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Tote Mädchen lügen nicht ---  ~Für immer.~

OneshotFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 Slash
Clay Jensen Tony Padilla
10.11.2019
10.11.2019
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Hallo ihr lieben. Nach einer Weile habe ich wieder etwas geschrieben, nach einer neuen 'Projekt-Idee' von mir.
Aus 5-10 Wörtern wird ein Os geschrieben.

Dies ist er nun für dich liebe maskenherz.

Ich hoffe er gefällt dir liebe Lara & euch anderen Lesern auch.


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~Crestmont, frühe Abendstunden im Monet's~

Auf regennasser Straße fuhr ein roter (Mustang), begleitet von leisen Musiktönen der (Mixtapes) sowie dem ebenso leisen Geprassel des Regens zu dem kleinen Cafe in der Stadt.
Tony war spät dran. Ausgerechnet heute!
Doch wichtige Telefonate hatten ihn aus seinem eigentlichen Zeitplan gerissen.
Nervös trommelte er mit den kleinen Fingern seiner Hände gegen das lederbezogene Lenkrad.
~Verdammte Ampel!~
Nach einer gefühlten Ewigkeit schaltete sie endlich um, sodass er weiterfahren konnte.

Etwas abgehetzt, parkte er den Wagen schnappte sich vom Beifahrersitz einen großen Karton, stieg aus und sah, zu seiner Erleichterung nur schwache Beleuchtung im Cafe. ~Noch sind nicht alle hier. Aber das ist gut so.~ Tony seufzte tief aus. In seinem Magen grummelte es, fast so als wäre ihm schlecht.
Doch es war nur die Aufregung.

Sein Handy vibrierte in der Innentasche seiner Lederjacke, doch er nahm es erst drinnen war, als er die schwarze Lederjacke über einen der Sessel hing und beiläufig nachschaute. Nebenbei bemerkte er nicht, wie ihn jemand ansprach und er schrak zusammen.

*Hey! Da bist du ja.* Ryan schaute hinter der Theke hervor und wollte nachdem Karton greifen, doch der gleichaltrige wich ihm aus.
*Lass gut sein. Kümmere du dich um das anrichten des Büffets.* sagte er, während sein Blick wieder auf das Display huschte.

Ryan beobachtete Tony, der so anders war und nachdem er endlich mit dem anrichten des Büffets fertig war, kontrollierte er noch, ob genug Eis für den Alkohol und Früchte für die Cocktails vorhanden waren.
Die Tür ging gerade in dem Moment auf, als Ryan Tony einige aufmunternde Worte mit auf den Weg geben wollte und Justins seinen nassen Hoodie abstreifte und zwei weitere Kartons auf einen der leeren Tische stellte. *Hey. Die hast du bei uns zu Hause vergessen, was ist denn mit dir los? So nervös?* neckend schlug er dem anderen auf die Schulter, und nahm sich eines der Handtücher zur Hand, um seine Haare einigermaßen trocken zu rubbeln.

Tony sah ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an. ~Ist das nicht offensichtlich?!~

Justin beäugte ihn prüfend.
*Den Alkohol hast du aber noch nicht angerührt?* lachend flätzte er sich in einen der Sessel und überkreuzte die Beine. *Clay ist noch unterwegs, mit dem Rest der Gäste.* Er sah sich im noch leeren Raum um.
*Jetzt sagt mir aber bitte nicht, das ICH den Deko-Kram aufhängen soll?!*

*Sicher und wir helfen dir dabei!* trällerten die Stimmen von Courtney und Mackenzie, schnappten den anderen und schubsten ihn zu den Fenstern.

*Hilfe ...* brachte Justin ausdruckslos hervor. Das war nicht so wirklich seins, doch an diesem Abend riss er sich zusammen. ~Für Clay & Tony.~

Die drei dekorierten die Fenster und Justin's Laune hob sich, sodass er freiwillig mehr als fünf Dutzend Ballons aufblies, welche er in den Räumen verteilte. Einige davon schnappte er sich, um diese separat zu lagern. ~Eine besondere Überraschung.~ nahm er sich vor und die jungen Frauen grinsten in sich hinein, bevor sie Ryan's Arbeit inspizierten.
*Das sieht gut aus.* kommentierten sie und Ryan wurde rot. *Danke, nachher mixt ein Freund von mir ... Geheimtipp ... einige anständige Cocktails. Mit und ohne Alkohol, sonst landen sie wer weiß wo. * zwinkerte er und erntete lautes lachen.

*DAS hab ich gehört!* fluchte Tony als es Sekunden später laut knallte.
*Neeeein! Es war grad gut ...*
fluchend streckte Justin den Kopf aus einem Nebenraum, nahe des Vorratslagers im Monet's. Er holte sich ein Kehrblech und beseitigte die geplatzten Luftballons, dann schloss er die Tür und ging nach vorne.
*Versteckt ihr den Alkohol?
Ist hoffentlich genug Eis da?
Ich kenne da einige Bekannte, die nicht genug von diesen Häppchen mit Oliven bekommen können.*
Mackenzie und Courtney zogen die Augenbrauen hoch.
*Du hast die Uhr aber im Blick?
Wo warst du um Himmels willen bei der Planung?!*
Mackenzie lachte und schlug Justins Hand von den Weinvorräten zurück.
*Hatte zu tu ... Autsch!* gespielt verletzt schüttelte er den Kopf. Er deutete nach draußen. Es hatte inzwischen aufgehört zu regnen, was alle ein bisschen ruhiger werden ließ, denn Clay fuhr zwar sicher doch die vergangenen Monate waren nicht einfach für die jungen Erwachsenen gewesen.

Aufgrund von Missverständnissen, stritten die Freunde, mehr denn je.
Clay war Tony aus dem Weg gegangen, der wiederum war mit Verständnis auf Abstand gegangen. Es ging eine Weile gut, bis man beide aufzuheitern versuchte. Mit Erfolg!

Tony war von der Idee Feuer & Flamme, doch Clay zu überzeugen, bedurfte mehr als Überredungskunst.
Schließlich gelang es und unter einem Vorwand, bereitete der Freundeskreis eine kleine Party vor. Den skeptischen Clay rissen die Freunde mit, doch er war in keiner guten Stimmung. Doch diese Ausrede zählte nicht. Egal ob nun das Wetter mitspielte oder nicht, er musste zwangsweise erscheinen.

*Sie müssten gleich hier sein.*
Tony's Blick huschte auf sein Handy und er murmelte etwas unverständliches.


Clay strich sich sein Hemd glatt, während er sein Auto parkte, er schluckte und warf einen Blick nach hinten, wo ausgelassene Stimmung herrschte. Noch hatte er sich nicht von der Begeisterung anstecken lassen und zu viert stiegen sie dann aus, eilten über die Straße und er zog die Tür auf.

*Was ein ...* setzte er an, doch von einem mehrstimmigen:
*Da seid ihr.* taumelte er zurück und sah sich um.
Alle waren da. Cyrus und die anderen hatten sich, begleitet von Ryan's Freund sogleich hinter einem der Bowle-Krüge versammelt, und ließen sich dessen Kreationen zeigen.
Justin stahl sich davon, während sich Clay & Tony etwas unsicher gegenüberstanden.

Nach Worten suchend griff Clay nach Tony's Schulter und bugsierte diesen zu einer der Sesselgruppen.
Nachdem man neu renoviert hatte, war Platz genug für einige solcher Ecken.

Als Rückzugsort ideal und abgesondert. Doch nah an den mit Holz getäfelten Theken-Bereichen. Tony sah hinüber zu den anderen. Clay suchte den Raum ab und war fast erleichtert, um den Trouble.
*Hey ihr verpasst das beste!
Die Cocktails sind super.
Holt euch auch welche. Das lockert die Stimmung etwas.*
Justin zwinkerte und schob ihnen ein kleines Tablett zu.
Vorsichtig nahmen die beiden je eines der Gläser probierten und gaben sie weiter.
*Nicht schlecht.* sagten beide plötzlich synchron und lachten.
Da war es wieder, dieses lachen immer, wenn Clay dies hörte, ging es ihm schlagartig besser.
*Ich hole noch ...* setzte Justin an, doch Clay machte eine Handbewegung, um zu signalisieren:
*Ist okay! Danke.* Grinsend ergriff Tony Clay's Schulter und zog ihn hoch, Justin folgend.

Wie angewurzelt blieben sie in dem Raum stehen, in dem die Dutzend Ballons schwebten.
*Wusstest du hiervon?!* brachte Clay hervor und einen ungläubiger Blick nach links, schüttelte Tony den Kopf.
~Danke.~ dachte dieser und bemerkte die Flasche (Wein), welche separat an zwei Ballons, samt Karte befestigt war. ~Nicht sein ernst.~ Clay war mit einem Satz am Tisch und griff nach der Flasche, klappte die Karte auf und drehte sie Tony zu.

Gerührt verließen sie das Monet's und fuhren in Tony's Mustang zum Strand.
Die Luft war frisch und die Fenster geöffnet, die Flasche wurde entkorkt und sie genossen die Zweisamkeit, die Ruhe und nach einiger Zeit stellte Clay eine der Kassetten an. Es war keine der ihm bekannten, doch es klang gut.
*Sind das auch deine?* fragte er interessiert und streckte die Füße durch. Tony schüttelte den Kopf. *Die nicht. Aber ... Die hier ...* Er zog eine aus dem Handschuhfach hervor und tauschte sie aus.

Plötzlich beugte sich Tony vor und Clay, paralysiert und leicht angeheitert spürte er die weichen Lippen auf seinen ...
Er wich nicht zurück, ließ es einfach zu ...

Lautes klingeln der Handys riss beide auseinander.
*Verdammt.* Clay stieß sich wie so oft, den Kopf an der Lehne, doch der dumpfe Schmerz ebbte nach Sekunden ab und er schaltete das Gerät aus.

*Tony? Wir sollten ...* begann er und wurde mit einem:
* ... zurück? Eher nicht. So fahre ich nie wieder. Vor einigen Monaten hatte ich diesen Unfall. Mit einem Leihwagen und einem toten Reh! Das hat für eine Weile gereicht. Hier in der Nähe gibt es ein kleines Hotel. * erstaunlich klar und sicher sprach Tony stieg aus, sofort empfing ihn leichter Regen bedeckte seine Haare, die Jacke und Clay folgte ihm, der sofort fror.
Fürsorglich gab Tony ihm seine Jacke und der jüngere versank in dieser, lehnte sich gegen die Schulter und gemeinsam schafften sie es nicht zu durchnässt zum Hotel, welches noch freie Zimmer hatte.
Sie wurden nicht mal gefragt, man war wohl froh über zahlende Gäste und das Zimmer war ganz nett, als sie sich auf das Bett sinken ließen.
Still nebeneinander liegend fühlten die beiden (Geborgenheit,) bei dem jeweils anderen.

Am nächsten Morgen wachten sie auf und stöhnten genervt auf. ~Zig Nachrichten und es war nach 10 Uhr morgens!~
Sie frühstückten jedoch in Ruhe wechselten wenige Worte zum vergangenen Abend.
Jeder war in seine Gedanken vertieft.

*Vielen Dank und wir wünschen ihnen noch einen schönen Tag.* bedankte sich das ältere Paar bei den jungen Männern nachdem sie die Rechnung gezahlt hatten und sah diesen mit einem lächeln nach.

Wochen später, war Clay's Stimmung so trüb wie das Herbstwetter.

Seid dieser Party und dem gelungenen Abend ging er Tony aus dem Weg, doch er (vermisste) ihn.
Sie hatten nie darüber gesprochen, es war so plötzlich geschehen.
Im Hotel war es dann wieder anders gewesen, sie hatten erst wieder an Tony's Mustang
über das gesprochen, was eben nicht geschehen war, doch Clay war nicht ganz bei der Sache, seine Gedanken kreisten, er war zu überrumpelt gewesen und kam sich dämlich vor. Obwohl es keinen Grund dazu gab.
Als er es Tage später nicht mehr aushielt, fuhr er samt neuen Ballons und sorgfältig zurechtgelegter Worte, zu Tony der nicht zu Hause war.
Stattdessen erhielt er die Information seiner Eltern, wieder zurück zu dem Hotel zu fahren, in welchem sie vor Wochen eingecheckt hatten.
Zwischen Nervosität und Wut gefangen, hielt er bald darauf und wurde von dem netten Paar zu dem selben Zimmer geführt.
*Danke.* Er nestelte an den Ballonschnürren und seiner Jacke herum und klopfte.
Schwach erklang Tony's Stimme, schnell trat Clay in das Zimmer und zum zweiten Mal innerhalb von Wochen taumelte er zurück, fing dann an zu lachen, ließ die Ballons los und sah sich um.

Mehr als er sie zählen konnte, schwebten oder lagen diese im Zimmer, vereinzelte Worte nicht zu entziffern, standen darauf doch dies war egal.
*Da hatten wir wohl dieselbe Idee, was?* lachend wischte sich Tony über das Gesicht und zeitgleich begannen sie zu sprechen. *Es gibt nichts zu (verzeihen). Wir hätten es so oder so nicht länger aufschieben können. *
* Dieses Gespräch ... es ist kompliziert. Noch vor Wochen war alles gut und jetzt ...* Clay hörte gar nicht mehr auf zu reden, was von Tony's Geste unterbrochen wurde.
*Hast du Angst wir überstürzen gleich alles?! Ich nicht. * schmunzelnd sah er sich im Zimmer um, schnappte sich Clay an der Schulter und ein paar Ballons, mit denen sie das Zimmer verließen und zu Tony nach Hause fuhren.

Es war ein (herzlicher) Empfang, der ihnen von Tony's Familie bereitet wurde und zu Clay's Freude hatte sich auch seine Familie eingefunden.
Es wurde zu viel geredet, gelacht und nach und nach brach das Eis.
An diesem Abend lagen sie wieder schweigend nebeneinander und wussten nicht, was ihnen die Zukunft bereithielt. In diesem Moment wussten sie nur, dass sie zusammen ein Stück (Heimat), eben ein zu Hause brauchten.
In der Vergangenheit waren sie entzweit wurden, doch dies schien hinter ihnen zu liegen.
Tony fuhr Clay durch das zerstrubbelte Haar.
*Für immer, hm?*
Das lächeln konnte er in der Dunkelheit nicht sehen, doch Clay war nie zufriedener als in diesem Moment.
*Wir haben Zeit. Nicht wahr?
Für immer.*

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