Mut, Glaube, Verzweifling ....und Hoffnung

von Turrani
GeschichteAbenteuer, Romanze / P12
Naruto Uzumaki Sakura Haruno Sasuke Uchiha TenTen
09.11.2019
13.12.2019
11
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09.11.2019 5.101
 
Mit schmerzendem Kopf öffnete er seine Augen, nur um dann einen völlig neue Art von Schmerz kennen zu lernen, den er diesmal aber direkt in seinen Augen spürte und wahr nahm. Das grelle Licht das von der Decke auf ihn hinab fiel, brannte in diesen so höllisch das er das Gefühl hatte, als würde man sie von ihnen heraus aus seinen Augenhöhlen heraus kochen.
Er kniff sie deshalb auch wieder fest zusammen, und versuchte sich nach und nach an diese Helligkeit zu gewöhnen, was ihm nur sehr langsam gelang, aber mit der Zeit erkannte er etwas. Nicht das es ihm einen großen Vorteil gebracht hätte, seine Umgebung haargenau sehen zu können, er wusst ja eh schon was er sehen würde, und das war nicht ermutigend.
Das selbes Zimmer seit, keine Ahnung wie viel Zeit schon vergangen ist seit dieser schmierige Orochimaru-Verschnitt sie beide gefangen nehmen konnte, und es war seiner Meinung nach ja auch egal.

Jeden weiteren Tag den er hier verbringen musste, war schon ein weiterer zuviel in seinen Augen, nur zu gerne, würde er seine Ketten sprengen und diesem Kerl an die Gurgel gehen. Er würde seine Hände zu Fäusten ballen, ihm immer wieder in seine Visage schlagen, ihm seine perfekten Zähne aus der Kauleiste prügeln, bis kein einziger mehr übrig war. Doch für den Augenblick jedoch, musste er sich damit begnügen diese Pläne vorerst in seiner Fantasie zu spinnen und auszumalen, bis zu dem Tag an dem er frei sein würde.
Und wenn dieser kommt, wird sich diese kleine Ratte wünschen, das der Samen der ihn hervor brachte, besser nie aus dem Sack seines Erzeugers hervor gekrochen wäre, das schwor er sich. Das klappern eines Schlüssels weckte seine Aufmerksamkeit, er versuchte seinen Kopf so weit zu drehen, das er die Tür sehen konnte, was ihm aber nicht wirklich gelang.

Auch das zerren an seinen Fesseln brachte nichts, körperlich war er gerade zu geschwächt um überhaupt etwas ausrichten zu können, noch aber das würde sie womöglich bald ändern.
Was sein Gastgeber nämlich nicht wusste und auch nicht ahnte war, das er eine Möglichkeit gefunden zu haben schien, mit der er seine Sicherheitsmaßnahmen bald aushebeln könnte. Das hinderlichste daran war nur, das dieses Gift das er tagtäglich verabreicht bekam, ihn in seinen Handlungen dabei am stärksten einengte, weil es Kurama stark schwächte. Das verzögerte seinen Plan den er sich ausdachte, aber solange er auch keinen Weg fand, diese Fuin zu brechen die man ihm auferlegte, würde die Flucht eh nicht gelingen.
An diesem kleinen Detail scheiterte im Augenblick noch alles, aber er hatte zumindest schon mal eine Idee, und eine Idee war schon mal besser als auf seine Rettung ewig zu warten.

Den eines hatte er in der letzten Zeit auf die harte weise gelernt, das für ihn und Sasuke keine Rettung kommen wird, sie mussten sich mal wieder selbst helfen, soviel stand schon mal fest.
Das quietschen der Tür störte seine Gedanken, als diese aufgeschoben wurde und er in den Raum trat, schon in der Sekunde in der er ihn spüren konnte, wurde ihm wirklich sofort speiübel. Er war schon vielen Menschen mit einem üblem Chakra begegnet, aber das seine roch so stark nach Tod und Mordlust, das er seine gesamten Mageninhalt auskotzen könnte.
"Guten Morgen Kumpel, wie geht es dir den heute, glaubst du du fühlst dich heute ein wenig gesprächiger als Gestern?" allein der Klang seiner Stimme, ließ ihm die Nackenhaare zu Berge stehen. Alles an ihm erzeugte einen Ekel in ihm, den er nur mit Mühe und Not vor ihm verbergen konnte, um sich diese Schwäche nicht anmerken zu lassen, nicht vor ihm.

Sein ekelhaftes Gesicht schob sich in sein Blickfeld, ein Gesicht das dem von Orochimaru nur zu ähnlich sah, sich dann aber doch in ein paar Kleinigkeiten unterschied und anders wirkte. Zum Beispiel das sein Kinn ein wenig runder wirkte, seine Nase etwas kürzer war, oder seinen Augen das Geld der Schlangenaugen von ihm fehlte, und er sein Haar kürzer trug.
Fast schon könnte er glauben, das diese Kerl sein verdorbener Sohn sein könnte, der sich nicht wie sein Vater wieder dem rechten Weg zu gewand hat, sondern lieber in den Schatten blieb.
Ja, dieser Widerling hatte viel zu viele Eigenschaften des alten Orochimaru, wen er es hier heraus schaffen würde, müsster er der alten Schlange unbedingt mal einen besucht abstatten. Viel erhoffte er sich nicht, von dem Gespräch das dann folgen würde, aber vielleicht würde er doch die eine oder andere lohnenswerte Antwort bekommen, einen Versuch war es wert.

Ihn weiterhin im Auge behaltend, jeden seiner Schritte verfolgend, mit dem er auf einen langen Metalltisch links an der Wand von ihm zu schritt, reifte der Gedanke an Flucht immer weiter. Oh ja er würde hier raus kommen, und wen es das letzte wäre was er jemals wieder zustande bringen würde, abgesehen von der Tatsache das er diese Ratte töten wird.
"Na ja, das ist immer so ne Sache bei mir mit den Antworten geben, an manchen Tagen, beantworte ich einem Freund gern mal die ein oder andere Frage, aber bei dir verspüre ich diesen Drang nicht. Liegt vielleicht an deiner hässlichen Visage Kumpel, wen du mal deinen Schädel ein paar mal gegen die Wand neben dir donnerst, macht es das vielleicht etwas besser.
Obwohl, wen ich es mir recht überlege, verspüre ich mehr das verlangen danach irgendwelchen Quatsch vor mich hin zu reden, und dir damit mehr als nur gewaltig auf den Zeiger zu gehen".

"Dann sind jetzt aber echt verletzende Wort von dir Uzumaki, und ich dachte nach all der Zeit, wären wir uns etwas näher gekommen", ein silbrig glänzende Klinge schob sich in sein Sichtfeld. Kurz darauf verspürte er einen steckenden Schmerz, als er die Klinge getränkt in  ätzendem Gift zwischen seine Rippen schob, und sehr tief in seine Haut schnitt. Naruto konnte dies deutlich spüren, und er spürte auch wie das Gift seine Zellen zersetzte und für eine schwäre Verätzung sorgte, und für den Geruch von verbranntem Fleisch.
Fest die Zähne zusammenbeißend ertrug er diesen Schmerz, und versuchte nicht gleich zu Beginn der Folter Ohnmächtig zu werden, da er keine Schwäche zeigen wollte, nicht jetzt. Außerdem war es für ihn befriedigender, zuzusehen wie er sich mit allem Eifer abmühte um etwas aus ihm heraus zu bekommen, und damit doch zu scheitern, wie an jedem anderen Tag.

Zu seinem Pech funktionierte ja auch noch seine Selbstheilung, den egal wie sehr er Kurama in ihm unterdrückte, diese Fähigkeit konnte er ihm nicht nehmen, egal welche Mittel er auch an wand. Während sein Foltermeister beobachtete, wie sich die Wunde wieder schloss die er ihm zufügte, legte er nebenbei auch sein Instrument beiseite, nur um sich das nächste zu nehmen.
"Ihr Uzumakis seid wirklich ein bewundernswerter Clan, ein jedem einzelnen von euch ist ein unglaubliches Chakra gegeben, das euch zu wirklich sehr unglaublichen Dingen befähigt. Du zum Beispiel, bist wohl der bislang einzigste von deiner gesamten Sippe, dem es wirklich nichts auszumachen scheint, das Chakra des Kyuubi durch dich hindurch fließen zu lassen. Und ganz nebenbei, scheint es dir auch noch eine beachtliche Selbstheilung zu verleihen, das ist wirklich erstaunlich, selbst für jemanden aus deinem Clan Naruto, wirklich".

Mit einem Skalpell bewaffnet, und einer Zange noch dazu, trat er näher an den Tisch heran und blickte auf ihn hinab, mit einem Lächeln das selbst Orochimaru nicht gruseliger hinkriegen würde.
"Das einzige Pech daran ist nur, das dich das bei einer Folter zu einem echt willkommenen Opfer macht, da du nicht so schnell umkippst wie andere, die ständig Ohnmächtig werden dabei".
"Dann nur zu, tu dir keinen Zwang an, foltere mich solange du Lust und Laune dazu verspürst, zerschneide mich so oft wie du willst und setzt mich neu zusammen, von mir erfährst du nichts. Du glaubst wirklich du könntest mich brechen? das haben auch schon andere und weitaus bessere als du versucht, sie sind alle gescheitert, du wirst von mir keine Antworten bekommen".
"Große Worte, aber ich hab alle Zeit der Welt, ich bekomme was ich haben will, egal wie lange es auch immer dauern wird" erwiderte die Ratte nur gehässig, und schnitt tief in sein Fleisch hinein.




Schwitzend, und fast mit einem Schrei auf seinen Lippen, schoss er in die Höhe und richtete sich abrupt auf, als er endlich aus seinem Alptraum der ihn heimgesucht hat erwachte. Obwohl, eigentlich war es ja kein Alptraum sondern eine Erinnerung, eine die er nur zu gern los werden und sie vergessen würde, würde aber sicher ein paar Jahrzehnte dauern.
Das was er erlebt hat, die Folter die er Tag für Tag über sich ergehen lassen musste, hatte sich so tief in sein verdammtes Gedächtnis gebrannt, das er sie wohl niemals wieder loswerden würde. Er schwor sich erneut, während er sich den Schweiß von seiner Stirn mit der rechten Hand wischte, diesen Mistkerl komplett auszuradieren, ihn von dieser Erde zu tilgen.
"Schlecht geträumt?" die Stimme seines Freundes, der direkt neben dem Eingang des kleinen Erdloches saß, das sie für diese Nacht als Versteck nutzten riss ihn aus seinen Gedanken.

Naruto blickte in Sasukes dunkle Augen, und dieser eine Blick verriet ihm, das er ebenso wenig geschlafen hat wie er selbst, was er an  seinen markanten Augenringen deutlich sehen konnte. Er war wohl nicht der einzige, dem erholsamer Schlaf verwehrt wurde, etwas das ihn nicht wunderte nach dem was sie durchmachen mussten in letzter Zeit. Er hatte ja nicht einmal ein Gefühl dafür, wie langer er sie in diesem Drecksloch gefangen gehalten hat, nur das es zu lange war, Jahre waren es mit Sicherheit gewesen.
Den Zorn und die Wut die er jetzt verspürte, würde er in dem Moment freien lauf lassen, in dem er wieder zu alter Stärke gefunden hat und diese Made endgültig zerquetschen würde. Diesen Wunsch nach Rache, war einer den er auch in Sasukes Augen sehen konnte, und dieses mal konnte er ihm das nicht verübeln, weil er sich genau so fühlte wie er.

"Während du geschlafen hast Dobe, hab ich versucht etwas essbares für uns aufzutreiben damit wir uns stärken können, ist zwar nicht viel aber na ja, drei Hasen sind wohl besser als keiner".
Mit dieser Aussage hielt er seine Beute hoch, die er bis eben noch gehäutet und ausgenommen hat, um sie ihm zu präsentieren, bevor er sich wieder an seine Arbeit setzte und weiter machte. Damit er sich nicht völlig nutzlos vorkam, und auch um sich etwas abzulenken für einen Augenblick, griff er in die Tasche die sie ihren letzten Opfern abgenommen haben.
Zu seinem Glück fand er wonach er suchte, eine Karte in der ein bestimmtes Gebiet Rot eingekreist war, seine linke Augenbraue glitt bei dieser Entdeckung in beachtliche Höhe. Kein Wunder das Konoha sie nicht finden konnte, laut dieser waren sie ja auch viel zu weit von ihrer letzten bekannten Position entfernt, mehr als Zweitausend Kilometer.

"Hey sieh dir das mal", Naruto trat mit de Karte in der Hand näher an Sasuke heran, reichte sie ihm damit er einen Blick auf diese werfen konnte, und er wirkte ebenfalls mehr als überrascht.
"Das kann doch nicht wahr sein, dieser Scheißkerl hat uns ja mal richtig verladen und an der Nase herum geführt, wen diese Mission auf die wir geschickt wurden eine Falle war, dann eine..."
"...auf die er sich mehr als nur Monatelang vorbereitet haben muss, diese Mistratte hat sich dort niedergelassen, wo man uns so schnell niemals vermuten wird, am äußersten Zipfel von Cha no Kuni. Das macht es uns aber umso schwerer zurück nach Konoha zu gelangen, die Grenze ist bestimmt so dicht wie Tsunade an einem Abend mit Frei-Sake" entgegnete Naruto.
"Wir könnten es über die Küste versuchen, wir schlagen uns bis zum Strand links von uns durch, halten uns Tagsüber ein wenig bedeckt und wandern nur Nachts weiter, wäre eine Möglichkeit".

"Könnte wir versuchen, wen ich vielleicht genug Chakra zusammen kriege um meine vertrauten Geister zu beschwören, könnten sie uns den entscheiden Vorteil bringen, wen wir es zur Küste schaffen".
"Eine andere Wahl bleibt uns nicht, entweder das oder wir stellen uns ihnen im Kampf, und darauf bin ich gerade nicht scharf, erst recht nicht ohne unser Chakra, wir müssen es versuchen".
"Solange es mir nicht gelingt deine Fuin zu brechen, wird das auch unsere einzige Chance bleiben Teme, ohne dein Chakra bist du nicht gerade eine wirklich große Hilfe, so ungern ich das auch sage".
"Nein tust du nicht" entgegnete Sasuke was Naruto kurz grinsen ließ, immerhin hatten sie jetzt so etwas wie einen Plan, sogar einer der sie aus ihrer brenzligen Lage womöglich retten könnte. So oder so, sie würden es wieder nach Konohagakure zurück schaffen, ganz egal wie lange es auch dauern sollte, und dann würde sie sich auf ihre Rache vorbereiten, gemeinsam.




Zur selben Zeit, einige Kilometer entfernt:

Während sie dem zwitschern der Vögel lauschte, das an diesem Morgen als einziges die Stille durchbrach, behielt sie das Unterholz des Waldes, und dessen tiefen Schatten im Auge. Noch lag ja alles friedlich vor ihr, aber dennoch war sie auf der Hut, während sie über das ein oder andere Wort von Gestern nachdachte, vor allem über die von Neji.
Ihr gefiel der Gedanke nicht, das sie nicht die einzigen hier draußen waren, vor allem weil ihnen zu beginn der Mission versichert wurde, das es hier draußen wirklich keine Feinde geben würde.
Weder Konoha, noch Suna oder Kirigakure war bekannt, ob es in diesem Land feindliche Gruppierungen gab, die den Fünf Großmächten feindlich gegenüber standen, absolut keine. Über das Reicht des Tees war sowieso nur sehr sehr wenig bekannt, man wusste weder ob es über ausgebildete Shinobis verfügte, oder überhaupt unter der Herrschaft eines Lords stand.

Die ganze Sache roch für sie nach Falle, egal wie sie es auch drehte oder wendete, alles was sie bis jetzt heraus gefunden haben, kam ihr mehr als nur sehr suspekt vor, in jeder Hinsicht. Zuerst einmal war da die Tatsache, dass die erste brauchbare Spur von Naruto und Sasuke, die seit sieben Jahren spurlos verschwunden sind, ausgerechnet hierher führt.
Dieses Land wurde zwar nur selten durchquert, und nicht viele Missionen führten Shinobi in diese Gegend, Kakashi hatte sein Ziel mehr aus Zufall bis hierher verfolgt, und an der Küste gestellt. Und während er den gesuchten Nuke-Nin nach Kirigakure brachte, weil sie ihn lebend vor Gericht stellen wollten wegen seiner taten, war er auf eine Fährte gestoßen.
Ihren Geruch kannte er besser als jeder andere, er verfolgte diese so weit er konnte bis er sie wieder verlor, aber etwas sagte ihm, das dieses Land mal genau untersucht werden sollte.

Keine drei Tage später, wurden sie und ihr Team nachdem seine Nachricht in Konoha ankam auch schon auf ihre Mission geschickt, um diesem Hinweis nachzugehen. Sie hoffte zusehr das es zu etwas führen wird, zu irgendetwas auch wen die Chance darauf ihn zu finden noch so gering war, so würde sie jeden Stein umdrehen um ihr Ziel zu erreichen. Ein Rascheln in einem Gebüsch vor ihr, weckte jedoch in diesem Moment ihre Aufmerksamkeit, misstrauisch blickte sie sich um, griff nach dem Schwert das neben ihr lag.
Als aber nur eine Hirschkuh und ihr junges hinaus auf die kleine Lichtung sprangen, entspannte sie sich sofort wieder, der Anblick dieser beiden erinnerte sie daran, was Zuhause auf sie wartete. Und alleine der Gedanke daran sorgte auch dafür, das Tenten sich wieder ihre eigenen Erinnerungen an damals vor Augen führte, und wie alles seinen Anfang nahm.




Einige Jahe zuvor:

Sich mit einem Handtuch bewaffnet die Haare trocken rubelnd, um die letzten spuren des kalten Regens draußen los zu werden, besah sie sich auch ganz nebenbei das Haus in dem sie stand. Das Wohnzimmer wirkte auf sie schon mal sehr gemütlich und bequem, es war modern aber eher schlicht eingerichtet, und dennoch strahlte es eine gewisse wärme aus.
Vor dem Kamin den sie im Rücken hatte, und in dem ein Feuer vor sich hin brannte, stand eine einfaches braunes langes Sofa, vor dem ein dazu passender Couchtisch stand. Das Holz aus dem er gemacht war wirkte dunkel, wurde aber anscheinen hell gebeizt, um farblich dem Sofa angepasst zu werden, und war damit ein Teil der Garnitur selbst. Ein Sessel stand rechts von ihr, und daneben ein Hocker auf dem ein Buch lag, ein lächeln zierte ihre Lippen als sie den Titel las, da es sich um das erste Buch von Jiraiya handelte.

In diesem hat er seine eigene Story niedergeschrieben, seine Erlebnisse als Shinobi, die er verpackt in einer Geschichte um einen jungen Mann wiedergab, und die Hoffnung erzeugen sollte. Dieses Buch war nur wenigen in ganz Konoha überhaupt bekannt, für Naruto war es mehr als nur eine gute Fabel aus Jiraiyas Feder, es war für ihn ein Leitfaden für sein Leben.
Nicht nur weil er dem Helden der Geschichte seinen Namen verdankte, oder weil Jiraiya einst auch sein Meister war, und auch nebenbei der Meister seines eigenen Vaters davor, oh nein.
Es war für ihn mehr als nur ein Buch, es war das versprechen eines Mannes, der die Welt auf seine Weise zu verändern versuchte, und niemals aufgab egal wie viele Niederlage er erlitt. Jiraiya war ebenso unbeugsam seinen eigenen Weg gegangen wie er auch, er wich nie auch nur einen einzigen Schritt zurück, egal wie Aussichtslos die Lage auch schien.

Das war eine Eigenschaft an ihm die sie wirklich bewunderte, Naruto folgte konsequent seinem eigenen Nindo, ganz egal was auch auf ihn zukommt, er stellt sich jeder Herausforderung. Und wo sie gerade an ihn dachte, fragte sie sich wo er so lange blieb, zum Umziehen braucht doch nicht einmal ein Mann wie er so lange, wo zum Teufel steckte er also.
"Naruto?" auf ihren Ruf hin bekam sie keine Antwort, ein klein wenig misstrauisch begann sie damit nach ihm zu suchen, schritt auf den Flur zu, der sich rechts von ihr befand. Mucksmäuschenstill horchte sie in diesen hinein, und hoffte darauf irgendein Lebenszeichen von ihrem Gastgeber zu hören, aber im Flur war es genau so still wie überall im Haus.
"Naruto?" auch ihr zweiter Ruf blieb bislang unbeantwortet, und leider wusste sie ja auch nicht wo sich die Küche befand, in der er sich ja womöglich aufhalten könnte um Tee zu kochen.

Sie schritt den Flur entlang, bog um die rechte Ecke und erblickte einen weiteren Flur vor, und blies sich nebenbei eine Haarsträhne aus dem Gesicht, die ihr vor die Augen fiel. Brachte ja alles nichts, noch einmal nach ihm zu rufen würde sicher auch zu keiner Antwort von ihm führen, allerdings bemerkte sie eine Sekunde später Licht hinter einer Tür. Es war eine einfache Schiebetür links von ihr, bespannt mir Papier wie es sie in vielen traditionellen Häusern in ganz Konoha gab, vielleicht führte diese in die Küche?
Langsam schritt sie auf diese zu, und schob die linke von diesen auf um hinein sehen zu könne, was sie dann erblickte, hätte sie nicht erwartet im nächsten Augenblick, nicht in diesem Haus. Vor ihr erstreckte sich eine etwas Fünf Meter, und an die zwanzig mal zwanzig Meter breite Halle, ein Dojo um genauer zu sein, sein eigener Dojo in seinem eigenen Reich.

Und mitten drin in dieser Hall stand er, gekleidet in eine einfache Hakama-Hose und einem weißen T-Shirt, in seinen Händen hielt er  je einen schwarz lackierte Bo-Stäbe, von denen er ihr einen zuwarf er.
Ein wenig perplex fing sie diesen gekonnt auf, nur ihm und dann genau zu mustern, und das spitzbübische Grinsen auf seinen Lippen zu erblicken, das ihn schon immer ausgezeichnet hat. Er winkte sie mit seiner nun freien Hand zu sich herein, und ließ dabei seinen eigenen Stab provozieren in der anderen herum kreisen, während er seitlich in einem Bogen um sie herum ging.
"Wollten wir nicht eigentlich reden, bei einer Tasse Tee wie du es vor kurzem vorgeschlagen hast?"
"Um ehrlich zu sein, wollte ich das auch, ich war schon auf dem Weg in die Küche, als mir dann ein besserer Gedanke gekommen ist, um dich von deinem jetzigen Gemütszustand abzulenken. Ich dachte mir, das wir eine andere Form der Therapie ausprobieren könnten, eine die deinen Geschmack wohl eher trift, als Tee zu trinken und dabei einfach zu reden" erwiderte er.

Er blieb wieder vor ihr stehen, nachdem er einen Halbkreis um sie herum gezogen hat, und nun zwischen Tenten und der Tür stand, zu der sie eben erst herein kam in seine Trainingshalle.
"Greif mich an Tenten, mit all deinem Zorn und der Wut die du auf diesen aufgeblasenen Kerl in dir hast, du brauchst dich nicht zurück zu halten, was immer du auch austeilst, ich kann es einstecken".
"Bist du dir sicher das du das wirklich willst, du weißt das ich im Umgang mit Waffen unschlagbar bin Naruto, ich werde dir bestimmt ein paar nette kräftige blaue Flecken berpassen, ganz sicher".
"Wie wäre es dann mit einem kleinen Einsatz, wenn es dir gelingen sollte mich nur einmal wirklich hart zu treffen, hast du einen Wunsch bei mir frei, egal was es es sein sollte, wie klingt das".
"Und was wen ich von dir verlange, das du deine nächste Mission bei Tsunade in einem Damenkleid abholst, das ich für dich aussuchen werde, würdest du das dann auch tun Naruto?"

"Wen es dein Wunsch ist werde ich es machen, du weißt das ich immer zu meinem Wort steh, auch wen es mich in diesem Fall für eine ganze weile dann zum Gespött des Dorfes macht".
Eine Sekunde lang dachte sie über sein Angebot, und seinen Vorschlag nach, biss nachdenklich auf ihren Lippen herum, und pfiff dann darauf was er sich damit selbst antat. Sie ließ ihren Stab fallen, griff nach dem Haarband das sie an ihrem rechten Handgelenk trug, um ihr langes braunes Haar zu einem straffen Knoten hoch zu binden. Im Anschluss daran, machte sie einen Knoten in sein T-Shirt das sie trug, und ihr eh zu lang war, bevor sie auch die beiden Enden ihrer Hosenbeine hochkrempelte.
Im nächsten Moment nahm sie ihren Stab wieder auf, und griff umgehend an, geradeheraus rannte sie auf ihn zu, und verschwand dann nur um im nächsten Augenblick hinter ihm aufzutauchen.

Blitzschnell wirbelte er herum und parierte ihren ersten Schlag, drängte sie zurück und holte zum Konter aus, doch sie wich mit ein paar Flick-Flacks nach hinten gekonnt aus. Sie stürmte erneut auf ihn los, legte in ihren nächsten Hieb eine menge Kraft hinein, und er hielt dagegen als wäre es nichts, was sie auch nicht wirklich verwunderlich fand.
Dieser Mann war ein reine Kampfmaschine, schon das ein oder andere mal hat sie ihn bei einer seiner Trainigseinheiten beobachtet, und kam nicht umhin zu bemerken wie muskulös er war.
Er hatte mehr Muskeln als sie ihm ehrlich gesagt zugestanden hat, unter seiner normalen Shinobi-Kleidung sah man sie nicht genau, nur wen er in einem engen T-Shirt trainierte erkannte man sie. Er war so kräftig gebaut wie Neji, wahrscheinlich war er ihm sogar, wen es um reine körperliche Kraft, ging eher etwas überlegen und dafür trainierte er wie ein irrer, das wusste sie.

Wen sie ehrlich war, grenzten seine Methoden in ihren Augen an reinen Wahnsinn, wen sie daran dachte, das er sich mal alleine gegen mehrere Hundert seiner Klone zu wehr setzte. Das Spektakel war sehr amüsant anzusehen, und es erstaunte sie auch immer wieder wie er es schaffte, so viele Doppelgänger von sich zu erstellen als sei es ein Kinderspiel.
Eine Erklärung dafür in ihren Augen war der Fuchs in ihm, aber irgendwann mal hat sie von Sakura selbst erfahren, das er nicht wirklich auf das Chakra von seinem Biju angewiesen war. Und als sie das aus ihrem Mund hörte, war sie echt mehr als nur stark Beeindruckt das er das mit seinem eigene hin bekam, Uzumakis waren nun mal echt von besonderem Schlag. Diese Erkenntnis bekam sie nun wieder zu spüren, als sie seinen nächsten Hieb abwehrte, der den Stab in ihren Händen fast schon vibrieren ließ in diesem Moment.

Sie wich ein paar schritte zurück und ging auf Abstand, alleine bei diesem kleinen Schlagabtausch fiel ihr auf, das er an seinem Umgang mit Waffen wohl ebenfalls etwas gearbeitet hat.
Er parierte und ging zu einem Konter im selben Atemzug über, sie hatte damit gerechnet, ihm nach nur drei Angriffen zu treffen, aber so wie es aussieht, würde es nicht ganz so leicht werden. Und wen sie ehrlich zu sich selbst sein sollte, war es ihr sogar noch recht, dann würde der Kampf wenigstens zu einer Herausforderung werden der sie sich gern stellte.
"Du hast an deinem Können und deinem Geschick mit Waffen gearbeitet, ich muss sagen in bin ein wenig überrascht, und auch erfreut über deine Fortschritte dabei, Respekt Naruto. Ich dachte schon für einen Augenblick, das es zu einfach für mich werden würde dich zu treffen, aber so wie es aussieht wirst du des mir doch nicht ganz so einfach machen".

"Danke für das Kompliment, wen es von dir kommt hat es wenigstens was zu bedeuten" entgegnete er und griff sie an, sie lief ihm dabei  auch noch entgegen, und warf sich gegen ihn. Sie hielten mit enormer Kraft dagegen, als ihre Stäbe mit Wucht aufeinander trafen, das sie für einen Moment in die Augen ihres gegenüber blickten, und Ehrgeiz in diesen sahen.
Der ihre war es, ihm zu zeigen das sie im Kampf mit Ninja-Waffen immer noch die bessere war, der seine war es, es ihr nicht so leicht zu machen wie sie sich das ganze vorgestellt hat.
Das daraufhin ein erbittertes Duell zwischen ihnen entbrannte, bei dem keiner dem anderen etwas schenkte, war etwas das ihnen beide sogar recht war, sonst macht die Sache ja keinen Spaß. Und wenn sie noch etwas zugeben müsste, dann, das dieser Kampf ihr wirklich Spaß machte, und das er wirklich zu einem beachtlichen Herausforderer geworden ist.

Zumindest bis zu dem Moment, an dem sie sich einfach völlig außer Atem auf ihren Hosenboden setzte, ihren Stab beiseite warf und vor ihm kampitulierte, und damit endgültig aufgab. Er nahm das gelassen hin, und auch wen er im Gegensatz zu ihr noch fast Topfit aussah, kam sie nicht umhin zu bemerken, das auch seine Atmung ein klein wenig schneller ging.
Das allein schon trieb ihr ein Lächeln auf ihre Lippen, er war zwar die erste wirklich harte Nuss seit langem die sie nicht knacken konnte, aber es erfreut sie das sie ihn auch etwas gescheucht hat.
"In einem Punkt muss ich dir wirklich recht geben Naruto, das hier war weitaus befriedigender, als draußen auf dem Trainigsgelände auf einen wehrlose Dummy einzuschlagen, danke dafür".
"Gern geschehen, und wen du willst darfst du jederzeit für eine Revanche hier vorbei kommen, ich steh dir für einen weiteren Tanz gern erneut zur Verfügung Tenten, egal an welchen Tag zu jeder Stunde".

"Revanche? du glaubst alles ernstes, nur weil ich aufgebe das du gewonnen hast?" sie sprang so schnell auf und stand vor ihm, das ein normaler Mensch ihren Bewegungen kaum hätte folgen können.
"Ich sag dir mal was Naruto Uzumaki, du hast keineswegs gewonnen, wen dann war dies hier eher ein Unentschieden, da ich dich nicht treffen und du mich nicht zu Boden geschickt hast. Und noch etwas sag ich dir" warf sei ihm nun entgegen, unterbrach sich dabei kurz selbst, um ihrem linken Zeigefinger gegen seine Brust zu stoßen und ihn rückwärts zu treiben.
"Du wirst mich hier jeden Abend zu Gesicht bekommen, weil ich jeden Tag herkommen werden um dir eine Lektion zu erteilen, du wirst derjenige sein, der den Arsch mal so richtig versohlt kriegt. Du wirst dir noch wünschen Freundchen, das du deinen letzten Satz besser niemals ausgesprochen hättest, das schwöre ich dir" fügte sie noch hinzu, wand sich um und ging.




Wen sie jetzt mal kurz ehrlich zu sich selbst war, hat sie ihn bis heute nicht einmal wirklich besiegen können, und wen es mal doch nach einem Sieg für sie aussah, stellte sich das doch als falsch heraus.
Nicht einmal hat sie ihn in den darauf folgenden drei Jahren besiegen können, und mittlerweile war das auch für sie eher nebensächlich, wen sie daran dachte was aus ihnen wurde. Ihre Beziehung zueinander, war schon längst über Freundschaft hinaus, und sie bereute es auch nicht eine Sekunde lang, sich auf ihn eingelassen zu haben, nicht für eine Sekunde.
An seiner Seite, war sie ein weile lang glücklicher gewesen als jemals zuvor in ihrem Leben, mittlerweile kannte er sie besser als Neji und sie ihn besser als Sakura, oder gar Sasuke. Sie wussten alles voneinander, weil sie keine Geheimnisse mehr voreinander hatten, weil sie keinen Grund mehr hatten, etwas vor dem anderen zu verstecken oder gar zu verheimlichen.

Sie ließen ihren gegenüber Bedingungslos in ihr Herz blicken, und offenbartem auch nur ihm ihre ganze Seele, all ihre Wünsche und auch all ihre Ängste, weil sie einander so sehr liebten.
Sie waren zwei Teile eines ganzen das zusammen gehörte, sie waren die zwei Seiten von ein und derselben Münze, und es gäbe nichts was daran etwas ändern könnte. Kami-Sama selbst hat sie zusammen geführt, und was sie zusammen bringt, sollte nie wieder getrennt werden was ihn dazu brachte, ihr kurz vor seiner letzten Mission ein Versprechen zu geben. Ein Versprechen das an den Ring gebunden war, den sie an einer Silberkette um ihren Hals trug seit diesem Tag, und ihn seither auch nicht einmal jemals abgelegt hat.
Und ebenso wie sein letztes Versprechen, hatte sie auch ihren eigenen Schwur an diesen gebunden, das sie auch wirklich niemals damit aufhören würde nach ihm zu suchen, niemals.

Sie könnte auch gar nicht damit aufhören, selbst wen es ihr jeder raten würde, endlich los zu lassen und nach vorne zu blicken, würde sie dies nicht wirklich jemals in betracht ziehen. Ihre Welt stand und fiel mit ihm, er war ihre Sonne geworden, und der Grund warum sie überhaupt noch Morgens aufstand, und sich ihre Hoffnung bis jetzt bewahrt hat. Naruto war ihr ein und alles, seine Liebe hat sie in den letzten Jahren stärker gemacht, und diese Liebe ließ sie auch noch immer daran glauben das er noch lebt.
"Wo immer du auch bist, welche Hindernisse sich mir auch immer in den Weg stellen werden, ich werde sie überwinden und dich finden, ich schwöre es dir, ich werde dich finden Naruto". Diese Worte kamen zwar nur geflüstert über Tentens Lippen, aber sie blieben deshalb nicht wirklich ungehört, weil Sakuras scharfem Gehör nie wirklich etwas wichtiges entging, niemals.