Mephisto

von lunalinn
GeschichteDrama, Fantasy / P18 Slash
Itachi Uchiha Kisame Hoshigaki Naruto Uzumaki Sakura Haruno Sasuke Uchiha
09.11.2019
09.11.2019
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Panische Schreie hallten durch das kleine Dorf hinter den Blättern, welche inzwischen nur noch Asche waren. Wo einst mächtige Bäume mit ihren dichten Kronen und schützenden Ästen den Platz vor neugierigen Blicken abgeschirmt hatten, fanden sich nur noch verkohlte Stümpfe. Kein Stein lag mehr auf dem anderen, die aus Holz gefertigten Hütten waren niedergebrannt worden und die Erde war mit dem Blut der unzähligen Leichen getränkt. Als hätte der Teufel einen Fluch ausgesprochen, fiel das rote Licht der untergehenden Sonne auf den Unglücksort und beobachtete die schrecklichen Verbrechen, die begangen wurden. Noch immer und keiner wusste, wie lange noch.

Es waren schließlich nur noch die Frauen und Kinder, die übrig geblieben und gefangen genommen worden waren. Zusammengepfercht wie Tiere, mit verbundenen Augen und gefesselten Händen und Füßen kauerten sie am Boden, wimmerten und klagten ihr Leid dem Himmel. Einige hatten das Glück, sofort zu sterben, andere wurden gepackt, entehrt und gefoltert, bevor man sie hinrichtete. Jede halbe Stunde eine weitere und zwischendurch nahm man sich der Kinder an, wobei diese einen relativ schnellen Tod starben. Mit der Teufelsbrut hielt man sich nicht auf.

Er saß im hohlen Stamm eines halb verkohlten Baumes, lauschte den Geräuschen von außen und erahnte, was dort geschah. Sein kleines Herz pochte schnell wie das einer Maus, sein Atem ging abgehackt, doch er hielt die Hände auf den Mund gepresst, damit kein Laut entwich.
Warte hier…geh nicht raus! Ich hole deinen Bruder!
Es waren die letzten Worte seiner Mutter gewesen, denn vor wenigen Minuten hatte er ihre Schreie gehört und instinktiv wusste er, dass sie es nicht überlebt hatte. Doch wo war sein Bruder? Die Angst um das Leben des Jüngeren und um sein eigenes ließen ihn keinen klaren Gedanken fassen. Möglicherweise hatte ihre Mutter auch ihn versteckt?

Ich liebe dich. Ich liebe dich so sehr, bitte vergiss das nie!
Tränen rannen seine blassen Wangen hinab, als er an die zärtlich gesprochenen Worte dachte und der Verlust schnitt tief in seine junge Kinderseele. Immer wieder zerrissen die Schreie seiner Verwandten die Stille und er zuckte jedes Mal zusammen. Wenn sie ihn hier fanden, würden sie ihn umbringen wie die anderen Kinder. Was war nur mit seinem Bruder geschehen? Warum hatten Vater und Mutter sterben müssen? Weil sie anders waren?

Es wurde leiser, Stunden vergingen und er zitterte wie Espenlaub in seinem Versteck. Die Nacht brach herein, legte sich wie ein Schleier über das verwüstete Dorf, das einmal sein Zuhause gewesen war. Doch nun war es nur noch ein Albtraum, an den er sich nicht erinnern wollte. Leise weinend machte er sich noch kleiner als vorher und schloss die Augen, traute sich nicht, sein Versteck zu verlassen. Er würde noch den ganzen nächsten Tag dort sitzen bleiben, ehe ihn der Überlebenstrieb zwingen würde, hinauszugehen.

Und er würde sich wünschen, er wäre wie seine Familie an diesem Tag gestorben.

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Huhu,
lang ist's her...ich hatte die FF schon mal ongestellt, sie dann aber wieder gelöscht, weil sie mir im Nachhinein gar nicht mehr gefallen hat.
Ich habe nun den Großteil überarbeitet und mich entschieden, es erneut zu versuchen.
Nach wie vor liegt mir diese Story sehr am Herzen und ich hoffe, ich kann sie zu einem guten Abschluss bringen.
Ein Drittel der FF ist fertig...und um mir den Druck zu nehmen, werde ich vermutlich jeden Monat ein Kapitel veröffentlichen.
Auf den Prolog folgt gleich noch Kapitel 1, da er sehr kurz ist.
Ich würde mich freuen, wenn jemand der FF eine Chance gibt und hin und wieder einen Kommi hinterlässt. :)

PS: Die anderen FFs sind nach wie vor nicht abgebrochen, nur weil ich etwas länger brauche. ;)

LG
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