr wie ich ihn. Er atmet immer schneller und stöhnt in meinen Mund. Doch plötzlich stößt er mich abrupt von sich.

"Dreh dich um", befiehlt er mir.
Wow, was für ein Befehlston. Normalerweise gebe ich beim Liebesakt gerne den Ton an. Ich bin ein Mensch, der nicht gerne die Kontrolle verliert und deshalb lieber die Zügel in der Hand behält. Aber Coltons Tonfall lässt keine Widerrede gelten. Und zu meinem Erstaunen macht mich gerade das unheimlich an.

Ich wende ihm also gehorsam den Rücken zu und bin gespannt, was als nächstes kommt.

"Leg beide Hände auf die Kühlerhaube", weist er mich an.
"Was?", rufe ich aus und drehe mich zu ihm um.

Er geht einen Schritt auf mich zu und drückt seine Errektion an meinem Po, während er seine Finger wie Schraubstöcke um meine Handgelenke legt.

"Was willst du, Süße?", haucht er mir ins Ohr.
Ich atme schwer. Er soll mich endlich erlösen, flehe ich stumm.
"Ich höre dich nicht", vernehme ich seine dunkle Stimme, welche durch meinen Körper vibriert und mich vollends um den Verstand bringt. Ich will nicht mehr denken, sondern nur noch spüren. Ich will auch nicht mehr sprechen und wenn dann nur noch mit meinem Körper.

Statt einer Antwort gebe ich ein quickendes Geräusch von mir und drücke mich noch ein wenig fester an ihn. Irgendwann muss dieser Mann schließlich auch seine Beherrschung verlieren. Seine Körpermitte reagiert jedenfalls sehr eindeutig auf mich und lässt mich trotz meiner Erregung erschaudern.

Mein Gott, was tue ich hier eigentlich, schießt mir erneut durch den Kopf. Das ist sonst gar nicht meine Art, mich in einem solch rasanten Tempo auf einen Mann einzulassen. Selbst Anne würde das nicht bringen und dabei ist meine Freundin alles andere als ein Kind von Traurigkeit.

Sanft streift er mit seinen Handflächen unter meinen geöffneten Büstenhalter und über meine hoch empfindlichen Brustwarzen. Ich ziehe zischend die Luft ein und mein beginnendes Gedankenkarussell wird abrupt gestoppt. Ich werde tuen, wonach mir gerade ist und sich so unglaublich gut anfühlt. Der Kontrast von Coltons zarter Berührung meiner Brüste und der fast groben Umklammerung meiner Taille lässt mich für einen Moment alles um mich herum vergessen, bis mir wieder einfällt, dass er auf eine Antwort von mir wartet.

"Ich will dich spüren", bringe ich mit kratziger Stimme hervor, die von weit her zu kommen scheint.
"Aber du spürst mich doch", gibt er zurück und beißt mir sacht ins Ohrläppchen. Oh Mann, will er mich umbringen.
Ich seufze. Er will es also ganz explizit von mir hören. Ich weiß genau, was ich will und doch fällt es mir schwer es auszusprechen.

"Ich will dich in mir spüren", versuche ich ihn endlich dazu zu bringen, mir mehr zu geben.
Kurz darauf fühle ich seine Finger, die erst über meine Klit und dann in mich hinein gleiten. Ich explodiere gleich. Aber seine Finger reichen mir nicht. Ich brauche mehr, viel mehr.
"Ich will deinen Schwanz in mir spüren, ich will, dass du hart und tief in mich eindringst", bringe ich hervor.
Hilfe, habe ich das gerade wirklich gesagt. Hört sich an wie in einem billigen Pornofilm. Ich bin es nicht gewohnt, die Dinge laut beim Namen zu nennen. Das ist eine Premiere, so wie vieles andere heute Abend auch.
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