The Great Escape

OneshotHumor / P12
09.11.2019
09.11.2019
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Dies ist eine Übersetzung aus dem Englischen von TheCauldron. Das Original gibt es auf Fanfiction.net
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The Great Escape

Dean ließ sich vorsichtig auf den Sitz gegenüber des Todes nieder. Der schmerzhaft dünne Mann, auf der anderen Seite des Tisches, blickte kaum auf und nahm nur einen weiteren Bissen von seiner Pizza, wobei die Skelettfinger anmutig das silberne Besteck umschlangen.

"Ich wollte mir dir sprechen." Die Stimme des Todes war glatt und kalt und ließ Schauer über die Wirbelsäule des Menschen jagen, während er darum kämpfte, nicht durchzudrehen und abzuhauen.

"Ich muss sagen", würgte er schwach hervor
"Ich habe gemischte Gefühle. Also, ich... ist das der Teil, in dem... wo du mich tötest?"

Der Tod seufzte leicht und nahm einen weiteren Bissen.
"Du bist viel zu sehr von deiner eigenen Wichtigkeit überzeugt. Für jemanden wie mich, ist jemand wie du, na ja... denk darüber nach, wie du dich fühlen würdest, wenn ein Bakterium an deinem Tisch sitzen und anfangen würde abfällig mit dir zu reden. Dies ist ein kleiner Planet, in einem winzigen Sonnensystem, in einer Galaxie, die kaum aus ihren Windel heraus ist. Ich bin alt, Dean. Sehr alt. Ich bitte dich also, darüber nachzudenken, als wie bedeutungslos ich dich empfinde" Er legte ein Stück der Pizza vor Dean auf den Teller und machte eine nachlässige Handbewegung.
"Iss"

Er sah zu, wie Dean zitternd das Besteck aufhob, einen kleinen Bissen in seinen Mund schob und langsam kaute, selbst während er den Reiter mit kaum verborgenem Entsetzen ansah. Der Reiter wartete, bis er den Bissen hinuntergeschluckt und auf einem weiteren Bissen kaute, bevor er wieder sprach.
"Gut, nicht wahr?"

Ihr angespannter Austausch wurde von einem Teenager mit unordentlichem schwarzem Haar und verblüffend grünen Augen, die hinter der schmeichelhaftesten, runden Brille versteckt waren, die Dean jemals gesehen hatte, unterbrochen. Er hüpfte beinahe in den Raum und zu ihrem Tisch hinüber, grüne Augen huschten schnell über den erschrockenen Jäger.
Der Fremde nahm einen Stuhl vom Tisch neben sich und setzte sich zu ihnen an den Tisch.
"Ich darf mich von deinem Teller bedienen, oder?", fragte er und Dean konnte seinen britischen Akzent deutlich in der Stille des Restaurant heraushören.

Während Dean zustimmte, bemerkte er, dass der Junge von den toten Körpern, die auf fast jedem anderen Tisch im Raum zusammengesunken waren, völlig unbeeindruckt zu sein schien. Selbst der Kellnerin auf dem Boden widmete er kaum einen zweiten Blick, als er sicherstellte, dass er nicht über ihre auskühlende Leiche stolperte, während er an ihr vorbeiging.

Der Jäger hätte beinahe seine eigene Zunge verschluckt, als der Tod seinen Kopf gegenüber der neuen Gestalt respektvoll neigte. Er wollte verzweifelt fragen, wer er war, aber wenn der Tod sich vor diesem Wesen verbeugte, wollte er seine Aufmerksamkeit wirklich nicht auf sich lenken.

"Tod, wie geht es dir? Es ist Ewigkeiten her!" Der Junge lächelte fröhlich, steckte sich eifrig das große Stück Pizza in den Mund, das der Tod ihm gereicht hatte und stöhnte beinahe sexy wegen des Geschmacks.
Dean war beunruhigt, als er spürte, wie seine Hose, trotz seiner Angst in dieser Situation, ein wenig eng wurde. Nun, das war neu.

"Es ist eineinhalb Stunden her", bemerkte der Tod trocken.

Der Junge zuckte die Achseln.
"Ich war in einer Besprechung mit Buchhaltern und Anwälten. Es fühlte sich an wie eine Ewigkeit. Ehrlich gesagt, vergiss die Tränen, ich habe mich fast zu Tode gelangweilt! Ich meine, ich sollte mich sicher nicht unter falschen Vorwänden in eine Kobold-Bank schleichen und auf dem Rücken eines ihrer Sicherheitsdrachen ausbrechen, es sorgt für so viel Papierkram. Ich habe doch gesagt, dass es mir leid tut und es ist Jahre her!" Er versuchte einen Ausdruck der Empörung zu bewahren, konnte das schelmische Grinsen jedoch nicht davon abhalten, über sein Gesicht zu huschen.

Dean sah schockiert zu, als Tod tatsächlich stöhnte und sich über den Nasenrücken rieb.

Der Junge winkte träge mit der Gabel.
"Ehrlich gesagt, einige dieser alten Fossilien wollen die Dinge nur herauszögern, bis man sein Leben vor seinen Augen verblassen sieht. Hey, Tod, kann ich mir das nächste Mal deine Sense ausleihen, wenn ich zu einem ihrer Treffen muss?"

"Nein"

"Aber-"

"Absolut nicht"

"Oh, komm schon! Es ist nicht so, als würde jemand diese Leute vermissen!"

"Du störst das Gleichgewicht der Natur nicht, nur weil du nicht die Geduld hast, dich mit ein paar Menschen zu treffen." Der Junge schnaubte und sah den Tod wütend an.

"Ich bin ein Mensch, falls du das vergessen haben solltest" Der Tod warf ihm einen spöttischen Blick zu.

"Kaum, bestenfalls technisch gesehen"

Dean konnte sich nicht helfen und bewegte sich leicht auf seinem Stuhl, bevor er sich räusperte.
Unglaubliche schwarze und smaragdgrüne Augen schossen zu ihm und fixierten ihn.

"Entschuldigung", grinste der Junge fröhlich und bot Dean seine Hand an.
"Harry Potter, schön dich zu treffen"

Dean beäugte die Hand vorsichtig.
"Dean Winchester" Er wollte die angebotene Hand annehmen, hielt aber inne, bevor sie einander berührten.
"Äh..."

Harry lachte leicht und überbrückte die letzten Zentimeter um Deans Hand zu nehmen.
"Ich kann dich nicht mit meiner Berührung töten. Ich bin nicht wie der Tod."

Der Tod räusperte sich.
"Nur, weil du so stur bist. Du könntest es tun, wenn du es wirklich wolltest"

Harry zuckte die Schultern und summte zustimmend.
"Tut mir leid, dass ich euch unterbrochen habe, als ich ankam, aber ich hatte Hunger. Was ist los?"

Der Tod seufzte leicht.
"Er will meinen Ring, damit er Luzifer zurück in seinen Käfig sperren und die Apokalypse verhindern kann"

Harry beäugte Dean interessiert.
"Apokalypse, sagst du?"

Dean nickte vorsichtig.

"Ich stelle mir vor, dass das eine ziemlich große Sache ist, oder? Viel Arbeit, überwältigende Vorurteile, wenige Verbündete; eine Geschichte absoluter Unterlegenheit?"

Dean nickte erneut und fürchtete sich sichtlich davor, wohin dieses Gespräch führen würde.

"Und dieser Luzifer-Typ, das sind schlechte Nachrichten?"

Dean konnte seinen Unglauben nicht verbergen und schrie auf.
"Er ist der Teufel. Wenn er seinen Willen bekommt, wird er Michael zu einem übermenschlichen Kampf herausfordern und die Hälfte des Planeten zerstören. Es spielt keine Rolle, wer von beiden gewinnt, denn so oder so sind wir am Arsch. Keine der Seiten ist besonders angetan von der Menschheit."

Harry lächelte böse.
"Klingt lustig! Wollt ihr etwas Hilfe?"

Der Tod stellte sein Getränk mit einem dumpfen Geräusch ab.
"Meister, das könnt Ihr nicht ernst meinen!"

"Meister?", fragte Dean erstickt.

Harry grinste verlegen, zuckte die Schultern und grinste.
"Ja, ich bin der Meister des Todes. Wirklich irreführend. Ich meine, ja, du bekommst ein paar coole Sachen mit dem Titel, aber der Tod ist herrischer, als du mir glauben würdest und so eine Mutterhenne"

Der Tod wirkte ein wenig verärgert und gekränkt.
"Ich würde nicht so vorsichtig sein müssen,  wenn du auch nur die geringste Menge Selbsterhaltung bei deinen Handlungen beweisen würdest!"

"Es ist nicht meine Schuld, dass ich in völlig lächerliche Situationen gerate und dabei sterbe!"

"Sagt der, der vorhat zu gehen und die Apokalyse zu verhindern, damit er nicht an einem Treffen mit seinen Vermögensverwaltern teilnehmen muss."

"Warst du jemals bei einem dieser Treffen? Du kannst kaum mir die Schuld dafür geben!"

Der Tod seufzte resigniert.
"Wirst du wenigstens versuchen dieses Mal nicht zu sterben?"

Dean blickte verwirrt und beinahe hysterisch zwischen den beiden Männern hin und her und fragte sich, worauf er sich da eingelassen hatte, als Harry gackerte und vor Freude die Hände aneinander rieb.
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