Geschichte: Fanfiction / TV-Serien / Teen Wolf / Heat

Heat

von Graceland
GeschichteRomanze / P18 Slash
Derek Hale Isaac Lahey Mieczyslaw "Stiles" Stilinksi Scott McCall
09.11.2019
15.11.2019
4
3722
8
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Hallo ihr Liebe,

ich versuche mich mal wieder in meinen alten Fandoms. Die Idee kam mir einfach und was zuerst ein kleiner OS werden sollte, ist irgendwie in eine größere Story ausgeatet. Ich hoffe, sie gefällt euch. Schreibt mir doch, wie ihr es findet.

*

Eigentlich hatte ich Scott eingeladen, um mal wieder etwas Freizeit gemeinsam zu verbringen, ohne dass wir um unser Leben rennen mussten, weil irgendein Monster hinter uns her war. Trotzdem schaffte ich es seit gut fünf Minuten nicht mehr, seinen Worten zu folgen. Auch wenn sie endlich mal nichts mit Allison oder seinem tollen neuen Rudel zu tun hatten.
Mein Körper fühlte sich seltsam an. Also noch seltsamer als sonst. Mir war heiß, obwohl draußen inzwischen Minusgrade herrschten – es war ja auch kurz vor der Vorjahreszeit, meiner Lieblingszeit des Jahres. Auch hier im Zimmer war es zwar angenehm war, aber mir war von einem auf den anderen Moment so unendlich heiß, als würde ich von innen verbrennen. Es kam aus dem Nichts. Sogar Fieber fühlte sich anders an. Mein Kopf fühlte sich ganz schummrig und benebelt an. Meine Augen begannen in ihren Höhlen zu schmerzen und ein ungewohnter Druck legte sich um meinen Kopf, als steckte ich in einem zu engen Motorradhelm, der mir das Gehirn quetschte.
Ziemlich unmöglich dann noch darauf zu hören, was mein bester Freund mir sagte. Ich wollte den Abend nicht unterbrechen, nachdem ich so lange dafür hatte kämpfen müssen, dass er überhaupt stattfand.
„Stiles?“
Natürlich konnte ich mein plötzliches Unwohlsein nicht vor meinem Werwolf-Freund verbergen. Er roch sofort in der Luft, dass es mir nicht gut ging. Er roch immer sofort, wie es mir ging, was ein ziemlich großer Eingriff in meine Privatsphäre war. Aber da fast alle meine Freunde Werwölfe waren und ständig an mir herum schnupperten, hatte ich aufgegeben, etwas dagegen zu sagen.
Ich hatte es mit Parfum und Aftershave versucht, bis Scott mir gesagt hatte, dass die Geruchswolke, die mich umgab, ihn würgen und seinen Wolf zum durchdrehen brachte, weil ich nicht mehr nach Rudel roch. Ganz zu schweigen von den anderen Wölfen, die mich immer angeknurrt hatten, als wäre ich das neuste Monster der Woche.
„Stiles?“, wiederholte Scott und legte mir einen Arm auf die Schulter. „Geht es dir nicht gut?“
Ich blinzelte und versuchte, meine Sinne auf ihn zu fokussieren. Mein Atem ging keuchend und mein ganzer Körper fühlte sich heiß und kribbelig an. Die Kleidung war unangenehm auf der Haut und engte mich ein.
Auf seine Frage hin schüttelte ich den Kopf – etwas verspätet.
„Ich geh kurz ins Bad.“
Scott half mir auf die Beine und stützte mich den kurzen Weg bis zur Zimmertür. Durch den Flur schaffte ich es allein, mich mit einer Hand an der Wand abstützend.
Ich schloss die Tür hinter mir ab und stützte mich auf dem Waschbecken ab, drehte den Hahn auf eiskalt und ließ das Wasser einen Moment über meine Handgelenke laufen, bevor ich es mir ins Gesicht spritzte. Es war nur eine geringe Befriedigung auf meiner überhitzten Haut.
Am liebsten hätte ich mir die Kleider vom Leib gerissen und mich stundenlang unter die eiskalte Dusche gestellt, auch wenn ich wusste, dass das für meinen Kreislauf nicht die angenehmste Aktivität war. Doch ich wollte Scott nicht so lange besorgt in meinem Zimmer warten lassen, oder eher auf den Flur, in den er getreten war.
Leise klopfte er an die Badezimmertür. „Stiles? Ist alles in Ordnung?“
„Es geht schon. Mach dir keine Sorgen, Scotty!“, rief ich zurück, hörte aber an meiner eigenen, rauen Stimme, dass es ganz und gar nicht in Ordnung war.
Was auch immer gerade mit mir passierte, es war nicht in Ordnung.
„Verdammte Scheiße“, fluchte ich leise, ohne daran zu denken, dass der Werwolf vor der Tür mich hören konnte.
Wieder klopfte es. „Stiles.“
„Ich bin okay!“
Ich betrachtete mich im Spiegelbild. Normalerweise würde mir ein blasses Etwas mit wuscheligen Haaren entgegenblicken. Stattdessen waren meine Wangen ungesund gerötet, meine Haare klebten mir klitschnass in meiner Stirn und meine Pupillen waren so riesig, dass man die Farbe meiner Augen nicht mehr erkennen konnte.
Erneut spritzte ich mir das kalte Wasser ins Gesicht.
„Was zur Hölle …?“, stieß ich verwundert aus, als ich dabei an mir herunter sah und den Ständer in meiner Jeans bemerkte. Der Stoff drückte unangenehm dagegen und das Bedürfnis, mir alles vom Körper zu reißen, wurde nur noch größer.
Gut, ich bin ein Mensch. Jeder Mensch hat Bedürfnisse. Ich bin ein Teenager. Die haben diese speziellen Bedürfnisse noch häufiger am Tag, was manchmal etwas lästig sein kann. Und ich bin noch nicht in den Genuss gekommen, diese Bedürfnisse jemals ansatzweise von einem anderen Menschen als mir selbst befriedigen zu lassen, was die Frustration steigert. Doch dass ich bei einem gemütlichen Filmabend mit meinem besten Freund einen verdammten Ständer bekam, das ging selbst für mich zu weit. Vor allem, weil ich keinen einzigen Gedanken gehabt hatte, der eine solche körperliche Reaktion auslösen konnte. Darüber hinaus hatte ich noch nicht einmal mitbekommen, wie es passiert war. Als hätte mein Lieblingskörperteil sich innerhalb von einer Sekunde dazu entschieden, steinhart zu werden ohne jeglichen Grund.
„Scheiße, scheiße, scheiße“, fluchte ich so leise, wie es mir möglich war, aber dennoch zu laut für den blöden Werwolf vor meiner Tür. Er sollte gefälligst aufhören zu lauschen. Wenn ich jetzt auf dem Klo wäre, würde er ja auch nicht sein Spitzohr an die Tür halten.
„Stiles? Soll ich deinen Vater holen?“
„Nein!“, schrie ich sofort hysterisch zurück und versuchte irgendwie, das Problem in meiner Hose zu beseitigen.
Doch einfach wegdrücken funktionierte hier nicht, genauso wenig wie das kalte Wasser auf meinen Armen oder irgendwelche absurden, ekelhaften, vollkommen unerotischen Gedanken, die ich mir machte.
„Stiles!“ Scott klopfte wieder.
„Verdammt, Scott, lass mich …!“ Mir versagte die Stimme, die ohnehin klang, als hätte ich mindestens zwei Stunden am Stück Kette geraucht oder auf einem Heavy Metall Konzert rumgeschrien. Das Zimmer schwankte gefährlich und meine Hände, mit denen ich mich ab Waschbecken abstützen wollte, rutschten ab. Mein Blickfeld war schon zu benebelt, sodass ich den Boden gar nicht mehr näher kommen sah.
Ich hatte das Bewusstsein verloren, noch bevor mein Kopf auf dem zum Glück weichen Badezimmerteppich aufgekommen war.
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