Das Muschelmagazin berichtet

Chat/Interview/QuizHumor, Parodie / P12
Fili Kili OC (Own Character) Thorin Eichenschild
07.11.2019
07.11.2019
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Autor: Muschelschnecke

Rating: P12

Klassifikation: AU, Crossover, OOC, OneShot Sammlung, POV, PWP, SelfInsert, Romantic

Disclaimer: Alle genannten Charaktere, außer unserer OwnCharakters und unser Selbst, sind geistiges Eigentum von J.R.R Tolkien und/ oder Peter Jackson, wofür ich ihnen auf ewig meinen Dank schulde.

Zusammenfassung: Eine Zusammenstellung verschiedener Interviews und Artikel die in der sehr beliebten auenländischen Zeitschrift „Muschelschnecke Aktuell“ veröffentlich wurden. Wenig Sinn, viel Verstand … oder eher umgekehrt.

Eine gnadenlose Parodie auf Thorin und Co., unseren selbst erschaffenen Charakteren und allem, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Bemerkung: Lesen auf eigene Gefahr (siehe Warnung).

Warnung: Humorvoller Schwachsinn zweier verrückter Autorinnen oder „Das kommt dabei raus, wenn sich zwei zusammensetzen“

***
Vorwort

Sehr geehrte Leserschaft,

wir, das sind einmal die Soleira (zum Profil) und das MilchMaedchen (zum Profil), haben unsere verrückten Ideen zusammengeworfen, um Thorin und Co. einmal von den Untaten, die wir ihnen in unseren Geschichten antun, ein wenig zu erlösen und ihnen diese auf andere Art und Weise, nämlich in Form von gnadenlosem „Durch den heißen Kakao ziehen“, anzuhängen.

Wir greifen dabei Situationen, Orte, Begebenheiten und Personen aus unseren FanFictions auf … und reiten auf diesen herum. So lange, bis uns jemand zu stoppen versucht. Mal schauen, ob das nun Dwalins Äxte, Thorins Wut und Verbannung, Thranduils Kerker, Filis und Kilis heimtückische Streiche oder Gandalfs mächtige Bannsprüche sind. Wir lassen uns überraschen.

Als special Guests mit dabei (aktualisiert: 07.11.2019):

Farja, das Blut von Mittelerde, aus den gleichnamigen Romanen von Soleira. Aktuelle (noch) verlobte von Fili.

Bil, die Kleine Hobbitfrau, ebenfalls aus dem gleichnamigen Roman von MilchMaedchen. Königin unter dem Berge.

Kritik, Anregung, Schelte, Morddrohungen, Heiratsanträge, usw. sind immer gerne in den Reviews gesehen.

Ganz liebe Grüße,

Soleira und MilchMaedchen

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„Muschelschnecke Aktuell“; Ausgabe 11/2019 D.Z.

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Wirtschaft

Thorin und Schwestersohn
Die
Erfolgsgeschichte der Blindheit eines Monarchen


„Das Leben ist bezaubernd, man muss es nur durch die richtige Brille sehen.“

Thorin Eichenschild, aktueller König unter dem Berge, und sein ältester Neffe und Thronfolger Fili, verhelfen vielen Bewohnern des Auenlandes zu dieser Sicht, denn ihre Augengläser finden reißenden Absatz. Im Interview berichten sie über den Grund für den überraschenden Einstieg in das Geschäft der Sehhilfen und welche hehren Ziele sie damit verfolgen.

***

Muschelschnecke: Majestät, ich bedanke mich auch im Namen meiner Leser, dass Ihr und Euer Neffe trotz Eurer vielfältigen Verpflichtungen die Zeit gefunden haben, uns tiefere Einblicke in die Geschäfte Ihres außerordentlich gut laufenden Handels zu geben.

Thorin nickt einzig zur Annahme.

Fili: Es ist uns eine Ehre, hier sein zu dürfen.

Muschelschnecke: Eigentlich ist es ja gar nicht üblich, Zwerge mit Brille zu sehen. Wie kam es dazu, dass gerade der König unter dem Berge, von dem man ja denken könnte, er hätte ganz andere Dinge zu erledigen, ein Geschäft für Augengläser gründet.

Schweigen bei Thorin.

Fili: Nun ja, eigentlich ist die Fertigung von Augengläsern eines der vielen Handwerke, die wir Zwerge ausüben, mit einer langen Tradition und sogar eigenen Gilden. Allerdings sind viele von uns zu eitel, um sie außerhalb der heimischen Hallen zu tragen.

Thorin: Grundsätzlich benötigen die meisten von uns Zwergen auch keine Brillen. Wir können hervorragend sehen, vor allem in der Dunkelheit einer Höhle, zumindest bis wir ein gewisses Alter erreichen.

Fili (murmelnd zwischen zwei Räuspern): Einige erreichen dieses früher, andere später.

Thorin sendet einen kurzen, für mich undefinierbaren Blick in Richtung seines Neffen. Dieser scheint genau zu verstehen, was er damit meint und setzt sich gerader hin.

Thorin: Allerdings haben wir festgestellt, dass Hobbits eine ähnliche Sehleistung haben, jedoch diese bedeutend früher nachlässt. Ein Umstand, der vielen von ihnen schwer auf den Herzen lastet. Trotz alledem fasste das Optikerhandwerk hier nie Tradition und eine vergleichbare Güte.

Fili: Wie schwer diese Last sein kann und zu welchen Problemen sie führt, können außerdem einige von uns selber nachvollziehen.

Muschelschnecke: Im näheren Umfeld?

Thorin: Auch.

Fili (grinsend): Im sehr viel Näherem sogar.

Muschelschnecke: Ihre Majestät die Königin unter dem Berge betreffend? Sie ist ja ebenfalls ein Hobbit.

Thorin: Bil kann hervorragend sehen, sie sieht Dinge, die mir nicht auffallen.

Fili: Was nicht schwer ist.

Muschelschnecke: Ich verstehe.

Fili: Wisst Ihr, während unserer Reise zum Erebor, kam es zu ein paar Vorfällen, in denen eine Brille für einen von uns von großem Nutzen gewesen wäre. Es hätte der Gemeinschaft manch Ärger erspart und vielen hier in Hobbingen auch.

Muschelschnecke: Wie darf ich das verstehen?

Fili (sieht seinen Onkel an): Ähh … wie soll ich das am besten formulieren?

Thorin: Am besten gar nicht.

Fili: Sagen wir es so: Vor unserem Aufbruch besuchten wir meine zukünftige Tante, was ich damals natürlich noch nicht wusste, in ihrer Höhle. Unser Freund Gandalf markierte ihre Haustür extra für uns mit einem Runenzeichen, in der Annahme, es wäre leuchtend genug, um gesehen zu werden. Das funktionierte auch recht gut. Aber leider, verfehlte der Letzte der von uns eintraf mehrmals dieses Zeichen und klopfte an den falschen Türen oder harschte übellaunig unschuldige Vorbeikommende an.

Thorin (einwerfend): Die Leuchtkraft hatte nachgelassen.

Muschelschnecke (räuspert sich): In Ordnung. Ich höre schon, ein Thema, das besonderer Aufmerksamkeit bedurfte. Also ist das von Euch gegründete Geschäft von Hobbits und Zwergen gleichermaßen gut besucht?

Fili: Nun ja, einige Zwerge schauen schon vorbei. Allerdings sind es meist Hobbits und ab und an auch ein paar Elben, vor allem Elbinnen, obwohl sie ja Brillen nun wirklich nicht nötig haben, den ihre Sehkraft lässt nie nach.

Muschelschnecke: Und aus welchem Grund dann?

Thorin: Mein jüngerer Neffe, Kili, er arbeitet für uns als Marktschreier und scheint eine besondere Anziehungskraft auf diese Baumkrabbler auszuüben, wenn gleich er bereits verheiratet ist.

Fili: Etwas, dass die jungen Damen wenig zu stören scheint. Für sie haben wir allerdings Spezialanfertigungen erdacht, als reines Modeaccessoire, ohne oder nur mit ungeschliffenen Gläsern, aber dafür reich verziert. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie sehr diese begehrt sind.

Thorin: Zugegeben, hilfreich für den Ertrag ist es allemal, auch wenn ich sie nicht gerne im Geschäft sehe. Immer dieser scheußliche Gesang, viel zu fröhlich und viel zu eingebildet. Stunden muss man sie beraten, damit sie sich endlich für ein Modell entscheiden.

Muschelschnecke: Also ist Euer Geschäft bei allen Rassen Mittelerdes gleichermaßen beliebt?

Thorin: Ja, selbst Istari konnten wir bereits begrüßen.

Fili: Zu unserem Vorteil, hat meine Verlobte Verbindungen in alle möglichen Richtungen Mittelerdes. Sie ist mit den Menschen aus Gondor und Rohan gleichermaßen befreundet und teilweise verwandt. Ebenso kann sie die hohe Herrin Lothloriens als nähere Verwandte vorweisen. Was ungemein dabei hilft, vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen aufzubauen, zum Beispiel zur Beschaffung von Rohstoffen, die wir benötigen.

Muschelschnecke: Man könnte das Geschäft also fast schon als Familienbetrieb betrachten.

Thorin: Unsere Familie ist uns sehr wichtig. Und auch wenn sie recht … multikulturell … ist, muss ich zugeben, dass dieser Umstand förderlich fürs Geschäft ist. Zwerge an sich sind keine guten Händler, dass können andere besser.

Fili (mit entgeistertem Blick): Ist das dein einziger Grund, sie im Unternehmen zu haben?

Unbekannte Stimme: Er will bloß nicht zugeben, dass er mich trotz meines gemischten Blutes bisweilen sehr lieb gewonnen hat. Nicht wahr, allerliebster Schwiegeronkel?

Eine braunhaarige Frau umfasst Fili von hinten und wuschelt ihm lachend durch die Haare.

Muschelschnecke: Willkommen, kann ich davon ausgehen, dass Ihr die eben benannte Verlobte des Thronfolgers seid?

Thorin (mit verschränkten Armen und mürrischen Blick): Ja, leider.

Ihre Hoheit gibt mir ihre Hand: Ich heiße Farja, meines Zeichens Blut von Mittelerde. Sehr erfreut. Ich hoffe, die beiden Herren erzählen Euch keine Ammenmärchen. Der wahre Grund für die Gründung des Unternehmens ist nämlich …

Thorin: Vorsicht … meine Zustimmung zu eurer Hochzeit steht noch immer aus.

Farja hebt entschuldigend die Hände.

Eine weitere unbekannte Stimme: … weil Thorin in seiner „Eile“ mehrmals meine Tür mit dem gut sichtbaren und weithin leuchtenden Zeichen schlichtweg übersehen hat. Und da kam seinem ältesten Neffen so eine originelle Idee. Nicht wahr, Majestät?

Thorins antwortendes Knurren kann ich nicht verstehen, doch es lässt das Grinsen des Thronpaares noch weiter anwachsen.

Muschelschnecke: Majestät, es ist mir eine große Ehre, Euch ebenfalls begrüßen zu dürfen. Welch unerwartete Überraschung, scheinbar nicht nur für mich.

Bil: Farja und ich befürchteten schon, dass die beiden um des Stolzes Willen die Wahrheit ein wenig abändern könnten. Die Gründung des Geschäftes basiert nämlich auf Filis Intension, seinem Onkel das Tragen einer Brille leichter zu machen, und uns allen damit viel Ärger zu ersparen, wenn er sieht, dass auch andere und sogar Elben dieses wertvolle Hilfsmittel benutzen. Und, wenngleich sie es nicht zugeben würden, es bereitet ihnen nunmehr auch aus anderen Gründen immer mehr Spaß.

Farja: Jedoch, seine Brille, trägt Thorin immer noch nicht gerne.

Muschelschnecke: Zum Abschluss unseres Interviews, würdet Ihr sie vielleicht für mich ganz kurz aufsetzen, Majestät?

Thorin (knurrend): Wenn es denn sein muss.

Er kramt in seiner Westentasche und setzt sich eine Zwickerbrille, so klein und unscheinbar, dass man sie beinahe übersehen hätte, auf die breite Nase.

Muschelschnecke (sich das Lachen verkneifend): Vielen Dank.
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